kleine PP completen aus SB (SH)

    • Keiji
      Keiji
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 2.372
      macht es Sinn die kleinen PocketPairs 22-55 aus dem Smallblind zu completen. Sagen wir mal BU/CO openraisen.

      ich habe am Anfang das noch so gemacht. Allerdings habe ich gemerkt, dass das eigentlich keinen Sinn macht.

      - Auf Set hoffen, macht keinen Sinn, auch wenn die Odds durch den getätigten Smallblind etwas besser sind. Ich meine selbst wenn wir treffen, ist die Range vom Openraise so weit, dass wir hier kaum Value kriegen.

      - Drawen können wir nicht im Gegensatz zu SC z.B.

      - und mit dem Lowpair, dass wir so gut wie immer floppen, gewinnen wir fast nie, wenn der Gegner nicht gerade suuper passiv ist. OOP suckt halt hart.

      Schlussfolgerung: kleine PP gegen einen Openraiser einfach folden aus dem SB.

      sieht das jemand anders?

      edit please move to Strategy. falsches Tab angeklickt :rolleyes:
  • 13 Antworten
    • Adstriker87
      Adstriker87
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 4.848
      dazu hat sich imo vor kurzem erst ghostmaster geäußert. kommt halt total auf villain an. setmining fällt tatsächlich den meisten fällen aus den von dir genannten gründen raus.

      gegen leute die recht straigtforward cbetten und dann am turn ohne hit oft die aggression einstellen kann man sicherlich callen und dann floaten. schön isses mit einem so kleinen PP aber oop sicherlich nicht.

      alternativ kann man es gegen viele leute, die viel stealen und viel auf 3bets folden, sicherlich auch 3betten.

      gegen leute gegen die 1+2 nicht funktioniert, ist der fold sicherlich die beste line.
    • Belg
      Belg
      Platin
      Dabei seit: 16.02.2008 Beiträge: 4.333
      aus erlebnisberichten gemoved
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Original von Adstriker87
      dazu hat sich imo vor kurzem erst ghostmaster geäußert. kommt halt total auf villain an. setmining fehlt tatsächlich den meisten fällen aus den von dir genannten gründen raus.

      gegen leute die recht straigtforward cbetten und dann am turn ohne hit oft die aggression einstellen kann man sicherlich callen und dann floaten. schön isses mit einem so kleinen PP aber oop sicherlich nicht.

      alternativ kann man es gegen viele leute, die viel stealen und viel auf 3bets folden, sicherlich auch 3betten.

      gegen leute gegen die 1+2 nicht funktioniert, ist der fold sicherlich die beste line.
      Eigentlich schon alles gesagt. Ein weiterer Grund, nicht aus dem SB zu callen wäre der BB. Ein aufmerksamer Spieler im BB weiß, dass die Range von CO/BU weit ist und das ein Call des SB meist eine mittelstarke Hand ist ( zu gut zum folden und zu schlecht zum 3-betten). Das könnte ein Squeeze für ihn profitabel machen, da der Openraiser oft folden wird und der SB fast nie callen kann.
    • Plajer1
      Plajer1
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.411
      Original von Keiji
      macht es Sinn die kleinen PocketPairs 22-55 aus dem Smallblind zu completen. Sagen wir mal BU/CO openraisen.

      ich habe am Anfang das noch so gemacht. Allerdings habe ich gemerkt, dass das eigentlich keinen Sinn macht.

      - Auf Set hoffen, macht keinen Sinn, auch wenn die Odds durch den getätigten Smallblind etwas besser sind. Ich meine selbst wenn wir treffen, ist die Range vom Openraise so weit, dass wir hier kaum Value kriegen.

      - Drawen können wir nicht im Gegensatz zu SC z.B.

      - und mit dem Lowpair, dass wir so gut wie immer floppen, gewinnen wir fast nie, wenn der Gegner nicht gerade suuper passiv ist. OOP suckt halt hart.

      Schlussfolgerung: kleine PP gegen einen Openraiser einfach 3 betten ( jeh nach villian ) aus dem SB.

      sieht das jemand anders?

      edit please move to Strategy. falsches Tab angeklickt :rolleyes:
      fyp
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Ja, hat Adstriker schon geschrieben, gegen bestimmte Villains ist die 3-bet eine solide Option. Dabei aber auch wieder auf den BB achten, denn wenn er aufpasst, kann er dem SB mit lighten 4-bets das Leben schwer machen.
    • Plajer1
      Plajer1
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.411
      Original von SleepyCat06
      Ja, hat Adstriker schon geschrieben, gegen bestimmte Villains ist die 3-bet eine solide Option. Dabei aber auch wieder auf den BB achten, denn wenn er aufpasst, kann er dem SB mit lighten 4-bets das Leben schwer machen.
      dann machen wir ihm das leben mit leichten 5 bet shoves das leben schwer :)
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187
      Original von Plajer1
      Original von SleepyCat06
      Ja, hat Adstriker schon geschrieben, gegen bestimmte Villains ist die 3-bet eine solide Option. Dabei aber auch wieder auf den BB achten, denn wenn er aufpasst, kann er dem SB mit lighten 4-bets das Leben schwer machen.
      dann machen wir ihm das leben mit leichten 5 bet shoves das leben schwer :)
      uuund ZACK ist die hand overplayed.. :D
      (siehe HotCarlMC bei der WSOP :s_biggrin: )
    • Plajer1
      Plajer1
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.411
      Original von luckylueke1
      Original von Plajer1
      Original von SleepyCat06
      Ja, hat Adstriker schon geschrieben, gegen bestimmte Villains ist die 3-bet eine solide Option. Dabei aber auch wieder auf den BB achten, denn wenn er aufpasst, kann er dem SB mit lighten 4-bets das Leben schwer machen.
      dann machen wir ihm das leben mit leichten 5 bet shoves das leben schwer :)
      uuund ZACK ist die hand overplayed.. :D
      (siehe HotCarlMC bei der WSOP :s_biggrin: )
      http://www.youtube.com/watch?v=Lk1l_-9yvyA

      ?

      :D
    • luckylueke1
      luckylueke1
      Silber
      Dabei seit: 31.03.2011 Beiträge: 187


      uuund ZACK ist die hand overplayed.. :D
      (siehe HotCarlMC bei der WSOP :s_biggrin: )
      http://www.youtube.com/watch?v=Lk1l_-9yvyA

      ?

      :D [/quote]ebendies!

      :D
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich spiele ganz gerne Postflop Poker und mir passiert es dementsprechend selten, dass ich aus dem SB mit kleinen Pocketpairs 3-bette.

      Auf passiven Limits könnte es sein, dass diese Strategie noch profitabel ist, da schlichtweg zu selten 4-bettet wird und die Antwort meistens aus einem Fold oder einem Call besteht.

      Hier entsteht aber teilweise Postflop ein Dillemma, da die Stack to Pot Ratios sich Postflop nicht für kleine Pockets eignen und man in 88% der Fläche am Flop schlichtweg das 4th oder das 3rd Pair hält und einen Bluff mit 2 Outs spielt. Ich persönlich vermeide solche Situationen soweit es geht und rate daher auch meistens davon ab mit Pocketpairs zu 3-betten, wenn ich nicht genau weiss, das mein Gegner polarisiert 4-bettet (und zwar häufig genug) und ich einen Shove +EV machen kann, weil seine polarisierte Range häufig genug Air beinhaltet.

      Um seine Preflop Calls spielbar/profitabel aus dem SB zu machen und Postflop "genug" Implied Odds zu haben, sollte die eigene Callingrange gegen Gegner die Postflop zu viel folden schlichtweg weiter sein (z.b. suited Broadways, suited connectors etc.) und man greift vermehrt Boards an auf denen halt zu oft gefolded wird. Irgendwas muss der Gegner ja machen -> wenn er weiterhin ständig folded gewinnst du. Wenn er anfängt dich light runterzucallen, dann gewinnst du weil die Implied Odds für deine Sets steigen und du dann halt schlichtweg weniger bluffst.
      Wenn du solche Dynamiken aufbaust, dann ist es extrem kritisch herauszufinden/darauf zu achten was der Gegner grade über deine Range denkt.

      "Gefährlich" wird eine weitere Callingrange aus dem SB erst, wenn der BB aggressiv ist und light 3-betten kann und damit unsere weitere Callingrange bestraft.
    • Plajer1
      Plajer1
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 1.411
      Original von Ghostmaster
      Ich spiele ganz gerne Postflop Poker und mir passiert es dementsprechend selten, dass ich aus dem SB mit kleinen Pocketpairs 3-bette.

      Auf passiven Limits könnte es sein, dass diese Strategie noch profitabel ist, da schlichtweg zu selten 4-bettet wird und die Antwort meistens aus einem Fold oder einem Call besteht.

      Hier entsteht aber teilweise Postflop ein Dillemma, da die Stack to Pot Ratios sich Postflop nicht für kleine Pockets eignen und man in 88% der Fläche am Flop schlichtweg das 4th oder das 3rd Pair hält und einen Bluff mit 2 Outs spielt. Ich persönlich vermeide solche Situationen soweit es geht und rate daher auch meistens davon ab mit Pocketpairs zu 3-betten, wenn ich nicht genau weiss, das mein Gegner polarisiert 4-bettet (und zwar häufig genug) und ich einen Shove +EV machen kann, weil seine polarisierte Range häufig genug Air beinhaltet.

      Um seine Preflop Calls spielbar/profitabel aus dem SB zu machen und Postflop "genug" Implied Odds zu haben, sollte die eigene Callingrange gegen Gegner die Postflop zu viel folden schlichtweg weiter sein (z.b. suited Broadways, suited connectors etc.) und man greift vermehrt Boards an auf denen halt zu oft gefolded wird. Irgendwas muss der Gegner ja machen -> wenn er weiterhin ständig folded gewinnst du. Wenn er anfängt dich light runterzucallen, dann gewinnst du weil die Implied Odds für deine Sets steigen und du dann halt schlichtweg weniger bluffst.Wenn du solche Dynamiken aufbaust, dann ist es extrem kritisch herauszufinden/darauf zu achten was der Gegner grade über deine Range denkt.
      "Gefährlich" wird eine weitere Callingrange aus dem SB erst, wenn der BB aggressiv ist und light 3-betten kann und damit unsere weitere Callingrange bestraft.
      auf jeden fall gute gedanken, denke das das ganze auf NL 2 - 50 nicht nötig ist ? weil die ganzen leute nicht so extrem aufpassen?
    • Adstriker87
      Adstriker87
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 4.848
      dieses.

      deswegen 3bette/fold ich die PPs, jenachdem in welchem play ich mehr ev sehe --> 3bet bei leuten die entweder zuviel stealen + auf 3bets folden und/oder postflop straightforward erscheinen. sonst fold.

      denke auch, dass man grdsl natürlich mit nem call seine edge postflop am ehesten ausspielen kann, aber dafür brauche ich halt reads, die ich auf den limits gegen die meisten leute schlichtweg nicht habe. und ohne die spielt sich ein kleines pp halt oop einfach bescheiden, wenn ich offensichtlich nicht auf set value spielen kann.
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Original von Plajer1
      Original von Ghostmaster
      Ich spiele ganz gerne Postflop Poker und mir passiert es dementsprechend selten, dass ich aus dem SB mit kleinen Pocketpairs 3-bette.

      Auf passiven Limits könnte es sein, dass diese Strategie noch profitabel ist, da schlichtweg zu selten 4-bettet wird und die Antwort meistens aus einem Fold oder einem Call besteht.

      Hier entsteht aber teilweise Postflop ein Dillemma, da die Stack to Pot Ratios sich Postflop nicht für kleine Pockets eignen und man in 88% der Fläche am Flop schlichtweg das 4th oder das 3rd Pair hält und einen Bluff mit 2 Outs spielt. Ich persönlich vermeide solche Situationen soweit es geht und rate daher auch meistens davon ab mit Pocketpairs zu 3-betten, wenn ich nicht genau weiss, das mein Gegner polarisiert 4-bettet (und zwar häufig genug) und ich einen Shove +EV machen kann, weil seine polarisierte Range häufig genug Air beinhaltet.

      Um seine Preflop Calls spielbar/profitabel aus dem SB zu machen und Postflop "genug" Implied Odds zu haben, sollte die eigene Callingrange gegen Gegner die Postflop zu viel folden schlichtweg weiter sein (z.b. suited Broadways, suited connectors etc.) und man greift vermehrt Boards an auf denen halt zu oft gefolded wird. Irgendwas muss der Gegner ja machen -> wenn er weiterhin ständig folded gewinnst du. Wenn er anfängt dich light runterzucallen, dann gewinnst du weil die Implied Odds für deine Sets steigen und du dann halt schlichtweg weniger bluffst.Wenn du solche Dynamiken aufbaust, dann ist es extrem kritisch herauszufinden/darauf zu achten was der Gegner grade über deine Range denkt.
      "Gefährlich" wird eine weitere Callingrange aus dem SB erst, wenn der BB aggressiv ist und light 3-betten kann und damit unsere weitere Callingrange bestraft.
      auf jeden fall gute gedanken, denke das das ganze auf NL 2 - 50 nicht nötig ist ? weil die ganzen leute nicht so extrem aufpassen?
      Sind fundamentale Dinge, die auf jedem Limit wichtig sind ;) . Auch auf NL2 kann man eine Dynamik aufbauen und einen Gegner so manipulieren, wie Ghostmaster es schildert und das geht dort viel einfacher, weil die Gegner dann nicht thinking reagieren ("oh der wird hier ständig aggro, ich muss backplayen und callen oder raisen, weil ich mich grad exploitet fühle und seine Range hier so und so und so aussieht"), sondern eher emotional ("die Sau raist schon wieder, jetzt krieg ich den, ich calle seinen %&%$%& jetz runter mit A high"). Du hast halt einen strategischen Hintergrund für das Ganze, den Villain nicht kennt/ falsch interpretiert, egal ob in "dummer" Hinsicht oder nicht. Probiers aus, du wirst merken, dass ein Gegner der vorher immer das gleiche gemacht hat auf einmal anders spielt, so kann man wunderbar Hände vorbereiten, die dir große Pötte bescheren. Natürlich geht das nicht bei iwelchen Masstablern, aber jeder Spieler auf den Micros dreht iwann mal durch, man muss nur rausfinden wie man ihm dazu bringt und Ghostmaster beschreibt da ein Konzept, was man auf gute, wie auf schlechte Spieler (ich meine eher schlechte Regs auf den Micros, oder halt Durchschnittspieler, Fische zu exploiten ist ein anderes Thema, was man auf NL10 aber schon gut können sollte) anwenden kann, nur dass beide Spielersorten halt verschieden darauf reagieren und du trotzdem das gleiche Resultat hast.