Dürfen Ärzte das?

    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.507
      Folgende Situation:

      Ich bin krank, relativ schwer. Großer blauer Fleck hat sich unterhalb des Handgelenks gebildet, ohne, dass ich mich gestoßen habe oder ähnliches.
      Anfangs ca. eine Woche lange keine Schmerze, auch nicht auf Druck auf der besagten Stelle.
      Dann innerhalb von 2 Tagen werden Schmerzen beim Bewegen vom Arm und von Hand immer stärker, sodass Bewegung kaum möglich ist. (meine Laiendiagnose: Überlastung von irgendwas, da viel Arbeit die Wochen davor, wenig Frei und die Hand bzw. der Arm am meisten eingesetzt wird).

      Ich also zum Arzt, erkläre die Situation. Nach 10 Sekunden ordnet der Arzt Bluttest an, wegen Verdacht auf Blutvergiftung (hatte vor einem halben Jahr eine aufgrund eines Zeckenbisses). Mir wird kaum zugehört bzw. ich komme kaum dazu die Symptome richtig und ausführlich zu erläutern. Blutabnahme soll 3 Tage später folgen, ich fragte nach Schmerztabletten ect. doch man wollte erstmal nichts machen, bevor man nicht sicher ist was es ist.

      Ich also 3 qualvolle Tage hinter mich gebracht, kaum Schlaf ect. und erkälte mich zusätzlich noch...totaler Horror.

      Dann Blutabnahme, alles soweit ordentlich verlaufen.
      Testergebnisse in 7 Tagen da: Bis dahin wieder keine Medikamente.

      Ich also 7 Tage später wieder da, Ergebnis auf den Test für die Blutvergiftung durch Zeckenbiss (wurde nicht wieder gebissen, aber Arzt hing darauf fest) war negativ, Verdacht auf Blutvergiftung besteht dennoch.

      Arzt weiß auch, dass ich eine anämie habe (Blutarmut) und ich meinen Hausarzt der darin eingeweiht ist in Berlin habe. (Bin gemeldet in Berlin, wohne aber für 3 Jahre 400 Km entfernt).

      Arzt überweist mich also mit Blutergebnissen nach Berlin zu meinem Arzt, ohne dass mir bis dahin in irgend einer Art und Weise geholfen wurde, außer mich krank zu schreiben. (nichtmal wurde die Standardprozedur mit: viel trinken, dies und das essen ect angesprochen)


      Habe also die qualvolle Zeit hinter mir und muss nun mit dem Zug völlig energielos nach Berlin fahren.


      Ist das Verhalten des Arztes so richtig?
  • 31 Antworten
    • draghkar
      draghkar
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 12.432
      wieso suchst du keinen zweiten arzt auf wenns dir so schlecht geht?

      und ja, wieso sollte der arzt das nicht dürfen? obs nen guter ist ist dann die andere frage...
    • Pris0n
      Pris0n
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2007 Beiträge: 8.603
      Wie wärs einfach zu nem andern arzt zu gehn?
      Notfalls Krankenhaus.
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Dass Ärzte schnell irgendwas anordnen, ohne auf den Patienten einzugehen, sich die Symptome anzuhören etc ist leider nicht selten, ich nehme an du bist "nur" Kassenpatient?!

      Ich würde an deiner Stelle den Arzt wechseln, nicht jeder ist so. Ob ers darf oder nicht, schwierig. Was willst du mit ner Antwort? Ihn verklagen? Dann wirds noch viel schwieriger und sollte wohl den Aufwand kaum wert sein.
    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.507
      Original von Pris0n
      Wie wärs einfach zu nem andern arzt zu gehn?
      Notfalls Krankenhaus.
      bin froh, dass ich es überhaupt zu nem Arzt allein geschafft habe...gut, Krankenhaus wäre eine Alternative, aber ich = panische Angst vor Krankenhäusern...ich weiß, ist kein Argument, aber vielleicht verständlich.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Kann ich auch nicht im geringsten nachvollziehen. Wenns mir richtig scheiße geht wart ich doch keine 10 Tage auf das Ergebnis von irgendeinem Bluttest nur weil der Arzt mir nicht zuhöhren will sondern geh zu einen anderen Arzt, notfalls ins Krankenhaus und geb mich frühestens nach 3 Ärzten die das selbe gesagt haben zufrieden....

      Hatte sowas natürlich noch nie und bin mit meinem Arzt relativ zufrieden aber wenn er sowas bringen würde wäre das ein insta arztwechsel.
    • maaR
      maaR
      Bronze
      Dabei seit: 02.06.2006 Beiträge: 2.645
      :facepalm:

      in dem dorf gibts anscheind nur einen arzt also ab 400km nach berlin :coolface:
    • Maxxv74
      Maxxv74
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2009 Beiträge: 309
      1. Termin machen (wenn in der Praxis wenig los ist)
      2. Fakten auf den Tisch: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit Ihrer Behandlung. Erläutern Sie mir bitte Ihre Verdachtsdiagnose und die Therapie. Warum verschreiben Sie kein Schmerzmittel, obwohl ich seit Tagen vor Schmerzen nicht schlafen kann."
      3. Hausarzt anrufen und um Hilfe bitten. Kannst den Hausarzt auch bitten, sich mit dem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen.
      4. Jemanden mit in die Sprechstunde nehmen, wenn Du allein überfordert bist...


      Sollte das nix bringen und Du Dich mit der Behandlung unwohl fühlen, genaue Verdachtsdiagnose geben lassen, aufschreiben und zweiten Arzt aufsuchen.
    • Quaalude
      Quaalude
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2007 Beiträge: 2.043
      Keine Ahnung, ob der Arzt das darf, aber klingst ziemlich weinerlich.
    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.507
      Original von maaR
      :facepalm:

      in dem dorf gibts anscheind nur einen arzt also ab 400km nach berlin :coolface:
      nur einen, bei dem der Putz nicht schon von den Wänden fällt ja :D
    • ptLoCkE93
      ptLoCkE93
      Gold
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.507
      Original von Quaalude
      Keine Ahnung, ob der Arzt das darf, aber klingst ziemlich weinerlich.

      bin eher angepisst deswegen.....aber ich wünsche dir sowas nicht, bin wirklich selten Krank und mache auch kein Fass auf wegen einer Kleinigkeit, aber ist hefitik gewesen...

      aber is ja extrem unmännlich krank zu sein :facepalm:
    • Nemanja1977
      Nemanja1977
      Global
      Dabei seit: 11.08.2008 Beiträge: 11.069
      Ein richtig guter Arzt den seine Patienten nicht scheiss egal sind ist Gold wert, sieht man immer wieder.
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      Sieh es andersherum: Wenn der Arzt dich einfach auf irgendwelche Schmerzmittel setzt geht er auch ein Risiko ein. Solches Zeug hat ja möglicherweise Nebenwirkungen bis hin zur Sucht. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass 3 Tage harter Dauerschmerz richtig an die Substanz gehen aber ich persönlich würde nicht, möglicherweise unnötig, auf Chemie gesetzt werden wollen wenn gar nicht klar ist was mit mir los ist. Gute Besserung!
    • docjulian
      docjulian
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 7.008
      Für den Arzt ist es nicht immer ersichtlich, wie krank du wirklich bist. (Dank an all die Schulschwänzer)
      Die Schmerzmittel, die der Arzt dir hätte verschreiben können, kriegst du auch so ohne Rezept. (Ibuprofen etc)

      Trotzdem finde ich das Verhalten des Arztes nicht einwandfrei denn:
      - wozu Blutentnahme 3 Tage später?
      - bei Verdacht auf Blutvergiftung (Sepsis), wenn auch hier unwahrscheinlich, besteht dringender Behandlungsdrang

      Die Symptome sind etwas komisch, ich hätte mich aber wohl eher in einer Klinik vorgestellt. Da kriegt man nämlich Bluttests und Medikamente sehr viel schneller und ich würde behaupten, dadurch dass Ärzte alle Patienten auch ihren Oberärzten vorstellen müssen bzw. im Team besprochen werden, ist die Tendenz, an einer fehlerhaften Diagnose festzuhalten, etwas niedriger.

      Rechtlich wirst du aber nichts machen können, wechsel einfach den Arzt.
    • Maxxv74
      Maxxv74
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2009 Beiträge: 309
      Original von Stoxx81
      Sieh es andersherum: Wenn der Arzt dich einfach auf irgendwelche Schmerzmittel setzt geht er auch ein Risiko ein. Solches Zeug hat ja möglicherweise Nebenwirkungen bis hin zur Sucht. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass 3 Tage harter Dauerschmerz richtig an die Substanz gehen aber ich persönlich würde nicht, möglicherweise unnötig, auf Chemie gesetzt werden wollen wenn gar nicht klar ist was mit mir los ist. Gute Besserung!
      Sorry, aber :facepalm:

      Einem Patienten ohne Erklärung ein Schmerzmittel vorzuenthalten ist ein "No-Go".
      Schmerzlinderung ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil jeder Therapie.

      Angst vor Tabletten und Abhängigkeit mag subjektiv begründet sein, ist aber grundsätzlich völlig nebensächlich.
      Ein durchschnittlich aufgeklärter Arzt wird Dir nicht "einfach" ein Schmerzmittel verschreiben. Aber das ist Alltag, daher mag das beim Patienten manchmal so "unüberlegt" erscheinen. Der Arzt hat die wichtigen Faktoren der Kontraindikation (wann er ein Präparat nicht verschreiben sollte/darf) einbezogen, ohne dass der Patient es registriert.
    • draghkar
      draghkar
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 12.432
      Original von ptLoCkE93
      Original von Quaalude
      Keine Ahnung, ob der Arzt das darf, aber klingst ziemlich weinerlich.

      bin eher angepisst deswegen.....aber ich wünsche dir sowas nicht, bin wirklich selten Krank und mache auch kein Fass auf wegen einer Kleinigkeit, aber ist hefitik gewesen...

      aber is ja extrem unmännlich krank zu sein :facepalm:
      sagt keiner. aber warum sagst du dem arzt nicht was du von seiner behandlung hälst? wenn ich wirklich so starke schmerzen hätte dass ich nicht schlafen könnte würde ich im behandlungsraum nicht eher aufstehen bis der mir wenigstens zuhört.
    • SevenTwoOff
      SevenTwoOff
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 5.953
      sollte dir der arm amputiert werden, oder du stirbst im besten falle an der krankheit könnte da eventuell was gehen

      da dir bis jetzt aber kein wirklicher schaden entstanden ist wirds wahrscheinlich schwierig

      ps: ich kenne auch solche ärzte die sich keine 5 min für jemanden zeit nehmen und die röntgenbilder falsch aufhängen um dann zu dem überraschendem entschluss zu kommen, dass ja die wirbelsäule genau falschrum gekrümmt ist ...

      arzt wechseln und fertig
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      geh ins krankenhaus, da kommst du dann auch auf jeden fall dran und bluttests etc. müssten schneller gehen. so schlimm ist ein krankenhaus auch nicht, besser als mit schmerzen und ungewissheit rumlaufen :) ansonsten halt den arzt auf jeden fall wechseln, erst nach drei tagen blutabnehmen und nichts unternehmen hört sich merkwürdig an^^
    • Stoxx81
      Stoxx81
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 13.879
      Original von Maxxv74
      Original von Stoxx81
      Sieh es andersherum: Wenn der Arzt dich einfach auf irgendwelche Schmerzmittel setzt geht er auch ein Risiko ein. Solches Zeug hat ja möglicherweise Nebenwirkungen bis hin zur Sucht. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass 3 Tage harter Dauerschmerz richtig an die Substanz gehen aber ich persönlich würde nicht, möglicherweise unnötig, auf Chemie gesetzt werden wollen wenn gar nicht klar ist was mit mir los ist. Gute Besserung!
      Sorry, aber :facepalm:

      Einem Patienten ohne Erklärung ein Schmerzmittel vorzuenthalten ist ein "No-Go".
      Schmerzlinderung ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil jeder Therapie.

      Angst vor Tabletten und Abhängigkeit mag subjektiv begründet sein, ist aber grundsätzlich völlig nebensächlich.
      Ein durchschnittlich aufgeklärter Arzt wird Dir nicht "einfach" ein Schmerzmittel verschreiben. Aber das ist Alltag, daher mag das beim Patienten manchmal so "unüberlegt" erscheinen. Der Arzt hat die wichtigen Faktoren der Kontraindikation (wann er ein Präparat nicht verschreiben sollte/darf) einbezogen, ohne dass der Patient es registriert.
      Also ist es besser, wenn der Arzt einfach wahllos das nächstbeste Schmerzmittel verschreibt und kurzfristige Linderung verschafft aber noch überhaupt nicht weiß ob das langfristig Sinn macht? Oder sind alle Schmerzmittel absolut befreit von Einwirkungen auf mögliche weitere Behandlungsmethoden?
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      naja wenn du harte schmerzen hast, fände ich ein schmerzmittel schon angebracht. oder zumindest eine begründung des arztes, warum genau nicht!
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