Sinn von VPN Zugaengen

    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      Frage mich gerade welchen Sinn VPN Zugaenge haben. Warum hat man das noetig, wenn man nicht was gesetzwidriges vorhat?

      Schoen, hier spielen die meisten gerne Poker und wenn es im Land verboten wird, dann will man das gerne ueber VPN Zugaenge umgehen, denk ich mal.

      Andere nutzen VPNs um irgendwelche Sachen runterzuladen oder illegale Seiten zu besuchen.

      Wieder andere wie Anonymous und lulzsec nutzen sie um sich irgendwo reinzuhacken und unerkannt zu bleiben.

      Letztlich scheint es aber immer irgendeinen illegalen Hintergrund zu geben, oder seh ich das falsch?

      Vielleicht gibt es auch Leute die sagen "Ich moechte einfach unerkannt und privat sein wenn ich im Netz bin". Findet ihr, das das deren Recht sein soll? Ueberwachungsstaat muss ja nicht sein, aber das Internet ist und sollte auch kein rechtsfreier Raum sein imho.
  • 15 Antworten
    • HockeyTobi
      HockeyTobi
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2005 Beiträge: 23.227
      Der Sinn von VPN Netzen ist ja hauptsächlich, sichere Verbindungen herzustellen, wenn man z.B. in öffentlichen WLANs ist, oder allgemein auf sein Firmennetz zugreifen möchte. DA gibt es aber dann eben firmeninterne VPNs.

      Ansonsten werden diese natürlich eben häufig genutzt, um nicht ganz legale Sachen durchzuführen.
    • Vorlop
      Vorlop
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 566
      VPNs sind verschlüsselt. Wenn du z.B. in einem ungesicherten WLAN unterwegs bist, z.B. im McDonalds Hotspot und du einfach so deine Mails abrufst, dann kann jeder sie mitlesen, über VPN nicht.

      Ansonsten möchte man evtl. ein privates Netzwerk benutzen, dass nicht für jedermann im Internet verfügbar ist.
    • FabianKola
      FabianKola
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 621
      Meine Uni bietet bspw. auch ein VPN Netzwerk für bestimmte Inhalte, die nur Studenten zugänglich sein sollen, an. Ist halt bequemer zu Hause den Rechner anzuwerfen, als zur Uni zu dackeln und dort den Laptop einstöpseln zu müssen, nur um Klasurergebnisse o.ä. nachzuschlagen.

      btw. Bist du Politiker? Diese Einstellung "wasn das, kenn ich nich, verbieten!" kommt mir sehr bekannt vor :D
    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      Man kann ja unterscheiden zwischen UNI und Firmen VPNs mit denen ich nur auf spezielle Firmen/Uniinhalte zugreifen kann und "anderen" VPNs.

      Ich bin kein Politiker aber ich finde man sollte es Hackern und auch selbsternannten Hacktivisten wie The Jester oder vielleicht sogar Regierungshacken wie bei Stuxnet nicht so leicht machen anonym zu bleiben.

      Auch wenn ich die politischen und humanitaere Ansichten zumindest von White Hat Hackern oft teile (oft genug auch nicht), teile ich nicht die Ansicht dass man das selbstgerecht in die Hand nehmen sollte.

      Das mit dem Zugang ueber den Hotspot bei Macdonalds kann ich nachvollziehen, aber es wird sicher auch einen anderen weg geben eine https Verbindung da herzustellen ausser ueber SwissVPN und co.?
    • azu
      azu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2009 Beiträge: 279
      Und wenn man sich einfach weiter schützen will? Wenn ich nun mal keine Lust habe, dass meine IP mit meinem Namen oder ähnliches in Verbindung gesetzt werden kann, dann benütze ich ein VPN. Es geht hier zum Teil auch um Schutz der Privatsphäre und das Argument "Wenn man nichts zu verbergen hat, brauch man auch keinen Schutz" wurde schon oft genug aufgeführt, welches absolut gefährlich ist. Klar nutzen dies oft kriminelle Vereinigungen, aber so könnte man doch genauso argumentieren, jeder Polizist darf zu jeder Zeit in dein Haus, weil in vielen Häusern passieren kriminelle Dinge. Verbote solcher "Schutzmaßnahmen" führen zu einem gläsernen Bürger, was absolut zu verhindern ist.
    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      Ja, das ist sicher eine Balanceakt.

      Wir Deutschen uebertreiben es imho aber ein bisschen mit Persoenlichkeitsschutz.

      Zum Beispiel werden in den USA und anderen Laendern die Namen von Verbrechern in der Presse genannt und nicht in Markus P. oder Klaus F. geaendert.

      Naja, wie gesagt, man muss sicher einen guten Mittelweg finden aus Schutz der Privatheit und Sicherheit der Gesellschaft als Ganzes, wobei ich das Gemeinwohl ueber das Einzelwohl stelle (jaja, schon klar, alle Einzelwohle zusammen sind das Gemeinwohl).
    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      Original von azu
      lar nutzen dies oft kriminelle Vereinigungen, aber so könnte man doch genauso argumentieren, jeder Polizist darf zu jeder Zeit in dein Haus, weil in vielen Häusern passieren kriminelle Dinge. Verbote solcher "Schutzmaßnahmen" führen zu einem gläsernen Bürger, was absolut zu verhindern ist.
      Den Vergleich seh ich so direkt nicht. Aehnlich argumentieren auch Waffenlobbyisten in den USA die sagen wir brauchen die Waffen zum Selbstschutz. Das der Waffenbesitz bei denen mehr Probleme verursacht als das er nuetzt, sieht ja jeder Aussenstehende.
    • Fireandice23
      Fireandice23
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2007 Beiträge: 2.754
      Ich bin laie auf dem gebiet. Kann mir jemand den unterschied zwischen einem proxy server und vpn sagen? Proxyserver verwende ich häufig fuer youtube etc.
    • Mart1
      Mart1
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 4.727
      Ein Proxy server empfängt die Inhalte auf einem spezifischen Port(meist 80 für http) für dich und schickt sie quasi weiter.
      VPN ist ein Protokoll um eine verschlüsselte Datenverbindung aufzubauen. Da gibt es auch noch verschiedene Betriebsmodi, aber der ganze Traffic ist verschlüsselt. Bei dem Tunnel-Mode ist das ähnlich zu nem proxy, weil man ausserhalb des Tunnels nur den Server sieht, mit dem man sich verbindet.
    • azu
      azu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2009 Beiträge: 279
      Original von Coffeehouse
      Original von azu
      lar nutzen dies oft kriminelle Vereinigungen, aber so könnte man doch genauso argumentieren, jeder Polizist darf zu jeder Zeit in dein Haus, weil in vielen Häusern passieren kriminelle Dinge. Verbote solcher "Schutzmaßnahmen" führen zu einem gläsernen Bürger, was absolut zu verhindern ist.
      Den Vergleich seh ich so direkt nicht. Aehnlich argumentieren auch Waffenlobbyisten in den USA die sagen wir brauchen die Waffen zum Selbstschutz. Das der Waffenbesitz bei denen mehr Probleme verursacht als das er nuetzt, sieht ja jeder Aussenstehende.
      Naja ein VPN mit einer Waffe zu vergleichen ist auch nicht gerade das Wahre. Mit einem VPN kann ich niemanden aktiv einen Schaden zuführen, mit einer Waffe hingegen schon. Ein VPN kann auch nicht in die falschen Hände geraten, oder ist in irgendeiner Form tödlich/gefährlich.

      Ja wir nehmen es in Deutschland sehr ernst mit dem Datenschutz, ich persönlich auch. Man kann die Konsequenzen nicht wirklich absehen, aber dann ist es doch besser mehr zu enthalten als weniger, denn normalerweise vergisst das Internet überhaupt nichts und die Vorstellung eines gläsernen Bürgers finde ich nicht gerade sehr prickelnd. Klar kann man immer sagen: "In Europa wird es sowieso nie wieder eine Diktatur geben nach Hitler." Dennoch wird es so eine Gefahr vllt nicht in diesem Ausmaß und deren Prägung hier geben, aber trotzdem ist sie Vorstellbar.
    • Mukusleaf
      Mukusleaf
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 1.137
      Original von Coffeehouse
      Man kann ja unterscheiden zwischen UNI und Firmen VPNs mit denen ich nur auf spezielle Firmen/Uniinhalte zugreifen kann und "anderen" VPNs.

      Ich bin kein Politiker aber ich finde man sollte es Hackern und auch selbsternannten Hacktivisten wie The Jester oder vielleicht sogar Regierungshacken wie bei Stuxnet nicht so leicht machen anonym zu bleiben.

      Auch wenn ich die politischen und humanitaere Ansichten zumindest von White Hat Hackern oft teile (oft genug auch nicht), teile ich nicht die Ansicht dass man das selbstgerecht in die Hand nehmen sollte.

      Das mit dem Zugang ueber den Hotspot bei Macdonalds kann ich nachvollziehen, aber es wird sicher auch einen anderen weg geben eine https Verbindung da herzustellen ausser ueber SwissVPN und co.?
      Ich kann mir doch einfach als "Hacker Gruppe" nen paar Zombie PCs mit guter Anbindung suchen und meine Verbindung tunneln. Bin ich damit nicht relativ save und es kostet nix?
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Original von Mukusleaf
      Original von Coffeehouse
      Man kann ja unterscheiden zwischen UNI und Firmen VPNs mit denen ich nur auf spezielle Firmen/Uniinhalte zugreifen kann und "anderen" VPNs.

      Ich bin kein Politiker aber ich finde man sollte es Hackern und auch selbsternannten Hacktivisten wie The Jester oder vielleicht sogar Regierungshacken wie bei Stuxnet nicht so leicht machen anonym zu bleiben.

      Auch wenn ich die politischen und humanitaere Ansichten zumindest von White Hat Hackern oft teile (oft genug auch nicht), teile ich nicht die Ansicht dass man das selbstgerecht in die Hand nehmen sollte.

      Das mit dem Zugang ueber den Hotspot bei Macdonalds kann ich nachvollziehen, aber es wird sicher auch einen anderen weg geben eine https Verbindung da herzustellen ausser ueber SwissVPN und co.?
      Ich kann mir doch einfach als "Hacker Gruppe" nen paar Zombie PCs mit guter Anbindung suchen und meine Verbindung tunneln. Bin ich damit nicht relativ save und es kostet nix?
      Das ist auch eher die gängige Praxis als sowas wie SwissVPN zu nutzen.
      Die ganzen VPN Anbieter loggen schon mit, das bringt so gut wie nichts so einen für illegale Aktivitäten zu nutzen.
    • SpaceCowboyIV
      SpaceCowboyIV
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2009 Beiträge: 54
      Original von crt32
      Original von Mukusleaf
      Original von Coffeehouse
      Man kann ja unterscheiden zwischen UNI und Firmen VPNs mit denen ich nur auf spezielle Firmen/Uniinhalte zugreifen kann und "anderen" VPNs.

      Ich bin kein Politiker aber ich finde man sollte es Hackern und auch selbsternannten Hacktivisten wie The Jester oder vielleicht sogar Regierungshacken wie bei Stuxnet nicht so leicht machen anonym zu bleiben.

      Auch wenn ich die politischen und humanitaere Ansichten zumindest von White Hat Hackern oft teile (oft genug auch nicht), teile ich nicht die Ansicht dass man das selbstgerecht in die Hand nehmen sollte.

      Das mit dem Zugang ueber den Hotspot bei Macdonalds kann ich nachvollziehen, aber es wird sicher auch einen anderen weg geben eine https Verbindung da herzustellen ausser ueber SwissVPN und co.?
      Ich kann mir doch einfach als "Hacker Gruppe" nen paar Zombie PCs mit guter Anbindung suchen und meine Verbindung tunneln. Bin ich damit nicht relativ save und es kostet nix?
      Das ist auch eher die gängige Praxis als sowas wie SwissVPN zu nutzen.
      Die ganzen VPN Anbieter loggen schon mit, das bringt so gut wie nichts so einen für illegale Aktivitäten zu nutzen.
      Genau. Nur PerfectPrivacy loggt angeblich nicht aber sonst ist das gängige Praxis und damit fällt diese Option für illegale Aktivitäten weg. Es mag sein, dass kommerzielle VPNs trotzdem missbraucht werden für sowas aber ich behaupte mal das sind dann nur die kleinen Fische ;) .
      Normalerweise werden diverse Proxies und/oder VPNs hintereinander geschaltet und zuletzt auch noch wie bereits genannt Zombie PCs eingebunden.

      VPNs verbieten hat also letztendlich kaum einen Sinn, denn erstens wird es immer auch noch private Anbieter in dubiosen Foren geben, die welche verkaufen (angeblich non-logging) und wie gesagt sind VPNs nur ein Bestandteil von vielen zur Anonymisierung von illegalen Aktivitäten.

      Ich würde also mal behaupten, der Sinn ist tatsächlich einfach nur anonym unterwegs zu sein aus der Sicht von Nicht-Kriminellen oder eben der Zugang auf Inhalte der Uni etc.
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Kommst halt von zu hause in interne Netzwerke rein!
    • muhukuh
      muhukuh
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2010 Beiträge: 3.423
      Original von crt32
      Original von Mukusleaf
      Original von Coffeehouse
      Man kann ja unterscheiden zwischen UNI und Firmen VPNs mit denen ich nur auf spezielle Firmen/Uniinhalte zugreifen kann und "anderen" VPNs.

      Ich bin kein Politiker aber ich finde man sollte es Hackern und auch selbsternannten Hacktivisten wie The Jester oder vielleicht sogar Regierungshacken wie bei Stuxnet nicht so leicht machen anonym zu bleiben.

      Auch wenn ich die politischen und humanitaere Ansichten zumindest von White Hat Hackern oft teile (oft genug auch nicht), teile ich nicht die Ansicht dass man das selbstgerecht in die Hand nehmen sollte.

      Das mit dem Zugang ueber den Hotspot bei Macdonalds kann ich nachvollziehen, aber es wird sicher auch einen anderen weg geben eine https Verbindung da herzustellen ausser ueber SwissVPN und co.?
      Ich kann mir doch einfach als "Hacker Gruppe" nen paar Zombie PCs mit guter Anbindung suchen und meine Verbindung tunneln. Bin ich damit nicht relativ save und es kostet nix?
      Das ist auch eher die gängige Praxis als sowas wie SwissVPN zu nutzen.
      Die ganzen VPN Anbieter loggen schon mit, das bringt so gut wie nichts so einen für illegale Aktivitäten zu nutzen.
      gibt genug ohne logs
      oder man kauft sich in eine x-beliebige Serverfarm im Ostblock ein