Continuation Bet

    • rosmarin
      rosmarin
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 2.451
      Hallo,

      ich habe mal eine Frage zur Continuation Bet. Ich spiele noch nicht sehr lange, ca. 2 Monate und habe etwa 2.000 Raked Hands gespielt. Mein Status ist Bronze, deswegen kann ich mich auch nur auf die Strategieartikel aus der Bronze Section beziehen.

      Ich habe den Eindruck, dass die Conti-Bet von den Gegnern zu leicht durchschaut wird, da das ja die einzige Situation ist, bei der man 1/2 Pot Size bettet. Ausserdem kommt es ja auch recht oft vor, dass man mit AJ-AK raist und nichts trifft.
      Ich habe immer das Gefühl, die Gegner können dies förmlich riechen. Natürlich kann es nicht gut sein, in so einem Fall weiter zu spielen, da man ja selber keine Hand hat, mit der man erwarten kann, den Showdown zu gewinnen.

      Gestern hat jemand z.B. meine CB gecallt. Am Trun habe ich gecheckt. Dann hat er 1/4 Pot Size gebettet. Dann wollte ich es wissen und habe gecallt. Am River wieder check, gegn. Bet 1/5 Pot Size, ich gecallt mit Ass hoch. Es war nicht so teuer und ich wollte es einfach mal wissen. Und es war so, dass ich die Hand gewonnen habe.

      Solche Situation passieren ständig. Und normalerweise ist das ein klarer Fold am Turn. Das ist doch zu einfach für die Gegner, oder nicht?

      Natürlich kann man jetzt nicht diese Situation verallgemeinern, sie sollte nur als Bsp. dienen.

      Sollte man nicht als Continuation Bet eher 2/3 oder Pott Size spielen, um solche loosen Bluffer zu vertreiben?

      Über Anmerkungen würde ich mich freuen.
      Danke
      ros
      =)
  • 7 Antworten
    • Feroc
      Feroc
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 112
      Contis spiel ich fast immer und das in einer höhe von etwas über der Hälfte bis 3/4 des Pots. Es muss ja auch nicht jedes mal klappen... wenn es etwas mehr als die Hälfte der Zeit klappt ist es schon profitabel.
    • benn1337
      benn1337
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2006 Beiträge: 3.160
      Also ich habe nie SSS gespielt, aber was du sagst ist mir auch aufgefallen. Laut SSS soll man ja wenn man TPTK oder ähnliches getroffen hat eine potsize bet machen. Die contibet, allerdings nur 1/2 potsize. Wenn ich nun sehe, dass jmd SSS spielt, mach ich mir eine note. Macht er auf einem board, dass er selten getroffen hat ne 1/2 potsize bet, setze ich ihn oft allin. Selten wird es gecallt und wenn doch hat er oft nur 6 outs.
      Finde es also auch recht weak die bets unterschiedlich groß zu machen, lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.
    • LemmiHH
      LemmiHH
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 176
      Wenn du die Hand gewonnen hast ist es doch alles nicht so schlimm. ;) Und auf den niedrigen Limits bis NL25 und teilweise auch NL50 kannst du davon ausgehen das dich auch noch genug Leute callen würden wenn du Pot Size anspielst.

      Auf NL50 hab ich ein double up gegen King high geschafft
    • rayden5
      rayden5
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 272
      Also ich habe nur kurz SSS gespielt und habe auch diese 1/2 CBs gemacht. PRoblem ist halt wenn Du gecallt wirst mußt Du am turn fast All-In mit deinem Short Stack.

      Seit ich BSS spiele handhabe ich es so wie Ben: Hab mir auch Gedanken darüber gemacht, daß man ja eigentlich jeden SSS'ler der 1/2 Potsize Bet am FLop macht auf "Flop verfehlt" setzen kann... ?( Seh ich, daß ein Deutscher Spieler mit +/-2$ Stack (auf meinem NL10 Limit) 1/2 bettet setz ich ihn all in. Klappt natürlich nicht immer, aber es sind fast alles PS.De'ler die so spielen das lohnt sich schon :)

      Ansonsten CB ich nicht mehr wie in den Bronze Artikeln beschrieben *immer 1/2 Potsize*. Ersents bißchen Varibel in der Größe , bei mehr als 3 Gegnern lasse ichs gleich bleiben und wenn OverCards im Board liegen überlege ich mir das auch nochmal.
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.814
      Sollte man nicht als Continuation Bet eher 2/3 oder Pott Size spielen, um solche loosen Bluffer zu vertreiben?


      Das Thema Contibets ist ein schwieriges aber das wäre sicherlich der falsche Weg das Spiel so gegen Fische anzupassen. Der Grund hierfür ist das Fische ihre Draws oder Middlepairs in jedem Fall callen auch wenn du die Contibet höher machst sodass du durch eine 2/3 Pot Size Bet nur noch mehr Geld verlierst.

      Anstelle dessen empfiehlt es sich auf die Contibet in solchen Situationen abhängig vom Board zu verzichten, denn wenn du nichts hast und der Gegner called ist die Hand fast immer verloren da auf einen Check von dir am Turn der Fisch fast immer stark betten wird und du nicht callen kannst.

      Man muss sich mal in die Lage eines Fisches versetzen um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zunächst mal mit was callen Fische Preflop ? Vor allem mit Paaren, Bildern und Ax.
      Wenn du also mit AK der Preflop aggressor warst und es kommt ein Flop wie Q98 zweifarbig kannst du getrost davon ausgehen das der Fisch mindestens einen Gutshot getroffen hat und auf keinen Fall folden wird, daher kannst du dir hier auch die contibet sparen.

      Wenn ein Flop mit niedrigen Karten kommt wie 852 hast du auch ein Problem, der Fisch weiss das du meist nichts getroffen hast, ihm ist dabei völlig egal das du ein hohes Paar haben könntest oder ob er selbst was getroffen hat. Er wird hier mit Overcards fast immer callen und auf einen Check von dir am Turn raisen wodrauf du unimproved folden musst. Daher mache ich hier gegen Fische auch oft keine Contibet. Angst das Fische das hier als schwäche betrachten muss man auch nicht haben denn sie erwarten die CBet und wenn die nicht kommt denken so Leute eher das du sie mit einem Monster trappen willst und du kannst die Hand oft runterchecken.

      Wann ist es also überhaupt gegen Leute die fast alles callen Sinnvoll eine Contibet zu machen ? Genau dann wenn der Fisch dir glauben muss das du was getroffen hast und selbst oft nichts getroffen hat.
      Wenn also der Flop K72 ragged kommt dann sind Fische auch in der Lage hier gegen eine Contibet zu folden.
    • sekundaer
      sekundaer
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 2.526
      Ich hab jetzt keine mathematischen Beweise oder so aber ich bin zu der Ansicht gekommen, dass sich eine Contibet gegen <2 Gegner IMMER lohnt, weil einfach oft genug gefoldet wird.
      Zumindest hab ich nach mehreren 10k Händen, weiß nich ob das zu wenig sind, immer Erfolg damit gehabt, zumindest auf NL10.
      Wies in den oberen Limits zugeht weiß ich nicht, aber auf NL10 würde ich nie auf die Contibet verzichten. (Außer natürlich multiway pot)

      UNd man soltle seine Betsize nich davon abhängig machen ob man getroffen hat oder nich.
      Ich bette immer 2/3 - 3/4 des Pots am Flop wenn ich preflopaggressor war, egal ob ich Topset oder Highcard hab
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      @Threadersteller: Ich nehme an, du spielst Shortstack?

      Original von OrcaAoc
      Sollte man nicht als Continuation Bet eher 2/3 oder Pott Size spielen, um solche loosen Bluffer zu vertreiben?


      Das Thema Contibets ist ein schwieriges aber das wäre sicherlich der falsche Weg das Spiel so gegen Fische anzupassen. Der Grund hierfür ist das Fische ihre Draws oder Middlepairs in jedem Fall callen auch wenn du die Contibet höher machst sodass du durch eine 2/3 Pot Size Bet nur noch mehr Geld verlierst.
      Selbst die meisten Fische sind in der Lage, zu folden. Gerade im No Limit, wo die Bets doch recht groß sind, hat man eigentlich immer wenigstens ein bischen Foldequity. Ich mache bei Boards, wo man nicht protecten muss, gerne Contibets von halber Potsize und erziele sehr gute Ergebnisse damit.

      [quote]Original von OrcaAoc
      Anstelle dessen empfiehlt es sich auf die Contibet in solchen Situationen abhängig vom Board zu verzichten, denn wenn du nichts hast und der Gegner called ist die Hand fast immer verloren da auf einen Check von dir am Turn der Fisch fast immer stark betten wird und du nicht callen kannst.[quote]
      Vermeide es, out of Position zu spielen! Alles, was du schreibst, geht davon aus, dass du ooP bist, wenn du aber Position auf Villain hast, kannst du am Turn einfach check behind spielen und noch eine Free Card nehmen. So sieht man dann den River und kann sogar manchmal mit Ace High noch callen, wenn man denkt dass der Gegner nicht getroffen hat. Selbst out of Position wird der Gegner nicht immer sein Middle Pair betten, wenn du am Turn zu ihm checkst, dazu sind viele auch zu weak.

      Original von OrcaAoc
      Man muss sich mal in die Lage eines Fisches versetzen um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zunächst mal mit was callen Fische Preflop ? Vor allem mit Paaren, Bildern und Ax.
      Wenn du also mit AK der Preflop aggressor warst und es kommt ein Flop wie Q98 zweifarbig kannst du getrost davon ausgehen das der Fisch mindestens einen Gutshot getroffen hat und auf keinen Fall folden wird, daher kannst du dir hier auch die contibet sparen.
      Gerade das was du anführst ist ein recht gutes Board. Eine hohe Karte, die du getroffen haben könntest. Natürlich ist hier einiges aus der Playing Zone, aber du hast Foldequity gegen alles Mögliche. Wenn der Gegner dich mit einem Gutshot callt (KJ zum Beispiel) ist das übrigens super, weil du da einfach vorne liegst.

      Original von OrcaAoc
      Wenn ein Flop mit niedrigen Karten kommt wie 852 hast du auch ein Problem, der Fisch weiss das du meist nichts getroffen hast, ihm ist dabei völlig egal das du ein hohes Paar haben könntest oder ob er selbst was getroffen hat. Er wird hier mit Overcards fast immer callen und auf einen Check von dir am Turn raisen wodrauf du unimproved folden musst. Daher mache ich hier gegen Fische auch oft keine Contibet. Angst das Fische das hier als schwäche betrachten muss man auch nicht haben denn sie erwarten die CBet und wenn die nicht kommt denken so Leute eher das du sie mit einem Monster trappen willst und du kannst die Hand oft runterchecken.
      Das ist auch Quatsch. Wenn der Gegner mit Overcards callt (was er oft nicht tun wird) ist das auch gut für dich, weil du dann immernoch vorne liegst. In Position ist das auf jeden Fall vorteilhaft.