[NL20 SH] Leakfinder / Statscheck

    • thisrockz
      thisrockz
      Bronze
      Dabei seit: 30.06.2008 Beiträge: 1.788
      Hi Leute,
      spiele nun seit 25K Hands auf NL20SH Ipoker und leider muss ich feststellen, dass ich BE runne. Bis Hand 15k hatte ich ca 10bb/100, und seit 10 k Hands läufts nur noch Berg runter. An der Tischanzahl habe ich nichts geändert, spiele nach wie vor 8 Tische. Jedoch habe ich die letzte Woche mehr am Stück gespielt als sonst, aber denke nicht dass es daran liegt, dass ich auf einmal so abkacke :D

      An den Stats Konnte ich selber soweit nix feststellen, dass man bemängeln könnte. Ausser dass ich im SB zu aktiv bin, im Gegensatz zum CO. Werde daher nun die 3bets im SB reduzieren und versuchen diese im BU und CO mehr zu verteilen.
      Um die Werte im SB zu reduzieren sollte ich wohl nur noch 22+ 45s+ callen und JJ+ AJ+ raisen, wenn ein raise aus LP kommt?

      Wozu ich auch noch eine Frage habe ist, dass ich mich sehr schwer tue gegen 3 bets. Ich calle sie iegentlich sehr ungern oop, da ich meistens aufgebe, wenn ich am flop nix treffe. Bei einem c/r verprasse ich zu viel Geld, wenn Villian was hält und bei c/c flop float turn genau das selbe. sollte ich also am besten lieber einfach öfters folden als callen und nur wenn Villian mich >10% 3betted ne 4bet mit air machen?





      Hier die Playeranalysis aus HEM, ich weiss nicht ob die Aussagen schon sehr relevant sind, das die samplesize doch noch sehr gering ist.



      Wäre für jeden Ratschlag sehr dankbar :)

      Hier noch der Gesamtgraph zur Veranschaulichung.

  • 8 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von thisrockz

      An den Stats Konnte ich selber soweit nix feststellen, dass man bemängeln könnte. Ausser dass ich im SB zu aktiv bin, im Gegensatz zum CO. Werde daher nun die 3bets im SB reduzieren und versuchen diese im BU und CO mehr zu verteilen.
      Um die Werte im SB zu reduzieren sollte ich wohl nur noch 22+ 45s+ callen und JJ+ AJ+ raisen, wenn ein raise aus LP kommt?
      Das alleine ist doch schon ein interessanter Punkt.

      Raises aus Late Position sind doch sehr loose, da hast du es meistens mit einer sehr weiten Range zu tun, gegen die du jedoch wenig implieds besitzt.

      Warum solltest du dann kleine PPs und SCs callen und nur die Nuts 3-betten?

      Das passt doch nicht zusammen. Gerade mit den kleinen drawing hands kommst du Postflop in miese Spots OOP.

      Was ist mit Händen wie AT-, KQ-? Spielst du die gar nicht?

      Gegen weite Range solltest du Hände mit passabler Hände ruhig callen, sehr schwache drawing hands entweder bluffen (3-betten) oder folden. Dauerhaft mit solch marginalen Händen OOP zu stehen wird auf Dauer nicht erfolgreich sein.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von thisrockz

      Wozu ich auch noch eine Frage habe ist, dass ich mich sehr schwer tue gegen 3 bets. Ich calle sie iegentlich sehr ungern oop, da ich meistens aufgebe, wenn ich am flop nix treffe. Bei einem c/r verprasse ich zu viel Geld, wenn Villian was hält und bei c/c flop float turn genau das selbe. sollte ich also am besten lieber einfach öfters folden als callen und nur wenn Villian mich >10% 3betted ne 4bet mit air machen?
      OOp solltest du gegen normale Gegner möglichst gar keine 3-bets callen, weil du die Spots Postflop kaum +EV spielen kannst.

      Also kannst du mal die ein oder andere 4-bet raushauen, der 3-bet-Wert ist dabei natürlich von Interesse, aber ebenso auch der ft4-bet Wert.

      Nützt ja nichts, wenn Villain nix foldet und jedes mal (bluff)pusht. Dann wäre es wohl besser mit schwächeren Händen wie TT- 4-bet/broke zu spielen anstatt die Hand noch zu folden.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Deine Stats sehen ansonsten soweit vernünftig aus, keine groben Ausreißer.

      Das man etwas mehr 3-betten und etwas weniger (bzw. gezielter) cbetten könnte, naja, Kleinigkeiten.


      Bei den Positionstats hast du ja selbst erkannt, dass du im SB etwas zu viel Action machst, während du auf profitable Spots in Position scheinbar häufig verzichtest.

      Du spielst im SB mehr Hände wie am Cutoff und beinahe soviel wie am Button, das ist nicht gut. Mach einfach mehr Action in Position und übertreibe es im Small Blind nicht.


      Die Playeranalysis ist immer mit Vorsicht zu genießen, ich denke hier hast du bessere Möglichkeiten an deinem Spiel zu arbeiten, neben den Strategiediskussionen natürlich auch durch Handbewertungen.

      Ob da nun irgendwelche im "Schnitt" liegen ist dabei nicht wirklich erheblich, das Gesamtbild muss halt passen.
    • thisrockz
      thisrockz
      Bronze
      Dabei seit: 30.06.2008 Beiträge: 1.788
      Original von MiiWiin
      Raises aus Late Position sind doch sehr loose, da hast du es meistens mit einer sehr weiten Range zu tun, gegen die du jedoch wenig implieds besitzt.

      Warum solltest du dann kleine PPs und SCs callen und nur die Nuts 3-betten?

      Das passt doch nicht zusammen. Gerade mit den kleinen drawing hands kommst du Postflop in miese Spots OOP.

      Was ist mit Händen wie AT-, KQ-? Spielst du die gar nicht?

      Gegen weite Range solltest du Hände mit passabler Hände ruhig callen, sehr schwache drawing hands entweder bluffen (3-betten) oder folden. Dauerhaft mit solch marginalen Händen OOP zu stehen wird auf Dauer nicht erfolgreich sein.
      Erstmal vielen Dank für dein Hilfe :)

      Doch Natürlich spiele ich diese Hände, die angegebene range von mir war nur eine Frage ob ich das so verändern sollte.

      Ich werde jetzt versuchen marginale Hände wie SC einfach folden (Ausnahme Villian stealed sehr lose und hat hohen Fold to 3bet Wert, dann 3bette ich mit 45s+, 22 - 55) , AT+ TT+ raisen, und A5s+, JT+, QT+ 66+ einfach callen?

      Dann Hätte ich auch noch eine Frage bezüglich den Pockets oop, macht es sinn den flop c/c und dann donkbet/fold turn? Natürlich wenn der Cbet Wert von villian deutlich über 65% entspricht. Ich meine da seine range am BU/CO so weit ist, ist es doch unprofitabel immer nur auf setvalue zu callen, da man viel zu selten action bekommt. Mir ist klar, dass diese line auch von der Boardtextur abhängig ist. Sollte ich diese line dann nur auf wet boards machen, da ich da schließlich etwas reppen kann im gegensatz zu trockenen?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von thisrockz
      Original von MiiWiin
      Raises aus Late Position sind doch sehr loose, da hast du es meistens mit einer sehr weiten Range zu tun, gegen die du jedoch wenig implieds besitzt.

      Warum solltest du dann kleine PPs und SCs callen und nur die Nuts 3-betten?

      Das passt doch nicht zusammen. Gerade mit den kleinen drawing hands kommst du Postflop in miese Spots OOP.

      Was ist mit Händen wie AT-, KQ-? Spielst du die gar nicht?

      Gegen weite Range solltest du Hände mit passabler Hände ruhig callen, sehr schwache drawing hands entweder bluffen (3-betten) oder folden. Dauerhaft mit solch marginalen Händen OOP zu stehen wird auf Dauer nicht erfolgreich sein.
      Erstmal vielen Dank für dein Hilfe :)

      Doch Natürlich spiele ich diese Hände, die angegebene range von mir war nur eine Frage ob ich das so verändern sollte.

      Ich werde jetzt versuchen marginale Hände wie SC einfach folden (Ausnahme Villian stealed sehr lose und hat hohen Fold to 3bet Wert, dann 3bette ich mit 45s+, 22 - 55) , AT+ TT+ raisen, und A5s+, JT+, QT+ 66+ einfach callen?

      Dann Hätte ich auch noch eine Frage bezüglich den Pockets oop, macht es sinn den flop c/c und dann donkbet/fold turn? Natürlich wenn der Cbet Wert von villian deutlich über 65% entspricht. Ich meine da seine range am BU/CO so weit ist, ist es doch unprofitabel immer nur auf setvalue zu callen, da man viel zu selten action bekommt. Mir ist klar, dass diese line auch von der Boardtextur abhängig ist. Sollte ich diese line dann nur auf wet boards machen, da ich da schließlich etwas reppen kann im gegensatz zu trockenen?
      Du kannst OOP einiges callen, es kommt nur drauf an was du Postflop draus machst.

      Hände wie AT oder 88 kannst du callen, da du equitymäßig vernünftig dastehst und Postflop damit spielen kannst. Mit 45s oder 33 wirst du halt nur selten gut dastehen (dafür dann richtig), in den restlichen Fällen gilt es dann abzuwägen ob du die Spots so +EV spielen kannst, dass es sich lonht.

      Was ich bspw. nicht verstehe ist deine angesprochene Line.

      Grundsatz im Poker: Bist du vorne, valuebette, bist du hinten, folde oder bluffe. Damit würde man in der Theorie gut fahren.

      Du möchtest nun am Flop c/c und am Turn donken. Was ist das langfristig? Eine Bluff-Line? Spielst du also am Flop c/c um am Turn OOP zu floaten?

      Du sagst selbst, dass man es unmöglich verallgemeinern kann, aber eine gewisse Konsequenz muss vorhanden sein. Viele begründen den c/c am Flop damit, dass sie evtl. noch vorne liegen. Warum dann donk Turn (was mit 3rd/4th Pair nicht wirklich for Value sein kann)?
    • thisrockz
      thisrockz
      Bronze
      Dabei seit: 30.06.2008 Beiträge: 1.788
      Original von MiiWiin

      Was ich bspw. nicht verstehe ist deine angesprochene Line.

      Grundsatz im Poker: Bist du vorne, valuebette, bist du hinten, folde oder bluffe. Damit würde man in der Theorie gut fahren.

      Du möchtest nun am Flop c/c und am Turn donken. Was ist das langfristig? Eine Bluff-Line? Spielst du also am Flop c/c um am Turn OOP zu floaten?

      Du sagst selbst, dass man es unmöglich verallgemeinern kann, aber eine gewisse Konsequenz muss vorhanden sein. Viele begründen den c/c am Flop damit, dass sie evtl. noch vorne liegen. Warum dann donk Turn (was mit 3rd/4th Pair nicht wirklich for Value sein kann)?
      Ja ich sehe das eigentlich als bluffline. Ich sehe mich mit kleinen pp's oft hinten wenn ich diese runtercalle, da Villian oft 2nd barreled und ich diese range oft nicht einschätzen kann ( entweder hat er ein pair, draw oder nur 2 highcards bzw. air). Also bluffe ich eher damit. Ob das jetzt mit einem c/r am flop passiert oder ob ich c/c flop und b/f turn spiele kommt von den eingesetzten BB ca. aufs gleiche raus. Schließlich hätte ich dann 2 lines für bluffs mitpp's oop und dadurch nicht so schnell durchschaubar. Oder ist dieser Ansatz falsch?
    • shaddiii
      shaddiii
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      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      So richtig schön ist es aber auch nicht, wenn du deine schwachen Pairs öfter bluffst - weil du kaum Equity hast (2 Outs halt) und Gegner gerade auf diesem Limit auch nicht oft folden. Vielleicht solltest du dir bei kleinen Pockets dann öfter mal sagen "OK, Set nicht getroffen, me folds". Mal eben 3 BB verlieren ist kein Beinbruch, für weitaus mehr BB in schlechten Spots bluffen und gecallt werden schon.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von thisrockz
      Original von MiiWiin

      Was ich bspw. nicht verstehe ist deine angesprochene Line.

      Grundsatz im Poker: Bist du vorne, valuebette, bist du hinten, folde oder bluffe. Damit würde man in der Theorie gut fahren.

      Du möchtest nun am Flop c/c und am Turn donken. Was ist das langfristig? Eine Bluff-Line? Spielst du also am Flop c/c um am Turn OOP zu floaten?

      Du sagst selbst, dass man es unmöglich verallgemeinern kann, aber eine gewisse Konsequenz muss vorhanden sein. Viele begründen den c/c am Flop damit, dass sie evtl. noch vorne liegen. Warum dann donk Turn (was mit 3rd/4th Pair nicht wirklich for Value sein kann)?
      Ja ich sehe das eigentlich als bluffline. Ich sehe mich mit kleinen pp's oft hinten wenn ich diese runtercalle, da Villian oft 2nd barreled und ich diese range oft nicht einschätzen kann ( entweder hat er ein pair, draw oder nur 2 highcards bzw. air). Also bluffe ich eher damit. Ob das jetzt mit einem c/r am flop passiert oder ob ich c/c flop und b/f turn spiele kommt von den eingesetzten BB ca. aufs gleiche raus. Schließlich hätte ich dann 2 lines für bluffs mitpp's oop und dadurch nicht so schnell durchschaubar. Oder ist dieser Ansatz falsch?
      Ich denke shaddiii hat es auf den Punkt gebracht.

      Du sprichst von einem Spot wo du

      => Out of Position agierst
      => dich hinten siehst
      => meistens nur 2 Outs auf eine Verbesserung hast (wenig Equity)

      Machst du das mit Overcards auch? Oder gehitten Bottom Pairs (z.B. 56 auf 5TK, da hast du mehr Outs/Equity wie mit 44 bspw.).

      Und dann ist halt die Frage, ob da wirklich was besseres foldet. Ich denke auch, OOP solltest du häufiger die Hand einfach direkt aufgeben.

      Und genau aus dem Grund auch nicht zu viele Raises mit marginalen (drawing) Hands (kleine PPs, SCs etc.) callen.