[NL25+NL50]JohnLeeh´s Leakfinder

    • JohnLeeH
      JohnLeeH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Das wollte ich schon immer mal machen.. Ehrlich :f_cool:

      Zu mir: Ich versuche mich grad an NL50 mit Breakeven erfolg seit 15k händen beim neuen Anbieter. an sich nix schlimmes - könnte Varianz sein oder nicht. Doch weil ich jetzt hart an mir arbeiten will würde ich gerne gemeinsam einige Sachen durchsprechen

      Zunächst einmal die grobe Übersicht an Stats:




      bisl zu erklärung:
      Das sind meine Stats aus diesem Jahr NL50 bzw. besser gesagt: diesen Monat. hab gerade den Aufstieg gewagt und versuch mich jetzt auf NL50 zu etablieren.

      Generell versuchte ich für NL50 im Gegensatz zu NL25 etwas tighter zu werden (spielte auf Nl25 22/18) was openings anbelangt, mehr zu 3betten, gezielter zu cbetten und weniger im SB vs BB zu stealen. Auch versuche ich weniger hände wie KQ oder AQ aus den Blinds vs. Regs OOP zu spielen sondern eher 3bet oder Fold zu spielen.

      Ich hab selbst erst heute meine Stats analysiert und schon einige Sachen gefunden die ich aber dann erst gern diskutieren wollen würde wenns jemand entdeckt. Spoilern is ja langweilig :)

      bin für ernstgemeintes Feedback dankbar und hoffe auf rege Beteiligung: )
  • 19 Antworten
    • NovaNutzZz
      NovaNutzZz
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2009 Beiträge: 178
      Preflop:

      Flattest du IP am BTN/CO viel?
      Meiner Meinung nach sollte der 3B-Wert am BTN/CO höher sein, daher bei 6-8%.
      Welche Range gegen welchen Villian 3bettest du am BTN/CO?
      BTN und CO würd ich zudem mehr isoraisen/mehr stealen.
      Kann es sein, dass du am BTN eher dazu neigst zu flatten, anstatt öfter mal zu3betten?

      Im Vergleich zu BTN/CO sollten 3B-Werte von SB/BB niedriger sein. Restealst du sehr viel?
    • Thanatos88
      Thanatos88
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2010 Beiträge: 1.087
      wenn du moneyscared bist nach de aufstieg ist ein tighteres spiel anfangs nicht verkehrt... langfristig kannst du aber auf den lowstakes tendenziell looser spielen als auf den micros, da die Reg-Zahl doch höher wird und diese sich doch besser bluffen lassen als fische/semi-regs die alles callen!
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      wenn du moneyscared bist nach de aufstieg ist ein tighteres spiel anfangs nicht verkehrt... langfristig kannst du aber auf den lowstakes tendenziell looser spielen als auf den micros, da die Reg-Zahl doch höher wird und diese sich doch besser bluffen lassen als fische/semi-regs die alles callen!


      da geb ich dir recht. ich wollte mit dem etwas tighteren approach ausnutzen das die regs trotzdem sehr loose 3betten etc. um da nicht unnötig zu overadjusten sondern eher meine value hände gegen sie spielen will wenn Regs in den blinds sitzen bin ich bisl tighter.

      ansonsten geb ich dir recht auf lange frist wenn mir die regs und deren tendenzen bekannt sind werd ich auch spots haben um sie postflops ausspielen zu können.

      Original von NovaNutzZz
      Preflop:

      1. Flattest du IP am BTN/CO viel?
      2. Meiner Meinung nach sollte der 3B-Wert am BTN/CO höher sein, daher bei 6-8%.
      3. Welche Range gegen welchen Villian 3bettest du am BTN/CO?
      4. BTN und CO würd ich zudem mehr isoraisen/mehr stealen.
      5. Kann es sein, dass du am BTN eher dazu neigst zu flatten, anstatt öfter mal zu3betten?

      6. Im Vergleich zu BTN/CO sollten 3B-Werte von SB/BB niedriger sein. Restealst du sehr viel?
      ich hab die punkte kurz nummeriert -da gehts einfacher :)

      1.: Situationsabhängig. Bitte nicht vergessen das sind "nur" 10k hände. Wenn fische in den Blinds sitzen ists halt ein call. Wenn der Reg 70% cbettet und 30-40% am Turn call ich mit händen die ich 3betten könnte um mir die option des floatens offen zu halten. wenn villain wenig auf 3bets foldet macht imho eine 3bet auch wenig sinn.

      2. Ja geb ich dir Recht. Evtl. hat das mit meinen Stats auf Villains zu tun? also ich hab ja auf deren fold to 3bet Werten wenig sample (4-7 im Durchschnitt..) Ich versuch aber das der Wert höher ist in den richtigen Spots (also Ax, Kx, Qx hände)

      3. Je nachdem. wenn er viel auf 3bets called OOP erweitere ich halt meine Valuerange (KQ, AQ, AJ, ATs, etc. je nachdem ob er hände wie QJs, JTs, 99, 44, 76s etc. called) Wenn er sehr tight auf 3bets weiterspielt polarisier ich meine range. Calle dann wohl sachen wie AK, auch mal QQ und JJ 3bet dafür A6-A9s, K9s hände und sowas. Gegen fisch tendenziell dann auch eine weitere range die halt mehr aus Strong Händs besteht (Broadway und Hände die gut TP machen)

      4.da tu ich mich etwas schwer weil ich doch recht oft ge3bettet werde von Tags bzw. es halt auf NL50 bei meinem Anbieter im Moment selten sehr tighte REgs gibt die wenig 3betten sondern eher die wenig folden und viel 3betten. da wirds halt auch bisl ugly und an dem spiel muss ich noch arbeiten weil da kann ich noch einiges an EV rausholen

      5. Wie gesagt, je nach Situation.

      6. wieso sollten die OOP niedriger sein als IP?

      danke auf jedenfall bisher für das feedback
    • SteveWarris
      SteveWarris
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      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.797
      spiel deinen NL25 style doch erstmal so weiter. mit dem kammst du auf NL25 ja klar. sollange die NL50 regs (die jetzt nicht unbedingt signifikant besser sind) dir keinen grund geben das zu ändern, spielst ihn halt so weiter.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      1.) 3-bet Wert/verteilung

      4,7% ist halt nicht viel. Ich denke da würde deutlich mehr gehen, vor allem in Position.

      Im letzten Post fragst du nach dem "warum"?

      Die Sache ist doch klar, dein gegner kann in Position callen wenn du aus den Blinds heraus 3-bettest. 3-bettest du aber am Button, wird Villain weniger callen, du mehr Foldequity erzielen.

      Es gibt viele Gegner die OOP selten oder beinahe nie 3-bets callen. Daher kannst du am Button die Sau rauslassen, es ist ohnehin die (Preflop-)Position wo du am wenigsten falsch machen kannst.

      Wenn da Gegner raisen mit ft3-b Werten jenseits der 60% dann frage dich nicht "kann ich 3-betten?" sondern "warum sollte ich nicht 3-betten?".


      2.) Fold-to-3-bet

      Müsste grob überschlagen weit über 70% liegen, richtig? Das ist etwas zu viel, eine 3-bet benötigt im Schnitt zwischen 65% und 70% Foldequity, mit über 70% kannst du halt ein gezieltes Opfer sein.


      3.) Position Stats

      Der Small Blind ist die schlechteste Position am Tisch, den Button hatten wir schon (kannst du kaum was falsch machen), der Cutoff ist die zweitbeste.

      Wieso spielst du im SB mehr Hände wie vom CO aus?

      Der Unterschied zwischen SB und BU ist auch nicht gerade riesig.



      Ein weiterer Grundsatz:

      Contibets am Flop brauchen etwas Rückendeckung:

      => Position (in Position immer deutlich besser wie OOP)
      => starke Hand oder aber Equity im Rücken (sprich eine etwas enger gefasste Range)

      Und wo contibettest du am meisten? Im Small Blind, wo du immer OOP spielen musst und zudem die zweitweiteste Range hast (und der Success nicht gerade überragend ist).

      Und in welcher Position ist die Flop Agg am höchsten? Und am Turn? Und am River?

      Da bist du anscheinend sehr SB-verliebt!

      Ist nun aber nicht so, dass die Winrate das unterstüzten würde... ;)
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Danke zunächst für das Feedback MiiWiin. Ich hab noch paar gedanken unten eingefügt.

      1.) 3-bet Wert/Verteilung4,7% ist halt nicht viel. Ich denke da würde deutlich mehr gehen, vor allem in Position.

      Im letzten Post fragst du nach dem "warum"?Die Sache ist doch klar, dein gegner kann in Position callen wenn du aus den Blinds heraus 3-bettest.

      3-bettest du aber am Button, wird Villain weniger callen, du mehr Foldequity erzielen.Es gibt viele Gegner die OOP selten oder beinahe nie 3-bets callen. Daher kannst du am Button die Sau rauslassen, es ist ohnehin die (Preflop-)Position wo du am wenigsten falsch machen kannst

      .Wenn da Gegner raisen mit ft3-b Werten jenseits der 60% dann frage dich nicht "kann ich 3-betten?" sondern "warum sollte ich nicht 3-betten?".



      Mir ist schon klar wieso man IP deutlich lighter 3betten kann als OOP nur wollte ich trotzdem eine Begründung hören. Ich spiel halt im Moment OOP viel 3bet oder fold je nach Villain. OOP spielen is halt nicht das wahre (daran muss ich generell arbeiten) und da hilft es halt gegen loose CO/BTN opener gewisse hände entweder zu folden oder zu 3betten.

      Was für mich interessant ist ist der Teil: Kann ich 3betten bzw. eher warum sollte ich nicht 3betten? Ich denke ich muss da noch zulegen. Aber würd bei einem Wert um die 6-7% bei den Micros ca. bleiben. Das ist denke ich mehr oder weniger unexploitable.

      2.) Fold-to-3-betMüsste grob überschlagen weit über 70% liegen, richtig?

      Das ist etwas zu viel, eine 3-bet benötigt im Schnitt zwischen 65% und 70% Foldequity, mit über 70% kannst du halt ein gezieltes Opfer sein.


      Aber ist es nicht so das die Regs auf NL25-100 einfach viel zu schlecht auf das adaptieren und trotzdem JJ reinbringen bzw. AQs bzw. sich halt leveln wenn ich dann 4bette nach einigen 3bets und sie 5bet shoven? Ich mein wenn es mehr EV hat für mich zu folden pre als OOP nen 3bet pot zu spielen gegen eine weite 3betting range wo man halt viele Fehler machen kann (3bettet er jetzt light mit Q9o und cbettet auf nem A high board flop+turn und kann ich mit JJ callen oder valuebettet er mit AK?)
      Ich sehe den sinn dahinter noch nicht so ganz. Ich habe das Gefühl die regs sind nicht gut genug das zu erkennen. Sie nutzen evtl. aus viel zu 3betten aber adapten schlecht auf 4bets – oder nicht?


      3.) Position StatsDer Small Blind ist die schlechteste Position am Tisch, den Button hatten wir schon (kannst du kaum was falsch machen), der Cutoff ist die zweitbeste.

      Wieso spielst du im SB mehr Hände wie vom CO aus?Der Unterschied zwischen SB und BU ist auch nicht gerade riesig.


      Auf NL25 war ich am CO, BTN und auch SB looser. SB deswegen weil es genug spieler gab die pre einfach 70%+ fold to steal hatten im BB und ich das ausgenutzt habe. Jetzt von 0 auf 100 sofort das runter zu fahren ist schwierig. Is aber etwas was ich mir auf die Fahnen geschrieben hab. CO muss looser werden und BTN auf alle fälle wieder. Wie gesagt war jetz bisl tighter beim limit aufstieg. Peile je nach tisch etc. um die 30% CO an und um die 40% am BTN. Natürlich hängt das auch wieder mit dem fold to 3bet wert zusammen. 40% hände eröffnen und 70% auf 3bets folden is halt schwierig. IP kann ich aber mit paar reads besser gegen die leute spielen. Jetz nach 200 hände oder so von nem gegner sind halt reads schwieriger.


      Ein weiterer Grundsatz:Contibets am Flop brauchen etwas Rückendeckung:=> Position (in Position immer deutlich besser wie OOP)=> starke Hand oder aber Equity im Rücken (sprich eine etwas enger gefasste Range)Und wo contibettest du am meisten?

      Im Small Blind, wo du immer OOP spielen musst und zudem die zweitweiteste Range hast (und der Success nicht gerade überragend ist).

      Und in welcher Position ist die Flop Agg am höchsten? Und am Turn?

      Und am River?Da bist du anscheinend sehr SB-verliebt!

      Ist nun aber nicht so, dass die Winrate das unterstüzten würde...



      Ja paar sachen gibt’s wohl zu tun was den SB anbelangt. Winrate is halt noch schwierig zu sagen weil ich nen 150BB pot SB vs BTN (KQ vs AK auf KKx board) verloren hab das die verluste halt um die hälfte reduziert – is halt sample size. Das ich einige sachen im SB falsch mache das is wohl offensichtlich. Ich denke wenn ich das so analysiere ich spiele aus dem SB zu oft bet and pray bei vielen boards ohne plan welche karten ich am turn double barreln könnte oder wie villains range so da steht.
      Da finde ich hab ich im BTN einiges besser gemacht seit NL25 und 65% relativ unexploitable als cbet wert

      Dinge die mir aufgefallen sind bzw. die wir ja teilweise auch schon hatten:

      Cbet Wert ist mitlerweile OK – hatte vorher 78% overall was für NL25 klappte – hier nicht mehr habe ich das Gefühl
      3bet Wert allgemein höher IP auf jeden Fall OOP mal sehn
      Weniger OOP spielen – MP+UTG ist das okey so denk ich, SB+BB hab ich noch potential zu verbessern
      Fold vs 3bets: Ich bin mir noch immer nicht sicher obs für NL50 Vorteile oder Nachteile bringt. Wie sind denn deine Gedanken dazu?
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von JohnLeeH
      Danke zunächst für das Feedback MiiWiin. Ich hab noch paar gedanken unten eingefügt.

      1.) 3-bet Wert/Verteilung4,7% ist halt nicht viel. Ich denke da würde deutlich mehr gehen, vor allem in Position.

      Im letzten Post fragst du nach dem "warum"?Die Sache ist doch klar, dein gegner kann in Position callen wenn du aus den Blinds heraus 3-bettest.

      3-bettest du aber am Button, wird Villain weniger callen, du mehr Foldequity erzielen.Es gibt viele Gegner die OOP selten oder beinahe nie 3-bets callen. Daher kannst du am Button die Sau rauslassen, es ist ohnehin die (Preflop-)Position wo du am wenigsten falsch machen kannst

      .Wenn da Gegner raisen mit ft3-b Werten jenseits der 60% dann frage dich nicht "kann ich 3-betten?" sondern "warum sollte ich nicht 3-betten?".



      Mir ist schon klar wieso man IP deutlich lighter 3betten kann als OOP nur wollte ich trotzdem eine Begründung hören. Ich spiel halt im Moment OOP viel 3bet oder fold je nach Villain. OOP spielen is halt nicht das wahre (daran muss ich generell arbeiten) und da hilft es halt gegen loose CO/BTN opener gewisse hände entweder zu folden oder zu 3betten.

      Was für mich interessant ist ist der Teil: Kann ich 3betten bzw. eher warum sollte ich nicht 3betten? Ich denke ich muss da noch zulegen. Aber würd bei einem Wert um die 6-7% bei den Micros ca. bleiben. Das ist denke ich mehr oder weniger unexploitable.
      "Mehr" sollst/musst du ja auch nicht 3-betten, aber aktuell sinds im Schnitt 4,7% und an CO/BU knapp über 3%.

      Da wären 6-7% schon eine ganz andere Hausnummer. Und wenn du die 6-7% als gut ansiehst, warum machst du es dann nicht?
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von JohnLeeH
      2.) Fold-to-3-betMüsste grob überschlagen weit über 70% liegen, richtig?

      Das ist etwas zu viel, eine 3-bet benötigt im Schnitt zwischen 65% und 70% Foldequity, mit über 70% kannst du halt ein gezieltes Opfer sein.


      Aber ist es nicht so das die Regs auf NL25-100 einfach viel zu schlecht auf das adaptieren und trotzdem JJ reinbringen bzw. AQs bzw. sich halt leveln wenn ich dann 4bette nach einigen 3bets und sie 5bet shoven? Ich mein wenn es mehr EV hat für mich zu folden pre als OOP nen 3bet pot zu spielen gegen eine weite 3betting range wo man halt viele Fehler machen kann (3bettet er jetzt light mit Q9o und cbettet auf nem A high board flop+turn und kann ich mit JJ callen oder valuebettet er mit AK?)
      Ich sehe den sinn dahinter noch nicht so ganz. Ich habe das Gefühl die regs sind nicht gut genug das zu erkennen. Sie nutzen evtl. aus viel zu 3betten aber adapten schlecht auf 4bets – oder nicht?
      Wir reden halt von Regs die ihre Stats haben und sehen "oh, der Typ foldet 75% auf 3-bets...dann bluffe ich mal, ist ja +EV".

      Und schon kassierst du viel mehr 3-bets, musst viel mehr folden, der ft3-b steigt an und damit rufst du schon die nächsten 3-better auf den Plan.

      Es geht hier doch nicht um JJ/AQ...kein normaler Gegner wird JJ überhaupt 3-bet/folden, diese Thematik hat doch damit gar nichts zu tun.

      Es geht um reine Bluffs die bei deinem hohen ft3-bet Wert evtl. auf den Plan gerufen werden. Und wenn die anfangen sehr light zu 3-betten, dann werden das nahezu auschließlich Bluffs sein (gegen jmd. mit hohem ft3-bet Wert wird man ja nicht looser for Value 3-betten können).

      Und damit können sie gegen eine 4-bet nicht viel machen (außer halt bluffshoven).

      Aber natürlich gilt es das bei den Gegnern zu erkennen. Woher willst du denn wissen wie die Spieler auf deine 4-bets reagieren und sich anpassen (oder halt nicht) wenn du es nicht ausprobierst.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von JohnLeeH

      3.) Position StatsDer Small Blind ist die schlechteste Position am Tisch, den Button hatten wir schon (kannst du kaum was falsch machen), der Cutoff ist die zweitbeste.

      Wieso spielst du im SB mehr Hände wie vom CO aus?Der Unterschied zwischen SB und BU ist auch nicht gerade riesig.


      Auf NL25 war ich am CO, BTN und auch SB looser. SB deswegen weil es genug spieler gab die pre einfach 70%+ fold to steal hatten im BB und ich das ausgenutzt habe. Jetzt von 0 auf 100 sofort das runter zu fahren ist schwierig. Is aber etwas was ich mir auf die Fahnen geschrieben hab. CO muss looser werden und BTN auf alle fälle wieder. Wie gesagt war jetz bisl tighter beim limit aufstieg. Peile je nach tisch etc. um die 30% CO an und um die 40% am BTN. Natürlich hängt das auch wieder mit dem fold to 3bet wert zusammen. 40% hände eröffnen und 70% auf 3bets folden is halt schwierig. IP kann ich aber mit paar reads besser gegen die leute spielen. Jetz nach 200 hände oder so von nem gegner sind halt reads schwieriger.
      Du sitzt im SB und raist auf wieviel? Sagen wir mal 4BB! Sprich du investierst 3,5 BB (SB gehört dir ja nicht)

      Raisesize: 3,5 BB => zu gewinnen 1BB + 0,5 BB => benötigte Foldequity (3,5 /(3,5+1,5))=70%

      70% FE brauchst du also schonmal, das ist eine ganze Menge.

      Zudem darf man nie außer Acht lassen was passiert wenn Villain callt. Die Hand ist eben nicht vorbei, was deine Stats ja zeigen.

      Du barrelst ja nirgends sonst so viel rum wie gerade eben in diesen SB-Spots.
    • somborner
      somborner
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      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.119
      Ich wollte schon einen eigenen Thread aufmachen bevor ich diesen hier gefunden habe. Habe jetzt meine ersten 2k Hands auf NL50 gespielt und ich finde den Unterschied zu NL25 schon extrem. Ich habe meine stats jetzt nicht hier und die sind nach 2K hands auch nicht wirklich signifikant, aber ich finds krass wie viel mehr da ge3bettet wird. Und wenn ich dann mal einige Hands von den Villains habe, spielen die 23/20 mit nem 3-bet-Wert von 5, oder 6%.

      Viele Pockets die ich am CO oder BU open, gehen da halt in den Muck, oder Sachen wie AJo, ATs etc. Es wird ja immer gesagt, kleine pockets kann man da nicht callen, AJ, AT oder KJs sind halt Sachen, die auch eklig weiterzuspielen sind. Hab bisher glaube noch noch keine bluff4-bet ausgepackt, aber nochmal: Mit dieser Aggro-Spielweise komme ich auch noch nicht so richtig zurecht. Generell wird auch postflop bisschen mehr attackiert, dry boards wie J94 wo ich 88s halte und Villain am Flop einfach mal raist wo ich mir denke, was will er jetzt raisen, callen tu ichs dann trotzdem nicht. Also ich finde den Unterschied extrem... :f_mad:
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von somborner
      Ich wollte schon einen eigenen Thread aufmachen bevor ich diesen hier gefunden habe. Habe jetzt meine ersten 2k Hands auf NL50 gespielt und ich finde den Unterschied zu NL25 schon extrem. Ich habe meine stats jetzt nicht hier und die sind nach 2K hands auch nicht wirklich signifikant, aber ich finds krass wie viel mehr da ge3bettet wird. Und wenn ich dann mal einige Hands von den Villains habe, spielen die 23/20 mit nem 3-bet-Wert von 5, oder 6%.

      Viele Pockets die ich am CO oder BU open, gehen da halt in den Muck, oder Sachen wie AJo, ATs etc. Es wird ja immer gesagt, kleine pockets kann man da nicht callen, AJ, AT oder KJs sind halt Sachen, die auch eklig weiterzuspielen sind. Hab bisher glaube noch noch keine bluff4-bet ausgepackt, aber nochmal: Mit dieser Aggro-Spielweise komme ich auch noch nicht so richtig zurecht. Generell wird auch postflop bisschen mehr attackiert, dry boards wie J94 wo ich 88s halte und Villain am Flop einfach mal raist wo ich mir denke, was will er jetzt raisen, callen tu ichs dann trotzdem nicht. Also ich finde den Unterschied extrem... :f_mad:
      2k Hands sagen ja im Grunde noch nichts aus. ;)

      Einen 3-bet-Wert von 5% oder 6% findest du hoch? Also daran wirst du dich schon gewöhnen müssen, wäre mir auch neu dass dies auf NL25 signifikant kleiner wäre.

      Hängt aber auch vom Anbieter/Plattform ab, aber im Grunde sind 5/6%-Werte bei 3-bets noch recht tight.

      Aber es ist klar, dass es looser und aggressiver zugehen wird, je höher du in den Limits aufsteigst.

      Du wirst aber auch bei vielen lesen dass der Unterschied zwischen 25 und 50 nicht soo riesig ist, vielleicht eher beim Schritt zu NL100 und höher.


      Aber ich würde an deiner Stelle einfach mal einige Zehntausend Hände spielen, Erfahrungen sammeln und dazulernen, dann kannst du ja nochmal nachdenken ob Nl50 wirklich so schlimm ist. ;)
    • somborner
      somborner
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      Dabei seit: 31.03.2008 Beiträge: 2.119
      Original von MiiWiin

      Einen 3-bet-Wert von 5% oder 6% findest du hoch?
      Nee, den finde ich ja eben nicht hoch, deswegen gehe ich ja davon aus dass die mich in dem Moment nicht light 3-betten...ich stöber grade auch ein bisschen im Handbewertungsforum für NL50 rum...da werden dann eben TTs am BU auch entsorgt...ich bin auf die ersten Hände zwar auch tighter als auf NL25 geworden, denke aber dass sich das mit der Zeit gibt. Ich als "Neuling" finde den Unterschied halt doch irgendwie krass! Gibt sich mit der Zeit wahrscheinlich :f_biggrin:
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
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      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH
      Danke zunächst für das Feedback MiiWiin. Ich hab noch paar gedanken unten eingefügt.

      1.) 3-bet Wert/Verteilung4,7% ist halt nicht viel. Ich denke da würde deutlich mehr gehen, vor allem in Position.

      Im letzten Post fragst du nach dem "warum"?Die Sache ist doch klar, dein gegner kann in Position callen wenn du aus den Blinds heraus 3-bettest.

      3-bettest du aber am Button, wird Villain weniger callen, du mehr Foldequity erzielen.Es gibt viele Gegner die OOP selten oder beinahe nie 3-bets callen. Daher kannst du am Button die Sau rauslassen, es ist ohnehin die (Preflop-)Position wo du am wenigsten falsch machen kannst

      .Wenn da Gegner raisen mit ft3-b Werten jenseits der 60% dann frage dich nicht "kann ich 3-betten?" sondern "warum sollte ich nicht 3-betten?".



      Mir ist schon klar wieso man IP deutlich lighter 3betten kann als OOP nur wollte ich trotzdem eine Begründung hören. Ich spiel halt im Moment OOP viel 3bet oder fold je nach Villain. OOP spielen is halt nicht das wahre (daran muss ich generell arbeiten) und da hilft es halt gegen loose CO/BTN opener gewisse hände entweder zu folden oder zu 3betten.

      Was für mich interessant ist ist der Teil: Kann ich 3betten bzw. eher warum sollte ich nicht 3betten? Ich denke ich muss da noch zulegen. Aber würd bei einem Wert um die 6-7% bei den Micros ca. bleiben. Das ist denke ich mehr oder weniger unexploitable.
      "Mehr" sollst/musst du ja auch nicht 3-betten, aber aktuell sinds im Schnitt 4,7% und an CO/BU knapp über 3%.

      Da wären 6-7% schon eine ganz andere Hausnummer. Und wenn du die 6-7% als gut ansiehst, warum machst du es dann nicht?

      Ich hab mich jetzt die letzten Sessions über weiter beobachtet. Ich geh jetz noch deutlich mehr drauf ein wie die Leute auf 3bets reagieren. Und wie sie weiterspielen. D.h. spielen sie oft fit/fold am flop oder nicht in 3bet pots. Wenn ich noch keine Info´s habe versuche ichs halt rauszufinden was für ein typ sie sind um sie dann exploiten zu können. Mein 3bet wert hat sich auch schon bisl gesteigert aber halt noch nicht enorm – das liegt denk ich an der sample size. Ich 3bet aber jetz deutlich besser

      Hab auch mal gesehn wie meine winnings in 3bet pots IP aussehen. Das sieht halt noch sehr mager aus bzw. mach ich verluste. Habe mir dann aber die hände angesehen und da muss ich sagen run ich einfach nicht gut. Es waren jetz keine groben Spielfehler dabei sondern villain hittet halt obv wie gott 

      OOP bin ich auch im minus- da hier aber die Samplesize genauso grottig ist wie IP ists schwer zu bewerten. Die hände sprechen für sich imho.

      Interessant war jedoch die Analyse meines 3bet Verhaltens.

      Welche Filter denkst du sind hier am wichtigsten? Einfach nur Faced 3bet IP/OOP für 3bet wie man auf 3bets reagiert und dann noch last to act flop mit eigener 3bet preflop? Oder gibt’s noch andere wichtigere filter?
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
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      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH
      2.) Fold-to-3-betMüsste grob überschlagen weit über 70% liegen, richtig?

      Das ist etwas zu viel, eine 3-bet benötigt im Schnitt zwischen 65% und 70% Foldequity, mit über 70% kannst du halt ein gezieltes Opfer sein.


      Aber ist es nicht so das die Regs auf NL25-100 einfach viel zu schlecht auf das adaptieren und trotzdem JJ reinbringen bzw. AQs bzw. sich halt leveln wenn ich dann 4bette nach einigen 3bets und sie 5bet shoven? Ich mein wenn es mehr EV hat für mich zu folden pre als OOP nen 3bet pot zu spielen gegen eine weite 3betting range wo man halt viele Fehler machen kann (3bettet er jetzt light mit Q9o und cbettet auf nem A high board flop+turn und kann ich mit JJ callen oder valuebettet er mit AK?)
      Ich sehe den sinn dahinter noch nicht so ganz. Ich habe das Gefühl die regs sind nicht gut genug das zu erkennen. Sie nutzen evtl. aus viel zu 3betten aber adapten schlecht auf 4bets – oder nicht?
      Wir reden halt von Regs die ihre Stats haben und sehen "oh, der Typ foldet 75% auf 3-bets...dann bluffe ich mal, ist ja +EV".

      Und schon kassierst du viel mehr 3-bets, musst viel mehr folden, der ft3-b steigt an und damit rufst du schon die nächsten 3-better auf den Plan.

      Es geht hier doch nicht um JJ/AQ...kein normaler Gegner wird JJ überhaupt 3-bet/folden, diese Thematik hat doch damit gar nichts zu tun.

      Es geht um reine Bluffs die bei deinem hohen ft3-bet Wert evtl. auf den Plan gerufen werden. Und wenn die anfangen sehr light zu 3-betten, dann werden das nahezu auschließlich Bluffs sein (gegen jmd. mit hohem ft3-bet Wert wird man ja nicht looser for Value 3-betten können).

      Und damit können sie gegen eine 4-bet nicht viel machen (außer halt bluffshoven).

      Aber natürlich gilt es das bei den Gegnern zu erkennen. Woher willst du denn wissen wie die Spieler auf deine 4-bets reagieren und sich anpassen (oder halt nicht) wenn du es nicht ausprobierst.
      Es ist ja nicht so als das ich nicht 4bet bluffe. Mit dynamik und reads mach ich das schon, ja. Ich müsste mal Filtern wie oft ich das wirklich mache bzw. 4bette.
      Interessant ist ja auch wie Villains oop 3bet/fold spielen wenn ich dann mal AK, QQ+ halte. Die quote ist schon relativ hoch.

      Ich hab mal das Spiel von Regs analysiert gegen die ich „angst“ hatte zu spielen. D.h. leute die meiner Einschätzung nach viel ge3bettet haben. Ich habe dann mal die spots analysiert auch gegen andere spieler. Das war schon sehr hilfreich gegen die spezifischen villains. Das problem ist der allgemeine gameplan.

      Ich denke folgende adaption wäre in der reihenfolge max. EV gegen jemand der links von mir sitzt und häufig 3bettet:

      1. Tisch wechseln  ärgerlich wenn ein Fisch rechts von mir sitzt aber man muss den gesamt EV eines tisches ja sehen
      2a. Tightere Openranges aus MP, CO und BTN und rausfinden mit was er so 3bettet. Einfach eine stärkere Range spielen die dann auch besser gegen seine 3bet Range dasteht. Also weniger hände wie 67s oder 97s spielen weil die von light 3betting händen wie A7s oder K9s halt dominiert werden. Meine 4bet Range würde ich gerne entsprechend tight belassen und stark for value auslegen OOP. Wenn jemand wenig 3bettet und ich bin IP/OOP ist meine range entsprechend tighter. Das Problem nur das wenn jemand richtig viel 3bettet obwohl ich dann schon weniger open raise und auf hände wie JJ+ warte..
      2b Das führt uns dann dazu das wir gegen jemand der viel 3bettet ja auch 4bet bluffen können mit Ax und Kx händen. Das Problem ist nur hier: Wenn jemand so dermaßen viel 3bettet ist es dann nicht einfach besser den tisch zu wechseln anstatt sich in 4bet level wars zu begeben? Es ist schon so das jemand der viel 3bettet auch gerne über meine 4bet drübershoved (samplesize…). 3bettet er viel und ich bin IP kann ich meine calling range natürlich erweitern. Starke J´s Q´s halt einfach mal callen. Und wenn ich OOP bin ahlt öfters mal 4bets einstreuen. Was für mich aber irgendwie dagegen spricht ist einfach ob es nicht mehr sinn macht einfach tight open zu raisen und tight 4bet/call bzw. 5bet shove spielt (ob man nun IP ist oder OOP) weil villains einfach nicht realisieren wie meine range wirklich ist?


      Was das angeht bin ich einfach noch bisl lost wie ich meinen generellen gameplan gestalten will den ich dann je nach villain adaptieren kann
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH

      3.) Position StatsDer Small Blind ist die schlechteste Position am Tisch, den Button hatten wir schon (kannst du kaum was falsch machen), der Cutoff ist die zweitbeste.

      Wieso spielst du im SB mehr Hände wie vom CO aus?Der Unterschied zwischen SB und BU ist auch nicht gerade riesig.


      Auf NL25 war ich am CO, BTN und auch SB looser. SB deswegen weil es genug spieler gab die pre einfach 70%+ fold to steal hatten im BB und ich das ausgenutzt habe. Jetzt von 0 auf 100 sofort das runter zu fahren ist schwierig. Is aber etwas was ich mir auf die Fahnen geschrieben hab. CO muss looser werden und BTN auf alle fälle wieder. Wie gesagt war jetz bisl tighter beim limit aufstieg. Peile je nach tisch etc. um die 30% CO an und um die 40% am BTN. Natürlich hängt das auch wieder mit dem fold to 3bet wert zusammen. 40% hände eröffnen und 70% auf 3bets folden is halt schwierig. IP kann ich aber mit paar reads besser gegen die leute spielen. Jetz nach 200 hände oder so von nem gegner sind halt reads schwieriger.
      Du sitzt im SB und raist auf wieviel? Sagen wir mal 4BB! Sprich du investierst 3,5 BB (SB gehört dir ja nicht)

      Raisesize: 3,5 BB => zu gewinnen 1BB + 0,5 BB => benötigte Foldequity (3,5 /(3,5+1,5))=70%

      70% FE brauchst du also schonmal, das ist eine ganze Menge.

      Zudem darf man nie außer Acht lassen was passiert wenn Villain callt. Die Hand ist eben nicht vorbei, was deine Stats ja zeigen.

      Du barrelst ja nirgends sonst so viel rum wie gerade eben in diesen SB-Spots.
      Ich raise ausm SB 3BB d.h. ich investiere 2.5BB um 1,5 BB zu gewinnen

      (2,5/2,5+1,5))= 62% FE die ich benötige

      Es ist halt ein für und wider. Wenn jemand fold to steal von 70% hat wäre es dann rein theoretisch schon +EV hier jeden BB zu attackieren. Selbst wenn er called (da kann man deine argumentation halt umdrehen) ist die hand noch nicht vorbei. Mit einer ½-2/3 potsize bet kann man dann wohl noch viele flops mitnehmen.

      Die frage ist ob ich hier zu theoretisch denke oder ob mein barrelling plan dann zu loose ist. Was für filter würdest du wählen um zu sehen wie ich die spots spiele? Bzw. wo die leaks sein könnten?
      Imho ist es kein leak loose zu stealen gegen tighte leute zu meiner linken in den Blinds – nur i-wo tropfft es trotzdem
    • JohnLeeH
      JohnLeeH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2009 Beiträge: 1.599
      Quadruple post 

      Ich fand den unterschied und find ihn noch immer von nl25 auf nl50 auf unterschiedlichen plattformen relativ hoch (hab auf FTP gespielt, Party und Stars)
      Doch ich glaube das hat was mit dem eigenen empfinden zu tun aber andererseits auch schon mit den leuten. Sie scheinen schon aggressiver zu sein und spots attackieren die teilweise keinen sinn machen.
      Jetzt ist die Frage ob wir auf nl10 oder 25 auch schon wussten das diese spots sinnlos sind.. oder uns das jetzt erst mit dem wissen was wir haben auffällt..

      Andererseits gibt’s auf nl50 schon mehr 3bets und auch angriffe auf flop bets. – die gabs auf nl25 auch nur ists gefühlt häufiger

      Ich hab aber auch schon öfters gelesen das der unterschied von nl50 zu nl100 wohl so niedrig wie noch nie ist dafür der unterschied von nl25 zu nl50 wohl noch nie so hoch war (war jemand der als nl400++ reg jetzt schon zum zweiten mal aus 100$ die micros geschlagen hat)
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von JohnLeeH
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH
      Danke zunächst für das Feedback MiiWiin. Ich hab noch paar gedanken unten eingefügt.

      1.) 3-bet Wert/Verteilung4,7% ist halt nicht viel. Ich denke da würde deutlich mehr gehen, vor allem in Position.

      Im letzten Post fragst du nach dem "warum"?Die Sache ist doch klar, dein gegner kann in Position callen wenn du aus den Blinds heraus 3-bettest.

      3-bettest du aber am Button, wird Villain weniger callen, du mehr Foldequity erzielen.Es gibt viele Gegner die OOP selten oder beinahe nie 3-bets callen. Daher kannst du am Button die Sau rauslassen, es ist ohnehin die (Preflop-)Position wo du am wenigsten falsch machen kannst

      .Wenn da Gegner raisen mit ft3-b Werten jenseits der 60% dann frage dich nicht "kann ich 3-betten?" sondern "warum sollte ich nicht 3-betten?".



      Mir ist schon klar wieso man IP deutlich lighter 3betten kann als OOP nur wollte ich trotzdem eine Begründung hören. Ich spiel halt im Moment OOP viel 3bet oder fold je nach Villain. OOP spielen is halt nicht das wahre (daran muss ich generell arbeiten) und da hilft es halt gegen loose CO/BTN opener gewisse hände entweder zu folden oder zu 3betten.

      Was für mich interessant ist ist der Teil: Kann ich 3betten bzw. eher warum sollte ich nicht 3betten? Ich denke ich muss da noch zulegen. Aber würd bei einem Wert um die 6-7% bei den Micros ca. bleiben. Das ist denke ich mehr oder weniger unexploitable.
      "Mehr" sollst/musst du ja auch nicht 3-betten, aber aktuell sinds im Schnitt 4,7% und an CO/BU knapp über 3%.

      Da wären 6-7% schon eine ganz andere Hausnummer. Und wenn du die 6-7% als gut ansiehst, warum machst du es dann nicht?

      Ich hab mich jetzt die letzten Sessions über weiter beobachtet. Ich geh jetz noch deutlich mehr drauf ein wie die Leute auf 3bets reagieren. Und wie sie weiterspielen. D.h. spielen sie oft fit/fold am flop oder nicht in 3bet pots. Wenn ich noch keine Info´s habe versuche ichs halt rauszufinden was für ein typ sie sind um sie dann exploiten zu können. Mein 3bet wert hat sich auch schon bisl gesteigert aber halt noch nicht enorm – das liegt denk ich an der sample size. Ich 3bet aber jetz deutlich besser

      Hab auch mal gesehn wie meine winnings in 3bet pots IP aussehen. Das sieht halt noch sehr mager aus bzw. mach ich verluste. Habe mir dann aber die hände angesehen und da muss ich sagen run ich einfach nicht gut. Es waren jetz keine groben Spielfehler dabei sondern villain hittet halt obv wie gott 

      OOP bin ich auch im minus- da hier aber die Samplesize genauso grottig ist wie IP ists schwer zu bewerten. Die hände sprechen für sich imho.

      Interessant war jedoch die Analyse meines 3bet Verhaltens.

      Welche Filter denkst du sind hier am wichtigsten? Einfach nur Faced 3bet IP/OOP für 3bet wie man auf 3bets reagiert und dann noch last to act flop mit eigener 3bet preflop? Oder gibt’s noch andere wichtigere filter?
      Ich denke du solltest dich da mit weiteren "Filtern" nicht verrückt machen.

      Denke die genannten reichen aus, wie spielst du als 3-better IP/OOP und was passiert wenn du mit einer 3-bet konfrontiert wirst. Das reicht dicke aus.

      Entscheidend ist doch was du sagst, du achtest mehr auf deine Gegner, du 3-bettest gezielt, aber Stück für Stück (kein riesiger Anstieg der dich zugleich in Problemspots führen kann).

      Wenn du das beibehältst wird dein 3-bet-Play automatisch besser werden, mit genaueren Analysen kannst du dir dann auch Zeit lassen bis eine Samplesize vorhanden ist die es wert ist so genannt zu werden. ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Original von JohnLeeH
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH
      2.) Fold-to-3-betMüsste grob überschlagen weit über 70% liegen, richtig?

      Das ist etwas zu viel, eine 3-bet benötigt im Schnitt zwischen 65% und 70% Foldequity, mit über 70% kannst du halt ein gezieltes Opfer sein.


      Aber ist es nicht so das die Regs auf NL25-100 einfach viel zu schlecht auf das adaptieren und trotzdem JJ reinbringen bzw. AQs bzw. sich halt leveln wenn ich dann 4bette nach einigen 3bets und sie 5bet shoven? Ich mein wenn es mehr EV hat für mich zu folden pre als OOP nen 3bet pot zu spielen gegen eine weite 3betting range wo man halt viele Fehler machen kann (3bettet er jetzt light mit Q9o und cbettet auf nem A high board flop+turn und kann ich mit JJ callen oder valuebettet er mit AK?)
      Ich sehe den sinn dahinter noch nicht so ganz. Ich habe das Gefühl die regs sind nicht gut genug das zu erkennen. Sie nutzen evtl. aus viel zu 3betten aber adapten schlecht auf 4bets – oder nicht?
      Wir reden halt von Regs die ihre Stats haben und sehen "oh, der Typ foldet 75% auf 3-bets...dann bluffe ich mal, ist ja +EV".

      Und schon kassierst du viel mehr 3-bets, musst viel mehr folden, der ft3-b steigt an und damit rufst du schon die nächsten 3-better auf den Plan.

      Es geht hier doch nicht um JJ/AQ...kein normaler Gegner wird JJ überhaupt 3-bet/folden, diese Thematik hat doch damit gar nichts zu tun.

      Es geht um reine Bluffs die bei deinem hohen ft3-bet Wert evtl. auf den Plan gerufen werden. Und wenn die anfangen sehr light zu 3-betten, dann werden das nahezu auschließlich Bluffs sein (gegen jmd. mit hohem ft3-bet Wert wird man ja nicht looser for Value 3-betten können).

      Und damit können sie gegen eine 4-bet nicht viel machen (außer halt bluffshoven).

      Aber natürlich gilt es das bei den Gegnern zu erkennen. Woher willst du denn wissen wie die Spieler auf deine 4-bets reagieren und sich anpassen (oder halt nicht) wenn du es nicht ausprobierst.
      Es ist ja nicht so als das ich nicht 4bet bluffe. Mit dynamik und reads mach ich das schon, ja. Ich müsste mal Filtern wie oft ich das wirklich mache bzw. 4bette.
      Interessant ist ja auch wie Villains oop 3bet/fold spielen wenn ich dann mal AK, QQ+ halte. Die quote ist schon relativ hoch.

      Ich hab mal das Spiel von Regs analysiert gegen die ich „angst“ hatte zu spielen. D.h. leute die meiner Einschätzung nach viel ge3bettet haben. Ich habe dann mal die spots analysiert auch gegen andere spieler. Das war schon sehr hilfreich gegen die spezifischen villains. Das problem ist der allgemeine gameplan.

      Ich denke folgende adaption wäre in der reihenfolge max. EV gegen jemand der links von mir sitzt und häufig 3bettet:

      1. Tisch wechseln  ärgerlich wenn ein Fisch rechts von mir sitzt aber man muss den gesamt EV eines tisches ja sehen
      2a. Tightere Openranges aus MP, CO und BTN und rausfinden mit was er so 3bettet. Einfach eine stärkere Range spielen die dann auch besser gegen seine 3bet Range dasteht. Also weniger hände wie 67s oder 97s spielen weil die von light 3betting händen wie A7s oder K9s halt dominiert werden. Meine 4bet Range würde ich gerne entsprechend tight belassen und stark for value auslegen OOP. Wenn jemand wenig 3bettet und ich bin IP/OOP ist meine range entsprechend tighter. Das Problem nur das wenn jemand richtig viel 3bettet obwohl ich dann schon weniger open raise und auf hände wie JJ+ warte..
      2b Das führt uns dann dazu das wir gegen jemand der viel 3bettet ja auch 4bet bluffen können mit Ax und Kx händen. Das Problem ist nur hier: Wenn jemand so dermaßen viel 3bettet ist es dann nicht einfach besser den tisch zu wechseln anstatt sich in 4bet level wars zu begeben? Es ist schon so das jemand der viel 3bettet auch gerne über meine 4bet drübershoved (samplesize…). 3bettet er viel und ich bin IP kann ich meine calling range natürlich erweitern. Starke J´s Q´s halt einfach mal callen. Und wenn ich OOP bin ahlt öfters mal 4bets einstreuen. Was für mich aber irgendwie dagegen spricht ist einfach ob es nicht mehr sinn macht einfach tight open zu raisen und tight 4bet/call bzw. 5bet shove spielt (ob man nun IP ist oder OOP) weil villains einfach nicht realisieren wie meine range wirklich ist?


      Was das angeht bin ich einfach noch bisl lost wie ich meinen generellen gameplan gestalten will den ich dann je nach villain adaptieren kann
      Das Hauptproblem ist doch zu erkennen wieviel Villain tatsächlich 3-bettet.

      Der Positions-Wert ist da schon wichtig, aber es kommt ja auch auf den Tisch und die Situation an. Bloß weil er am BU bspw. 10% 3-bettet, heißt das ja nicht, das er auch 10% 3-bettet wenn du vor ihm geraist hast.

      Vielleicht 3-bettet er tighter gegen dich, vielleicht auch loose, solltest du viel folden.

      Wenn du aber diese Tendenzen erkennen kannst, ist es ja auch kein Problem zurückzuspielen.

      Wenn er einfach zu viel 3-bettet, hast du halt die Optionen zu 4-b/folden als Bluff, light 4-b/broke zu spielen (er muss ja theoretisch Bluff-Pushes in seiner Range haben bei einem zu hohen 3-bet-Wert) oder aber du callst (ab und an wirst du IP sein, ansonsten ist es natürlich auch möglich OOP 3-bets zu callen, wenn du da konkrete Annahmen über eine weite Range machen kannst ist es sicherlich möglich).

      Letztlich kann halt jemand kein Grund sein einen Tisch zu verlassen (vor allem wenn du Position auf den Fisch hast), bloß weil er immer blind auf den 3-bet-Knopf drückt und sich einen ablacht.

      Preflop einfach zu 3-betten bekommt jeder hin, die Probleme für ihn fangen doch erst an wenn du auf irgendeine Art und Weise zurückspielst.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von JohnLeeH
      Original von MiiWiin
      Original von JohnLeeH

      3.) Position StatsDer Small Blind ist die schlechteste Position am Tisch, den Button hatten wir schon (kannst du kaum was falsch machen), der Cutoff ist die zweitbeste.

      Wieso spielst du im SB mehr Hände wie vom CO aus?Der Unterschied zwischen SB und BU ist auch nicht gerade riesig.


      Auf NL25 war ich am CO, BTN und auch SB looser. SB deswegen weil es genug spieler gab die pre einfach 70%+ fold to steal hatten im BB und ich das ausgenutzt habe. Jetzt von 0 auf 100 sofort das runter zu fahren ist schwierig. Is aber etwas was ich mir auf die Fahnen geschrieben hab. CO muss looser werden und BTN auf alle fälle wieder. Wie gesagt war jetz bisl tighter beim limit aufstieg. Peile je nach tisch etc. um die 30% CO an und um die 40% am BTN. Natürlich hängt das auch wieder mit dem fold to 3bet wert zusammen. 40% hände eröffnen und 70% auf 3bets folden is halt schwierig. IP kann ich aber mit paar reads besser gegen die leute spielen. Jetz nach 200 hände oder so von nem gegner sind halt reads schwieriger.
      Du sitzt im SB und raist auf wieviel? Sagen wir mal 4BB! Sprich du investierst 3,5 BB (SB gehört dir ja nicht)

      Raisesize: 3,5 BB => zu gewinnen 1BB + 0,5 BB => benötigte Foldequity (3,5 /(3,5+1,5))=70%

      70% FE brauchst du also schonmal, das ist eine ganze Menge.

      Zudem darf man nie außer Acht lassen was passiert wenn Villain callt. Die Hand ist eben nicht vorbei, was deine Stats ja zeigen.

      Du barrelst ja nirgends sonst so viel rum wie gerade eben in diesen SB-Spots.
      Ich raise ausm SB 3BB d.h. ich investiere 2.5BB um 1,5 BB zu gewinnen

      (2,5/2,5+1,5))= 62% FE die ich benötige

      Es ist halt ein für und wider. Wenn jemand fold to steal von 70% hat wäre es dann rein theoretisch schon +EV hier jeden BB zu attackieren. Selbst wenn er called (da kann man deine argumentation halt umdrehen) ist die hand noch nicht vorbei. Mit einer ½-2/3 potsize bet kann man dann wohl noch viele flops mitnehmen.

      Die frage ist ob ich hier zu theoretisch denke oder ob mein barrelling plan dann zu loose ist. Was für filter würdest du wählen um zu sehen wie ich die spots spiele? Bzw. wo die leaks sein könnten?
      Imho ist es kein leak loose zu stealen gegen tighte leute zu meiner linken in den Blinds – nur i-wo tropfft es trotzdem
      Ich finde 3BB etwas zu wenig, 3,5 BB wären schon einen Tick besser.

      Der Rest ist wirklich zu "theoretisch" gedacht.

      Es gibt ja verschiedene Annahmen über die EVs (wenn 3-bet Preflop +EV ist, reicht es einigen aus.). Ich denke aber, dass man zumindest im Hinterkopf die Postflop-Spots haben muss. Und wenn die reihenweise -Ev sind, nützt mir der marginale +EV-Spot auch wenig.

      Du redest ja jetzt auch davon dass du viele Flops mitnehmen kannst, und mal was hitten kannst etc. Klartext: Wenns Preflop +EV musst du nur aufpassen dass du Postflop nicht zu viele Fehler machst.

      Aber in der Praxis belegen dass doch die Stats, gerade in diesen Spots cbettest du am meisten, und das mit dem geringsten Erfolg.

      Natürlich sind nicht nur die Steal Spots, aber auch wenn der Pre Steal marginal +EV ist, siehst du doch wie was du Postflop für Verluste machst. Da brauchst du ja keine Annahmen zu treffen, die Werte sprechen doch für sich.