conspiracy inside - Spionagesoftware "FinFisher IT Intrusion"

    • abreid
      abreid
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 3.808
      Wenn der thread hier nicht passt bitte richtig verschieben, Danke!

      Habe ich gerade in den TV-News gesehen:

      cliffs:

      - deutsche IT-Spionage-Software wurde für € 400.000,- an ägyptischen Geheimdienst verhöckert

      - Gesetzesinitiative im Europaparlament für Verschärfung der Ausfuhrkontrollen für Überwachungssoftware wurde durch Bundeswirtschaftsministerium gekippt

      -meiner Meinung nach sehr interessantes Thema, u.a. dass eine Firma solch eine Software so "öffentlich" im Intenet anbietet (siehe Homepage)

      -discuss please


      Quellen:

      mdr.de mdr.de

      Homepage von FinFisher:
      FinFisher

      FAKT – Montag, den 15.08.2011 um 21:45 Uhr im Ersten

      Exklusivmeldung FAKT: Überwachungstechnologie aus Deutschland für Despoten

      Politik verhindert Ausfuhrbeschränkungen

      Nach Recherchen des ARD-Magazins FAKT wurde deutsche Technologie zur Unterdrückung der revolutionären Bewegungen in Ägypten benutzt. FAKT liegen Papiere vor, die belegen, dass der ägyptische Inlandsgeheimdienst mindestens fünf Monate lang die Spionagesoftware "FINFISHER" benutzt hat. In internen Papieren lobt der ägyptische Geheimdienst die exzellente Überwachungstechnik der "deutschen Firma".

      Das rund 400.000 € teure Hightechpaket infiziert Rechner und Handys. Mit dem Trojaner können Bewegungsprofile erstellt und selbst das bisher als sicher geltende Internetprogramm Skype überwacht werden.

      Sicherheitsexperten kritisieren, dass es bislang keinerlei Ausfuhrkontrollen für diese Technologie gibt. Im Vergleich zu den viel diskutierten Waffenlieferungen, in den Nahen Osten beispielsweise, seien solche Exporte für Demokratiebewegungen wesentlich gefährlicher.

      Im April dieses Jahres war eine Gesetzesinitiative im Europaparlament gescheitert, die eine Verschärfung der Ausfuhrkontrollen für Überwachungssoftware vorsah. Gekippt wurde der Vorschlag unter anderem, weil kurz zuvor in einer E-Mail aus dem Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt worden war, dass der Export solcher Güter als "unkritisch" anzusehen sei und "die neuen Reglungen die deutsche Exportwirtschaft gezielt treffen würden".

      Nach Recherchen von FAKT betreibt das Bundeswirtschaftsministerium seit Jahren die gezielte Ausfuhrförderung von Sicherheitstechnologie in den Nahen Osten. Deutschen Herstellern von Sicherheitstechnik wird ausdrücklich empfohlen, sich in diesen "Zukunftsmärkten" zu engagieren.
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