Eigene Musik auf YouTube stellen ["rechtliches"]

    • Brainspotting
      Brainspotting
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2011 Beiträge: 789
      Angenommen ich lade ein eigenes Lied auf YT hoch, kann mir das "geklaut" werden? Angenommen es gefällt irgendeinem Produzenten, kann er es einfach selbst noch etwas verfeinern und veröffentlichen? Er kanns ja als "Cover" verkaufen und covern is ja nich verboten.
      UND, was ist mit YT? Trete ich die Rechte an dem Song an YT ab sobald ich es hochlade?
      Oder gibts Gründe warum man keine eigene Musik auf YT stellen sollte?
  • 9 Antworten
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Theoretisch kann selbstverständlich jeder Deine Idee stehlen, so wie Dir das auch bei jedem öffentlichen Auftritt passieren könnte.

      Ende der 80er/ Anfang der 90er wurde sowas gerne in der Eurodanceszene praktiziert. Da wurden einfach Auftritte von "Bands" wie Snap besucht um dort Material zu hören, das noch nicht veröffentlicht war, um besonders eingängige Sachen schnell nachzuproduzieren und auf den Markt zu werfen, bevor das Original draussen war.

      Allerdings hast Du mit einem Upload auf Youtube zumindest schon einmal einen Beweis, zu welchen Zeitpunkt Du die Idee hattest.

      Wie die AGBs von Youtube aussehen, kann ich Dir nicht sagen. Sicherlich wirt Du dort in irgendeinem Rahmen Nutzungsrechte abtreten müssen, weil ansonsten ja für Youtube rechtliche Probleme entstehen könnten. Dein Urheberrecht geht da aber nicht verloren.

      Was für Musik machst Du denn? Wenn Du "den" großen Wurf gemacht hast und glaubst, kommerziell mit Deiner Musik sehr sehr erfolgreich sein zu können, macht es viel mehr Sinn direkt an Labels heranzutreten.

      Ansonsten würde ich das eher als Demoplattform sehen, um Deinen Bekanntheitsgrad steigern zu können.

      Ich kann Dir da auch noch Soundcloud empfehlen. Das funktioniert auch sehr gut mit z.B. Facebook zusammen.
    • luckskaiworker
      luckskaiworker
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 2.955
      als allererstes:

      wenn du irgendwelche software zur erstellung wie fruityloops/cubase benutzt ----> originalsoftware - die software speichert in jedem lied im ultraschallbereich eine seriennummer deiner version. wenn du es dann bei raubkopierter software veröffentlichst, kommen entweder nette strafen auf dich zu oder der softwareanbieter erhebt anspruch auf die rechte an der musik
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Original von luckskaiworker
      als allererstes:

      wenn du irgendwelche software zur erstellung wie fruityloops/cubase benutzt ----> originalsoftware - die software speichert in jedem lied im ultraschallbereich eine seriennummer deiner version. wenn du es dann bei raubkopierter software veröffentlichst, kommen entweder nette strafen auf dich zu oder der softwareanbieter erhebt anspruch auf die rechte an der musik
      Du magst mir dann auch erzählen, wie das technisch funktioniert, wenn digital erzeugte Musik nur Frequenzen bis 20khz bedient?

      Da die Audodatei vor dem Upload sogar meistens noch als mp3 encodiert wird, macht das noch weniger Sinn.

      Dies soll im übrigen keine Aufforderung sein raubkopierte Software zu benutzen!
    • luckskaiworker
      luckskaiworker
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 2.955
      ultraschall fängt ab 16khz an, da sollte doch genug spielraum sein..

      denke dass der komplett vorhandene frequenzbereich einfach mitkonvertiert wird, not?


      weiss da selbst nicht so wirklich bescheid, habe aber genau das von jemanden gehört, der diese programme professionell benutzt.
    • uni05mz
      uni05mz
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 3.303
      @OP:

      Track aufnehmen und den Tonträger per Einschreiben an Dich oder Anwalt/Notar schicken. (Natürlich ungeöffnet lassen)



      Original von luckskaiworker
      weiss da selbst nicht so wirklich bescheid, habe aber genau das von jemanden gehört, der diese programme professionell benutzt.
      Jemand der professionell Musik macht, hat in der Regel entsprechende Lizenzen.

      Wenn Du 'privat' einen veröffentlichtswerten Track baust, wird der in der Regel in einem professionellen Studio eh neu aufgenommen.
    • richum
      richum
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 2.169
      Das Gerücht das Cubase spezielle Frequenzen in Liedern abspeichert gabs schon vor zehn Jahren und da war es schon einfach nur ne urban myth. Es gibt halt bis heute keinen Fall wo sowas benutzt worden sein soll um Raubkopierer zu überführen und die Hersteller versichern halt selbst das es nicht so ist. Man will schließlich keine Produkte verkaufen, die Audiodateien absichtlich verunreinigen.
      Und die Nummer mit dem Brief und an sich selbst schicken ist auch rechtlich vor Gericht nicht haltbar. Man hat so oder so das Urheberrecht an seiner Musik, der Brief hat halt keine Beweiskraft vor Gericht.
    • Liproqq
      Liproqq
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2008 Beiträge: 1.280
      Original von uni05mz
      @OP:

      Track aufnehmen und den Tonträger per Einschreiben an Dich oder Anwalt/Notar schicken. (Natürlich ungeöffnet lassen)



      Original von luckskaiworker
      weiss da selbst nicht so wirklich bescheid, habe aber genau das von jemanden gehört, der diese programme professionell benutzt.
      Jemand der professionell Musik macht, hat in der Regel entsprechende Lizenzen.

      Wenn Du 'privat' einen veröffentlichtswerten Track baust, wird der in der Regel in einem professionellen Studio eh neu aufgenommen.
      Das mit dem Einschreiben an sich selbst ist quatsch, wird kein Richter als Urheberrecht begründenden Beweis akzeptieren.

      Original von vandaalen
      Allerdings hast Du mit einem Upload auf Youtube zumindest schon einmal einen Beweis, zu welchen Zeitpunkt Du die Idee hattest.
      Als Youtube noch recht neu war, wurde veröffentlichen auf youtube auch nicht akzeptiert, ob sich die Rspr. im letzten Jahr dahingehend verändert hat weiß ich nicht, aber da Richter in Urheberrechtssachen ziemlich konservativ sind, wohl eher nicht.

      Standard Line ist: Dein Werk bei einem Rechtspfleger, i.d.R. ein Anwalt, archivieren zu lassen. Gilt auch für Comedy usw.
    • Brainspotting
      Brainspotting
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2011 Beiträge: 789
      Ich weiß nicht genau in welche Schublade ich mich stecken soll.
      Singer/Songwriter + Gitarre. Den großen Wurf erwarte ich nicht, das ist auch nicht mein Anspruch. Fertig produziert ist auch noch nichts, ich habe mittlerweile nur ein paar Demos angesammelt und mit dem Gedanken gespielt mal ein paar hochzuladen um etwas Feedback zu bekommen. Im privaten Kreis kam es immer sehr gut an, aber ich bewerte das nicht über.
      Der Gedanke, was mit meiner Musik passieren könnte, wenn ich sich iwo hochlade, kam einfach zwangsläufig auf.
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      So haben die meisten mal angefangen.

      IMO muss für Youtube auch gar nichts ausproduziert sein. Da reicht es doch schon, wenn man sich selbst filmt und eine annehmbare Tonqualität hat.

      Wenn dort die Nachfrage/das Feedback stimmt, kann man ja den nächsten Schritt gehen.