Pot odds, all-in usw.

    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      Ich spiele seit über 2 Monaten sehr intensiv Poker. Habe diverse Bücher durchgearbeitet (u.a. Harrington 1-3) und bin nach 20 Jahren Schach nun auf Poker umgestiegen.

      Was mir allerdings immer wieder auffällt, dass sich viele nicht an grundlegende Dinge halten, die eigentlich für ein gewinnbringendes Spiel nötig sind. Beispielsweise wird immer und immer wieder mit einem Flush-Draw mit einem 2:1 Verhältnis ordentlich in den Pot nachgelegt. All-ins mit 86s, Q8o und all sowas scheint auch zum Standard zu gehören.

      Eigentlich sollte man meinen: Wunderbar, dass es solche Leute gibt, schließlich muss das Geld irgendwo herkommen. Aber genau diese Spiele haben mir das meiste Geld gekostet und nach einem heutigen wirklich üblen Downswing, bin ich wirklich frustriert. Da drückt man mit Trips den Gegner preflop 5 BB, auf dem Flop ein pot odd Verhältnis von 2:1 aufs Auge, das gleiche auf dem Turn und derjenige investiert ca. 10$ mit einfach nichts. Bis er auf dem River plötzlich doch auf seinen Flush trifft und meine Trips verlieren. Wie frustriend es ist mit AA bei einem preflop all-in gegen 86o zu verlieren, brauch ich sicher nicht erzählen.

      Muss man sowas einfach immer und immer wieder runterschlucken und sein Ding weiter durchziehen? Im Grunde müssten solche Leute ja langfristig verlieren, aber was habe ich davon, wenn die mir mit diesen absoluten unerklärlichen Spielweisen alles aus der Tasche ziehen...

      PS: Ich spiele an 0,02/0,04 und neuerdings auch 0,05/0,10 weil das hand-reading bei dem höheren Limit wesentlich einfacher fällt.

      Der Spaß an der Sache geht bei solchen Spielen leider recht verloren, da anscheinend die, die u.a. mit 86o all-in gehen oder 10$ investieren um auf eine einzige Karte zu hoffen, sogar noch belohnt werden.
  • 3 Antworten
    • michi11
      michi11
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 862
      Hier ist das Fixed Limit Forum. Aber egal.

      Ja, man muss sich das einfach gefallen lassen und drüber stehen. Auch das macht einen guten Pokerspieler aus. Poker ist eben ein longterm Spiel.
      Zu deinem Beispiel: AA gegen 86o preflop All-in verloren. 86o hat gegen AA immerhin eine Gewinnchance von 17,353%. Dh. jedes 5.-6. Mal wird er gegen dich mit 86o gewinnen. In den anderen Fällen gewinnst eben du. Wer jetzt auf lange Sicht, mehr gewinnt brauch ich da ja nicht zu erwähnen.
    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      Danke für Deinen Post! Ja, ich weiss ja auch eigentlich, dass man froh sein sollte. Aber wie oft bekommt man Trips? Und dann wird man von einem der sein Glück bis zum River sucht noch geschlagen! Ich bin eigentlich niemand, der Glückspiele mag und genausowenig mag ich es mein Verlieren, damit zu begründen, dass ich einfach Pech hatte. Lieber ist man selbst schuld und kann was an sich verbessern, da weiss man wo man dran ist.

      Sorry, ja. Das war das falsche Forum. Bin überwältet von der Anzahl von Unterforum und hab da wohl nicht genau genug gelesen!
    • michi11
      michi11
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2007 Beiträge: 862
      Wenn du Trips hast und Flush-Draws möglich sind (dh. 2-suited Board), musst natürlich auch genügend protecten, dh. dem Gegner entsprechende Pot-Odds geben, damit er entweder direkt foldet oder einen (für ihn) unprofitablen Call macht.

      Naja, wenn du keine Glücksspiele magst... Poker ist ein Glücksspiel! Jedenfalls auf kurze Sicht.