falsche spielweise?!

    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      hallo,

      ich habe mir im Hem gerade mal meine non-showdown winnings anzeigen lassen und festgestellt, dass diese bei mir über 5000 hände mit ~11bb/100 im plus liegen, während meine showdown winnings (ev-bereinigt) gerade mal breakeven sind.

      Daher die Frage, woran kann das liegen? Spiele ich zu agressiv?
  • 10 Antworten
    • ultrafastspectroscopy
      ultrafastspectroscopy
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2008 Beiträge: 12.155
      sowas ist eine frage fürs strategieforum, da solltest du dann aber auch mehr infos posten, weil so allgemein und ohne detaillierte stats kann man da nicht viel zu sagen.

      ich werd mal ne verschiebung des threads beantragen.
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      Danke. Ich dachte mir schon dass das zu wenige Infos sind, aber da ich nicht weiß, welche benötigt werden bzw. hilfreich sind konnte ich bis dato nicht mehr input geben, sry.

      Ich selbst habe übrigens festgestellt, dass ich mit ziemlicher Sicherheit zu Loose auf raises calle, und dann oft versuche den gegner auf 2 streets rauszubluffen wenn ich nicht gut hitte - klappt oft auch ganz gut. Außerdem bin ich durch das Loose callen wenn ich hitte oft dominiert, was die Verluste im showdown erklären könnte.
    • r0cket1108
      r0cket1108
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2010 Beiträge: 469
      solange die grüne linie im plus ist ist doch alles okay ;) , wobei 5k Hände natürlich überhaupt keine samplesize sind. Mach dir halt immer gedanken über die hände die du spielst und lasse sie im zweifel hier im Handbewertungsforum bewerten. Was mich interessiert, wie kommst du darauf, dass du eine "falsche Spielweise" hast?
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      falsche Spielweise ist vielleicht etwas extrem ausgedrückt aber war ja auch eher eine Frage statt einer Feststellung.

      Worauf ich letztlich hinauswollte ist

      a) ist die angelegte Spielweise zu Offensiv, was den Kosten/Nutzen Faktor betrifft? Denn 11bb/100 allein durch Fold Equity empfinde ich persönlich schon als ziemlich krass :f_eek:

      b) liegt es unmittelbar an der Agressivität, dass meine showdown-winnings derart bescheiden liegen? Was ja nahe liegt, denn große Bets am Turn (und ggf. am River) können teuer sein wenn man im showdown das nachsehen hat und der gegner nicht foldet.

      c) wie kann ich an die Sache rangehen, um die Auswahl der Spots in denen ich Argessivität walten lasse bzw. die Spielweise solcher Spots zu meinen Gunsten zu verbessern?

      Gedanken über Hände mache ich mir in der Tat noch zu wenig, zu oft hat in den letzten Sessions das Bauchgefühl entschieden was zu tun ist.

      Habe entsprechend von meiner letzten Session heute auch schon meine ERSTE HAND (wurde ja auch mal Zeit) im Bewertungsforum zur Schau gestellt. Und allein dadurch ist mir schon eine ganze menge an der hand aufgefallen was nicht so gut/schlecht war und in solchen situationen anders verlaufen sollte, weswegen ich mich dazu entschieden habe, an jedem "Spieltag" mind. eine Session zu reviewen und ggf. Hände zu posten.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Non-Showdown Winnings sind wie du bereits gemerkt hast die Gewinne die du ohne Showdown erzielts, sprich durch Bluffs und Semi-Bluffs auf die gefoldet werden.
      Showdown-Winnings sind entsprechend dann die, bei denen du beim Showdown die bessere Hand hattest.

      Daraus lässt sich schließen dass du zwar öfters durchkommst mit deinen Bluffs, aber Geld verlierst wenn du dann doch gecalled wirst und eben nix vorzuweisen hast.

      Auf niedrigen Stakes macht es wenig Sinn ständig zu bluffen, weil die Gegner gerne mal dann doch noch einen Bluffcatcher auspacken. Es kann also schnell passieren dass sich deine Non-Showdown-Winnings irgendwann verabschieden wenn dir keiner mehr Credit gibt.
      Wichtiger wäre es mit guten Händen zum Showdown zu kommen und diese Winnings zu steigern und ab und zu einen Bluff einzustreuen wenn er +EV ist.

      In der Regel sind die Showdownwinnings über den Non-Showdownwinnings und bilden gemeinsam die Overall-Winnings. Der vorteil bei Showdownwinnings ist, dass diese einigermaßen konstant verlaufen, aufgrund der Kartenverteilung und der Equities von zwei Händen (mit AA wirste eben in 80% der Fälle Profit machen), wohingegen du bei Bluffs nicht abschätzen kannst ob und wieviel dein Gegner tatsächlich noch weglegt, da die Gegner sich ständig unterscheiden und anders spielen.
    • kniddel
      kniddel
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 3.522
      Eventuell callst du auch selbst zuviel runter. Wenn du nie foldest verbessert das offensichtlich die Non-Showdown Winnings, während es den Showdown Winnings schadet.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Also 5000 Hände sind absolut keine Samplesize und ich würde eher so ab 10k bis 20k Händen anfangen mal darauf zu gucken.
      In 5k Händen kannst du einfach mal gute Karten bekommen haben und deine Gegner nicht so bzw. haben ihre Draws nicht vervollständig oder was auch immer und du hast viel ohne Showdown gewonnen.

      Solange die grüne Linie im plus ist -> alles gut.

      Auch ist es abhängig davon was für Gegner du am Tisch. Es ist halt gegen loose/passive Showdownlastige Gegner sehr unwahrscheinlich, dass du stark steigende Non-SD Winnings hast - da hast du eher stark steigende Showdownwinnings und leicht fallende Non-SD Winnings; gegen weake Spieler hast du halt tendentiell steigende Non-SD Winnings und breakeven laufende oder leicht fallende SD Winnings, da du deine Blufffrequenz gegen sie halt massiv hochschraubst und gegen sie am Showdown nicht viel zu holen, da sie sich nicht mit zu schwachen Händen in große Pötte verwickeln lassen.

      Letztendlich ist das ganze eine Funktion die bestimmt wird über

      i) deine Gegner
      ii) deinen Skill
      iii) deinen Spielansatz/Spielphilosophie
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      Danke für eure hinweise und tipps, ich werde sie beherzigen.

      Was ich definitiv ändern muss und heute auch schon (wie ich finde recht erfolgreich) versucht habe ist, nicht so loose zu callen auf raises, weil da eben oft nichts gutes bei rauskommt :D

      dementsprechend ist meine line für die nächsten paar k hände:

      - first in etwas looser als SHC bzw blinds etwas looser stealen (hab ich bisher gute erfahrungen mit gemacht und fühle mich auch ganz wohl bei dem play postflop)

      - bei raise vor mir nach SHC verfahren.

      bin mal gespannt wie das werden wird :f_cool:

      edit: hab mittlerweile übrigens 7k hände und in den 1000 händen heute nach obiger line ~ 6,50$ plus erwirtschaftet (bisschen eigenlob sähen kann ja nicht schaden :D :D )
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      habe einen weiteren fehler behoben. hatte offensichtlich zu viele tische offen, sodass ich mir selbst mangels analyse der situation oft ein bein gestellt habe und in situationen gebettet habe(mehrere streets... :f_biggrin: ) wo es im nachhinein offensichtlich war, dass ich das ding nach dem 1. call knicken kann, mir aber bei dem getöse der anderen tische gar nicht so aufgefallen ist.

      Auch hatte ich über ~5k hände das gefühl, es gäbe keine fische wenn ich spiele, mit weniger tischen sieht die welt schon ganz anders aus... :f_cool:

      Wie habt ihr das gehandhabt mit der tischanzahl bzgl. erhöhung oder sagt ihr generell mehr als 4 bis 6 tische sind -ev für einen "durchschnittsspieler" ?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das ist also wirklich sehr individuell - jedenfalls ist es soweit, wenn du nicht mehr mitbekommst was am Tisch um dich rum passiert.