Equity Frage

    • xunbreakablex77
      xunbreakablex77
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2009 Beiträge: 116
      Solangsam begreif ich das ganze mit den Pot Odds,Odds, etc. aber richtig durchblicken tu ich noch nicht.

      Ich hab über HM Manager die Pot Odds in % eingestellt. Sind Pot Odds denn dasselbe wie Equity? Also Equity = Pot Odds in Prozent?

      Der Wert sagt mir dann wieviel % Equity, also Gewinnwahrscheinlichkeit ich brauche um profitabel zu callen? Desto niedriger der Wert, desto niedriger der Prozentsatz, desto eher kann ich callen, weil ich in weniger Fällen die bessere Hand haben muss?


      Zum Beispiel:

      Hero: Ad Kd

      Villain: As Ac

      FLOP: Qh 7d 8d

      POT: 3$

      Villain setzt 2$

      Dann sind meine Pot Odds ja 3+2 = 5:2 -> 1:2,5 das wären meine Pot Odds
      umgerechnet in Equity 1:2,5+1 = 1:3,5=0,28 = 28% benötige Equity zum Call, richtig?

      Pot Odds wären dann : 5:2=2,5 -> 1:2,5 Pot Odds
      Das ganze in benötigter Equity 1:2,5+1 -> 1:3,5 = 0,28 -> 28% benötigte Equity oder?


      Gegen Aces hätte ich laut Pokerstove 35% Equity, da ich nur 28 % brauche ist ein Call also auf lange Zeit +EV?

      Gegen Two Pair oder Sets siehts dagegen ziemlich mies aus. Folde ich dann in dem Spot, wenn ich zu 80% sicher mein, dass mein Gegner hier Two Pair oder besser hat?

      Das war jetzt nur nen Beispiel.

      Wie mach ich das, wenn ich zb. kaum erahnen kann, was mein Gegner hat, ob totales Air, Made Hand oder Draw? Lass ich mir die benötige Equity dann gegen sein EP Raise Spektrum, Button Raisespektrum oder Blind Coldcall Spektrum antreten oder wie mach ich das?

      Zb ist sein Openraise Spektrum in Early Position 7% und wir coldcallen nur, da wir auf aufgrund seiner hohen Fold3Bet Queto uns nur gegen die besten 2 % isolieren würden, gegen die wir Außenseiter wären und um mehr Value zu extrahieren.

      Lass ich dann einfach die wahrscheinlichsten 7% Openraise von ihm gegen meine Hand antreten und sehe dann wieviel Equity ich durchschnittlich brauch?

      Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen würdet. Ich denke ich würde meinem Game damit nen großen Gefallen tun, wenn ich die Mathematik mal mit ins Game einbau.
  • 4 Antworten
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Du musst Dir halt immer wieder bewusst machen, daß Du nicht gegen eine einzige Hand spielst, sondern gegen eine Range von Händen.

      Du versuchst diese anhand aller Dir zur Verfügung stehender Informationen zu bestimmen und zu gewichten.

      Dein Beispiel ist da z.B. nicht so gut geeignet, weil uns ja Informationen fehlen. Welche Position hattest Du am Tisch? Welche Villian? Wie war die Preflop-Action? Was war Villian bis dato für ein Spieler? Wie war die Tableaction an sich? Was hattest Du bis dato für ein Image?

      Ich konstruiere einfach mal weiter:

      Wir spielen NL 10 SH.

      Hero: Button, A :diamond: , K :diamond:
      Villian: Cutoff, Reg 22/19/2.2

      Preflop:

      MP1 raist auf $0.3, Fold, Villian 3-bets $1, Hero callt 1$, Fold, Fold, Fold

      Flop:

      Q :heart: , 7 :diamond: , 8 :diamond:
      Pot: $2.45

      Villian bettet $2, Hero?

      Fold, Call, Raise?

      Mit welchen Händen macht Villians Line Preflop Sinn?
      Wann würde er warum auf diesem Flop betten?
      Welcher Madehands sind hier möglich/machen Sinn?
      Wie sieht's mit Draws aus?
      Können wir die Range aufgrunddessen einengen?
      Wie hoch ist unsere Equity gegen diese Range von Händen?
      Wie sind diese in Villians Range wahrscheinlich gewichtet?
      Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß er pureblufft, wie hoch, daß er semiblufft?
      Haben wir Foldequity, wenn wir raisen?
      Wenn ja wie hoch?
      Falls wr raisen, wollen wir auch broke gehen?
      usw. usf.

      Solche Fragen solltest Du Dir stellen. Irgendwann geht das relativ automatisch.

      Vor allem ist es immer sehr hilfreich, wenn Du gespielte Hände, bei denen Du Dir unsicher bist, was Deine Entscheidung, aber auch Deine Annahmen, angeht, mit Deinen Gedanken in unseren Handbewertungsforen posten.

      Auch das Bewerten anderer Hände ist da eine sehr gute Übung.

      Zur Mathematik und den weiteren Grundlagen empfehle ich Dir die Videoserie "Crushing NL 50" von Hasenbraten und Ghostmaster:

      http://de.pokerstrategy.com/video/#searchtext=crushing%20nl50&key=tag&contenttype=0&gametype=0&tablesize=0&languages=de&levels=basic,bronze,silver,gold,platinum,diamond&lowerlimit=0&upperlimit=100&ob=date&od=desc&page=1&rpp=10
    • xunbreakablex77
      xunbreakablex77
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2009 Beiträge: 116
      Danke, das Problem mit den Händen posten ist, dass ich mittlerweile NL25 spiele, aber ungetrackt. Kann also nur in NL10 Hände posten un da ist das posten von NL25 Händen ja nicht erlaubt.

      Werde aber versuchen deine Radschläge zu befolgen.
      Ist denn meine Berechnung korrekt?

      Also Pot Odds in % = benötigte Equity zum call gegen eine bestimmte Range des Gegners?
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Also Pot Odds in % = benötigte Equity zum call gegen eine bestimmte Range des Gegners?

      Ja, ist mathematisch gesehen korrekt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Zu bedenken gilt hier aber, dass du z.b. mit 33% Equity und 2:1 Potodds nur dann callen solltest, wenn du diese Equity auch oft genug realisiert bekommst.

      Die Equity rechnet immer bis zum Showdown (da werden schlichtweg n verschieden Situationen simuliert und bestimmt wieoft du von jetzt an am Showdown gewinnen wirst) - wenn du jetzt z.b. ein Midpair hast und 33% Equity und 2:1 Potodds bekommst, dann ist es NUR sinnvoll zu callen, wenn du diese Equity auch ohne zusätzlich Investition oft genug realisiert bekommst-

      Denn wenn du am Flop callst und am Turn dann foldest, dann verlierst du gegen aggressive Gegner schlichtweg zuviel Geld.