Berechnung der Wahrscheinlichkeiten/Erwartungswerte bei "17 und 4"

    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Moin,

      keine Ahnung ob das hier der richtige "Forumszweig" ist; falls nicht möge ein Mod das Thema bitte verschieben =)

      Folgende Sachlage: Gestern Abend/Nacht habe ich mit zwei Kollegen 17 und 4 gezockt. Ich hoffe den meisten sagt das was. Ist quasi die vereinfachte, deutsche Variante von Black Jack mit einem 32 Karten Deck.

      Jedenfalls glich sich das Glück an diesem Abend nicht so wirklich aus ;) und ein Kollege beharrte auf seine "Strategie", die darin bestand, das er am Anfang einer neuen Bank beinahe mit jedem Startblatt auf den gesamten Pott gegangen ist, da er sagte, dass jeder von ihnen pro Runde ca. 4 mal dran käme und somit die Wahrscheinlichkeit höher wäre zumindest einmal von den vier Versuchen gegen die Bank zu gewinnen. Das ihm die Sonne aus dem Arsch schien, hat er schlichtweg ignoriert und führte alles auf sein "unglaublich gutes Spiel" zurück :f_mad:

      Als ich dann damit anfing, dass er doch absolut unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten hat, um zumindest 19+ zu erhalten - abhängig von der ersten Karte - ließ er sich nicht wirklich darauf ein und beharrte auf die höhere Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, wenn er so oft wie möglich auf alles ginge. Meiner Meinung nach, hat er aber doch overall immer die gleiche Wahrscheinlichkeit den Pot zu gewinnen (mit einer random Starthand) aber eine größere den Pot zu verlieren.

      Sagen wir mal, er würde wirklich immer einen dieser vier versuche gewinnen, dann wird es doch genau so oft der erste sein (vor allem, da er anfangs bei einem frischen Deck, noch viel risikobereiter war, wenn noch nicht viele Asse und Zehnen gefallen sind), wo der Pott noch sehr klein ist, wie auch der vierte, wenn der Pott schon auf das achtfache des Grundeinsatzes angestiegen ist. Auf der anderen Seite wird er den Pott aber auch gelegentlich nur mal auffüllen und schaut dann am Ende der Runde, wenn die Bank den Pott leert, in die Röhre. Karten mitzählen hatte bei ihm also ganz klar nur eine untergeordnete Rolle (vor allem bei einem frischen Deck).

      Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte meinem Kollegen beweisen, dass seine "Strategie" nicht wirklich sinnig ist, bzw. einen negativen Erwartungswert hat. Allerdings hat er so dick abgeräumt, dass ich es ihm einfach nicht vorrechnen konnte. Wer gewinnt hat schließlich Recht :f_biggrin:

      Ist es möglich den Erwartungswert bei dieser Taktik zu beziffern?

      Kann jemand von euch berechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, mit einer random Startkarte (oder vielleicht einem König oder einer Dame) auf 19+ zu kommen, hingegen wenn man nur mit einer zehn oder einem Ass startet?


      Vielleicht wurden diese ganzen Berechnungen ja schon mal irgendwo hier im Forum gemacht, allerdings funktioniert die Suche mit "17 und 4" nicht so wirklich gut :f_frown:

      Vielen Dank vorab für eure Hilfe und für eure Bemühungen.
      Ich zähle auf euch! :f_p:
  • 43 Antworten
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Niemand!? :f_cry:
    • SnowboardFranz
      SnowboardFranz
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2010 Beiträge: 46
      Cliffs bitte, ich versteh nur Verdopplungsstrategie?!
      Bei normalem Blackjack und optimaler Strategie kommst glaub auf 98%roi
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Jau, ich würd ja ggf. mal drüber nachdenken. Ich bin auch angehender Mathematiker mit Vertiefung Wahrscheinlichkeitstheorie :f_ugly: , aber ich versteh leider nicht genau, wie das Spiel nun abläuft, welche Strategie gespielt wird etc. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Regeln nur schemenhaft kenne, also wenn man das nicht in zwei Sätzen zusammenfassen kann, ist die Frage sowieso nichts für mich.
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Zusammenfassend:

      - Kumple denkt, dass er - desto frischer das Deck - eine höhere Wahrscheinlichkeit hat gegen mich (Bank) zu gewinnen, indem er so gut wie jede Möglichkeit nutzt auf den gesamten Pott zu gehen, unabhängig von seiner ersten Karte.

      Hmm, irgendwie kacke zu erklären, was er da gestern vollzogen hat - ich habs ja selbst net so ganz gerafft :f_biggrin:
    • SonnyPeda
      SonnyPeda
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2008 Beiträge: 6.306
      versteh leider auch nicht ganz was du genau meinst?!
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von Merlinius
      Jau, ich würd ja ggf. mal drüber nachdenken. Ich bin auch angehender Mathematiker mit Vertiefung Wahrscheinlichkeitstheorie :f_ugly: , aber ich versteh leider nicht genau, wie das Spiel nun abläuft, welche Strategie gespielt wird etc. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Regeln nur schemenhaft kenne, also wenn man das nicht in zwei Sätzen zusammenfassen kann, ist die Frage sowieso nichts für mich.
      Du bist genau der Mann nach dem ich gesucht habe :f_grin: Wenn du das machen könntest, wäre das wirklich ein absoluter Traum :f_love:

      Ich versuche dir das Spiel kurz und knapp zu erklären (Grundlagen):

      - 32 Karten Deck
      - Ziel ist es 21 Punkte zu erreichen (darüber hinaus hat man sich überkauft, außer bei zwei Assen)
      - Wertung: A=11; K=4; D=3; B=2; 7+8+9+10=entsprechender Wert (also 7, 8, usw.)
      - ein Spieler ist die Bank (der Dealer) und muss immer dafür sorgen, dass ein vorher fetgelegter Grundeinsatz im Pott liegt (hier z.B. 0,30 €). Er spielt reihum gegen die anderen Spieler.

      Spielverlauf:

      - die Bank dreht die oberste Karte des Decks um (es sein denn es handelt sich um ein A, eine T oder eine 7) und dreht sie verkehrt herum (mit dem Bild nach oben) wieder unter den Stapel um das Ende des Decks zu markieren (die letzte Karte die darüber liegt, ist das Deckblatt und darf nicht ausgeteilt werden)
      - danach teilt sie zuerst dem Spieler eine Karte aus und dann sich selbst, beide verdeckt
      - nun kann der Spieler entscheiden, auf welchen Anteil des Potts er setzt (mind. 0,10 € max. obv 0,30 €). Danach darf er dann so viele Karten ziehen, wie er möchte. Überkauft er sich, muss er sein Blatt herumdrehen (wie auch bei 21 Punkten oder bei zwei Assen). Hat er seiner Meinung nach genug Punkte gesammelt, hat er dies anzukündigen und die Bank versucht so viele Punkte wie möglich zu machen (bzw. soviele, dass sie denkt, dass sie mindestens gleich viele wie der Spieler hat, da sie leiht im Vorteil ist: Hat die Bank 18 Punkte "ziehen" 19 Punkte desSpielers, bei 18 verliert er also noch. Bei 21 oder zwei Assen hat die Bank keine Möglichkeit mehr zu versuchen mehr Punkte zu erreichen
      - Gewinnt der Spieler, darf er sich den Betrag aus dem Pott herausnehmen, auf den er gegangen ist; wenn er verliert muss er eben diesen Betrag zum Pott hinzufügen


      Ist jetzt leider doch etwas länger geworden, aber ich hoffe, dass evtl. doch jemand das Spiel kennt oder du dich daran mal versuchst. Der Kumpel ist nämlcih so ein kleiner Scoop-Verschnitt und ich möchte ihm doch ganz gerne mal schwarz auf weiß beweisen, dass es nicht sein Skill war, der ihn gestern hat gewinnen lassen :f_p:

      Sollte noch etwas unklar sein, bitte einfach fragen!
      Vielen dank schonmal vorab an alle.
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von SonnyPeda
      versteh leider auch nicht ganz was du genau meinst?!
      In welcher Hinsicht?

      Bezüglich des Spiels generell oder was ich eigentlich errechnet haben möchte?
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Also viel Mathematik bedarf es da wohl nicht.

      Erstmal, hier richtig mit Wahrscheinlichkeiten zu modellieren, ist viel zu kompliziert. Jede Runde ist ja anders, je nachdem, welche Karten aufgedeckt wurden.

      Du hast geschrieben

      - die Bank dreht die oberste Karte des Decks um (es sein denn es handelt sich um ein A, eine T oder eine 7) und dreht sie verkehrt herum (mit dem Bild nach oben) wieder unter den Stapel um das Ende des Decks zu markieren (die letzte Karte die darüber liegt, ist das Deckblatt und darf nicht ausgeteilt werden)
      Was passiert denn, wenn die erste Karte ein A, T oder 7 ist? Wird dann neu gemischt? Sorry, ich hab dazu auch nichts in Wikipedia gefunden. Und die Karte, die andersherum nach unten gelegt wird, wird die vorher allen Spielern gezeigt?

      Ich seh aber keinen Grund, warum der alleinige Faktor, dass das Spiel gerade erst angefangen hat, hier irgendwie ausschlaggebend sein soll. Also viel, viel mehr Informationen hat man doch durch die Kenntnis bisher gespielter Karten. Wie ist denn seine Argumentation gewesen?

      Das Spiel ist halt auch zu komplex, dass ich jetzt auf einen Blick alle Parameter einschätzen kann. Also es ist z.B. denkbar, dass bestimmte Karten den Spieler bevorzugen und bestimmte die Bank. Und wenn ich dann weiß, dass gewisse Karten aus dem Deck heraus sind, weiß ich, ob sich meine Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht oder senkt. Aber ich weiß nicht, wie das nun wirklich aussieht in diesem Spiel und ob das überhaupt der Fall ist.

      Jedenfalls ist klar, dass man mit einer guten Karte (Ass?) in der dritten Runde sicher besser dasteht, als mit einer schlechten Karte in der ersten Runde. Hat er einfach gedacht "am Anfang sind ja noch mehr Asse und Zehnen im Deck"? Das ist natürlich Blödsinn, weil es ja auf das Verhältnis ankommt und im späteren Verlauf ist das Deck natürlich kleiner.

      Zur Frage aus dem ersten Post: Die Wahrscheinlichkeit, mit einem König auf 19+ Punkte zu kommen, ist mir zu kompliziert auszurechnen. Da müsste man ja alle Möglichkeiten durchzählen und durchrechnen, mit denen man von 3 auf 19, 20 sowie 21 Punkte kommen kann.

      Aber es müsste ja eigentlich schonmal jemand ausgerechnet haben, ob die Bank bei einem frischen Deck einen Vorteil hat oder der Spieler - vermutlich eher ersteres. Findet man dazu nichts über Google?
    • feinfuehl
      feinfuehl
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2010 Beiträge: 8.755
      also so weit ich weiß ist es nicht möglich bei einem frischen Deck einen Vorteil gegen die Bank zu haben. Die Bank hat bei optimaler Spielweise von Hero immer noch bei ca 0.5-0.8% Vorteil(Standard Casino Regeln, in vielen Casinos ist der Nachteil von Hero aber durch Sonderregeln noch viel schlechter) wenn Hero schlecht spielt sogar bis zu 20%.

      Glaube kaum, dass dein Freund mal eben so eine neue Strategie entwickelt hat mit der man die Bank schlagen kann. Vor allem da schon seit 40 Jahren irgendwelche Mathematiker versuchen ne optimale Strategie zu entwickeln ;)
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      beim Black Jack hat man ja Vorteile, wenn mehr hohe Karten im Deck sind, das sollte dann ja bei 17 und 4 genauso sein(gleiches Spielprinzip).

      ohne Kartenzählen kannst du keinen Vorteil beim Black Jack haben, darauf ist das Spiel ausgelegt....ist wie die Verdopplungsstrategie beim Roulette, das geht solange gut, bis die Null kommt.



      Wenns nur um die Rechnung für deinen Kumpel geht:

      Versuch auszurechnen, wie hoch der Bankvorteil und erklär ihm, dass es deshalb nicht funktioniert..

      Er gewinnt ja minimal, außer der Bankvorteil tritt 4x ein.

      Vorteil^4 => Verlustwahrscheinlichkeit...dann schauste halt an, was der EV ist :-)

      Du kannst ihm das ja auch mit ner gezinkten Münze erklären:-)
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von Merlinius

      Du hast geschrieben

      - die Bank dreht die oberste Karte des Decks um (es sein denn es handelt sich um ein A, eine T oder eine 7) und dreht sie verkehrt herum (mit dem Bild nach oben) wieder unter den Stapel um das Ende des Decks zu markieren (die letzte Karte die darüber liegt, ist das Deckblatt und darf nicht ausgeteilt werden)
      Was passiert denn, wenn die erste Karte ein A, T oder 7 ist? Wird dann neu gemischt? Sorry, ich hab dazu auch nichts in Wikipedia gefunden. Und die Karte, die andersherum nach unten gelegt wird, wird die vorher allen Spielern gezeigt?
      Genau so ist es. Das Deck wird neu gemischt, es sei denn, es ist eine Karte, die genutz werden darf. Dann wird sie jedem gezeigt und unter das Deck gesteckt.

      Ich seh aber keinen Grund, warum der alleinige Faktor, dass das Spiel gerade erst angefangen hat, hier irgendwie ausschlaggebend sein soll. Also viel, viel mehr Informationen hat man doch durch die Kenntnis bisher gespielter Karten. Wie ist denn seine Argumentation gewesen?
      Er zählte halt die gefallenen Asse, Zehnen und evtl. auch Neunen (was ja grundsätzlich auch nicht verkehrt ist, ganz im Gegenteil). Nur das er dann auch zu beginn des Decks mit nahezu jeder Startkarte auf den gesamten Pott gegangen ist, hat mich übelst gestört (vor allem da er sich dann meist eine superstarke Hand zusammengeluckt hat :f_cry: ).

      Seine Argumentation war eben, dass er - da er pro "Bankrunde" viermal gegen die Bank spielen kann - eine höhere Wahrscheinlichkeit hat einmal zu gewinnen, wenn er jedes mal direkt auf alles geht. Meiner Ansicht nach, ist es viel wichtiger, eine vernünftige Startkarte abzuwarten (A oder T).

      Kannst du diese Wahrscheinlichkeit beziffern, wieviel wahrscheinlicher es ist, mit einem Ass oder einer Zehn als Startkarte eine 19+ zu erhalten hingegen zu einer random Karte?

      Das Spiel ist halt auch zu komplex, dass ich jetzt auf einen Blick alle Parameter einschätzen kann. Also es ist z.B. denkbar, dass bestimmte Karten den Spieler bevorzugen und bestimmte die Bank. Und wenn ich dann weiß, dass gewisse Karten aus dem Deck heraus sind, weiß ich, ob sich meine Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht oder senkt. Aber ich weiß nicht, wie das nun wirklich aussieht in diesem Spiel und ob das überhaupt der Fall ist.

      Jedenfalls ist klar, dass man mit einer guten Karte (Ass?) in der dritten Runde sicher besser dasteht, als mit einer schlechten Karte in der ersten Runde. Hat er einfach gedacht "am Anfang sind ja noch mehr Asse und Zehnen im Deck"? Das ist natürlich Blödsinn, weil es ja auf das Verhältnis ankommt und im späteren Verlauf ist das Deck natürlich kleiner.
      Ja, er denkt halt, dass sobald mehr Asse und Zehnen im Deck sind, die Wahrscheinlichkeit größer ist, eines (oder am besten zwei) davon zu treffen. Im Verhältnis zu den übrigen Karten hat er das aber mMn nicht betrachtet.

      Ihm ging es wirklich hauptsächlich daraum, die Wahrscheinlichkeit eines Sieges gegen die Bank zu steigern, indem er einfach so oft wie möglich auf den gesamten Pott ging.

      Kannst du dazu zumindest einen (groben) Erwartungswert berechnen? Da ich da das Problem sehe, dass er ja (wenn alles nach normalen Faktoren läuft) öfter verlieren sollte, als die Bank (da ich als Bank ja auch diesen Vorteil habe, dass er einen Punkt mehr braucht um zu gewinnen - wobei ein direktes 21 oder zwei Asse mir als Bank ja keine Möglichkeit mehr liese um zu versuchen ihn zu übetreffen, könnte das die Wahrscheinlichkeit vielleicht ausgleichen!?), er aber immer 100% vom Pott einbringen muss, wenn er verliert, bei eines Sieg aber auch 100% des Potts erhält.

      Ich mache mal ein 50/50 Beispiel ohne Berücksichtigung anderer Mitspieler(keine Ahnung ob 50/50 annähernd realistisch ist, wage ich eigentlich zu bezweifeln): Wenn er jetzt wirklich die ersten beiden "All ins" gewinnt (2 x 0,30 €), die darauffolgenden aber verliert (0,30 € + 0,60 €) hat er effektiv doch 0,30 € Verlust gemacht. Und das auch schon unter der Annahme, dass er 50% der Spiele gewinnt, wobei ich denke, dass das zu viel ist).

      Sollt er allerdings die ersten beiden Hände verlieren (0,30 € + 0,60 €) letzen beiden gewinnen (1,20 € + 0,30 € -> Neueinlage der Bank, da Mindesteinlage 0,30 €), macht er 0,60 € Gewinn.

      Wenn man eben dieser Gewinnwahrscheinlichkeit (unabhängig der Startkarte) beziffern könnte, dann sollte es doch auch möglich sein einen Erwartungswert zu berechnen!?

      Zur Frage aus dem ersten Post: Die Wahrscheinlichkeit, mit einem König auf 19+ Punkte zu kommen, ist mir zu kompliziert auszurechnen. Da müsste man ja alle Möglichkeiten durchzählen und durchrechnen, mit denen man von 3 auf 19, 20 sowie 21 Punkte kommen kann.
      Das ist schade, dass das so viel Arbeit zu sein scheint, da das wirklich sehr interessant wäre zu wissen.

      Ist es vielelicht einfacher, wenn du nur eine random-Karte einem Ass und/oder einer Zehn gegenüberstellst und hier beziffern kannst, wie unterschiedlich die wahrscheinlichkeiten sind auf 21 zu kommen?

      Aber es müsste ja eigentlich schonmal jemand ausgerechnet haben, ob die Bank bei einem frischen Deck einen Vorteil hat oder der Spieler - vermutlich eher ersteres. Findet man dazu nichts über Google?
      Ich habe google vorher natürlich bemüht, wurde da allerdings nicht fündig. Ich weiß nicht ob "17 und 4" evtl. nur ein regionaler NAme bei uns ist und das Spiel anderswo anders genannt wird, doch bei der Suche nach "17 und 4" kam leider nichts wirkliches heraus.

      Mit Black Jack darf man das Spiel aber auch nicht vergleichen, da dabei die Werte, das Deck und viele Regeln (verdoppeln, splitten) etc. auch komplett anders sind.

      Trotzdem schon mal vielen Dank für deine Mühen.

      Vielleicht konnte ich in den o.g. Antworten ja etwas näher erklären, worum es mir geht. Ggf. ist es nun ja doch jemandem möglich etwas auszurechnen...
    • NoLimitNOOB
      NoLimitNOOB
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2007 Beiträge: 2.138
      Ich hab früher 17 und 4 ohne Geld mit Papi gespielt. ;)

      Aber was ich überhaupt net checke bei deinen Erläuterungen ist, warum die Gewinnwahrscheinlichkeit größer werden soll, wenn er "auf den ganzen Pot geht".

      Der Teil erschließt sich mir nicht ... was ändert sich denn wenn er auf den ganzen Pot geht???

      Oder willst du eigentlich über Gelderwartungswerte reden??
      Erklär mal systematisch was wann gesetzt wird!

      @ Mathematiker: Studierste in Darmstadt? ;)
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von feinfuehl
      also so weit ich weiß ist es nicht möglich bei einem frischen Deck einen Vorteil gegen die Bank zu haben. Die Bank hat bei optimaler Spielweise von Hero immer noch bei ca 0.5-0.8% Vorteil(Standard Casino Regeln, in vielen Casinos ist der Nachteil von Hero aber durch Sonderregeln noch viel schlechter) wenn Hero schlecht spielt sogar bis zu 20%.
      Redest du von 17 und 4 oder von Black Jack?
      Woher hast du diese Infos? wäre sehr interessant zu wissen, ggf. gibt es da ja noch mehr.
      Was versteht man denn unter optimalem Speil und schlechtem Spiel?

      Glaube kaum, dass dein Freund mal eben so eine neue Strategie entwickelt hat mit der man die Bank schlagen kann. Vor allem da schon seit 40 Jahren irgendwelche Mathematiker versuchen ne optimale Strategie zu entwickeln ;)
      Doch, muss er - er hat mich schließlich ständig geschlagen :f_grin:

      Spaß beiseite: Und genau das ist was ich ihm beweisen möchte. Obwohl er felsenfest davon überzeugt ist, das er das eben doch kann. Konnte er schließlich beim Poker auch, doch da musste er dann einsehen, dass seine Strategie doch nicht so optimal war, nachdem er mehrere K € in das Sytem gepumpt hat :f_wink:
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von FiftyBlume
      beim Black Jack hat man ja Vorteile, wenn mehr hohe Karten im Deck sind, das sollte dann ja bei 17 und 4 genauso sein(gleiches Spielprinzip).
      Ich bin mir da eigentlich ziemlich sicher, dass amn das nicht so vergleichen darf, da die Kartenwerte zum Teil komplett anders sind (z.B. Bild bei BJ generell 10 Punkte; bei 17 + 4 entweder 4,3 oder 2 Punkte; Ass bei BJ 11 oder 1, bei 17 und 4 eben außschließlich 11) Außerdem wird BJ mit 52 Karten gespielt, 17 und 4 hingegen nur mit 32.


      Wenns nur um die Rechnung für deinen Kumpel geht:

      Versuch auszurechnen, wie hoch der Bankvorteil und erklär ihm, dass es deshalb nicht funktioniert..

      Er gewinnt ja minimal, außer der Bankvorteil tritt 4x ein.

      Vorteil^4 => Verlustwahrscheinlichkeit...dann schauste halt an, was der EV ist :-)

      Du kannst ihm das ja auch mit ner gezinkten Münze erklären:-)
      Und dafür bin ich obv zu doof :f_frown:

      Das ist eigentlich genau eines der Sachen, die ich mir erhofft habe, dass dies ein Wahrscheinlichkeits-Crack - die es hier ja zu hauf geben sollte - in einer anschaulichen Rechnung erläutern kann.
    • NoLimitNOOB
      NoLimitNOOB
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2007 Beiträge: 2.138
      Original von poupman
      Original von feinfuehl
      also so weit ich weiß ist es nicht möglich bei einem frischen Deck einen Vorteil gegen die Bank zu haben. Die Bank hat bei optimaler Spielweise von Hero immer noch bei ca 0.5-0.8% Vorteil(Standard Casino Regeln, in vielen Casinos ist der Nachteil von Hero aber durch Sonderregeln noch viel schlechter) wenn Hero schlecht spielt sogar bis zu 20%.
      Redest du von 17 und 4 oder von Black Jack?
      Woher hast du diese Infos? wäre sehr interessant zu wissen, ggf. gibt es da ja noch mehr.
      Vorteil des Spielers:
      - Sieg bei 21

      Vorteil der Bank:
      - mehr bekannte Karten
      - Sieg bei Gleichheit


      Alleine dass man als Bank "nur" den Wert des Spielers treffen muss und meistens noch Luft nach oben hat sollte viel einfacher sein als genau die 21 zu erwischen. Folglich gewinnt offensichtlich die Bank mehr als 50% der Spiele ...
      Ich mach das jetzt nicht, aber das könnte man sich kombinatorisch mit den 8 Kartenwerten und ihren Kombinationen durchaus überlegen ...

      Entscheidend is das Setzprinzip nach dem ihr spielt!
      Aber wenn die Bank keine Nachlässe gewährt und ihr immer 1 gegen 1 um gleiche Beträge spielt ... kann er nicht gewinnen.
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Jungs, ich habe wirklich Hoffnung, dass ihr es noch schafft, ein paar vernünftige Rechnungen hinzubekommen :f_love:

      Vielen Dank für die vielen Antworten und Bemühungen bisher. Wenn das hier alles funktioniert wie gewünscht, eröffnen wir http://www.17und4strategy.com und werden stinkreich :f_biggrin:

      @Mods: Bitte nicht ins Höschen machen oder so. Das war ein Spaß. Also lasst das Thema bitte auf. Danke.

      Original von NoLimitNOOB

      Aber was ich überhaupt net checke bei deinen Erläuterungen ist, warum die Gewinnwahrscheinlichkeit größer werden soll, wenn er "auf den ganzen Pot geht".

      Der Teil erschließt sich mir nicht ... was ändert sich denn wenn er auf den ganzen Pot geht???
      Sorry, da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt: Dadurch wollte er natürlich nicht die Gewinnwahrscheinlichkeit sondern nur den möglichen Gewinn maximieren.


      Oder willst du eigentlich über Gelderwartungswerte reden??
      Erklär mal systematisch was wann gesetzt wird!
      Genau das wäre schon mal eines der Teile, die mich brennende interessieren. Ist der Erwartungswert z.B. höher, wenn man nur mit Ass oder Zehn auf den Pott (oder was auch immer, aber eben am besten auf alles um den möglichen Gewinn zu erhöhen) geht gegenüber wenn man mit einem König (4) oder einer 7, o.ä. auf den Pott geht.

      Ich hatte im obigen zwei Beispiele genannt. "Gesetzt" wird also eigentlich nicht wirklich. entweder bekommt man als Spieler was aus dem Pott oder man muss nach der Hand etwas hinzufügen. Schau dir mal die Beispiele an, ob es dann klar wird für dich. Falls nicht, erkläre ich es auch gerne nochmal ausführlich.
    • NoLimitNOOB
      NoLimitNOOB
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2007 Beiträge: 2.138
      Grundeinsatz 30 cent!

      Wenn er verliert und auf die 30 cent gegangen ist, sind danach 60 cent im pot?
      Setzt er in der zweiten Runde dann wieder 30 cent, oder 60 cent um die anderen 60 zu gewinnen?
      Ist der Pot dir und ihr startet wieder bei 30 cent nachdem 4 Runden gespielt wurden?

      Wenn ichs mir recht überlege setzt die Bank ja nie nochmal nach!?
      D.h. der Kerl spielt im Prinzip Verdopplungsstrategie bis zur Runde 4!?

      Wenn dem so ist hast du verloren weil die Samplesize zu gering war. ^^
      Da die einzelnen Spiele als Ereignisse unabhängig sind und du immer > 50% hast machste aber halt auf Dauer Gewinn ...
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      Original von NoLimitNOOB
      Original von poupman
      Original von feinfuehl
      also so weit ich weiß ist es nicht möglich bei einem frischen Deck einen Vorteil gegen die Bank zu haben. Die Bank hat bei optimaler Spielweise von Hero immer noch bei ca 0.5-0.8% Vorteil(Standard Casino Regeln, in vielen Casinos ist der Nachteil von Hero aber durch Sonderregeln noch viel schlechter) wenn Hero schlecht spielt sogar bis zu 20%.
      Redest du von 17 und 4 oder von Black Jack?
      Woher hast du diese Infos? wäre sehr interessant zu wissen, ggf. gibt es da ja noch mehr.
      Vorteil des Spielers:
      - Sieg bei 21

      Vorteil der Bank:
      - mehr bekannte Karten
      - Sieg bei Gleichheit
      Soweit korrekt, bis darauf, dass die Bank nicht unbedingt (viel) mehr Karten kennt als der Spieler (außer, wenn er sich jeweils die zweite des Spiels austeilt, diese am Ende des Spiels aber nicht benutzt wird, da sich der Spieler evtl. überkauft hat und die Karte dann auch wieder unter das Deck steckt, da sie "nicht gut genug" für ihn war).

      Alleine dass man als Bank "nur" den Wert des Spielers treffen muss und meistens noch Luft nach oben hat sollte viel einfacher sein als genau die 21 zu erwischen. Folglich gewinnt offensichtlich die Bank mehr als 50% der Spiele ...
      Ich mach das jetzt nicht, aber das könnte man sich kombinatorisch mit den 8 Kartenwerten und ihren Kombinationen durchaus überlegen ...
      Oh mein Gott, das würde mcih so viel weiter bringen :f_frown:

      Wer kann das bitet mal machen, ich kann es obv nicht :f_cry:

      Entscheidend is das Setzprinzip nach dem ihr spielt!
      Aber wenn die Bank keine Nachlässe gewährt und ihr immer 1 gegen 1 um gleiche Beträge spielt ... kann er nicht gewinnen.
      Genau. Wie oben erklärt wird immer 1:1 gewonnen bzw. verloren.
      Die Bank hat nur am Ende eines Decks, die Möglichkeit etwas aus dem Pott heraus zu nehmen. Hinzufügen (open End) darf sie aber auch mitten in der Runde.

      Könnte das hinzufügen von Geld, bzw. der Start mit einem Höheren Bank-Pott evtl. auch Vorteile für die Bank oder gar für den Spieler haben?
    • poupman
      poupman
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 4.499
      ... und push!