Das menschliche Ohr, need biologie und physik skills!

    • PhilO61
      PhilO61
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 2.900
      Hallöchen,

      ich bräuchte man eine biologische und physikalische Erklärung , wie das menschliche Ohr funktioniert, und zwar nahezu bis ins kleinste Detail(deshalb finde ich bei google kaum etwas was es gut erklärt), d.h. biologisch z.B: auch die Verschiebung des Sinnesepithels gegenüber der Tektorialmembran und die dadurch entstehende periodische Deflektion...Das Problem ist ich verstehe nicht so ganz WAS genau das bedeutet^^...

      Und Physikalisch muss ich wissen welche Wellen sich dort wie ausbreiten(Wanderwelle) und was dort bedeutend ist.

      Kann mir jemand helfen?

      gl
      Phil
  • 3 Antworten
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      wenn du das wirklich genau wissen willst, ist das keine leicht und mal eben im forum zu beantwortende frage.

      selbst wenn du das nur als basis-wissen möchtest, kann ich nur empfehlen in die bibliothek zu gehen und zu "biologie" von campbell und reece zu greifen (allgemein-schinken der biologie, stoff erstes und zum teil zweites semester, in kapitel 50 ab seite 1461 wirst du fündig ;) ).
    • PhilO61
      PhilO61
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 2.900
      Ich hab das ohr jetzt gecheckt bis auf eine kleine Sache. Und zwar ist es ja so, dass vom Steigbügel aus am ovalen Fenster die Perilymphe in der Scala vestobuli in bewegung versetzt wird. Diese drückt nun gegen die Scala media mit der Endolymphe und dadurch auch auf die Basilarmembran, welche dann die äußeren und inneren Haarzellen gegen die Tektorialmembran drückt und so dann durch das abknicken der Steoerozilien Nervenimpulse an das Gehirn geleitet werden. Soweit so gut denke ich(korrigiert mich bitte falls falsch). Nun frage ich mich aber, wenn di Perilymphe in der Scala vestibuli doch angeregt wird komplett zu schwingen/sich zu bewegen, warum wird dann nur EIN BESTIMMTER BEREICH der basilarmembran erregt und nur dort die Haarzellen gegen die tektorialmembran gedrückt?

      gl
      Phil
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      aufgrund der anatomie der basilarmembran.

      das wird beispielsweise auf englisch im wiki über die cochlea erklärt:

      "The hair cells in the organ of Corti are tuned to certain sound frequencies by way of their location in the cochlea, due to the degree of stiffness in the basilar membrane.[3] This stiffness is due to, among other things, the thickness and width of the basilar membrane,[4] which along the length of the cochlea is stiffest nearest its beginning at the oval window, where the stapes introduces the vibrations coming from the eardrum. Since its stiffness is high there, it allows only high-frequency vibrations to move the basilar membrane, and thus the hair cells. The farther a wave travels towards the cochlea's apex (the helicotrema), the less stiff the basilar membrane is; thus lower frequencies travel down the tube, and the less-stiff membrane is moved most easily by them where the reduced stiffness allows: that is, as the basilar membrane gets less and less stiff, waves slow down and it responds better to lower frequencies. In addition, in mammals, the cochlea is coiled, which has been shown to enhance low-frequency vibrations as they travel through the fluid-filled coil.[5] This spatial arrangement of sound reception is referred to as tonotopy."

      Aber auch auf der deutschen seite dazu:

      "Basilarmembran und Schneckenkanal wirken hierbei als mechanisches Resonatorsystem. Da die Breite der Basilarmembran vom ovalen Fenster zum Helicotrema hin auf Kosten der Lamina spiralis ossea zunimmt, der Durchmesser des knöchernen Schneckenkanals jedoch abnimmt, ändern sich die mechanischen Eigenschaften (Massenbelag, Steife, Dämpfung) und damit auch die Schwingungseigenschaften des Systems in Abhängigkeit vom Abstand zum Helicotrema. Dies führt dazu, dass die Basilarmembran für unterschiedliche Frequenzen an unterschiedlichen Stellen in Resonanz gerät. Durch die hohe Steife der Basilarmembran erzeugen hohe Frequenzen in der Nähe des ovalen Fensters ein Auslenkungsmaximum, tiefe Frequenzen dagegen erst in der Nähe des Helicotrema. Für diese Erkenntnisse erhielt Georg von Békésy 1961 den Nobelpreis."