Was ist zu tun bei kleinen Erhöhungen?

    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Aufgrund der Entwicklungen bei FTP und da ich nicht bei Pokerstars getrackt spielen kann bin ich jetzt von FL auf NL umgestiegen. Ich spiele nun seit 2 Tagen und es ist sehr gut geloffen, habe mich strickt an das SHC gehalten und es klappt soweit auch alles recht gut. Ich weiß nur nicht was ich bei NL 2 mit den Erhöhungen der Gegner auf 2 BB anfangen soll. Es ist ja in dem Sinn auch eine Erhöhung, aber mir fällt es da doch recht schwer AQ z.b wegzulegen oder sollte man solche Karten bei einer so kleinen Erhöhung trotzdem spielen?
  • 4 Antworten
    • beapoker
      beapoker
      Global
      Dabei seit: 23.05.2010 Beiträge: 892
      Strategieartikel Basics:

      Behandle Minraises wie einen Limp. (Ob das in jedem Fall sinnvoll ist sei mal dahingestellt)

      D.h. Raise vor dir auf 0,04 => du raised auf 0,16
    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      OK danke:-)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Genau das solltest du bitte nicht befolgen :-D

      Ich glaube dieser Ansatz ist noch aus der SSS und eignet sich überhaupt nicht für deepe Stacks. Der Primäransatzpunkt ist vielmehr

      i) die effektiven Stacksizes (je deeper du bist, desto öfter kannst du callen)

      ii) die Positionen (je näher am Button bist, desto wahrscheinlicher wird es das du die ganze Hand Postflop Position hast; im BB bekommst du extrem gute Odds und kannst theoretisch auch eine weitere Range callen - solltest aber in der Lage sein diese Postflop spielen zu können, ansonsten bleibt ein Fold dort weiterhin die sinnvollste Strategie)

      iii) deine Hand - gegen Raises aus frühen Positionen willst du eine andere Range callen als gegen Raises aus später Position

      Openraises aus frühen Positionen sind häufig starke Hände - D.h. du willst potentiell dominierte Hände nicht unbedingt dagegen callen, sondern Hände mit Implied Odds gegen diese starke Range; z.b. QJs, KQs, T9s, 78s, 22, Axs (wahrscheinlich solltest du dich erstmal an den starken suited connectors und pairs orientieren) Du musst dir aber bewusst sein, dass du dann viel öfter Postflop spielen musst und Entscheidungen treffen musst - erweiter deine Coldcallingrange also nur vorsichtig und überwache dein Spiel dabei konstant (am besten mit ner Lerngruppe, Videos, nem Coach oder so)

      Openraise aus späten Positionen sind häufig schon etwas schwächere Ranges und du kannst dementsprechend auch eine weitere Range callen ODER 3-betten (je nachdem wie dein Gegner auf 3-Bets reagiert).

      Durch die größeren effektiven Stacksizes kann dein Gegner natürlich grade IP viel mehr Hände callen und du solltest dir darüber bewusst sein wie er auf deine 3-Bets reagiert (das bekommt man natürlich nur raus, wenn du ihn 3-bettest). Gegen Gegner, die extrem viel callen kannst du anfangen halt auch mal Hände wie AQ oder AJ oder KQ oder KJ zu 3-betten, da du ihre Callingrange noch dominierst.
    • elWacki
      elWacki
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Okay danke für die ausführliche Antwort, ja zu schweren Entscheidungen bin ich an den ersten beiden Tagen erstmal aus dem Weg gegangen, habe aus 70 Dollar 100 gemacht und dies strickt nach SHC fast alles nur mit Sets oder All ins mit AA und KK:-). UNd die stärke der Hände einschätzen da kann ich ja schon etwas von FL mitnehmen und von den Odds und Outs sowieso. Ich denke du hast Recht das ich das erst langsam angehen sollte, werde jetzt erstmal Theorie paucken und vlt lässt sich ja auch eine Lerngruppe finden evtl sogar ein Coach was natürlich super wäre...