Feeling vs. Math

    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.506
      Ist es möglich, erfolgreich Poker spielen zu können (wir gehen jetzt mal von Live aus), wenn man nur nach Feeling, Reads ect. geht und dabei völlig auf mathematische Tiefgründigkeiten verzichtet?

      Also ich meine ab einem gewissen Punkt, der die Grundvoraussetzungen schon übersteigt.
  • 38 Antworten
    • Pokerfu
      Pokerfu
      Global
      Dabei seit: 11.02.2008 Beiträge: 7.523
      nach Reads ja. Nach feeling nö ,imo.

      feeling ist ja auch son dehnbarer Begriff. Mit Mathematik schärfst du auch dein feeling gewißerweise. Aber was nützen dir die besten reads, wenn du sie nicht zu nutzen weißt?
    • PHPNick
      PHPNick
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2011 Beiträge: 536
      Meines Erachtens spielt das ja durchaus zusammen. Live-Poker lebt natürlich wesentlich mehr von der psychologischen Komponente, aber im Endeffekt machst du im Live-Poker ja nichts anderes als Online. Du analysierst deinen Gegner mit allen möglichen Tells die er dir gibt und beurteilst so sein Setzverhalten, seine Range und damit natürlich auch deine Equity oder Fold Equity.
      Also im Endeffekt spielst du optimalerweise immer nach den mathematischen Regeln des Pokern, aber dadurch, dass du die Range des Gegners beispielsweise besser einschätzen kannst, können deine Aktionen anders ausfallen als online.
    • Samy89
      Samy89
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 18.06.2007 Beiträge: 3.128
      Auch ein 6er im lotto ist möglich
    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.506
      um das Feeling zu definieren welches ich meine:

      Ich gebe meinem Gegenüber keine Range, ich gebe ihm eine Hand.
      Bzw. nichts, oder besser, entweder oder...
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Ich denke schon, dass es möglich ist. Die Basics wie odds, outs etc sind natürlich unabdingbar. Dabei möchte ich "Feeling" als "intuitives Erfassen der Situation" definieren.

      Ich gebe meinem Gegenüber keine Range, ich gebe ihm eine Hand.

      Das allerdings sollte nicht funzen...
    • JBCMaster
      JBCMaster
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2009 Beiträge: 4.348
      Original von ptLoCkE93
      um das Feeling zu definieren welches ich meine:

      Ich gebe meinem Gegenüber keine Range, ich gebe ihm eine Hand.
      Bzw. nichts, oder besser, entweder oder...
      du gambelst dann, es ist nur in sehr wenigen situationen möglich dem Gegner genau eine Hand zu geben
    • xkinghighx
      xkinghighx
      Gold
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 4.439
      ganz unabhängig vom pokern kann ich darauf eine einfache antwort geben:
      für eine ausreichende stichprobe ( also nicht nur 1fall sondern auf lange sicht ) gilt stets :

      math => feelings.

      es ist möglich sein gefühl derart zuschärfen das es eben genau der mathematik entspricht. dann macht aber nichts anderes als die mathematik anzuwenden und ihr zuvertrauen.
      da ein mensch das nie durchgängig durchführen kann ist der singuläre fall der gleichheit in der ungleichung bloße theorie.

      für einen normalen menschen ( also kein autist mit extremen fähigkeiten ) kann man die ungleichung vereinfachen zu:

      math > feelings



      an die flames: war mal im casino und hätte nach odds folden müssen weil er zuselten da blufft aber habs einfach im gefühl gehabt und trotzdem gecallt und es war richtig.

      ja genau die mathematik bietet nur eine entscheidung im grenzwert. das heisst man trifft langfristige entscheidungen die darauf basieren das die gleiche situation noch hinreichend oft eintreten wird so das die varianz einer situation gegen 0 geht. in einzelfällen kann natürlich die mathematik eine entscheidung liefern die in dieser situation falsch wäre.
      ist ja auch trivial und weiß hier eig auch jeder. gegen jmd der in 1 von 100mal foldet und 1mal mit der bessere hand callt werden wir diesen spot trotzdem zu 100% betten und nicht zu99%.
    • emzee
      emzee
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 343
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.
    • schrANK111
      schrANK111
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 7.806
      Original von emzee
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.


      der gefällt mir
    • Samy89
      Samy89
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 18.06.2007 Beiträge: 3.128
      Original von emzee
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.
      Deswegen diskutierst du auch in Hände im Nl2 :f_love:
    • emzee
      emzee
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 343
      Original von Samy89
      Original von emzee
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.
      Deswegen diskutierst du auch in Hände im Nl2 :f_love:
      Logik ist natürlich auch wichtig :f_love:
    • schrANK111
      schrANK111
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 7.806
      löl
    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.506
      Original von emzee
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.
      Ein Fußballspieler hat das ganze aber nur im Gefühl, kannst mir nicht erzählen, dass er andauernd nachrechnet und sämtliche physikalischen Hintergründe dazu kennt.

      Und das meine ich auch auf Pokerbezogen, es einfach im gefühl zu haben, was in welche Situation das richtige ist, wieviel zu setzen ist, wann zu setzen ist und ob überhaupt zu setzen ist ;)
    • LLuq
      LLuq
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 3.389
      Ich habe pushing und calling Ranges für SnGs auch "im Gefühl". Das liegt aber daran, dass ich ca. 40k SnGs gespielt habe und mir Tag für Tag Hände markiere die ich im SnG Wizard analysiere.
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Original von ptLoCkE93
      Original von emzee
      Mathe ist für Pokerspieler so wichtig wie Physik für Fußballspieler.
      Ein Fußballspieler hat das ganze aber nur im Gefühl, kannst mir nicht erzählen, dass er andauernd nachrechnet und sämtliche physikalischen Hintergründe dazu kennt.

      Und das meine ich auch auf Pokerbezogen, es einfach im gefühl zu haben, was in welche Situation das richtige ist, wieviel zu setzen ist, wann zu setzen ist und ob überhaupt zu setzen ist ;)
      Der Fussballspieler weiß, dass wenn er den Ball mit der Fusshaltung und der Kraft schießt ungefähr dort landet und das sich die Gegenspieler ungefähr in folgenden Bereichen bewegen...

      ...der Pokerspieler weiß ungefähr wie der Gegenspieler reagiert und welche Hand er ungefähr halten könnte und was passiert wenn er mit seiner Hand die konkrete Aktion macht.

      Kurz gesagt:
      vllt haben nicht beide gerade die 100%ig richtige Berechnung im kopf, aber sie haben im Gefühl, dass die Rechnung ungefähr zum korrekten Ergebnis führt.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Wenn man 10 jahre pokern auf mathematischer Grundlage praktiziert hat wird das schon irgendwann im "Gefühl" vorhanden sein und man brauch nicht ständig alles im Kopf nochmal durchzurechnen (außer man hat Spaß dabei).

      Von der Pike auf 52 Karten zu nehmen, 2 jeweils an die Spieler zu verteilen und dann mit Geld entsprechende Bets machen und mit 5 aufgedeckten Karten irgendwelche Entscheidungen zu treffen wird nicht klappen. Denn gute Entscheidungen bedeuten $$$ während die schlechten Entscheidungen -$$$ bedeuten.
    • mamanani2
      mamanani2
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2009 Beiträge: 1.013
      erstens: wenn du sagst du gibst keine Range, aber behauptest, dass du ihn auf besseres, air etc. setzt, dann gibst du ihm wohl doch wieder ne Range.
      Wenn du ein hohes logisches und analytisches Verständniss hast, dann handelst du zum beispiel auch nach Mathematik. Inutition resultiert ja nur aus erfahrenem, und deine Erfahrungen werden sich ja auch von mal zu mal erweitern. Daher bist du ab ner gewissen Grundintelligenz so oder so damit ausgestattet Mathematik beim spielen anzuwenden. Nur, weil du es nicht mathematisch darlegen kannst (in form von Formeln etc.) bedeutet das ja noch lange nicht, dass du keine Mathematik benutzt.

      Die Frage ist also einzig und allein, wie sehr du deinem Gehirn/deinen Inuitionen vertrauen kannst. Weil die Mathematik macht definitiv keine Fehler, dein Gehirn kann sie machen. Zusätzlich kannst du durch die Mathematik auf eine große Samplesize verzichten, um zu wissen welcher move in welcher Situation besser ist. Für dein "Feeling" brauchst du einfach viel Erfahrung. Kommst also wesentlich langsamer vorran, wenn du es nicht schärfst durch mathematische Analyse und nachbereitung.
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.814
      ganz unabhängig vom pokern kann ich darauf eine einfache antwort geben: für eine ausreichende stichprobe ( also nicht nur 1fall sondern auf lange sicht ) gilt stets : math => feelings.


      Es gibt auch noch eine Welt jenseits der Mathematik. Wenn du z.b. sowas wie Malerei nimmst wirst du mit Mathematik niemals so gute Bilder erschaffen können wie jemand der darin richtig gut ist.
    • xkinghighx
      xkinghighx
      Gold
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 4.439
      Original von OrcaAoc
      ganz unabhängig vom pokern kann ich darauf eine einfache antwort geben: für eine ausreichende stichprobe ( also nicht nur 1fall sondern auf lange sicht ) gilt stets : math => feelings.


      Es gibt auch noch eine Welt jenseits der Mathematik. Wenn du z.b. sowas wie Malerei nimmst wirst du mit Mathematik niemals so gute Bilder erschaffen können wie jemand der darin richtig gut ist.

      das stimmt so nicht. ein bild unterliegt auch den naturgesetzen und wird auf atomarer ebene sehr einfach durch mathematik beschrieben. aber das ist kein allgemeines wissen wo wird ein bild oft eine magiezugesprochen.zurecht.
      aus naturwissenschaftlicher sicht ist es nur eine annordnung von atomen( wenn man es runterbricht ) die reproduzierbar ist. aber das soll jetzt nicht der beginn einer debatte werden. naturwissenschaft beschreibt die welt vollständig bzgl der fragen wie?was?wann? nur die frage warum? kann sie nicht beantworten. ein grund in etwas zusehen ist eine philosophische fragestellung.


      und wir reden hier über mathematik nicht über das rechnen aus dem "mathe"abi
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