Lernen, Gedächtnis, Denken

    • pmatze
      pmatze
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 1.002
      Hi,

      also ich weis eigentlich gar nicht so recht was es genau ist was ich suche, aber ich versuchs mal zu erklären.
      und zwar bin ich auf der suche nach wissenschaftlichen erkenntnissen über im titel genannte themengebiete, also sowas in richtung "wie lernt man" "wie behält man etwas besser im kopf" und zwar eben nicht so "richtig fürs abi lernen" bücher mit praktischen tips oderso sondern eben mehr sowas wie studien oder halt artikel die ergebnisse von solchen beschreiben, aber eben auch für laien verständlich.^^
      ich machs mal an einem beispiel fest. vor einiger zeit hab ich mal in einer zeitschrift gelesen, dass man herausgefunden hat, dass man neues wissen besser aufnimmt und speichert wenn man schon mehr altes wissen besitzt (eine erkenntnis die mir nicht gerade intuitiv erscheint). und sowas such ich im prinzip, am liebsten natürlich irgendwas gratis im internet, aber auch bücher oder zeitschriften oderso.
      im grunde gehts mir darum, das ich herausfinden will wie ich mir am besten viel wissen aneignen und abrufen kann und ich hab eben aber eher weniger interesse daran mir ein paar bücher durchzulesen wo dann drin steht "mach randbemerkungen und unterstreiche" odersowas.^^

      ich hoffe jemand weis was ich mein und kann mir vll. weiterhelfen.
  • 25 Antworten
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.460
      Original von pmatze
      ich machs mal an einem beispiel fest. vor einiger zeit hab ich mal in einer zeitschrift gelesen, dass man herausgefunden hat, dass man neues wissen besser aufnimmt und speichert wenn man schon mehr altes wissen besitzt (eine erkenntnis die mir nicht gerade intuitiv erscheint). und sowas such ich im prinzip, am liebsten natürlich irgendwas gratis im internet, aber auch bücher oder zeitschriften oderso.
      im grunde gehts mir darum, das ich herausfinden will wie ich mir am besten viel wissen aneignen und abrufen kann
      Hmmm..

      Die Frau hat´s gut drauf: Vera F. Birkenbihl
      http://www.youtube.com/watch?v=LtzE-gMKPxY&NR=1

      Die ist ziemlich alt, aber geistig unfassbar fit, weiß sehr viel und kann Wissen sehr schnell abrufen. Sie hat 2 DVD´s gemacht, "Kopfspiele", die früher frei verfügbar waren, nun leider nicht mehr. Direkt im 1. zeigt sie Techniken, wie man Wissen aus dem Unbewussten rauskramt und es gleichzeitig trainiert.
      Das wäre für dich sicher interessant.
      Sie spricht auch oft von "Fäden". Also wenn man schon Einiges über ein Thema weiß, kann neues Wissen problemlos dazukommen.
      Kannst ja ma durchzappen.

      Simples Beispiel: Du hast dich noch nie für Lippenstifte interessiert. Hörst du dann einen tollen Lippenstift einer bekannten Marke, wirst du den relativ schnell wieder vergessen, da du keine Verbindung dazu hast.
      Hast du aber eine Freundin, die dauernd von irgendwelchen Marken, Farben usw. erzählt und kennst du dich mit Lippenstiften dann sehr gut aus, wirst du auch die neue Marke sehr schnell behalten.

      Unser Denken verhält sich assoziativ, hangelt sich also von Begriff zu Begriff.
      Beispiel: Denk mal schnell irgendein beliebiges anderes Wort: Tisch - oder Auto
      Das Denken dreht sich direkt um die Begriffe und verhalten sich nicht willkürlich, sondern eben assoziativ.


      Und das kann ich auch empfehlen, obwohl es direkt nicht so viel explizit mit deinem Thema zu tun hat, ist aber trotzdem sehr interessant.

      Prof. Dr. Manfred Spitzer über das Gehirn und dem Lernen:
      http://www.br-online.de/br-alpha/geist-und-gehirn/geist-und-gehirn-manfred-spitzer-gehirnforschung-ID1213878539677.xml


      Das Wichtigste ist immer:
      - Freude haben an dem, was man tut. (Erklärt der Spitzer in seinen Videos, warum Freude am Lernen positive Effekte und damit mehr Wissensspeicherung mit sich bringt.)
      Wir empfinden vermutlich überhaupt erst Freude, damit wir besser lernen können.
      - Regelmäßig "trainieren"
      - kreativ und umfassend den Geist trainieren
    • pmatze
      pmatze
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 1.002
      Wow, danke beides sehr klasse Links und Empfehlungen! Werd mal schauen wie und wo ich mehr von der Birkenbihl herbekomm! Der zweite Link ist auch super wie du schon sagst, ein paar Sachen passen dir Thema und der Rest ist auch so schon ziemlich interessant.
    • pokezilla
      pokezilla
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.020
      Ich würde dir ansonsten das brainboard-forum ans Herz legen, da sind auch Leute dabei, die zum Thema promovieren.

      http://www.brainboard.eu/phpbb/viewforum.php?f=11



      Eine nette Lektüre nebenbei zum Thema Gedächtnis könnte das Buch "Moonwalking mit Einstein" sein.

      Der Autor, ein Journalist, hatte am Anfang ein marginales Interesse am Thema "Gedächtnis" und ist dann immer tiefer in die Materie eingedrungen und binnen eines Jahres zu einem Gedächtnis-champion geworden.


      http://www.amazon.de/Moonwalk-mit-Einstein-verge%C3%9Flichen-Ged%C3%A4chtnis-Champion/dp/3570500918/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1312623433&sr=8-1
    • pmatze
      pmatze
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 1.002
      Ein Forum, sehr schön! Muss mich da erstmal umschauen, aber wäre wohl seltsam wenn da nichts passendes dabei wäre.

      Das Buch muss ich mal schauen wo ich das vll. herbekomm, klingt generell gut, aber auf der anderen Seite bin ich auch skeptisch solchen Gedächtnisweltmeisterschaften o. Ä. gegenüber, da der Nutzen von sowas recht beschränkt ist.
    • Numisma
      Numisma
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2009 Beiträge: 1.695
      http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta110529.php


      http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta110515.php


      http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta110508.php
    • joe0411xx
      joe0411xx
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 1.483
      Original von pokezilla
      http://www.amazon.de/Moonwalk-mit-Einstein-verge%C3%9Flichen-Ged%C3%A4chtnis-Champion/dp/3570500918/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1312623433&sr=8-1
      Du weisst nicht zufällig, wie detailliert die einzelnen Techniken dort beschrieben werden? In der 2. Amazon-Rezension steht "beiläufig". Wäre halt schade wenn man das Buch kauft es dann aber kaum zur Nachahmung geeignet ist.Scheint als würde die Story im Vordergrund stehen.
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Ganz ganz interessanter Thread! Schaue grade die Youtube-Videos von der Frau. Finde diese Thematik total faszinierend :D .

      edit: Ich schau grade auf ihrer Webseite und dort wird die Birkenbihl-Methode angeboten zum Sprachenlernen. Allerdings sehr teuer. Was denkt ihr - wie effektiv ist das Ganze?
    • PHCruiser
      PHCruiser
      Bronze
      Dabei seit: 02.06.2006 Beiträge: 2.010
      Original von daemmerung
      Ganz ganz interessanter Thread! Schaue grade die Youtube-Videos von der Frau. Finde diese Thematik total faszinierend :D .

      edit: Ich schau grade auf ihrer Webseite und dort wird die Birkenbihl-Methode angeboten zum Sprachenlernen. Allerdings sehr teuer. Was denkt ihr - wie effektiv ist das Ganze?
      ich habe mich vor jahren damit beschäftigt und konnte nicht viel damit anfangen. generell sollte man sehr vorsichtig sein, wenn es heißt: "lernen ohne grammatik", "sprachenlernen muss nicht schwierig sein" usw.
      das erreichen eines vernünftigen niveaus muss nicht schwierig sein, aber es ist schwieriger als die meisten dieser methoden behaupten (ähnlich ist es auch bei rosetta stone - eine ausnahme ist assimil, aber dort wird in einer späteren stufe aktiver einsatz verlangt).
      das lernen einer sprache erfordert regelmäßige und aktive arbeit. als unterstützung beim lernen können die methoden hilfreich sein, aber dafür sind sie viel zu teuer.
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Habe danach noch ein bisschen nach Erfahrungen gegoogelt und habe auch so den Eindruck bekommen, den du vermittelst. Es klingt mir auch ein wenig zu simpel. Gerade, wenn ich schaue, wie viel Wörter eine Sprache hat. Ich weiß noch, wo wir in der Schule in der Mittelstufe waren und dachten, wir wären die Kings in Englisch :D . Lag aber nur an den einfachen Texten und geringem Vokabular in den Büchern (diese English G 2000 Bücher hatten wir). Als man dann mal "richtige" Texte aus Zeitungen o.Ä. bekommen hat, wurde einem klar, dass es doch alles nicht so einfach ist...

      Ich finde neue Konzepte immer sehr interessant und möchte sie am liebsten gleich ausprobieren. Ich finde, dass sich auf dem Gebiet des Lernens einfach nicht genügend tut. Es wird zu wenig geforscht, zu wenig ausprobiert und zu wenig umgesetzt. Die Vokabeln werden in den Schulen bei den allermeisten Lehrern noch so gelernt wie vor 60 Jahren. Stattdessen wird überall das dumme Mindmapping propagiert, dass Brinkenbihl ja auch zumind. teilweise kritisiert hat. Mag das überhaupt nicht...

      Ich studiere zur Zeit u.a. Englisch und muss noch eine weitere Fremdsprache lernen (Teil d. Grundstudiums) und schaue schonmal nach Techniken. Werde im März einen Intensivkurs bei der Uni machen (wenn ich nicht vergesse, mich rechtzeitig anzumelden). Gibt mal nur Spanisch, mal Spanisch und Französisch als Intensivkurs A1&A2 und habe schon über das Langenscheidt Vokabelprogramm sowie skypen mit native speakers nachgedacht, um auch nachhaltig die jeweilige Sprache zu beherrschen.
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.460
      Hmm. Also sie bringt schon gute Aspekte, aber dafür viel Geld zu bezahlen, lohnt sich glaube nicht.

      Habe die 2 DVD´s "Kopfspiele" hier.
      Titel:
      1-3: ABC-Listen
      4: Genialität
      5: Sprache
      6: Lückentexte
      7: Kryptogramme
      8: Sprachgefühl
      9: Männer/Frauen
      10: Fehler-Management
      11: Fernsehen
      12: Training
      13: Anti-Pauken
      14: Rechtschreib-Spiel
      15: Lesen
      16: Sprachen lernen
      17: Wissens-Wachstum
      18: Fragen + WQS
      19: Analograffitti
      20: Anti-Alzheimer
      21: Steime im Fluss
      22: Namen/Fachbegriffe

      Wer sich ausführlicher darüber "unterhalten" möchte, dem kann ich mehr dazu geben und mehr Infos über diese Videos zukommen lasen.


      In dem Video, was Numisma postete: http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta110529.php
      zeigt Spitzer auf, dass es so sein soll, dass Kinder die Regeln der Grammatik bereits drauf haben, bevor sie eingeschult werden.
      Zudem lernen Kinder eher generalisierend, also eher regelgeleitet als einzelne Gegebenheiten, sodass man automatisch grammatische Regeln korrekt anwendet, ohne darüber nachzudenken, man bei der Erinnerung an den Geburtstag von Mozart aber keine Chance hat.
      Deshalb hat man auch oft so ein "Gefühl", dem man vertraut. Dieses "Gefühl" ist oft nix anderes als unbewusst erstellte Regeln.
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Das Problem ist imho, dass sie nicht unterscheidet zwischen dem Erlernen einer Muttersprache und dem Erlernen einer Fremdsprache.
      Man kann eine Sprache etwa bis zum 7. Lebensjahr als Muttersprache lernen. Es handelt sich um ein begrenztes Zeitfenster.
      Es ist eine nette Idee, sich daran zu orientieren, aber wir können die Sprache nunmal nicht 1:1 lernen wie wir damals unsere Muttersprache gelernt haben und das ignoriert sie völlig.
      Was ich auch problematisch finde, ist ihre kritische Ansicht zum "Vokabeln pauken". Wie will man sonst einen umfassenden Wortschatz bilden? Durch ihre Technik des Decodierens und Aktiv- und Passivhörens kann man wohl einige Vokabeln lernen, aber nicht viele und eher langsam im Vergleich zum üblichen Lernen.
      Man kann ja auch Vokabeln anders lernen, wie mit der Schlüsselwortmethode, wobei ich diese ziemlich aufwändig finde.
      (Vokabel nehmen, ähnliches Wort finden, beide miteinander verbinden: Dem Mann mit dem Beil kommt die Galle hoch (engl. bile - deutsch Galle))
      Klappt super mit solchen Wörtern, aber bei anderen ist es schwer, ähnliche Wörter zu finden.
      Andere Möglichkeiten, wie die Vokabel in einem natürlichen Satz vorkommen zu lassen, ist ebenfalls zieml. aufwändig, da man dann immer einen neuen Satz für eine Vokabel kreieren muss.

      Naja, ich schau mir von ihr noch 'n paar Youtube-Vids an :D .
    • joe0411xx
      joe0411xx
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 1.483
      keine Ahnung obs was bringt oder jemand nur wieder sein Buch verkaufen will:

      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/strategie/wie-sie-das-beste-aus-ihrem-gehirn-machen/3998748.html
    • acegipoker
      acegipoker
      Bronze
      Dabei seit: 09.04.2009 Beiträge: 2.970
      Original von daemmerung
      Das Problem ist imho, dass sie nicht unterscheidet zwischen dem Erlernen einer Muttersprache und dem Erlernen einer Fremdsprache.
      Man kann eine Sprache etwa bis zum 7. Lebensjahr als Muttersprache lernen. Es handelt sich um ein begrenztes Zeitfenster.
      Es ist eine nette Idee, sich daran zu orientieren, aber wir können die Sprache nunmal nicht 1:1 lernen wie wir damals unsere Muttersprache gelernt haben und das ignoriert sie völlig.
      Was ich auch problematisch finde, ist ihre kritische Ansicht zum "Vokabeln pauken". Wie will man sonst einen umfassenden Wortschatz bilden? Durch ihre Technik des Decodierens und Aktiv- und Passivhörens kann man wohl einige Vokabeln lernen, aber nicht viele und eher langsam im Vergleich zum üblichen Lernen.
      Man kann ja auch Vokabeln anders lernen, wie mit der Schlüsselwortmethode, wobei ich diese ziemlich aufwändig finde.
      (Vokabel nehmen, ähnliches Wort finden, beide miteinander verbinden: Dem Mann mit dem Beil kommt die Galle hoch (engl. bile - deutsch Galle))
      Klappt super mit solchen Wörtern, aber bei anderen ist es schwer, ähnliche Wörter zu finden.
      Andere Möglichkeiten, wie die Vokabel in einem natürlichen Satz vorkommen zu lassen, ist ebenfalls zieml. aufwändig, da man dann immer einen neuen Satz für eine Vokabel kreieren muss.

      Naja, ich schau mir von ihr noch 'n paar Youtube-Vids an :D .
      Sehe ich auch so.
      Sie schreibt halt eher so das was faule Leute hören wollen ...
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      Original von daemmerung
      Habe danach noch ein bisschen nach Erfahrungen gegoogelt und habe auch so den Eindruck bekommen, den du vermittelst. Es klingt mir auch ein wenig zu simpel. Gerade, wenn ich schaue, wie viel Wörter eine Sprache hat. Ich weiß noch, wo wir in der Schule in der Mittelstufe waren und dachten, wir wären die Kings in Englisch :D . Lag aber nur an den einfachen Texten und geringem Vokabular in den Büchern (diese English G 2000 Bücher hatten wir). Als man dann mal "richtige" Texte aus Zeitungen o.Ä. bekommen hat, wurde einem klar, dass es doch alles nicht so einfach ist...

      Ich finde neue Konzepte immer sehr interessant und möchte sie am liebsten gleich ausprobieren. Ich finde, dass sich auf dem Gebiet des Lernens einfach nicht genügend tut. Es wird zu wenig geforscht, zu wenig ausprobiert und zu wenig umgesetzt. Die Vokabeln werden in den Schulen bei den allermeisten Lehrern noch so gelernt wie vor 60 Jahren. Stattdessen wird überall das dumme Mindmapping propagiert, dass Brinkenbihl ja auch zumind. teilweise kritisiert hat. Mag das überhaupt nicht...

      Ich studiere zur Zeit u.a. Englisch und muss noch eine weitere Fremdsprache lernen (Teil d. Grundstudiums) und schaue schonmal nach Techniken. Werde im März einen Intensivkurs bei der Uni machen (wenn ich nicht vergesse, mich rechtzeitig anzumelden). Gibt mal nur Spanisch, mal Spanisch und Französisch als Intensivkurs A1&A2 und habe schon über das Langenscheidt Vokabelprogramm sowie skypen mit native speakers nachgedacht, um auch nachhaltig die jeweilige Sprache zu beherrschen.
      notsureifserious.tif
    • daemmerung
      daemmerung
      Global
      Dabei seit: 22.03.2008 Beiträge: 1.029
      Oay, ich weiß schon, wieso du da stutzig wurdest ;) .
      Es wird schon viel "geforscht", aber was und wie?
      Wir wissen mittlerweile alle vom Karteikastensystem (basierend auf dem Spacing-Effekt, gibt dazu 'n guten Artikel bei wired) und, dass Fantasie sowie Realismus (sinnvolle Beispielsätze bei Vokabeln) eine wichtige Rolle spielen.
      Aber irgendwie scheint das ganze Forschen nicht viele Ergebnisse zu liefern oder es hört einfach keiner davon?
      Ich persönlich kann nun nicht sagen, dass mein Lernen sich innerhalb der letzten 10 Jahre radikal verändert oder verbessert hat.
      Was mich auch frustriert, dass viele "Theoretiker" einfach Dinge in den Raum stellen wie "Gruppenarbeit ist besser" oder Konzepte erfinden und sie als besser hinstellen. Wo sind die Belege? Wo sind die Studien? Sowas vermisse ich.
      Und wenn viel geforscht wird, bringt das überhaupt nichts, wenn man daraus nicht unmittelbar etwas schlussfolgern kann.
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      ok. ich bin forscher. in der grundlagenforschung "lernen und gedächtnis". es wird viel geforscht. aber wir sind ja noch nichtmal einig darüber, ob das langzeitgedächtnis auf das kurzzeitgedächtnis aufbaut (wir sind der meinung, dass dies nicht der fall ist).

      wir haben noch soooo viel nicht verstanden. es wundert mich also nicht, dass in die richtung "wie lernt man am effektivsten" keine großen fortschritte erzielt werden - da der schritt vorher erst noch verstanden werden muss.
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.259
      @fuavarra: erzähl mal mehr zu dem thema bitte. ist ja ungemein interessant und auch für jeden wichtig, auch wenn es vielleicht nicht alle interessiert.

      ist denn die meinung nicht, dass man etwas im langzeitgedächtnis über wiederholungen abspeichert. werden diese informationen dann nicht mehrmals(?) im kurzzeitgedächtnis gespeichert?
    • joe0411xx
      joe0411xx
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 1.483
      Original von rossoneri06
      @fuavarra: erzähl mal mehr zu dem thema bitte. ist ja ungemein interessant und auch für jeden wichtig, auch wenn es vielleicht nicht alle interessiert.
      Wenn du wirklich ein Mann vom Fach bist wäre das natürlich hervoragend, wenn du den Thread noch mehr mit deinem Wissen breichern könntest.
      Auch wenn es noch wenig gesicherte Ergebnisse gibt: Sind denn nicht schon in diversen Experimenten etc. irgendwelche (nicht repäsentativen) Zusammenhänge erkennbar, die du für beachtenswert hälst?
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      Original von rossoneri06
      ist denn die meinung nicht, dass man etwas im langzeitgedächtnis über wiederholungen abspeichert. werden diese informationen dann nicht mehrmals(?) im kurzzeitgedächtnis gespeichert?
      man hat in maus-versuchen gezeigt, dass man langzeit und kurzzeit gedächtnis unabhängig voneinander beeinflussen kann. das spricht dagegen, dass die gedächtnistypen aufeinander aufbauen.
      Die Arbeit eines kollegen sprechen für einen weiteren Zustand, das intermediäre Gedächtnis, dazu möchte ich aber nicht mehr schreiben.

      Original von joe0411xx
      Original von rossoneri06
      @fuavarra: erzähl mal mehr zu dem thema bitte. ist ja ungemein interessant und auch für jeden wichtig, auch wenn es vielleicht nicht alle interessiert.
      Wenn du wirklich ein Mann vom Fach bist wäre das natürlich hervoragend, wenn du den Thread noch mehr mit deinem Wissen breichern könntest.
      Auch wenn es noch wenig gesicherte Ergebnisse gibt: Sind denn nicht schon in diversen Experimenten etc. irgendwelche (nicht repäsentativen) Zusammenhänge erkennbar, die du für beachtenswert hälst?
      der op geht in eine andere richtung als neurobiologische forschung. es war explizit nach tipps zum schnellen lernen/gedächtnisbildung gefragt, damit kann ich nicht dienen ;)

      nur zwei sachen:

      - es ist von vorteil vor dem schlafen gehen zu lernen, da nicht während des lernens selbst, sondern danach das eigentliche merken/gedächtnisbildung durch die ummodelierung des gehirns stattfindet (genau wie der muskelaufbau nicht beim pumpen stattfindet, sondern in den erholungsphasen zwischen den trainingstagen). Diese neurologischen veränderungen finden vor allem im schlaf statt.

      - [halbwissen, habe da text-quelle zu] es ist auch nicht von vorteil gemischt zu lernen, also nach einem thema direkt das nächste anzufangen. das gehirn speichert (angeblich) das erst-gelernte dann schlechter/gar nicht ab. es ist besser zwischen verschiedenen themenblöcken längere pausen machen.
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