Kostenvoranschlag

    • CasperGER
      CasperGER
      Black
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.580
      Ich habe mir nen Kostenvoranschlag geholt, der angegebene Betrag wurde jetzt um ca. 15-20% überschritten. Problem ist aber, das einige arbeiten in gemeinsamer Absprache nicht gemacht wurden. Wenn ich den finanziellen wert dieser arbeiten vom ursprünglichen Betrag abziehe, würde ich ca. 35% mehr bezahlen als ausgemacht. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass noch weitere kosten auf mich zukommen werden. darum soll es aber erstmal nicht gehen.

      Ich habe von solchen Angelegenheiten wenig Ahnung. was mich interessieren würde ist, ob das noch im rahmen liegt? Ist so ein Kostenvoranschlag rechtlich bindend? sollte ich dagegen vorgehen, wenn ich mich nach einem Gespräch nicht einigen kann?


      Ich finde 35% sind schon ziemlich viel, wenn ich mir jetzt noch vorstelle das ich eine weitere Rechnung bekomme und damit bei 45% mehr als ausgemacht lande, dann muss ich mir die Frage stellen, was es für einen Sinn hat, sich vorher über den Preis zu informieren.


      MfG
  • 6 Antworten
    • dapperdon
      dapperdon
      Bronze
      Dabei seit: 25.12.2006 Beiträge: 127
      I accidentally the whole bottle.

      Dass die Kosten den Kostenvoranschlag um 15-20% überschreiten, ist nicht das Ding, das ist gesetzlich erlaubt. Problematisch ist jedoch, dass der vereinbarte Umfang nicht erfüllt wurde. Den müssten Sie entweder kostenlos nacherfüllen oder den bisherigen Umfang geringer in Rechnung stellen.
    • kingwtf
      kingwtf
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2009 Beiträge: 2.449
      lass dich nicht ins bockshorn jagen!
      hast du den kostenvoranschlag schriftlich?
    • CasperGER
      CasperGER
      Black
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.580
      Es wurden ja wie gesagt arbeiten in gemeinsamer Absprache nicht gemacht. Da ich den genauen wert bestimmten kann, kann ich diesen Betrag auch ohne weiteres vom ursprünglichen Kostenvoranschlag abziehen, so wie ich es im Eingangspost getan habe? denn erst dadurch würden wir uns bei ca. 35% bewegen.

      Ich habe ja erwähnt das noch eine zusätzliche Rechnung anstehen könnte. da wüsste ich auch gerne wie sich das verhält. Die arbeiten wurde im Grunde schon erledigt, leider nicht zufriedenstellend. Das ganze müsste dementsprechend neu gemacht werden, darf man mir das zusätzlich in Rechnung stellen oder wie läuft das ab?


      Den Kostenvoranschlag habe ich selbstverständlich schriftlich.
    • MLP123
      MLP123
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 602
      um welche Arbeiten handelte es sich?
      welche Positionen wurden im Kostenvoranschlag berechnet (Arbeitsstunden, Material usw)?
      Woher kommen die Mehrkosten (mehr Arbeitsstunden als geplant oä)?
      wie hat der Auftragnehmer diese Mehrkosten begründet?
      Gab es Zusatzvereinbarungen?
      Gab es während der Ausführung der Arbeiten eine Mitteilung des Auftragnehmers, dass die Kosten, die dem Kostenvoranschlag zugrunde liegen, überschritten werden?

      Ohne diese Angaben ist es schwer eine Einschätzung abzugeben.
    • CasperGER
      CasperGER
      Black
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 1.580
      Original von MLP123
      um welche Arbeiten handelte es sich?
      welche Positionen wurden im Kostenvoranschlag berechnet (Arbeitsstunden, Material usw)?
      Woher kommen die Mehrkosten (mehr Arbeitsstunden als geplant oä)?
      wie hat der Auftragnehmer diese Mehrkosten begründet?
      Gab es Zusatzvereinbarungen?
      Gab es während der Ausführung der Arbeiten eine Mitteilung des Auftragnehmers, dass die Kosten, die dem Kostenvoranschlag zugrunde liegen, überschritten werden?

      Ohne diese Angaben ist es schwer eine Einschätzung abzugeben.
      -Zahnärztliche kosten, hatte eine Versicherungslücke und muss deshalb die kompletten kosten selber tragen.
      -Sollten eigentlich die Gesamtkosten sein
      -Keine Ahnung woher die Mehrkosten kommen, aber bei Zahnärzten kann das alles sein. Mehr Arbeitsstunden oder "Komplikationen" etc.
      -Eine Begründung gab es keine, es wurde auch nicht angedeutet das es teurer wird, hatte sogar mal mitten im Auftrag angefragt, da wurde mir nochmals mündlich bestätigt, dass alles ok ist und die bescheid geben würden wenn es teurere wird.
    • MLP123
      MLP123
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 602
      Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem von dir genannten Kostenvoranschlag um den Heil- und Kostenplan handelt, der von Dir unterschrieben wurde.

      Überschreitet die Rechnung des Zahnarztes den Heil- und Kostenplan, muss unterschieden werden:

      zwischen Kosten für das Zahnarzthonorar und solchen für Material- und Laborarbeiten.

      Im Hinblick auf das Arzthonorar sind Heil- und Kostenpläne verbindlich. Ein Zahnarzt ist in der Lage, den Umfang seiner Leistung bereits vor der Behandlung zu überblicken. Eine höhere Gebühr darf nur berechnet werden, wenn es Komplikationen gibt und der Arzt bereits vor der Behandlung den Patienten auf mögliche Schwierigkeiten hingewiesen hat, die eine umfangreichere Behandlung nach sich ziehen können.

      Bei Material- und Laborkosten sind die exakten Preise dagegen meist erst nach der Herstellung des Zahnersatzes genau bekannt. Die Rechtsprechung geht daher davon aus, dass Patienten Kostensteigerungen von etwa 20 Prozent hinnehmen müssen, wenn diese Kosten höher ausfallen als im Heil- und Kostenplan geschätzt. Dieser Wert ist nicht starr, sondern es kommt auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an.

      Also schau mal in der Rechnung und in dem HKPL nach, welchen Faktor dein Zahnarzt berechnet hat.
      Sollte ein höherer Faktor als 2,3 gewählt worden sein:
      Werden Steigerungswerte von mehr als 2,3 eingesetzt, müssen diese schriftlich begründet werden. Ein Steigerungswert von mehr als 2,3 darf eingesetzt werden, wenn die Behandlung besonders schwierig oder zeitaufwendig ist. Eine bloße Wiederholung der Kriterien „erhöhte Schwierigkeit“, „erhöhter Zeitaufwand“ oder „erschwerte Umstände bei der Ausführung“ ist nicht ausreichend. Abkürzungen sind zulässig. Entscheidend ist, dass die Begründung für den Patienten verständlich und nachprüfbar ist.
      Umfangreiche, nichts sagende zahnmedizinische Formulierungen genügen ebenso wenig, wie unverständliche zahnmedizinische Abkürzungen.
      Der Zahnarzt kann eine Vergütung erst dann fordern, wenn er eine Rechnung stellt, die den genannten Anforderungen entspricht. Die Rechnung muss immer nachprüfbar sein.

      Wie von Dir geschildert ist dieser erhöhte Aufwand nicht gegeben.
      Daher: den Zahnarzt konsultieren und Dir die Abweichungen zwischen HKPL und Rechnung genau erklären lassen. Sollte ein erhöhter Faktor der Grund für die Erhöhung sein, solltest du Widerspruch gegen die Rechnung einlegen und Neuausstellung verlangen.