Analyse des eigenen Spiels

    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Um nach Möglichkeit nicht nur meine BR zu pushen, sondern auch mein Spiel zu verbessern, versuche ich einen Teil meiner gespielten Hände zu analysieren. Gelegentlich gehe ich natürlich vom Tisch und denke "meine Fresse, was wurdest du heute wieder weggeluckt..." - wie die meisten von uns wohl. Wenn ich mir die aufgezeichneten Hände aber anschaue, denke ich häufig anders: "Meine Fresse, was hast du SELBST gerade die anderen weggeluckt!?" Was mich beunruhigt ist, dass ich meist schnell erkenne, was ich verbockt habe und wie ich es eigentlich hätte spielen müssen.

      Meine Fragen lauten daher:
      1. Warum erkenne ich das im Spiel nicht sofort? Ist es wirklich die Minute Analyse nach der Session, die da soviel ausmacht?
      2. Wie haltet Ihr das nach Euren Sessions? Wie analysiert ihr und versucht denselben Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden?
  • 2 Antworten
    • xlabix
      xlabix
      Black
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 1.905
      Ist schwierig allgemein zu sagen. Aber mir hat es sehr geholfen mich auf kürzere Sessions mit weniger Tischen (2-3) umzustellen. Läuft seitdem um einiges besser und man hat wirklich Zeit vor jeder Entscheidung gründlach nachzudenken.

      zu 1. Würde ich auf fehlende Konzentration zurückführen. Probiere es mit weniger Tischen und mit mehr Nachdenken über die einzelnen Aktionen. :)

      zu 2. Nach der Session mache ich eigtl. nicht viel. Habe die kritischen Hände in den Grabber und schaue sie nochmal durch. Die Hände, bei denen ich unsicher bin oder immer noch ratlos bin, poste ich ins Forum.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Also grundsätzlich ist man mehr unter Druck wenn man die Hand gerade spielt als wenn man später darüber reflektiert. Vor allem muss man eine relativ hohe Fähigkeit zur Abstraktion haben, da die Hand noch nicht abgeschlossen ist und die Aktion noch den Ausgang beeinflusst. Ich denke, dass grundsätzlich immer so ein kleiner Mann im Hinterkopf sitzt, der dir sagt "das mag der richtige Move sein, aber vielleicht gewinnst du genau dann wenn du den anderen machst". Diese Stimme gilt es natürlich zu bekämpfen, aber ich denke, dass man dem eben doch von Zeit zu Zeit nachgeht und die etwas schlechtere Spielweise wählt, weil man Lust dazu hat und eben einfach hofft, dass es sich als Gewinnermove herausstellt.

      Ich denke, die Fähigkeit dem einen Riegel vorzuschieben und die gerade aktive Hand genauso zu spielen, wie man sie im Nachhinein gespielt hätte ist neben Intelligenz und dem Willen, dazuzulernen, mit das wichtigste beim Poker.