Selbstanalyse ..wie baue ich wieder eine größere Edge auf?

    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      Hi,

      ich spiele nl50 sh. 1,3 BB/100 auf 80k Hände. Stats: 22/16/45(AFQ)/6(3bet)/27,5(WTS)/68(cbetF).
      Ich hatte allerdings auf nl4, nl10, nl20 und nl30 mindestens 10 BB/100 (Beste: 15BB/100). Die Samplesize auf den niederigeren Limits liegt bei ca. 150k Händen insgesamt. Meine stats (nl4-nl20)waren: 40/21/48(AFQ)/5(3bet)/30(WTS). Stats (nl30): 29/17.
      Ich habe über Poker viel gelesen und Videos angeschaut und so mein Spiel verbessert: weniger Showdown, ich achte viel mehr auf Position, denke mehr in Ranges, aber der Erfolg ist nicht annähernd der gleiche.
      Z.B. habe ich Axs geliebt zu spielen und auch aus den Blinds gecallt. Mir war klar, dass, wenn ich das Ass treffe gegen ein besseres laufen kann. Ich hatte dann keine Probleme tp zu folden. Denn letztendlich waren die Leute auf den niedrigen Limits viel passiver und ehrlicher. Deswegen spiele ich solche Hände oop heute nicht mehr gerne, weil ich am T auf eine second barrel nicht weiß, wo ich stehe…jeder ist so aggressiv. Wenn ich dann auf einen Spack treffe, der sowieso nicht auf 3bets foldet….dann folde ich es lieber.
      Ich weiß nicht, ob man den krassen Unterschied in bb/100 mit Upswing, enorm gestiegenen Aggressivität und schlechten Spielern auf den niedrigen Limits erklären kann? Manchmal denke ich, ich weiß zuviel und nur simples Poker bringt die Kohle (btw ich spewe nicht herum); aber ich kann zu diesem Spiel auch nicht mehr zurück, weil was mache ich wenn jemand 3betet…ich weiß ja, dass seine Range weit ist…dauernd 4beten geht ja auch nicht, weil V. dann auch eine weitere Range pusht. Ich befürchte nur einen gewissen Reg.standard zu spielen, der mir keine große Edge gibt. Früher wusste ich, wo ich auf F, T und R stand, aber heute mit der Aggression ist vieles sehr relativ geworden und es geht sehr schnell um einen ganzen stack; etwas, dass auf den niedrigeren Limits nur mit superstarken Händen geschah.
      Was sind denn meine leaks? Irgendwie weiß ich nicht, ob man sie wirklich an den Stats ablesen kann…sie sind ja letztendlich ziemlich abstrakt…ich denke es liegt schon an meinen postflop-Aktionen, die meinen Gewinn nicht höher ausfallen lassen, aber was genau oder liegt es doch nur an der Aggresivität? Habt ihr Vermutungen, braucht ihr noch stats oder fällt euch jetzt schon etwas auf?
  • 18 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
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      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Poste mal bitte deine ganzen Reports:

      Positionstats und vor allem Postflopstats (inkl. Turncbet und Rivercbet und Successfrequenzen)

      Edit: Zu deinen restlichen Gedanken schreib ich dir heute abend oder morgen mal was längeres.
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      BU: 27/22/4,5(3bet)/70(F23bet)/28(WTS)/
      CO: 24/21/4,5 (3bet)/67(F23bet)/29(WTS)
      SB: 22/11/5(3bet)/88(F23bet)/30(WTS)
      BB:18/8/7(3bet)/92(F23bet)/30(WTS)
      UTG: 11/11/40(3bet)/58(F23bet)/27(WTS)

      Also ich finde Vpip im SB ist sehr hoch. Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass ich mitlimpe, wenn 2+ limpen und das passiert schon öfters.
      ICh weiß, dass meine 3bet im CO und BU zu niedrig ist. Es ist nur so, dass ich den UTG sehr ungerne 3bete (je nach Spielertyp) und ich meistens neben Fischen sitze, die entweder kaum openraise oder auf 3bets nicht folden und einen hohen wts haben (dann schalte ich eher auf value poker um; ist wahrscheinlich weak, aber ich weiß sehr oft nicht was die Typen haben und wenn ich dann mit AQ oder AJ nicht treffe...)




      F23bet: 68
      4bet:7,5
      f24bet:40
      AS: 27
      FBB2steal: 71
      FSB2steal: 81
      CbetF: 70
      CbetT: 54
      CbetR: 48
      Cbetsucces: 43
      F2Fcbet: 44
      F2Tcbet: 43
      F2Rcbet: 38
      FloatF:38
      FlaotT: 38
      RaiseF:11
      RaiseT:10
      W$sd: 53,5
      W$wsf: 42
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Dein Vpip im SB ist so "hoch" relativ betrachtet, weil du aus dem CO und BU relativ tight spielst.

      Was ich an deiner Argumentation jetzt nicht verstehe ist der Grund wieso du gegen Spieler nicht 3-betten willst, wenn du AJ/AQ oder sowas hast, wenn sie nachweislich mit wesentlich schwächeren Händen callen. Ich weiss auch nicht was mein Gegner grade hat, wenn ich etwas mache, aber ich versuche ihm eine Range zu geben, die sich mit erhaltenen Informationen (Showdowns, Stats, etc,) konkretisiert.

      Was sofort auffällt sind folgende Sachen:

      i) dein hoher W$SD -> Häufig resultiert das daraus, dass Spieler nicht genug valuebetten und/oder zuwenig bluffen

      ii) der von dir angesprochene Punkt mit den 3-Bets. IP wirst du eine zigmal höhere Edge aufbauen können als OOP - du musst dir mal bewusst darüber werden wann DU lieber eine 3-Bet callst. Wenn du aus den Blinds eine 3-Bet bekommst oder nach einem UTG Raise von BU 3-bettet wirst?

      iii) ansonsten ist dein niedriger W$WSF noch auffällig. Auf passiveren Limits hängt das oft damit zusammen, dass du in viele kleine Pötte verwickelt wirst und diese schlichtweg nicht großartig beachtest - auf höheren und aggressiveren Limits ist ein niedriger W$WSF häufig ein Zeichen dafür, dass du zu weak spielst.

      Ich würde von dir gerne mal ein Video sehen, da ich glaube in den letzten Monaten schon ein paar Hände von dir bewertet habe. D.h. nimm mal ein 30 bis 45 minütiges Video auf (von mir aus auch ein Sessionreview) und erzähl ein bisschen was zu deinen Händen - ich werd dann mal schauen, ob ich das vielleicht sogar als Reviewvideo nutzen kann. (das wird dann allerdings vor Oktober nichts falls es als Review genutzt werden soll, wenn du es einfach so hochlädst und ich mal drüberschaue, dann kann ich dir auch direkt Feedback geben)

      Ansonsten kann man jetzt zu deinen Stats nicht soviel sagen, da ich daraus schlichtweg nicht erkennen kann wie du über bestimmte Situationen nachdenkst. Es gibt halt nicht "DIE" Stats, denn jeder spielt dann letztendlich doch irgendwie anders und hat seinen individuellen Flaw - letztendlich kommt es darauf an, dass du sinnvolle Entscheidungen triffst.
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      1)Also ich habe einige Videos gesehen, in denen ein 25/22 Stil mit vermehrten 3bets gespielt wurde. ICh habe das auch versucht bzw. versuche das immer wieder Mal. Mir bereitet dieser Style Schwierigkeiten, weil er mir auf die Psyche schlägt. Es geht dann oft um größere Pötte und wenn ich dann Villain mit einer absoluten Schrotthand oop gewinnen sehe, zermürbt mich das. Ich habe schön öfter an meinem Mindset gearbeitet. Es gibt allerdings diese Einbrüche zum Nit, weil ich keine Schmerzen will und nur gute Hände ip spiele...aber dann komme ich mir wie einer dieser Nl2,4,5 -REgs vor -von denen man hier öftrers was liest-, die soviel über stats und lines wissen, aber nicht winning player sind. Auf den niedrigen Limits wollte ich immer in Pötte involviert sein mit bestimmten Händen. Heute verstehe ich, warum es nicht so gut ist -insbesondere wenn die Aggressivität zugenommen hat- aber irgendwie plagen mich dann auch Zweifel, weil eine Stimme in mir sagt, ich habe nur Megarumgeluckt auf den niedrigeren Limits. Eigentlich mag ich anders über mich denken, dass ich einfach gut einschätzen konnte, wo ich stand und wann ein fold oder call gut ist. Naja es ist wie bei StarWars, wenn die MAcht nicht mit mir ist, kann ich diesen 25/22style nicht spielen...ich glaube nicht an mich.
      Ich wollte das auch mal gesagt haben, denn letztendlich ist die Geschichte eines Spielers wichtiger als die Stats, die nur eine relative Aussage machen können.
      In dem Zusammenhang: Ist denn dieser LAGstyle auch gg Aggrofische gut? Ich verstehe, wie man TAGs damit exploiten kann, aber ich mir unsicher, bei Fischen die zwischen LAG und MAniac stehen...ist da nicht doch tighter valuepoker am besten???


      2) Ich verstehe nicht ganz, was es heißt, dass der W$sd zu hoch ist. Ist es nicht gut am Showdown oft zu gewinnen? Oder verweist die Zahl mehr darauf, dass man zu oft am showdown war, weil man z.B. nicht genug blufft, aber das wäre doch wts?

      3) Die Idee mit dem Video finde ich gut. Ich kenne mich mit dem Aufnehemn gar nicht aus. Es gibt soweit ich weiß camtasia. Gibt es gute Programme mit denen man auch schneiden kann. Ich würde dann länger eine Session aufnehme und dann die 30-45 Minuten dir geben, bei denen ich Schwierigkeiten hatte, am besten mit Sequenzen, die ich für typisch halte.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      1) Ich habe auch schon einige Videos gesehen in denen bestimmte Sachen gemacht werden. Das wichtigste bei der Analyse und Wissensextraktion von Wissen aus Videos ist, ob du das Wissen überhaupt in dein Spiel übertragen willst.

      Z.b. habe ich vor ein paar Wochen ein Video von jemandem gesehen der unendlich viele Hände Preflop 3-bettet und die ganze Zeit über marginale OOP Spots diskutiert hat. Ich selber 3-bette gar nicht so viel und erzeuge solche Spots überhaupt nicht, also ist das potentielle Wissen aus diesem Video für mich gar nicht so wertvoll.
      Als Anfänger ist es natürlich schwierig erstmal "sein Spiel" zu finden und man kopiert erstmal andere Spielstile, mittelfristig solltest du dir aber überlegen dein "eigenes" Spiel zu finden.

      Das du Probleme mit deinem Mindset hast ist natürlich ein Problem und auch nicht mein Spezialgebiet. Für mich ist Poker halt kein Spiel um Geld, sondern Geld ist nur die Einsatzbedingung um mich mit anderen Spielern zu messen. Wenn du ein paar Euro über hast, dann empfehle ich dir mal das Buch Playing to Win von David Sirlin (gibts auch Online, aber ich lese nicht gerne am Monitor). Es geht im Kern dort darum wie man in kompetitiven Spielen gewinnt und warum die meisten Spieler nicht gewinnen.
      Tendentiell ist dein Mindset kein Winnermindset, sondern du willst/kannst essentielle Gegebenheiten von Poker (Varianz) nicht als natürliches Spielelement akzeptieren.

      Ursprünglich "soll" der "Lagstyle" (es gibt nicht DEN Lagstyle, genausowenig wie es DEN Tagstyle gibt) weake Spieler exploiten. Zusätzlich kommt man mit tendentiell passiven Spielern in viele marginale Spots und wenn man wesentlich besser als sie spielst extrahiert man daraus auch viel Geld.
      Ein Spieler der wirklich gut ist, wird deine tendentiell zu weite Range exploiten können.
      Das Geheimnis liegt letztendlich darin sich nicht auf irgendeinen Spielstil festzulegen, sondern sich an die Tischbedingungen anzupassen und Spielzüge mit dem besten EV zu machen.


      2) Klar ist es gut am SD oft zu gewinnen. Wenn du allerdings zu oft am Showdown gewinnst (deutlich über 51%- Samplesize beachten so ab 30k bis 50k Hände wird das wirklich aussagekräftig), dann ist das häufig ein Zeichen dafür das du nicht dünn genug valuebettest bzw. zu selten bluffst (und deinen Gegner vor eine Entscheidung stellst).

      Der WTSwhenseenflop = Went to Showdown hat damit nicht direkt was zu tun. Dieser muss eher in Relation mit deinem Vpip betrachtet werden und sollte irgendwo zwischen 20 und 30 liegen. Hängt viel damit zusammen wie tight du bist und wie du Postflop spielst.


      3) So wirklich kann ich dir da auch nicht weiterhelfen - schau da mal ins Uservideoforum. Da wirst du bestimmt einige Guides finden.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Hallo freddydeebster,

      das ist erst mal ganz normal, was du durchlebst. Ich hab auch so meine Probleme mit dem besagten Limit aus Gründen der Bankroll, weswegen ich erstmal agestiegen bin um mich aufzubauen.

      Auf NL50 ist schon ein kleiner Unterschied zu den vorigen Levels, zumal du erst neulich aufgestiegen bist.

      Bleib aber ruhig und gelassen.

      * Schau dir deine gespielten NL50 Hände an. Läfust du im Moment vielleicht schlecht, was den EV betrifft?

      *Hast du Leaks die du vorher nicht bemerkt hast? Hast du dein Postflopspiel auf den vorigen Stakes ausgebaut oder brauchtest du es gar nicht?

      * Aggressivität auf dem neuen Level verunsichert dich? Dann spiele entweder solche grenzwertigen Hände nicht oder stell dich mehr auf deine Gegner ein, die vermehrt Regs sein werden. Oder stell dein BRM konserativer ein. Ich sehe das du Angst hast, deinen Stack zu riskieren, auch wenn du meinst das du vorne liegst. Das ist definitiv ein Leak.

      Lassen sie sich bluffen? Spielen sie ihre mittelstarken Hände zu aggressiv? Jeder Spieler hat Leaks, du musst dich nur auf ihn einstellen. Wenn du grindest, nimm erst mal ein paar Tische raus und sei aufmerksamer, mach dir viele Notes.

      Ich hoffe ich konnte dir helfen und etwas Mut machen. Lieben Gruß.
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      Hallo wiseguy,

      Danke für deinen Post.

      Nl50 spiele ich schon ein weilchen. Ich weiß nicht, was du meinst, erst neulich aufgestiegen.

      Meine Bankroll ist groß genug. ICh könnte schon längst höhere Limits spielen. Ich bin nicht wirklich scared money. Es ist halt, dass ich gg die Aggrofische keine Hand weglegen kann und wenn ich dann verliere schmerzt es. Ich bin wütend. Z.B. hat mich einer auf einem megadryenboard geraist. Ich hatte KK und dachte, der kann doch kein set haben; das ist ein bluff oder der Idiot denkt sein Tpscheißk ist die nuts und callen ihn runter, um zu sehen, dass er ein set hatte. In niedrigeren Limits hätte ich so eine Hand wegschmeißen können, spätestens am T....aber auf Nl 50...ich habe so viel Aggroscheiße von denen gesehen -auch zu meinem Vorteil, ich kann aber nicht folden und würde gerne gute Laydowns machen. Ich denke, ich differenziere nicht genug bei den Spacken. Ich sehe nur 53/7/60(AFQ) und denke: oh ein Spaßt, ich kann nicht folden.
      Ich habe so den Eindruck nichr meinen Style zu spielen. Ich nitte ab,um nicht gg sie oft in Situationen zu kommen, wo ich folden muss oder schlecht calle. Ich weiß nicht, ob sie mich ownen. Vielleichtr haben sie gute reads und viel Erfahrung und haben ohne sich mit Theorie auseinanderzusetzen (dauerndes rumgelimpe) ihren eigenen unanagenehmen Style entwickelt. Vor kurzem habe ich einen mit 12 buyins am Tisch sitzen sehen...ein richtiger Maniac (70/30).
      Die Regs sind auch aggressiver, aber eigentlich bin ich ganz zufrieden, wenn welche mit am Tisch sitzen, weil nur an einem Tisch mit Aggro-Fischen zu sitzen, habe ich bisher nicht so als gewinnbringend erlebt. Der Vorteil ist, dass nicht so viele mwpötte gespielt werden und die Fische ihre nervigen suckout Hände folden müssen und ich ihnen besser eine Range geben kann.
      Esit auch frustrierend, die niderigren Limits gerockt zu haben und jetzt so mühselig Gewinne zu machen.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Ok du spielst NL50 eine Weile.....

      Ich lese aber, das es dich ärgert wenn du mit KK auf einem trockenen Board in ein Set läufst. Aber was willst du langfristig machen? Willst du jetzt sowas auch bei Aggrofischen weglegen? Stell rein, glaub mir. Wenn du nach Gefühl anfängst, mal reinzustellen und mal nicht, vermurkst du dir deine Gewinnrate, die auch auf NL50 zumindest 4-6 BB/100 sein sollte, wenn du deine Roll hast.
      Wenn du merkst das die Fische superaggro sind, erhöh mal statt auf 4BB direkt auf 8 oder gar 10. Dann machst du garantiert Profit, auch wenn du manchmal ausgesuckt wirst. Funktioniert sogar teilweise auf noch höheren Stakes.

      Zu den Multiwaypötten: Mach mehr Squeezes, wenn du Position hast, mit Karten wie K3s oder Suited Babyaces, damit du nur ein oder maximal zwei Leute drin hast. Mach aber vorher eine Stratgie aus, wie du auf die verschiedenen Szenarios am Flop reagierst.

      Ich spiele im Moment nur bis NL10, aber ich habe mir mal z.B. frühere Sessions angeguckt, als ich mit Pokern angefangen habe mit TAG-Stil.. Ich hab früher auch versucht Reads auf Fische zu sammeln und deshalb nur 2BB/100 gemacht allerdings mit +16 Tabling SH.

      Mittlerweile spiele ich knapp zwölf Tische und hab auf LAG umgestellt, hab ne wesentlich größere Bankroll weil ich oft in ner Session 4 oder 5 Stacks droppe.Meine Winrate ist aber auf 100000 konstant 11BB/100 egal ob FR oder SH. Das kommt durch meine aggressivere Spielweise gegenüber Fischen.

      Verstehst du was ich meine? Wenn du nicht damit klarkommst vier oder 5 Stacks in einer Session zu droppen, dann bist du imo moneyscared, denn wer gewinnt verliert auch mehr, denn du musst heutzutage jede +EV Situation ausnutzen, sei sie noch so marginal...

      Hoffe ich konnte dir helfen. Lass den Kopf nicht hängen und denk mal darüber nach was ich meine.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Du spielst durchaus auf Scared Money wie sich das anhört. Je aggressiver die Spieler werden, desto größer wird der Cashflow innerhalb deiner Bankroll - die Pötte werden größer und die "gefühlte" Anzahl an Suckouts steigt.

      Du schreibst ja selber schon:
      ich habe so viel Aggroscheiße von denen gesehen -auch zu meinem Vorteil, ich kann aber nicht folden und würde gerne gute Laydowns machen


      Es geht letztendlich darum, dass du öfter gewinnst als verlierst, wenn du solche Calldowns machst. (das kannst du mit deiner Datenbank ja einfach nachvollziehen).
      Gute Laydowns basieren meistens auf Soulreads (Timingtells, irgendwelche total verzerrten Ranges oder sowas). Wenn jemand tendentiell zuviel blufft, dann musst du ihn halt bestrafen indem du seine Bluffs öfter catchst. Natürlich wird jemand der oft blufft auch seine Made Hands ausbezahlt bekommen - es geht halt genau darum, dass du in seine Made Hands longterm weniger reinzahlst als du aus seinen Bluffs gewinnst.
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      Also es kommt ja nicht auf die Definition von scared money an, auf jeden Fall setzen mir die mit der Aggressivität verbundenen Swings zu.
      Die Downswings sind im Verhätnis zu früher größer und dauern länger an. Dann kommen öfters die Zweifel auf, ob ich überhaupt gut spiele. ICh bin kein Vertreter davon, dass Seiten rigged sind. Es geht vielmer, um die kleinen und mittelgroßen Pötte, die ich verliere...war der fold gut oder hätte ich nicht schon früher folden sollen....es kommt dann immer wieder zudemselben Problem, dass die Aggrofische PF super passiv sind, um ja den Flop zu sehen....ich weiß dann nicht, ob sie eine Zeit lang super hitten oder mich soul readen und an den richtigen Stelle aggressiv sind? Ich erhöhe auch die raisebet PF bis zu 10bb, weil mir das so auf den Sack geht, dass sie so viele Flops sehen wollen.
      Ich habe auf PP nl 10 gespielt (keine größere Br), da läuft das SPiel vollkommen anders ab. Vielmehr Spieler 3beten und 4beten. Die spielen nach System und versuchen zu stealen. Da kann ich mich leveln und mehr in Ranges denken. Bei den Ongame-Aggrofischen ist das gar nicht möglich....ich will das die PF eine gewisse Range folden, weil es mir dann leichter fällt postflop zu beten...ICh vermute ich adapte auf deren Spiel nicht richtig...mir ist schon klar, dass die jedem draw hinterrennen und es lieben zu bluffen, aber gerade wenn es für mich nicht läuft und sie dauernd treffen und mich auch aussucken, zweifle ich an meinem Spiel und tilte. Das hat auch viel mit Einstellung zu tun. Also Varianz und zusätzlich ihr aggressives Spiel mit schlechten Karten oop zu akzeptieren, kriege ich nicht richtig hin, zumal sie mich auch oft zum Folden bringen.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      trotzdem. wenn die swings heftiger werden musst du dein brm umstellen. ansonsten deine tiltafälligkeit verringern.
    • Patsche09
      Patsche09
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2010 Beiträge: 388
      ich kann aus eigener erfahrung sagen das die spieler bei pokerstars "stärker" sind.

      evtl liegt dir das spielen da viel mehr als dich andauernd an fischen aufzureiben
    • Johnnybi
      Johnnybi
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2010 Beiträge: 232
      jaja
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      Original von Wiseguy01
      trotzdem. wenn die swings heftiger werden musst du dein brm umstellen. ansonsten deine tiltafälligkeit verringern.
      BRM....ich fahre supertight, aber was meinst du genau?

      Tiltanfälligkeit verringern....das sagt sich so leicht.....das Problem ist auch, dass ich nicht weiß, ob ich gut gg sie spiele....setups (AA gg KK.....) regen mich nicht auf, obwohl mehrere hintereinander nicht leicht zu verarbeiten sind. Aber die Scheiße der Aggrofische....da habe ich keine Orientierung....ich calle die manchmal mit A high runter (schon abhängig von reads)....das Schlimme ist auch, dass diese Typen die Tischdynamik vollkommen verändern...weil die immer limpen, steale ich viel weniger (ich habe dann zwar position, aber weiß nie richtig wo ich stehe, und ich weiß einfach nicht wie ich bestimmte Hände gewinnbringend gg sie spiele), wenn ich bestimmte F gg sie raise callen sie sogar mit gs, tp lassen sie sowieso nicht los (ich weiß es gibt spots, in denen ich das ausnutzen kann!), 3bet und bluff4beten ist gar nicht möglich...aber ich denke nur rein auf valuepoker umsteigen ist nicht das Beste bzw. es genügt mir nicht und macht keinen Spaß
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      Original von Patsche09
      ich kann aus eigener erfahrung sagen das die spieler bei pokerstars "stärker" sind.

      evtl liegt dir das spielen da viel mehr als dich andauernd an fischen aufzureiben

      ich gebe mir keine große Edge auf Regs....ich weiß wann ich sie bluff4beten kann, raise bestimmte F und T, weil sie mitdenken und folden können.
      Früher hat es ja gut geklappt gg die Fische. Doch mit steigender Aggressivität habe ich meine Schwierigkeiten auch mental.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wie gesagt dein mentales Problem kann man nicht lösen. Das Problem mit dem Spiel gegen aggressive Gegner hat damit zu tun, dass du sehr wahrscheinlich nicht richtig über das Spiel deiner Gegner während der Session nachdenkst und da eher auf gut Glück superdünne Calldowns mit Ace High machst etc.

      Überleg dir doch einfach mal ein "Trockenkonzept" wie du Spieler exploitest die Preflop viele Hände passiv spielen und Postflop versuchen Pötte anzugreifen. Ist es gegen sie sinnvoll viele Cbets zu machen, wenn du den Druck am Turn und River nicht aufrecht erhalten kannst?
      Finde heraus wie sie mit Toppairs umgehen, mit Midpairs, mit Draws, mit Overcards, mit Backdoordraws etc.

      Eine wesentliche Frage ist dabei auch immer die Anzahl der Tische die du spielst. Wieviele Microlimitregs von hier spielen zu viele Tische? Wahrscheinlich jeder zweite und das ist der Knackpunkt. Wenn man seine Gegner nicht beobachtet und spezifische Leaks findet, dann kann man selber nur einen relativ unexploitbaren Stil spielen. Da die meisten Microlimitregs aber keinen unexploitbaren Stil spielen, sondern meistens zu tight/weak tendieren verlieren sie im Schnitt zuviel gegen aggressive Gegner. Und da sie das gar nicht mitbekommen, dass sie zu oft C/F, B/F oder solche Lines spielen, verlieren sie vor allem mit kleinen und mittelstarken Händen zuviel.
    • freddydeebster
      freddydeebster
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.12.2010 Beiträge: 60
      wie gesagt ich nitte preflop ab und cbete viel ehrlicher.
      Ansonsten werde ich versuchen vermehrt darauf zu achten, wie er bestimmte F-situationen spielt.

      Ich spiele 2-6 Tische, meistens 3-4...ich denke, dass die Tischanzahl nicht das Problem ist, obwohl ich zu meiner Anfangszeit immer nur einen Tisch gespielt habe.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      ich würde unserem mod zustimmen, du musst dir gegen solche aggrofische eine strategie zurechtlegen. Welche das ist, kommt auf den einzelnen fisch an.