Preflop geraist - auf dem Flop kleine Karten - Gegner bettet Pot

    • BurneyGumble
      BurneyGumble
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2009 Beiträge: 5.129
      Hi, ich erlbe es oft, dass ich Preflop recht gute Karten habe und diese Raise. Dann werde ich von einem Gegener gecallt und diser bettet dann auf einem Board von zb 369o Potsize.
      Dabei habe ich immer den Gedanken, hat dieser W***er jetzt sein Set getroffen oder ein Overpair...
      In solchen Situationen folde ich eig immer, da ich dort sehr ängstlich bin.
      Was ist eure Meinung zu solchen Situationen?
  • 6 Antworten
    • Thilo87
      Thilo87
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 901
      das sind meistens overpairs oder vielleicht auch overcards (?). warum sollte er mit einer starken made hand so groß betten? er braucht doch kaum angst haben, überholt zu werden.
    • RantanplanBK
      RantanplanBK
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2006 Beiträge: 3.185
      Standardantwort: Es kommt darauf an.

      Gibt keine Standardlinie für diesen Fall, hilfreich ist natürlich wenn Du Informationen zum Gegner hast.

      Mit welcher Range callt er Dich Preflop?
      Mit welchem Teil dieser Range wird er den Flop Potsize donken?
      Was wird er am Turn machen wenn Du in callst?
      Wie oft wird er bluffen?

      Und natürlich: Wie stark ist Deine Hand im Vergleich zu seiner Coldcalling Range?

      Gegen unknown gebe ich in so einem Fall erstmal Credit, mache mir direkt eine Note um im weiteren Verlauf der Session besser dagegen spielen zu können. Natürlich unter der Voraussetzung ich habe nichts getroffen und halte lediglich overcards.

      Beste Grüße
      Berni
    • Thanatos88
      Thanatos88
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2010 Beiträge: 1.087
      Wir reden hier sicherlich über NL5 oder NL10... da kann so ein Play von Nuts bis Air alles sein. Du wirst hier keine Standardantwort bekommen, wie du zu verfahren hast.

      Außerdem definierst du nicht, was du unter guten Karten verstehst. AKo kann auf einem 369r Board gar nichts mehr Wert sein, obwohl es preflop die stärkste unpaired Hand ist.

      Auf den Limits würde ich mit Overcards auf so einem Board gegen die Fische und schlechten Regs kein Play auspacken sondern auf bessere Spots warten.
      Hohe Overpairs kann man bei entsprechenden Fischtendenzen auch mal downcallen, würde mir dann am Showdown aber Notes machen, mit was für Händen der Gegner solche Bets macht.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Grade in dem Beispiel -> donkbet auf 369o und du hälst AK halte ich einen Raise oder einen Call für relativ profitabel - denn der Gegner wird hier wirklich oft irgendwas halten und du hast einen Vorteil -> das A und K wird deinem Gegner oft gar nicht weiterhelfen (wenn es denn kommt und er called) - du hast aber am Flop durchaus oft noch die beste Hand.

      Jetzt musst du natürlich gucken wann die Chance hoch ist den Pot mitzunehmen -> ein 369o Board erlaubt ein paar Straightdraws und wenn du callst oder raist wird der Gegner manchmal noch weiterspielen. Besser sind solche Spielzüge dann eher auf Boards auf denen du glaubhaft Made Hands raisen könntest -> z.b. T62r oder T23r

      Wenn du dagegen z.b. AQ mit Bd Flushdraw und dein Gegner ein K23r Board donkt, dann solltest du hier deine Hand nicht raisen, da du hier nur sehr wenige Made Hands raisen würdest und auch mit einem Toppair meistens nur callen wirst (auf T23r lohnt sich ein Raise mit Toppair schon eher als auf K23r -> wegen den Overcards, wegen mehr möglichen Overpairs)

      D.h. wenn du Donkbets angreifen willst, dann musst du schauen, dass du

      a) immer irgendwas in der Hinterhand hast falls dein Move nicht klappt (tendentiell saubere Overcards, irgendwelche Backdoordraws, Gutshots etc.)

      b) dein Spielzug glaubhaft wirkt. D.h. wenn du auf einem K23r Board raist, dann repräsentierst du halt 22 und 33 und das wars dann auch eigentlich meistens schon.
    • roester
      roester
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2009 Beiträge: 852
      Original von Ghostmaster
      [...]
      b) dein Spielzug glaubhaft wirkt. D.h. wenn du auf einem K23r Board raist, dann repräsentierst du halt 22 und 33 und das wars dann auch eigentlich meistens schon.
      auf den micros? find ich ehrlich gesagt nicht so. da wird einfach noch zu häufig nur auf die eigene hand geachtet, unabhängig davon was der gegner repräsentiert. ist natürlich gut, sich sowas für die low/midstakes anzugewöhnen, aber auf nl5 oder nl10 ist sowas glaub ich in den meisten fällen zu vernachlässigen
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Erstmal ist es wichtig zu erkennen was man selber repräsentiert. Was der Gegner dann daraus macht ist wieder ein anderes Thema - klar wenn dein Gegner hier IP z.b. TT B/F am Flop spielt, dann ist das halt ein Zeichen dafür, dass man solche Spieler auch auf solchen Boards angreifen sollte.