Unfallschaden

    • Eric84
      Eric84
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 6.962
      Hatte gestern morgen ein Zettel am Auto "Bitte melden wegen Unfallschaden inkl. Tel Nummer".
      Kurz geschaut und gesehen das mir richtig ordentlich hinten links in die Seite gefahren worden ist, wohl beim Einparken passiert.
      Gestern kurz telefoniert, dahinter steckt ein junges Mädchen die meinte das man das doch bestimmt ganz easy ausbeulen könnte. Hab ihr direkt klar gemacht das das nicht drin ist und für es über ihre Versicherung laufen lassen müssen.
      Wollten dann heute nochmal telefonieren da sie gestern kurz angebunden war.

      Wie sollte das jetzt weiter gehen? Muss sie sich bei ihrer Versicherung melden? Oder ich? Und kann ich mir selber einen Gutachter aussuchen? Hätte da jmd der das machen könnte. Und sollte ich mir sicherheitshalber irgendwas von ihr unterschreiben lassen? Oder reicht es wenn ich ihre Daten habe?

      Danke.
  • 43 Antworten
    • battibatzen
      battibatzen
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2007 Beiträge: 403
      also meines wissens gilt das als fahrerflucht, wenn man nur einen zettel hinterlässt.

      immer wenn mir einer in die karre gefahren ist, habe ich sofort die polizei angerufen oder bin mit dem anderen hingefahren.

      meine sogar, dass man di epolizei immer informieren muss. ansonsten halt fahrerflucht und der verursacher muss den schaden selber zahlen.
    • exsmo
      exsmo
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 3.213
      Sie muss es ihrer Versischerung melden. Die werden ihr sagen wie es weitergeht. Meist hat die Versicherung eigene Gutachter, die geschickt werden. Repariert wird es dann normal in der Vertragswerkstatt.
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Original von battibatzen
      also meines wissens gilt das als fahrerflucht, wenn man nur einen zettel hinterlässt.

      immer wenn mir einer in die karre gefahren ist, habe ich sofort die polizei angerufen oder bin mit dem anderen hingefahren.

      meine sogar, dass man di epolizei immer informieren muss. ansonsten halt fahrerflucht und der verursacher muss den schaden selber zahlen.
      Ob es Fahrerflucht ist, hängt durchaus davon ab, wie lange sie gewartet hat.
      Die Polizei ist nicht unbedingt zu informieren. Aber es empfiehlt sich in jedem Fall, ja.
    • raek123
      raek123
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 14.287
      sie ist dir also hinten rein? :coolface:



      würde auch die polizei einschalten, sonst kanns da noch zu scherereien kommen.
    • FlammenULI
      FlammenULI
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2005 Beiträge: 654
      Original von battibatzen
      also meines wissens gilt das als fahrerflucht, wenn man nur einen zettel hinterlässt.
      Soll sie jetzt dort an der Karre ewig herumstehen, bis der Besitzer aus seinem Urlaub zurückkommt?
      Soll sie wegen jedem Mini-Blechschaden nun die Polizei rufen?
      Hallo,
      Zettel da lassen, und das dann mit dem anderen klären ist obv eine vernünftige Linie und keine Straftat,
      wenn der sich nicht meldet, sollte sie dann halt sich selber mit der Polizei kurzschließen zwecks Klärung [der Zettel kann ja irgendwie abhanden gekommen sein].

      Erst wenn sie das ausläßt, kommt das überhaupt in die Nähe einer Fahrerflucht.
      O.K., ich bin kein Jurist, noch nicht mal Autofahrer, vielleicht täuscht mich da der gesunde Menschenverstand,
      aber es ist jetzt ja nicht so, dass sie irgendjemanden umgefahren hat und dann einen Zettel dagelassen hat: "Wegen der Bestattungskosten, Rechnung an XYZ".

      Sie hat einen kleinen Blechschaden gemacht und dafür gesorgt, dass der geregelt wird. Da überhaupt auf die Idee zu kommen von Fahrerflucht zu reden, finde ich recht absurd.
    • Speckftw
      Speckftw
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 20.03.2008 Beiträge: 3.572
      (1) Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er

      1.

      zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, daß er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder
      2.

      eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne daß jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen,

      wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      (2) Nach Absatz 1 wird auch ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich

      1.

      nach Ablauf der Wartefrist (Absatz 1 Nr. 2) oder
      2.

      berechtigt oder entschuldigt

      vom Unfallort entfernt hat und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.

      (3) Der Verpflichtung, die Feststellungen nachträglich zu ermöglichen, genügt der Unfallbeteiligte, wenn er den Berechtigten (Absatz 1 Nr. 1) oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle mitteilt, daß er an dem Unfall beteiligt gewesen ist, und wenn er seine Anschrift, seinen Aufenthalt sowie das Kennzeichen und den Standort seines Fahrzeugs angibt und dieses zu unverzüglichen Feststellungen für eine ihm zumutbare Zeit zur Verfügung hält. Dies gilt nicht, wenn er durch sein Verhalten die Feststellungen absichtlich vereitelt.
    • TheJoker
      TheJoker
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.340
      lol so ein quark....natürlich muss sie die polizei rufen, sonst isses fahrerflucht
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      Original von FlammenULI
      aber es ist jetzt ja nicht so, dass sie irgendjemanden umgefahren hat und dann einen Zettel dagelassen hat: "Wegen der Bestattungskosten, Rechnung an XYZ".
      :heart: :heart:
    • FlammenULI
      FlammenULI
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2005 Beiträge: 654
      Original von TheJoker
      lol so ein quark....natürlich muss sie die polizei rufen, sonst isses fahrerflucht
      Laut Wikipedia:

      Fahrerflucht ist ein Verkehrsdelikt und wird in Deutschland im § 142 StGB unter der Deliktsbezeichnung Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort geregelt.
      Nach dieser Vorschrift wird derjenige bestraft, der sich als an einem Verkehrsunfall Beteiligter vom Unfallort entfernt, ohne zuvor den anderen Unfallbeteiligten die Feststellung seiner Personalien ermöglicht zu haben oder hierzu wenigstens eine angemessene Zeit gewartet zu haben, sowie derjenige, der sich zwar erlaubterweise vom Unfallort entfernt hat, die erforderlichen Feststellungen aber nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.


      Ich unterstelle ihr mal, dass sie nicht sofort abgehauen ist, sondern etwas gewartet hat und erst dann einen Zettel geschrieben hat. Warum? Weil's recht plausibel ist.

      Sie hat ihre korrekte Kontakt-Information dagelassen, sich nicht verleugnen lassen am Telefon, sondern unverzüglich am nächsten Tag reagiert.

      Vielleicht täuscht mich mein normaler Menschenverstand, also schauen wir auf die Detail-Regulierungen:

      Wartefrist
      Ist eine feststellungsbereite Person nicht an der Unfallstelle, so fordert der Gesetzgeber eine nicht näher definierte Wartepflicht, d. h. der Unfallbeteiligte muss an der Unfallstelle auf das Eintreffen einer feststellungsbereiten Person warten und dann seinen weiteren Pflichten nachkommen. Die Wartepflicht selbst ist gesetzlich nicht normiert und wird von den Gerichten im Einzelfall bestimmt. Die durch Rechtsprechung festgelegten Wartefristen bewegen sich zwischen 15 Minuten bei einem Bagatellunfall bis zu über zwei Stunden bei einem Unfall mit Verletzten. Entscheidend sind neben der Schwere der Unfallfolgen auch die Zeit und die Lage der Unfallstelle. Entfernt sich ein Unfallbeteiligter von der Unfallstelle nach Ablauf einer Wartefrist, so sind seine Verpflichtungen, Maßnahmen zur Schadenregulierung zu treffen, damit keinesfalls beendet. Der Gesetzgeber verlangt hier vielmehr, dass sich der Unfallbeteiligte bei einer Polizeidienststelle meldet und die erforderlichen Angaben macht. Darüber hinaus muss er seinen eigenen Aufenthaltsort und den Abstellort seines Fahrzeugs bekanntgeben und sich für weitergehende Überprüfungen (Art der Beteiligung) bereithalten.


      Das ist ein Bagatellunfall, wenn auch sicherlich trotzdem blöd für OP,
      Maßnahmen zur Schadensregulierung hat sie gemacht,
      eigenen Aufenthaltsort wurde nicht verschleiert, sondern explizit angegeben, soweit wir wissen hat sie auch nicht ihre Karre umlackiert oder ins Ausland geschaft, ist also verfügbar und sie hält sich bereit.
      Nachdem man sich im Prinzip direkt danach telefonisch mit dem Geschädigten gesprochen hat, verstehe ich auch nicht, was jetzt nun unbedingt das Einschalten der Polizei bringen soll.
      Sie ist schuld, sie steht dazu von Anfang an, sie zahlt [bzw. ihre Versicherung], sie macht all das,
      wo bitte ist jetzt die Fahrerflucht?
    • iakson
      iakson
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2008 Beiträge: 6.969
      Original von battibatzen
      also meines wissens gilt das als fahrerflucht, wenn man nur einen zettel hinterlässt.

      immer wenn mir einer in die karre gefahren ist, habe ich sofort die polizei angerufen oder bin mit dem anderen hingefahren.

      meine sogar, dass man di epolizei immer informieren muss. ansonsten halt fahrerflucht und der verursacher muss den schaden selber zahlen.
      völliger schwachsinn! man ist nicht dazu verpflichtet die polizei ueber einen unfall zu informieren und im endeffekt machen die eh nichts ausser die daten zwischen den 2 parteien auszutauschen. bei einem unfall mit personenschaden ist es allerdings was anderes, da müssen sie informiert werden.

      ebenso, ist man meines wissens dazu verpflichtet einen gewissen zeitraum auf den geschädigten zu warten, wenn dies nicht eintritt, muss man ihm seine daten hinterlassen. in diesem punkt bin ich mir allerdings nicht sicher. kenns eh nur so das die leute mir in die karre fahren und sich dann spurlos verpisssen.

      injedemfall hat die frau ihre daten hinterlassen und will für den schaden aufkommen, was hat das mit fahrerflucht zu tun!?!?
    • Speckftw
      Speckftw
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 20.03.2008 Beiträge: 3.572
      Es ist halt keine Unfalllucht.
      Ich habe den Auszug aus dem Strafgesetzbuch ja bereits gepostet.
      Man ist nicht verpflichtet, die Polizei zu rufen, aber von Vorteil ist es natürlich, wenn man sie dennoch holt. Denn die Polizeibeamten helfen einem dann, die Sache so schnell wie möglich zu klären... Es kann aber passieren, dass man 35 Euro Verwarngeld (Außer-Acht-Lassen der im Verkehr nötigen Sorgfalt mit Sachbeschädigung) zahlen muss.

      Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bei einem Zettel irgendein Witzbold ankommt und den einfach entfernt. Dann sitzt man natürlich in der Scheiße, wenn man beschuldigt wird...


      @ Topic:
      Du musst deine Versicherung einschalten. Die wird den Schaden ersetzen und diesen dann von der Versicherung der Gegenpartei einfordern. Da es ja offensichtlich ist, dass dich keine Schuld trifft (außer du parktest im Haltverbot), wird die Versicherung 100% übernehmen müssen.
      Logischerweise versucht deine Unfallgegnerin, den Schaden kleinzureden, damit sie ihn aus der Tasche bezahlen kann (Erhöhung der Versicherungsprämie droht ja).
      Wenn du dich mit Fahrzeugtechnik /-Kosten etc. nicht auskennst, ziehe auf jeden Fall einen Gutachter hinzu!
    • porti
      porti
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 154
      was ist denn wenns regnet und der zettel is dann weg ihr füchse?
    • TheJoker
      TheJoker
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.340
      google sagt das :

      Fahrerflucht^^
    • Play4forlife
      Play4forlife
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2007 Beiträge: 13.809
      Original von porti
      was ist denn wenns regnet und der zettel is dann weg ihr füchse?
      Dann ist die Feststellung der Personalien nicht mehr möglich und es dürfte dann unter Unfallflucht zählen!?
    • FlammenULI
      FlammenULI
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2005 Beiträge: 654
      Original von porti
      was ist denn wenns regnet und der zettel is dann weg ihr füchse?
      Wenn sie nichts vom Unfallgegner hört, muss sie es halt der Polizei melden.
      Das kann sie aber auch noch am Montag/Dienstag/Mittag machen [angenommen der Unfall passiert am WE). Gut, das Gesetz redet von unverzüglich, sie sollte es halt einfach bald machen, wenn sich der andere nicht meldet.

      Aber nur die Möglichkeit, dass der Zettel vom Winde oder Regen wegfliegt, zwingt sie jetzt nicht wegen so einen kleinen Schaden die Polizei zu rufen und davon abzuhalten, die Hools etwa zu trennen.
      Sie ist halt nur verpflichtet, trotzdem selber aktiv zu bleiben, um den Unfall aufzuklären und zu regeln als Verursacherin. Erst wenn sie das nicht macht, ist sie sowohl vom Menschenverstand, wie auch wohl in der Justiz ein Fahrerflüchtige.
    • Eric84
      Eric84
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 6.962
      Hab meinen Wagen erst vor 2 Jahren als Neuwagen gekauft, dazu kommt das die hintere Tür und der Radkasten stark eingebeult sind. Also es ist schon ordentlich was dran. Aus der Tasche wird sie das nicht zahlen können/wollen.

      Kumpel meinte folgendes würde funktionieren:
      Gutachter hinzuziehen. Gutachten an die Versicherung des Verursachers schicken. Geld wird mir ausgezahlt. Dann ne Werkstatt suchen die den Schaden günstiger als im Gutachten repariert, Differenzbetrag könnte ich dann einstecken.

      Klingt gut aber läuft so nicht, oder?
    • FlammenULI
      FlammenULI
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2005 Beiträge: 654

      Kumpel meinte folgendes würde funktionieren:
      Gutachter hinzuziehen. Gutachten an die Versicherung des Verursachers schicken. Geld wird mir ausgezahlt. Dann ne Werkstatt suchen die den Schaden günstiger als im Gutachten repariert, Differenzbetrag könnte ich dann einstecken.

      Klingt gut aber läuft so nicht, oder?
      Klingt gut, läuft wahrscheinlich so,
      ist aber obv eine Straftat, genannt Versicherungsbetrag.
      Muß Du halt mir Dir selbst und Deinem Gewissen ausmachen,
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von Eric84
      Hab meinen Wagen erst vor 2 Jahren als Neuwagen gekauft, dazu kommt das die hintere Tür und der Radkasten stark eingebeult sind. Also es ist schon ordentlich was dran. Aus der Tasche wird sie das nicht zahlen können/wollen.

      Kumpel meinte folgendes würde funktionieren:
      Gutachter hinzuziehen. Gutachten an die Versicherung des Verursachers schicken. Geld wird mir ausgezahlt. Dann ne Werkstatt suchen die den Schaden günstiger als im Gutachten repariert, Differenzbetrag könnte ich dann einstecken.

      Klingt gut aber läuft so nicht, oder?
      ne. nennt sich dann betrug. die versicherungen wollen aber auch gerne mal einen tatsächlichen kostennachweis. also eine kopie der rechnung. wenn sie die von dir fordern, biste halt der arsch.
      beste line ist einfach die eigene versicherung anzurufen, sache zu schildern und mit der versicherung über das genaue vorgehen beraten. damit bist du, was die forderungen angeht, schonmal auf der sicheren seite. solltest halt nichts eigenmächtig machen. dann könnts probleme geben.
    • EricF
      EricF
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2006 Beiträge: 629
      Also die Versicherung bezahlt nur den für sie günstigeren Fall.
      Soll heißen, was günstiger ist:
      * Reparatur oder
      * die Differenz zwischen Wiederbeschaffung und Restwert

      Wenn Reparatur der günstigere Fall ist und wenn Du Dir das Geld ausbezahlen lässt, dann wird Dir die MwSt von diesem Betrag abgezogen.

      Und ob dieser Betrag dann günstiger ist als eine andere Wertstatt ist halt vorher zu prüfen.

      Warum das eine Straftat ist, weiß ich nicht, vielleicht kann das jemand aufklären.