Buch: Hold´em for Advanced Players

    • ArneDis
      ArneDis
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 47
      Hi,
      ich überlege im Moment, welche Pokerbücher ich mir irgendwannnoch anschaffen könnte. Ich habe mir dabei auch Rezensionen zum Buch "Hold'em for Advanced Players" angesehen. Die Rezensionen waren durchgehend sehr gut bis auf diese:

      Suggested play is way too loose No help for advanced players,
      4. September 1999

      The ideas contained in this book are outdated and useless, even harmful. The concepts were developed by Sklansky in another era for another game. The modern game typically has two to three players seeing the flop for two to three bets. When Sklansky wrote his original book based on his experiences in relatively low limit games i.e the 10-20 game at the Gold Nugget) where a tight game was described as one where around five players saw the flop for half a bet or a full bet. Another section of the new book talks about games where no one at the table takes the game seriously. Those games just don't exist at levels high enough for the player to have a chance to overcome the rake (20-40 or higher).

      Particularly dangerous is the book's oft stated theme of rating suited hands much higher than non-suited hands. For instance, 10 J suited is rated equivalent to A Q offsuit. Playing small suited connectors is suicide in the average high limit game (seeing the flop against one or two opponents for two to three bets). There is only a minimal difference between say A Q offsuit and A Q suited in this type of game because (1) you hit flushes very rarely (about 4% of the time when you're suited) and (2) you'll actually make more flushes with the off suited hand. Playing garbage hands in hopes of hitting a 1 in 25 flush is the biggest single error made by bad players and this book sytemically reinforces this error. This 1 in 25 shot is particularly ill advised when you play in game with lots of two or three handed flops.

      The other problem is that strategy suggestions repeatedly encourage calling way too loose and raising way too tight, just the opposite strategy that consistent winning players employ. I suspect that Malmuth knows that the strategies suggested won't work in high limit games and are thus of no use (or even detrimental) to advanced players.

      It is certainly true, however, that an amateur player could benefit from the book as long as they understand that the book will not turn them into a pro or enable them to overcome the rake in low limit games.

      Finally, the authors discussion focused almost exclusively on structured limit games. There are only a handful of truly successful limit poker pros in the world. Anybody that can play, even a little bit, should focus on playing no-limit or pot limit. Even the authors admit that many of the really difficult situations are break even decisions in limit poker. In open limit games, however, these situations are extremely critical.

      Psychology, tells, and betting strategies are so much more important in no limit that most working, practicing holdem/omaha pros refuse to play structured limit. Limit poker is great for the house, because they end up with all the money. If you have some talent (and some passion) for the game and you're trying to become a serious player, pass on this book and pass on limit poker in general.



      Ich teile die Meinung des Autors nicht, zb dass er nichts von suited Karten hält oder seine generelle Abneigung gegen Fixed Limit.
      Kennt jemand von euch das Buch und kann mir vielleicht sagen, ob es sich lohnt, sich es später mal anzuschaffen?

      mfg ArneDis
  • 10 Antworten
    • gear
      gear
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 4.809
      Original aus der Kritik
      you'll actually make more flushes with the off suited hand.
      Allein dieser Satz lässt die gesammte Kritik für mich unglaubwürdig werden^^ erinnert mich stark an "spielst du auch lieber offsuit? hasst ja doppelte flushchance!" Die generelle Abneigung gegenüber Fixed Limit versteh ich auch nich so wirklich...
    • zweiblum88
      zweiblum88
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2006 Beiträge: 2.397
      okay die Rezension ist 8 Jahre alt ... kann ja sein dass sich Hold Em wieder zurückentwickelt hat, nein im Ernst: ich glaube schon dass sich das Spiel über die Jahre verändern kann. Poker ist unheimlich dynamisch - nicht nur während einer Hand. Vor 8 Jahren wusste ich nichtmal die möglichen Pokerhände und von Hold Em hatte ich ganz bestimmt noch nie was gehört.

      Die Art der Spieler ändert sich auf jeden Fall und mit ihnen das Spiel. In den meisten Büchern steht ja auch, dass man seinen Spielstil an die Gegner anpassen können sollte um erfolgreich zu spielen.

      In micro-Limits sicher nicht notwendig. Auf 20 / 40 kann ich mir das schon vorstellen.

      Aber die Aussage "you'll actually make more flushes with the off suited hand." kommt mir spanisch vor. Mit Pokerstove kann man ja ausrechnen welche Hände wie oft gewinnen. In Small Stakes Hold Em habe ich gelesen dass man die Flush-Chance nicht unterschätzen soll: gewinnt man mit einer Hand in 16 Prozent der Fälle und addiert noch die 4% Flush Chance dazu sind das für einen nicht 4% Wachstum sondern 25% ( so in der Art ...).

      Ich würde die eine schlechte Bewertung da nicht so ernst nehmen, kauf das Buch und les es durch. Vielleicht macht es dich ja nicht zum winning player auf 20 / 40 - weiterbringen sollte es dich aber auf jeden Fall - und sei es nur im Englischlesen.

      Viel Ahnung vom Spiel hab' ich nicht, ich lese aber trotzdem gerne die Bücher, auch wenn die laut Forum oder Buchrückseite über Limit 3 / 6 (spiel übrigens .25 / .50 derzeit ...) hinausgehen. "Weighting the odds" finde ich bspw. wegen den Rechnung nicht abschreckend - im Gegenteil finde ich es enorm hilfreich gewisse Entscheidungen begründet zu sehen.

      Vielleicht spielst du ja in einem ähnlichen Limitbereich wie ich dann kannst dich ja mal melden ich hab da ein paar Bücher rumliegen und kann dir vielleicht mehr sagen als die amazon.de Rezension? Falls du schon 10 / 20 spielst und aufsteigen willst kannst du ja jetzt lachen und dich ärgern soweit gelesen zu haben :-p

      skype: zweiblum88
    • Atum
      Atum
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 149
      Ich lese das Buch gerade und fand es bisher sehr gut.
      Sind auf jeden Fall ein paar interessante Konzepte enthalten, über die man sich mal auf jeden Fall seine Gedanken machen sollte. Auch wenn sie nicht immer mit dem was man uns hier beibringen will 100%ig übereinstimmen. Ob man sie dann anwendet bleibt jedem selbst überlassen. Aber selbst wenn nicht bringt das einen weiter, da das Verständnis für das Spiel doch größer wird und man auch die Gegner besser verstehen kann, oder man es nur gelegentlich nutzt und sein Spiel variabler macht.
      Ein Nachteil des Buches ist aber, dass Sklansky sich hauptsächlich auf Fullring bezieht.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Ich kann HPFAP eher nicht empfehlen.

      Das Buch geht halt von middle Limit live Games aus mit eher weak-passiven Spielern. Wenn du dann selbst im Internet SH in den low Limits spielst, dann kann man kaum einen Bezug zu dem Buch herstellen.

      Alle Empfehlungen sind für Internetspieler viel zu passiv.

      Wenn du also vor hast, dir nur eine begrenzte Anzahl an Büchern zuzulegen, dann nimm lieber ein anderes. In den Buchempfehlungen steht HPFAP nicht umsonst unter den Zusatzbüchern.

      Manche Konzepte sind ganz nett, aber man findet alle auch in anderen Büchern, und dann meist mit besserem Praxisbezug.
    • ArneDis
      ArneDis
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 47
      Danke für eure Meinungen, ich denke, ich werde mir das Buch anschaffen- allerdings erst später.
      Ich spiele erst 0.25/0.5 FR, aber interessiere mich sehr für die theoretischen Konzepte aus Pokerbüchern. Im Moment lese ich "Internet Texas Hold'em". Dabei habe ich meinem Spilstil sehr nach den dort vorgestellten Konzepten verändert. Vor allem habe ich erst durch das Buch verstanden, wie man Conti-Bets richtig verwendet und war überrascht, dass sich meine Winrate deutlich gesteigert hat.
      Als nächstes möchte ich mir "Small stakes Hold'em" anschaffen. "Winning low limit hold'em" werde ich wohl überspringen, da es wahrscheinlich nicht viel neues für mich enthält.

      mfg ArneDis
    • romanH
      romanH
      Black
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 263
      Original von kombi
      Manche Konzepte sind ganz nett, aber man findet alle auch in anderen Büchern, und dann meist mit besserem Praxisbezug.
      welche Bücher wären das denn?
    • beutelwomb
      beutelwomb
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 710
      SSH ist ein gutes Buch, Konzepte kannst du immernoch verwenden kann man nur empfehlen.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Ich kann jedem Einsteiger "Winning Low Limit Hold'em" von Lee Jones empfehlen. Da werden zwar eher wenig grundlegende Konzepte erarbeitet, aber das Buch ist für low Limits genial, weil es in der Praxis einwandfrei klappt.

      Wenn man dann weiß wie man spielen muß, aber noch versucht zu verstehen warum man so spielen muß, dann empfehlen sich so Bücher wie SSH oder Weighting the Odds.
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Ich finde Internet Texas Holdem auch gut. Bei SSH sind die Beispielhände einfach total sinnlos. Hier wäre mal ne Überarbeitung angebracht.
    • Sinner316
      Sinner316
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 735
      Original von gear
      Original aus der Kritik
      you'll actually make more flushes with the off suited hand.
      Allein dieser Satz lässt die gesammte Kritik für mich unglaubwürdig werden^^ erinnert mich stark an "spielst du auch lieber offsuit? hasst ja doppelte flushchance!" Die generelle Abneigung gegenüber Fixed Limit versteh ich auch nich so wirklich...
      Ist das klasse! Die doppelte Flushchance!

      Aber die Meinung scheint ja tatsächlich nicht so ungewöhnlich zu sein. (also natürlich nicht ganz so überzogen, wie das Zitat von gear =) )

      In der Anfängersektion hier bei PS wird ja auch erwähnt, dass z. B. Tom McEvoy und T.J. Cloutier in ihrem "Championship Hold'Em" auch der Meinung sind, dass es keinen (bzw. nur einen minimalen) Unterschied zwischen suited und offsuited Händen gibt.

      Dahingehend überrascht es nicht, dass auch Amateur-Spieler ab und an diese Meinung vertreten, allerdings bleibt es mir ein Rätsel wie man zu diesem Schluss kommt.