Coaching Special: Matthias baut sich eine Bankroll auf!

    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Einleitung:

      Am 23.03.06 habe ich meine Karriere zu Simulationszwecken noch einmal gestartet - und zwar von ganz unten. Ausgestattet mit dem 50 Dollar-Bonus, welches jedes Mitglied mit Bestehen des Quizzes für den Karrierestart auf PartyPoker von uns erhält bin ich mit dem Screenname "Purestrategy" auf dem Limit 5 Cent/10 Cent eingestiegen, um mich von dort langsam aber sicher hocharbeiten. Hierbei halte ich mich an das Bankroll Management und steige nur dann im Limit auf, wenn ich die minimal erforderliche Anzahl an Big Bets für das höhere Niveau besitze.

      Anfangs fand die Aktion ausschließlich im Rahmen meines Coachings statt. Dies hatte aber zwei Nachteile. Zum einen kam ich dadurch nur langsam voran, zum anderen litt meine Perfomance darunter, da die Kommentierung des Geschehens meine Konzentration stark belastete. Ich fing daher am 20.8. an, auch zwischen den Coachings zu spielen.

      Das Bankroll Building wird im Initialpost dieseses Threads in Form eines Tagebuchs genau dokumentiert. Am Ende des Threads können Fragen an mich gerichtet werden bzw. Diskussionen ablaufen.

      Mit der Aktion möchte ich nicht nur einen gewissen Unterhaltungswert schaffen, sondern auch die von uns propagierten Inhalte und Methoden einem praktischen und allseits nachvollziehbaren Test unterziehen. In erster Linie möchte ich demonstrieren, dass Poker kein Glüchsspiel ist und dass man daher systematisch Erfolge herbeiführen kann. Poker ist ein komplexes Spiel mit einem großen Wissenscorpus. Dieser Umstand bildet die Grundlage für eine starke Skill-Diversifikation. Im Gegensatz zu banalen Spielen existieren im Poker sehr viele unterschiedliche Spielstärkeniveaus. Starke, aber auch nur durchschnittliche Spieler finden somit immer genügend schwächere Gegner, um profitabel zu pokern. Derjenige, der den Fleiß aufbringt, das Spiel systematisch zu studieren, wird in der Regel mit dauerhaftem Erfolg belohnt.

      Dieses Coaching ist kein explizites Anfänger-Coaching! Ich versetze mich nicht in die Denkweise eines Anfängers zurück (was mir wahrscheinlich gar nicht gelänge), sondern spiele mit meiner heutigen Spielstärke. Die Fragestellung könnte folglich so formuliert werden: Wie lange benötigt ein guter Pokerspieler, mit 50 Dollar Startkapital ausgestattet und die Prinzipien des Bankroll Managements befolgend, nenenswerte Beträge zu generieren?




      Pokertagebuch:

      09.03.07

      Ende des Projekts!

      Nach fast einem Jahr Dauer sehe ich die Zeit für gekommen, mein Bankrollbuilding-Projekt zu beenden.

      Hauptgrund sind die vielen Terminschwierigkeiten, die in letzter Zeit zu einer Reihe von Absagen und Verschiebungen geführt haben. Dafür möchte ich mich hier noch mal entschuldigen.
      Auch kann ich nicht verhehlen, dass sich bei mir eine gewisse Müdigkeit eingestellt hat. Der Anfangsschwung ist halt verflogen....

      Sicherlich wird es euch interessieren, wie ich meine Leistung selbst bewerte.
      Ich würde sagen, ich habe mich ganz passabel geschlagen, ohne jedoch dabei geglänzt zu haben.

      Die Gegnerschaft ist heutzutage eben auch in den unteren Etagen, zumal sich dort viele unserer gut ausgebildeten Einsteiger tummeln, nicht zu unterschätzen.
      Trotzdem laufen auf allen Levels stets genügend Fische herum, die es einem ermöglichen, das Spiel konstant zu schlagen.
      So ist auch meine Performance zu interprätieren. Ich habe mich Level für Level nach oben gearbeitet und gezeigt, was man aus 50 Dollar Startkapital machen kann.
      Zwar ist der Glücksfaktor beim Hold'em kurzfristig sehr groß, langfristig verliert er jedoch immer mehr an Bedeutung. Dort übernimmt der Skill-Faktor dann das Kommando. Er stellt sicher, dass man mit Hilfe von Fleiß und einem gewissen Maße an kognitiven und charakterlichen Eigenschaften systematisch Geld generieren kann.
      Vielen mag der Zeitraum, in dem ich die 3.700 Dollar zusammen gegrindet habe lang erscheinen, worauf es ankommt ist jedoch nur die Anzahl der Hände. Einige von uns spielen 90.000 Hände in einem Monat zusammen.

      Ich kann meine Aufgabe nun mit gutem Gewissen niederlegen, denn es hat sich prima Ersatz gefunden! Hasenbraten wird nun ebenfalls mit einem BRB-Projekt an den Start gehen und zwar im Bereich No-Limit, was sicherlich bei vielen Mitgliedern Begeisterung hervorrufen wird. Link

      Es ist nun an der Zeit mich zu verabschieden und all jenen Dank zu sagen, die meinen Coaching mit Interesse beigewohnt haben. Ihr wart stets ein tolles Publikum!

      Tschüß!


      10.02.07

      Komfortables Polster



      Auf 3/6 habe ich jetzt über längere Zeit solide Gewinne erwirtschaftet.
      Es ist nun an der Zeit, endlich den roten Schandfleck aus der 5/10-Statistik zu tilgen!
      Sollte ich wieder unter 3.000 Dollar rutschen, kehre ich zurück zu 3/6.


      04.02.07

      Hello again!

      Seit längerer Zeit hatte ich nun nichts von mir hören lassen. Dies lag vor allem daran, dass es nach unserem letzten Seitenupdate nicht möglich war, diesen Post weiter zu editieren, da eine Obergrenze von 50.000 Zeichen festgesetzt war. Dieser Mangel ist mittlerweile behoben.

      Zum Spielen bin ich auch kaum gekommen, wir man am Screenshot unschwer erkennt. Letzte Woche viel mein Coaching aus, weil ich beim PartyGammon 1 Million-Turnier auf den Bahamas teilnahm. Diese Woche viel das Coaching einem Missverständnis zum Opfer. Obwohl ich am Montag wieder zuhause war, fand ich mich nicht im Coachingplan wieder. Das hätte dann sehr wenig Zuschauer bedeutet. Morgen werde ich auf Geschäftsreise sein. Der nächste Termin wird Donnerstag der 8.2. sein.



      Mittlerweile habe ich mich wieder fast an den alten Höchststand herangekämpft. Beim ersten mal wollte ich die Welle reiten, so lange sie noch rollte. Mit viel Euphorie hatte ich damals kräftig aufs Gaspedal getreten. Nun ist die Situation etwas anders. Da ich mir die Dollars auf 3/6 mühsam erkämpfen mußte, werde ich mir zunächst ein etwas größeres Polster aufbauen (vielleicht so 3.500 Dollar), bevor ich dann auf 5/10 wechsele. Alternativ könnte ich auch auf beiden Limits spielen.


      Exkurs: Paired board on the flop

      Die richtige Handhabung von Standardsituationen ist das A und O im Poker. Was als Standardsituation gilt ist dabei nicht klar definiert, denn, für den Weltexperten ist so gut wie alles eine Standardsituation. In unzähligen Händen ist ihm so gut wie alles schon einmal untergekommen. Vieles hat er schon überdacht und zu festen Wissenseinheiten verarbeitet. Während des Spiels braucht er daher häufig nicht großartig zu sinnieren; stattdessen ruft er einfach diese vorgefertigten Muster ab.

      Natürlich kann man zwischen elementaren und subtilen Standardsituatuionen unterscheiden. Die elementaren sind dabei ungleich wichtiger, denn sie kommen weitaus häufiger vor als Sonderfälle. Eine dieser Standardsituationen ist jene: Auf dem Flop erscheint ein Paar und ein early Player bettet in das Feld hinein. Ist dieses Feld relativ klein, der Pott also auch, kann man zu über 90 % davon ausgehen, dass er keine Trips hat. Meistens hat er 2 Pair (die dritte Boardkarte getroffen), ein Draw oder ist auf einem pure bluff. Hier ein Beispiel aus meinem letzten Coaching:

      Ich saß im CO mit Aces.

      Party Poker
      Limit Holdem Ring game
      Limit: $3/$6
      6 players
      Converter

      Pre-flop: (6 players)
      2 folds, [color:#cc0000]CO raises[/color], Button calls, SB
      calls, BB calls.

      Flop: 9:spade: T:spade: 9:diamond: (8SB, 4 players)
      [color:#cc0000]SB bets[/color], BB folds, [color:#cc0000]CO
      raises[/color], Button calls, [color:#cc0000]SB 3-bets[/color],
      [color:#cc0000]CO caps[/color], [color:#cc0000]Button calls all-in
      $2.66[/color], SB calls.

      Turn: T:club: (9.44BB, 2 players + 1 all-in - Main pot:
      8.33BB, Sidepot 1: 1.11BB
      )
      [color:#cc0000]SB bets[/color], CO calls.

      River: J:club: (11.44BB, 2 players + 1 all-in - Main pot:
      8.33BB, Sidepot 1: 3.11BB
      )
      [color:#cc0000]SB bets[/color], CO calls.

      Results in white below:
      SB has Th Ad (full house, tens full of nines).
      UTG doesn't show.
      doesn't show.
      CO has Ac Ah (two pair, aces and tens).
      Button has 9h 8d (full house, nines full of tens).
      Outcome: SB wins 12.11 BB.


      Mein Flop-Cap war gut, da es sehr unwahrscheinlich war dass der SB mit Trips in das Feld hinein bettet. Das Board war drawheavy und so setzte ich den SB und auch den Button auf einen Draw bzw. ein Pair. Der Cap war for value und auch for protection. Der Calldown war klar, da mein Gegner neben einem Fullhouse ja auch ein Overpair oder ein busted Flushdraw hätte haben können.

      Noch eine kleine Anmerkung: Im High Stakes Poker kann ein early bettor sehr wohl auf trips sitzen, da hier häufig reverse psychology zur Anwendung kommt. Das kann dann wiederum dazu führen, dass von ihm ein solches Verhalten angenommen wird und er wieder - eine Ebene höher - nur sein 2 Pair lead betted.

      In großen Pötten mit und einem action-flop (hohe Karten, die sich mit den Händen der anderen Spieler verbunden haben könnten) ist es dagegen empfehlenswert, seine trips ins Feld zu betten, da die Gegener nicht so einfach von ihrer Hand wegkommen. Manchmal wird man dann sogar geraist.




      In der nächsten Hand spielte ich meine Kings aggressiv, da ein late player in einem kleinen Pott so gut wie nie sein Set raisen würde. Stattdessen würde er damit bis zum Turn warten, in der Hoffnung, dass der Flop-Agressor wieder betten würde und er auch noch den middle player trappen würde. Die Valuebet am River war sicherlich gut zu vertreten, da weder ein Flush noch ein Ace hinsichtlich der Flopaction wahrscheinliche Holdings waren.

      Party Poker 3.00/6.00 Hold'em [color:#0000FF](6 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with K:heart: , K:diamond: .
      [color:#666666]1 folds[/color], MP calls, [color:#666666]1 folds[/color], Button calls, [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], MP calls, Button calls.

      Flop: (6.33 SB) 8:diamond: , 6:club:, 6:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], MP calls, [color:#CC3333]Button raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], MP folds, Button calls.

      Turn: (6.67 BB) J:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], Button calls.

      River: (8.67 BB) A:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], Button calls.

      Final Pot: 10.67 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero has Kh Kd (pairs, Kings and Sixes.)
      Button has 7d 7c (pairs, Sevens and Sixes.)
      Hero wins 10.17 BB.
      [/color]





      12.12.06

      Die zwei Seiten einer Medaille







      Nach meinem Downswing bin ich wieder bis auf 300 Dollar an den alten Höchststand heran gekommen. In Sachen kumulierter BB-Wert bin ich sogar auf einem neuen Alltime High gelandet (siehe Graph), da ich ja viel Geld auf 5/10 und 10/20 verlor (relativ wenig BB).

      Nach der letzten Veröffentlichung ging es erst einmal seitwärts, bis mich dann ein erneuter Downswing bis auf 1300 Dollar zurückwarf. Ich wähnte mich schon wieder bei 2/4, als sich das Glück schließlich wendete und ein groüer Upswing einsetzte. Glanz und Gloria der Upswingphase sind nun zwar erst einmal verflogen, aber auch mit moderaten Gewinnen kann man ja zufrieden sein.

      In dieser Entwicklung ist das Verhältnis zwischen Glück und Können beim Poker übrigens ganz gut abgebildet. Kurzfristig ist man den Launen des Schicksals ziemlich stark ausgesetzt. Langfristig wird man als gut ausgebildeter Spieler jedoch sicher und beständig Gewinne machen. Dies sind die zwei Seiten einer Medaille.

      Daraus ergibt sich dann auch die passende Geisteshaltung: Gelassenheit. Weder ein all zu großer überschwang in Phasen des Upswings, noch eine depressive Haltung in Downswingsituationen sind nötig oder gesund. Wer in beide Richtungen gelassen bleibt, der wird davor verschont bleiben, dass all zu große Gefühlsregungen das rationale Denken vernebeln.



      Nachtrag zu "Following the Maniac"

      Der letzte Exkurs hatte eine rege Diskussion ausgelöst. Das ist sowohl unterhaltsam als auch produktiv. =)
      Einige Wortwechsel basierten jedoch auf Missverständnissen. Ich werde versuchen, sie mit diesem Nachtrag zu beseitigen.

      PokerTracker ist ein schönes Spielzeug mit dem man nette Sachen machen kann. Klickt man auf den Registerreiter "Summary", so erhält man eine Auflistung all seiner Gegner. In der folgenden Grafik kann man sehen, wie "Cashflow227" sich so gemacht hat. Meine Aussage, dass er auf Tilt war ist wohl ganz gut zu erkenenn anhand seines BB-Wertes auf 10/20.



      Besonders interessant finde ich die Tabelle, die man unter Misc. Stats zu Gesicht bekommt. Hier kann man seine größten Kunden in hierarchischer Übersicht wieder finden. Wie man sieht ist Cashflow227 mein zweitbester Kunde. Er hat auf 5/10 sage und schreibe fast einen gesamten Buy-in an mich abgedrückt und damit seinem Namen alle Ehre gemacht.



      Jeder Spieler mit gesunden Raubtierinstinkten würde sich aufmachen, eine solch fette Beute zu verfolgen. Dass es grundsätzlich +EV ist, sich mit Position auf unseren Freund an den 10/20-Tisch zu setzen steht auüer Frage. Ob man es macht oder nicht, hängt von der eigenen Einstellung ab.

      Machen wir eine Fallunterscheidung:

      Fall a) Der Shot (ich tue mich mit dem Begriff ein wenig schwer, da ich darunter eigentlich ganz andere Sachen verstehe) klappt. Resultat: Man steigt schneller auf und gewinnt Zeit.

      Fall b) Der Shot klappt nicht (wie bei mir, obwohl es nicht an Cashflow227 lag, gegen den ich nicht spielen durfte mangels geeigneter Karten). Resultat: Man steigt langsamer auf und verliert Zeit.

      Das Entscheidenende ist nun aber, dass der potentielle Zeitgewinn gröüer ist als der potentielle Zeitverlust, da das Ereignis +EV ist. Auflange Sicht steigt man also schneller auf, wenn man sich in diesser Situation immmer so verhielte wie ich.

      Ein ähnliches Beispiel ist übrigens der Open Raise Chart (ORC). Keiner würde es wagen zu behaupten, der ORC sei -EV. IM ORC raist man KJo im MP2. Zu sagen, dies sei Maniac Style, weil hinter einem ja Spieler mit Monsterhänden lauern könnten ist natürlich verkehrt. Ein Raise mit KJ0 im MP2 oder A7 im CO bringt langfristig einen kleinen Edge. Sicherlich gibt es viele Spieler bei uns, die auf diesen Edge zugunsten von Bequemlichkeit und Sicherheit verzichten. Das ist ihr gutes Recht. Aber sie müssen sich darüber Bewuüt sein, dass sie für diesen Luxus eine kleine Prämie zahlen.

      Meine Maünahme bringt langfristig übrigens bedeutend mehr Value als mit KJo im MP2 zu raisen! =)


      Nun kommen aber noch weitere Faktoren hinzu, die es oftmals ratsamer machen, sich gegen eine solche Maünahme zu entscheiden.

      a) Anfänger sollten von solch sophisticated moves eh die Finger lassen.

      b) Tilter auch, da die Verluste auf dem höheren Limit den Tiltschalter umlegen könnten.

      c) Konservative Charaktere wären durch die höheren Beträge zu sehr eingeschüchtert.


      Die Maünahme ist geeignet für weit Fortgeschrittene, Semi-Profis und natürlich Profis, die mit nüchternem Kalkül an die Sache heran gehen können!
      Grundsätzlich empfehlen wir unseren Mitgliedern ein konservatives BRM, wie es im Strategieteil vorgefunden wird und auch von mir abgesegnet wurde. Uns sind solide Spieler viel lieber, die sich langsam aber sicher ihre Bankroll aufbauen, als wilde Hasadeure.

      Bitte aber niemals vergessen, dass Poker, trotz einer Fülle allgemeingültiger Gesetze und Prinzipien immer noch genügend Spielraum für individuelle Maünahmen bietet. Sollte sich also jemand von einer Sache nicht so angezogen fühlen, bitte die Sache nicht gleich kritisieren. Die Menschen sind verschieden. Was für einen selbst schlecht ist, das ist vielleicht für andere gut. Viele unserer erfolgreichen Spieler (einige haben genauso viel oder mehr gewonnen als Korn, da sie fulltime spielen) wären mit einer Hasenfuümentalität jedenfalls nicht dort gelandet, wo sie jetzt sind.


      Exkurs: Following the Maniac

      Die Following the Maniac-Methode ist eines meiner Standardinstrumente, welches ich schon mehrfach erfolgreich eingesetzt habe. Ich werde sie am Beispiel der letzten Session erklären und übersichtlich in einzelne Phasen unterteilen:

      1. Ich saü bei 5/10 am Tisch von cashflow227 und hatte position auf ihn. Dies war das Ergebnis meiner Table Selection.
      2. Da er ein schlechter Spieler ist, verlor er all sein Geld. Ein Groüteil davon ging an mich, da ich zwei Plätze links vom ihm saü und gute Karten bekam.
      3. Er verlieü den Tisch.
      4. Ich öffnete die Handhistorie um die genaue Schreibweise seines Namens herauszufinden.
      5. Ich fügte ihn in meine Buddylist ein und suchte ihn über die Funktion "Game Rules & Otions" > "Player Search" > "Buddies"
      6. Normalerweise suchen sich gelöschte Spieler einen anderen Tisch auf dem gleichen Limit. Tilter odee Maniacs dagegen wechseln oft auf ein höheres Limit, um ihren Verlust möglichst schnell wieder wett zu machen.
      7. Ich setzte mich auf die Waiting-List dieses Tisches.
      8. Kurze Zeit später wurde der Sitz 2 Plätze links vom ihm frei.
      9. Ich setze mich hin.
      10. Noch bevor ich im Big Blind einsetzen konnte wurde der Platz direkt links von ihm frei.
      11. Ich stand vom Tisch auf, um mich auf diesen besten Platz am Tisch zu setzen.
      12. Der Rest ist bekannt. Der Manic ging auch dort pleite, ohne dass ich diesmal etwas abbekam. Ich hatte einfach keine guten Karten als er in der Hand war.





      Manch einer wird sich nun die Frage stellen, ob meine Aktion gut war, vorbildlich und im Einklang mit dem Bankroll Management. Ich würde das alles bejahen.

      Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass ich nicht im groüen Stil über meine Verhältnisse gespielt habe. Es war ja nur einer von vier Tischen und auüerdem zeitlich stark begrenzt. Es war somit ein singuläres Ereignis. Generell sollte man nicht vorzeitig auf höheren Limits spielen, aber dies hier war eine Sondersituation. Erfolgsorientierten Menschen ist eines gemein. Sie machen sich stets die Mühe, den Einzellfall zu bewerten, anstatt sich bequem hinter allgemeinen Prinzipien und Regeln zu verstecken und darauf auszuruhen.

      Die Aktion hat mich Geld gekostet und war nicht von Erfolg gekrönt. Der kurzfristige Erfolg oder Misserfolg ist aber im Poker irrelevant. Um eine Handlung zu bewerten, darf man sich nicht vom Ergebnis blenden lassen. Ergebnisorientiertes Denken in einem engen zeitlichen Rahmen ist eine Todsünde beim Pokern. Ausschlaggebend ist allein die nüchterne Analyse.

      Diese Analyse ergibt, dass die Situation für mich hoch profitabel war. Ich hatte Position auf einen tiltenden Manniac mit einem PFR von 36 %. Dies ist eine hervorrragende Möglichkeit, um ihn guten Händen durch ein Raise oder eine 3-Bet zu isolieren. Der kategorische Imperativ des Poker lautet ja, dass man Situationen herbeiführen soll, die potentiell hoch profitabel sind. Nichts anderes habe ich hier getan. Als ich meine Komfortzone noch bei 20/40 und 30/60 hatte, erfolgten meine ersten Ausflüge auf 50/100 und 100/200 in eben diesen Maniac-Verfolgungssituationen. Hier hatte es nicht funktioniert, weil der Mankiac sehr schnell pleite ging und auch nicht nachkaufen wollte. Grundsätzlich ist das aber eine feine Sache.


      06.12.06

      Autsch!

      Meine erste 5/10 Sesion endete heute morgen mit einer Klatsche. Aber natürlich haut mich das nicht vom Hocker. Ich bin Kummer gewohnt.

      Zunächst fing alles ganz gut an und ich war leicht im Plus. An einem der Tische gewann ich ziemlich viel und zwar im Prinzip nur von einem einzigem Spieler, einem Maniac auf den ich Position hatte. Irgendwann war der Maniac pleite und verschwand an einen 10/20er-Tisch wo hin ich ihm folgte (Diese Maünahme wird im Exkurs eingehend erklärt). Leider konnte ich an diesem Tisch kein Geld mehr von ihm extrahieren und hatte auch sonst kein glückliches Händchen (einmal verlor ich einen groüen Pott mit einem kleinen Full House gegen ein gröüeres). Nachdem ich den Tisch verlieü war ich runter auf 2.700 Dollar. Dann ging es bröckelnderweise weiter bergab bis auf 2.500 bis dann das groüe Finale einsetze und ich an zwei Tischen gleichzeitig gelöscht wurde.

      Eine zeitlang werde ich jetzt mit den den roten Zahlen in den Stats leben müssen, aber tragisch ist das nicht, denn langfristig wird alles von einem satten, vitalen Grün überwuchert werden. Natürlich werde ich jetzt erst einmal wieder brav an den 3/6-Tischen malochen, um mir das 800-Dollarticket für 5/10 zu verdienen.





      04.12.06

      5/10 - da kann was geh'n!

      Nächstes mal spiele ich 5/10 SH. Sollte ich mit einem Downswing starten und unter 2.500 Dollar rutschen, hat 3/6 mich wieder.










      Exkurs: Ein paar Gedanken zum Bankroll Mangement

      Die folgende Frage von pKay nehme ich zum Anlaü, mal etwas über die verschieden Arten des Bankroll Managements zu schreiben.


      Hi Matthias! Hier würde mich mal deine Empfehlung interessieren, die du evtl. auch noch auf der Mainpage verewigen solltest.
      Wenn Leute, die sich neben dem Limitaufstieg auch noch bilden müssen. Also nicht so wie du schon mit äuüerst qualifiziertem Wissen ausgestattet sind.

      Empfiehlst du dann generell auch nach erst so minimal wenigen Händen auf 2/4 schon den Wechsel zu riskieren? Einfach um möglichst schnell die Grenzen austesten zu können oder würdest du dann doch eher empfehlen z.B. soetwas wie "mindestens erstmal 10k Hände zu spielen"...?!
      Meiner Meinung nach ist Bankroll Management dem Wesen nach eher ein System von Prinzipien, als ein enger Fahrplan für den Limitaufstieg. Da Prinzipien aufgrund ihres abstarkten Charakters jedoch sehr leicht missverstanden werden können, ziehen wir es vor, im betreffenden Strategieartikel konkrete Handlungsanweisungen zu geben. Wer sich daran hält, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Neben der sicheren Variante gibt es aber oftmals eine unsicherere mit höherer Gewinnerwartung.

      1. Der Sinn des Bankroll Managements

      Bankroll Management ist auüerordentlich wichtig!

      a) Der Anfänger soll davon abgehalten werden, eigenes Geld aufs Spiel zu setzen noch bevor er über das nötige theoretische Wissen verfügt. Ferner verhindert das BRM, dass er am Anfang auf zu starke Gegner trifft. Es erspart ihm auch das Gefühl der Frustration, welches anfängliche Verluste mit sich bringt. Dies könnte ihm sogar das Spiel völlig verleiden und damit eine potentiell erfolgreiche Pokerlaufbahn vernichten. Ein wirklich groües Malheur!

      b) Der Fortgeschrittene oder Profi (das gilt auch für Anfänger) muss durch das BRM Kapitalverlust abwenden. Ohne Kapital kann er ja nicht mehr pokern. Kapitalverlust vermeidet er durch Limitabstieg nach erfolgten Verlusten. Er hat nun wieder die gleiche Anzahl von Big Bets zur Verfügung, wie auf dem höheren Limit. Je mehr Big Bets, desto gröüer das Polster. Je gröüer das Polster, desto mehr Zeit steht ihm zur Verfügung, um Downswings auszubügeln. Da Fortgeschrittenen und Profis Winning Player sind und somit langfristig immer gewinnen, ist alles was sie brauchen ZEIT. Ein Limitabstieg verschafft ihnen diese Zeit in Form von Big Bets.

      2. Das statische BRM

      Das statische BRM sieht so aus, dass man auf einem Limit so lange spielt, bis man es nachhaltig geschlagen hat. Somit hat man zwei Ziele erreicht. a) Man hat sicher gestellt, dass man die Reife für das nächste Level besitzt und b) Man hat ein groües finanzielles Polster. Im Rahmen des statischen BRM muss man daher selten wieder im Limit absteigen, da man Downswings aufgrund der hohen Kapitaldecke gut abfedern kann.

      3. Das dynamische BMR

      Das dynamische BRM ist das, was ich hier praktiziere. Ich steige sofort auf, wenn ich die minimale Anzahl Big Bets fürs höhere Limit erreicht habe. In diesem Fall habe ich mich für 300 BB im shorthanded Modus entschieden. Aufgrund der niedrigen Kapitaldecke ist eine Grundvoraussetzung für das dBRM die Bereitschaft, zügig wieder abzusteigen, wenn sich das Kartenglück gegen einen wendet. Wie der Name schon sagt ist das dynamische BRM eine in beide Richtungen flexible Angelegenheit.

      4. Die Entscheidungsparameter

      Zwischen einem extrem statischen und einem extrem dynamischen BMR gibt es natürlich Abstufungen jeglicher Art. Welches Modell für einen geeignet ist hängt davon ab, was für ein Typ man ist. BRM ist somit etwas sehr individuelles. Hier eine Auflistung verschiedener Kriterien:

      a) Sicherheit
      Sicherheitsorientierte Charaktere werden natürlich das statische BRM bevorzugen.

      b) Flexibilität/Rigidität
      Jemand mit eher rigider Grundhaltung wird Probleme mit dem Gedanken haben, wieder absteigen zu müssen. Ihm ist es am liebsten, seine Karriere geht kontinuierlich bergauf (von kleineren Zacken im Chart mal abgesehen). So jemand wird natürlich eher zum sBRM neigen.

      c) Sportsgeist/Ehrgeiz
      Je sportiver und ehrgeiziger jemand eingestellt ist, desto eher will er seine Grenzen ausloten. Wie weit kann ich kommen? Und wie schnell?

      d) Mathematisches Kalkül
      Jemand mit mathematischem Kalkül könnte dazu neigen, möglichst schnell aufzusteigen, um den Hebel zu vergröüern und damit auch seine Gewinnerwartung im absoluten Sinne.


      5. Die Beantwortung der Eingangsfrage von pKay

      Da BRM eine starke individuelle Note hat, läüt sich die Frage nicht allgemeingültig beantworten. Meine persönliche Preferänz dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Ich neige stets zu sehr dynamischen Lösungen.
      Läüt sich dass nun auch übertragen auf jemanden, der weniger Erfahrung hat als ich? Konkret: Angenommen, meine Karriere hätte wirklich erst vor kurzem begonnen und würde von den Screenshots hier voll abgebildet werden, hätte ich auch dann so schnell auf 3/6 aufsteigen sollen, mit nur 3.000 Händen auf 2/4?

      Ich meine, diese Vorgehensweise wäre zumindest gut vertretbar gewesen, da sie zur wohl Profitmaximierung beiträgt. Dazu müüten natürlich folgende Voraussetzungen gelten:

      a) Bereitschaft zum schnellen erneuten Limitabstieg
      b) Unser Spieler (ich) hat alle vorangehenden Limits geschlagen (dies ist ja per Definition gegeben, wenn man sich ans BRM hält)
      c) Jemand, der alle Levels bis 1/2 nachhaltig geschlagen hat (und 2/4 auf 3000 Händen) ist auch auf 3/6 ein Winning Player.

      zu c) Die Perfomance auf 2/4 spielt aufgrund der geringen Sample Size nur eine kleine Rolle uns steht daher in Klammern. Sind die Spieler auf 3/6 nun also bedeutend stärker als die auf .5/1 und 1/2? Wenn nicht, dann wird unserer Hero auch Winning Player auf 3/6 sein und vom höheren Hebel profitieren, was für einen schnellen Aufstieg spräche.

      Am anfang meiner Pokerkarriere glaubte ich, auf jedem höheren Niveau wären die Spieler grundsätzlich viel stärker als auf den darunter liegenden. Schnell lernte ich, dass dem nicht so ist. Zwar nimmt die Fischdichte stets ein wenig ab und die Sharkdichte ein wenig zu, aber es bleiben immer noch genügend Fische übrig. Zum einen haben wir ja durch unsere Table Selection Tools wie Fishfinder und PT/PA die Möglichkeit, Fische problemlos aufzuspüren. Zum anderen fühlen sich gerade Fische von hohen Eisätzen magisch angezogen. Dies liegt darn, dass sie eben kein BRM betreiben und deshalb nicht unbedingt ganz unten einsteigen. Ferner kommen einige Fische vom Live Poker. Dort ist 2/4 das niedrigste Level. Ein Live Fisch würde es nun als unter seiner Würde empfinden, niedrieger zu spielen als gewohnt. Ein dritte Grund hängt mit dem Nervenkitzel zusammen. Fische sind Genuüspieler und brauchen den Thrill. Für viele kommt dieser aber erst ab gewissen Summen zustande. Fische denken ja nicht in Big Bets, sondern in absoluten Geldbeträgen!

      Wenn ich an die tighten Beginnerstische zurück denke und darn, wie schwer es mir meine Gegner auf .5/1 und 1/2 gemacht haben, dann ist die Sache für mich ziemlich klar. Das Limit auf dem jemand spielt hängt oft mehr mit seinem Geldbeutet oder seiner (fischigen) Einstellung zusammen, als mit seiner Spielstärke. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, stifte ich mal ein Bild, was ich während meiner gestrigen Session geschossen habe.

      Zum Vergröüern auf die Grafik klicken





      Neumitglieder wissen unter Umständen nicht was die Zahlen bedeuten. Hier die Erklärung:

      ol: VPIP = volantary put money into the pot = wie oft jemand spielt
      om: PFR = Preflop-Raise
      or: Steal = Stealraise = Raises first in vom Button und Cut-off
      ul: AF = Agressiin Factor
      um: Hands
      ur: WTS = Went to Showdown

      03.12.06

      Upswing hält weiter an



      Werde Montag wohl mal shoppen gehen ;-)



      Exkurs: Blindstruktur

      Die Blindstruktur, also das Verhältnis von SB zu BB hat einen groüen Einfluü darauf, wie man aus dem SB spielt. Man unterscheidet verschieden Strukturen:

      1. Standardstruktur (SB = 1/2 BB)

      Grundsätzlich beziehen sich alle Anmerkungung zu Blind Stealing und Blind Defense auf die Standardstruktur.


      2. 3/6 Stuktur (SB = 1/3 BB)

      Diese Struktur ist einfacher zu spielen als die Standardstruktur, da man einfach weniger Hände spielt indem man den SB öfters foldet.

      a) Complete in Multiway Pötten
      Die anforderungen an Complte-Hands sind höher. Ich würde nur mit guten Drawing Hands wie kleine Pocket Pairs und guten Suited Cards (2 gap max) und mit einer Hand wie AT completen.

      b) Defense gegen Steal Raises

      Hier ist die Motivation, sich auf eine möglicherweise sehr verlustreiche Defense einzulassen natürlich geringer. Gerade wenn man 4+x-tabling betreibt, könnte eine pragmatische Herangehensweise sein: Why should I bother?!

      c) SB > BB: Complete Bluff

      In der Standardstruktur spiele ich gegen passive Gegner ganz gerne den Complete Bluff. Ich complete mit any two cards (Gegen agressive folde ich lieber mit schwachen Karten, da die Gefahr eiens Raises zu groü ist. Einige aggressive Sieler raisen mit any 2 cards nach einem Complete, da sie ihn, meist zu recht, als Zeichen von Schwäche ansehen.) und bette dann jeden Flop. Da der Flop die gegnerische )unpaired) hand nur in einem drittel der Fälle trifft, folden sie dann häufig auf dem Flop. Okay, manchmal erhalten sie eine starkes Draw..., aber manchmal trefefn ja auch wir etwas auf dem Flop.

      In der 3/6-Struktur verzichte ich auf diesen Move, weil er einfach zu teuer ist.

      d) Sb > BB: Steal Raise

      In der Standardstruktur attackiert man den BB häufig mit halbseidenen Händen gemäü ORC-Chart. In der 3/6-Struktur braucht man dafür aufgrund des höheren Preises bessere Hände. Hier ist also oftmals der Why bother-Fold (Ich melde hiermit offiziel das Patent auf diesen namen an ;-) angebracht.


      3. Die 15/30-Struktur ( SB = 2/3 BB)

      a) Blind Defense

      Hier ist man als SB schon ziemlich gut investiert. Man muss sein Geld deshalb noch ein wenig energischer gegen Steal raises verteidigen. Hinzu kommt ja auch, dass ein potentielle Stealer durch dass gröüere Blind Money eher motiviert ist, bei seinen Steals mit den Raisingstandards weiter herunter zu gehen.

      b) Complete Multiway

      Das Thema "Complete" ist in dieser Struktur so einfach wie nur sonst was. Man completet so gut wie immer. In Multiway Pötten hat man groüe implied odds aufgrund der Tatsache, das die Chance "2 Pair or better" zu floppen bei 1 zu 20 liegt. Hinzu kommt die Chance auf gute Draws oder 1 Pair Hands mit Improving Potential.

      c) Bei einem Limper sollte man auch mit 32o completen, da man nun gute Chancen hat, bei entsprechender Flop-Struktur beide Gegner aus der Hand zu bluffen.


      4. 5/10 Struktur (SB = 2/5 BB)

      Diesse Struktur erscheint mir am schwierigsten zu sein, Okay, man spielt etwas vorsichtiger als in der Standard-struktur, aber wo genau zieht man die Grenze? Ich selbst habe wenig Erfahrung mit 5/10. Als ich vor knapp 2 jahren dort auftauchte spielet ich nur FR. Die 5/10er-Tische waren damals ziemlich tight, so dass ich schnell auf 15/30 zu spielen begann, wo die ganzen Maniacs saüen. Ich erkannte diesen Zusammenhang schnell, indem ich das Verhältnis zwischen Pottgröüe und Big Bet-Gröüe betrachtete. Bei 5/10 FR war das Verhältnis so ungünstig wie auf keinem anderen Limit, so dass ich mich dort nicht besonders wohl fühlte und schnell verschwand.

      Exkurs: Graphen

      Die folgenden Graphen habe ich mit Poker Patterns erstellt. Hier der link zum download: http://83.149.84.143/~muse/pokerpatternsv17.zip



      Graph 1 beschreibt mein gesamtes Bankroll Building. Allerdings fehlt das Limit .5/.10 und Teile von .10/.20 da ich dort noch unter dem alten Screenname Matthias50 gespielt hatte.




      Graph 2 bildet 0,5/1 ab.




      Graph 3 bezieht sich auf 1/2

      Es ist schön zu sehen, wie ich auf beiden Limits 16.000 Hände lang auf der Stelle trat. Erst nach jeweils 22.000 Händen konnte ich die beiden Levels als geschlagen betrachten. Daraus folgt, dass das Wechselspiel zwischen Glück und Pech kurzfristig auch einem, seiner durchschnittlichen Gegnerschaft klar überlegenen Spieler das Leben schwer machen kann. Aus diesen Daten kann man unter Vorbehalt schlieüen, dass erst eine Sample Size von ca. 20.000 Händen halbwegs seriöse Aussagen erlaubt.

      Interessant ist auch der krasse DS bei 1/2 von 170 BB innerhalb von nur 600 Händen. Daraus wird ersichtlich, dass auch ein starker Spieler zu keiner Zeit die Kontrolle darüber hat, die Varianz klein zu halten. Wenn man Erfolg im Poker erreichen möchte, muss man mit heftigen Ausschlägen leben lernen. In Anlehnung eines bekannten amerikanischen Sinnspruchs könnte man konstatieren: Downswing happens!



      Graph beschreibt meinen überfall auf 2/4 und verdeutlicht einmal mehr die Swingyness des Poker. 2/4 bestand nur aus drei Sessions: einem riesigen Upswing der von einem ebenso groüem Downswing egalisiert wurde, gefolgt vom finalen Upswing.

      30.11.06

      Erfolgreicher Start auf 3/6 SH

      Die erste Session brachte mir gleich ein wenig Abstand zum drohenden Wiederabstieg nach 2/4.



      In einer Hand tat mir mein Gegner wirklich leid. Bereits am Turn hatte er den Nutflush und als sich am River das Board nicht paarte, griff er schon nach den Cyberbucks. Groü muüte daher sein Schock gewesen sein, als der Pot in Richtung meines Avataren wanderte. Damit war er auch gleichzeitig gelöscht.

      Party Poker 3.00/6.00 Hold'em [color:#0000FF](5 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with 9:spade: , T:spade: .
      [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]2 folds[/color], BB calls.

      Flop: (4.33 SB) 5:diamond: , Q:spade: , 3:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], Hero calls.

      Turn: (3.17 BB) J:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#CC3333]BB 3-bets[/color], [color:#CC3333]Hero caps[/color], BB calls.

      River: (11.17 BB) K:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#CC3333]BB is all-in ($1.00)[/color].

      Final Pot: 14.33 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero has 9s Ts (straight flush, King high.)
      BB has 8s As (flush, Ace high.)
      Hero wins 0.83 BB.
      Hero wins 13.17 BB.
      [/color]



      29.11.06

      3/6 SH - ich bin da!

      Meine drei 2/4-Sessions glichen einer Achtetbahnfahrt. Zuerst ging es 100 BB rauf, dann das gleiche wieder hinunter. Die heute Session war mir 13.49 BB/100 ein gigantischer Erfolg (okay, ein biüchen Glück war auch dabei ;-)
      Nächstes mal spiele ich auf 3/6 SH, allerdings mit einer sehr konservativen Einstellung. Ich werde bereits bei einem Verlust von 2 Buy-ins (300 $), also bei 1500 $ wieder absteigen auf 2/4.



      28.11.06

      Wie gewonnen, so zeronnen...

      Die Swings können manchmal wirklich möderisch sein. Gigantischen Upswings folgend eben so groüe Downswings und die Gewinne sind dahin. Mir ist es gerade eben so ergangen. Während meines Upswings traf ich nach Belieben: Sets, Flushes und Full Houses. Die gestrige Session dagen war die Hölle. Kaum ein Flop wollte sich mit meinen Karten verbinden, und wenn, dann kam da oftmals diese ekelhafte Riverkarte. Mit anderen Worten: Der ganz normale Wahnsinn, den jeder der pokert Tag für Tag erlebt.



      27.11.06 c

      So, für heute reicht's!




      27.11.06 b

      41 Hände später....



      27.11.06

      Verhaltener Start auf 2/4 SH

      .... aber wenigstens alles im grünen Bereich.



      23.11.06

      Exkurs: 2/4 - das Schlüssellimit

      Nun werde ich ja bald auf 2/4 spielen und freue mich auch schon drauf. Von meinem monetären Empfinden her habe ich dort das Gefühl, dass es so langsam um wirklich nennenswerte Beträge geht. 2/4 ist für mich das Schlüssellimit, weil man hier das erste mal soviel Geld verdienen kann, um davon anständig in Deutschland leben zu können. Von daher ist es das unterste Profi-Level. Schlägt man 2/4, könnte man theoretisch vom Pokern leben.

      Hier die Rechnung:
      Angenommen, ich schlage 2/4 SH 4-Tabling mit 1BB/100, dann verdiene ich pro Stunde 16 Dollar. Man schafft ja an 6er-Tischen etwa 100 Spiele in der Stunde. 16 Dollar sind 12,32 Euro, das mal 8 (Stunden) sind fast 100 Euro pro Tag. Ein sehr guter Spieler schafft sogar 2BB/100 und verdient somit das Doppelte.

      Ich will übrigens mit dieser Rechnung keineswegs irgendwen dazu ermutigen, Profi zu werden. Diese Rechneung setzt voraus, dass man die 1 BB absolut nachhaltig erwirtschaftet, das heiüt, über eine sehr groüe Anzahl von Händen. Und selbst dann stellt sich die berechtigte Frage, ob der Beruf "Pokerprofi" für die Persöhnlichkeitsentwicklung überhaupt die gesündeste Alternative darstellt. Im Psychologie-Forum gab es dazu ja schon reichlich Diskussionen. Dieser Exkurs ist eher als theoretische überlegung zu verstehen und soll die Bedeutung von 2/4 als Benchmark hervorheben.


      21.11.06

      2/4-Reife erlangt



      Gewinn: 1.312,53 Dollar

      Bankroll: 1.312,53 + 50 Bonus = 1.362,53 Dollar

      virtuelle Bankroll: 1.312,53 + 50 + 100 (raked Hands-Bonus) + 3 X 75 (Reload-Bonus) = 1.687,53 Dollar

      Hätte ich in der Anfangszeit mehr gespielt (also nicht nur während der Coachings bzw. wäre die Marke für den Raked Hands Bonus damals nicht 10.000 sondern 5.000 gewesen, dann hätte ich nun 100 Dollar mehr auf der Uhr. Genauso verhält es sich mit den Reload-Boni, die ich unter normalen Umständen materialisiert hätte.

      Für mich besteht nun eine gewisse Versuchung darin, aus kosmetischen Gründen meine Earn Rate über 2 BB/100 zu pushen. Ich bin mir sicher, dass ich das schaffen würde, wenn ich nur lang genug spielte. Aber was solls! Der rasche Aufstieg auf 2/4 ist ebenso verlockend. Wenn ich in einen Downswing gerate, muss ich eh wieder absteigen und kann dann die Statistik immer noch verschönern.

      Die nächste Session findet also auf 2/4 SH statt!

      17.11.06

      Neuer Höchststand




      13.11.06

      Endlich vierstellig!



      Mit den 2 BB/100 auf 1/2 SH wird's wohl nichts, da ich schnell aufsteigen will. Man kann eben nicht jedes Level mit Eleganz durchschreiten. Manchmal sind Arbeitsiege angesagt.
      Ab 1200 Dollar werde ich den Hebel neu ansetzen und auf 2/4 SH steigen. Dort werde ich dann 4 Buy-ins riskieren und würde erst ab 800 Dollar wieder auf 1/2 SH absteigen.

      08.11.06

      1BB/100 durchbrochen

      Mittlerweile habe ich die 1 BB/100 auf 1/2 durchbrochen und damit meinen anfänglichen Downswing auf diesem Limit verdaut. Nun stellt sich die Frage, wie weit ich an die 2 BB/100 heran komme, bevor ich auf 2/4 SH wechsele.



      27.10.06.

      Langsam aber sicher

      ...geht es voran.



      14.10.06

      Holpriger Start auf 1/2 SH

      1/2 SH ist ein wildes Level. Die Spieler sind dort im Schnitt aggressiver als auf 0,5/1. Viele der LAGs spielen wirklich schmutziges Poker und bluffen, was das Zeug hält - zum Glück auch an den dämlichsten Stellen. Es ist daher immer ein heiüer Ritt auf 1/2 SH zu spielen und die Swings sind einigermaüen groü.

      So kam es dann auch bei mir so, dass ich mit -75 BB begann. Da ich solche Stats nicht gerne veröffentlichen wollte, spielte ich dann eben so lange, bis ich wieder im Plus war.

      Im Forum wurde in letzter Zeit oft gefragt, ob es nach dem Wegfall der Amerikaner noch genug Fische gäbe. Ich habe gestern und heute gespielt und kann sagen: "Auf 1/2 SH lautet die Antwort eindeutig: Ja!" Es gibt sogar sehr viele deutsche Fische. Nicht jeder Deutscher ist eben Mitglied bei uns oder - nicht jeder mit einem PS.de-Account hat unsere Artikel studiert und beherzigt.



      07.10.06

      1/2 SH, ich kommeeeee!

      Die letzen 5 sessions waren wunderbar für mich: allesamt mit groüen Gewinnen verbunden. Ein super Upswing natürlich, das ist klar. Was zeigt uns das? Swings beherrschen einfach unser Spiel. Da kommt man wochenlang überhaupt nicht von der Stelle, und das gegen eindeutig schlechte Gegner, und dann geht alles in einem Rutsch. Mich wundert das eigentlich nicht besonders, denn ich spiele ja schon zwei jahre und habe schon einiges erlebt. Meinl ängster Upswing dauerte übrigends drei ganze Wochen. Ich hatte, damals noch auf 15/30 Dollar, 20 Tage hintereinander meine Sessions mit plus beendet. Das war natürlich ein sehr lukrativer Monat damals.

      Das nächste mal spiele ich auf jeden Fall 1/2 Dollar. Zu lange habe ich darauf warten müssen. Natürlich zeugt das von einem aggressiven Bankroll Management. Das will ich hier ganz klar betonen. Spieler mit weniger Erfahrung können auch warten, bis sie 500 BB für 1/2 SH zusammen haben. Das ist die Empfehlung von Wishmaster in seinem Bankroll Management-Artikel. Da ich meinen Gegnern aber deutlich überlegen bin, mache ich diesen Aufstieg etwas früher. Wie schon häufig erwähnt, hat mein Bankroll Building ja auch einen individuellen Touch und soll nicht etwa den Aufstieg eines Einsteigers simulieren. Die Fragestellung lautet ja vielmehr: "Wie lange brauche ich mit meinen heutigen Skills um mich hochzuarbeiten?" Und dann soll ja auch öffentlich der Beweis angetreten werden, dass es als guter Spieler überhaupt möglich ist, sich systematisch hochzuarbeiten.

      Ein paar Anmerkungen zu den Stats:
      Auf .5/1 habe ich ungefähr zu 80 % SH gespielt. Es sind also keine reinen SH-Werte. Auf 1/2 werden wir dann keine Verunreinigung durch FR mehr haben. Natürlich spielt man SH mehr Hände als FR, daher der im Vergleich zu den anderen Limits höhere VPIP. Der Af ist auch höher, da man SH ja aggressiver spielt. Man tut dies übrigens nicht, weil es SH ist (viele Spieler machen den Fehler und schalten bei SH blind auf Agression), sondern weil man es mit weniger Gegnern zu tun hat (sollte der Flop mal 5-handed sein, benimmt man sich wie in einem typischen FR-game; dann geht es wieder vermehrt um odds und outs). Am flop ist man häufig heads-up und da ist Agression das probate Mittel, da man ja über eine hohe Fold-Equity (die Chance, dass der Gegner foldet, selbst wennn man selbst nichts getroffen hat) verfügt. Der hohe PFR-Wert (preflop raises) hängt damit zusammen, dass man SH ziemlich häufig die Chance bekommt, mit open raises die Initiative zu ergereifen. Meine River-Aggression hinkt der Gesamt-Aggression hinterher. In diesem Ausmaü ist das möglicherweise ein leak. Zwar mache ich klare Value Bets, im Zweifelsfall spiele ich aber gerne check-call, um nicht am River die beste Hand zu folden und um Bluffs zu catchen. Es gibt aber auch Situationen, da ist bet-fold oder check-fold angesagt. Diese gelingt es mir nicht sauber zu identifizieren. Ich müüte mich also mal mit Riverplay beschäftigen. Wäre ich Pokerprofi, würde ich das natürlich tun. Als Mitbetreiber der Community sind dann aber andere Dinge wichtiger. Das eigene Spiel wird hintenan gestellt.



      06.10.06 b

      Die letzte Session war vom 05.10.06 spät abends, daher erst die Veröffentlichung heute. Nun noch frisch die heutige Session nachgereicht.
      Gewinne präsentieren macht eben einfach mehr Spass! Mit den 50 Dollar Startguthaben bin ich nun bei knapp 500 Dollar Bankroll. Bei 600 Dollar spiele ich 1/2 SH.



      06.10.06

      Der Tanker gerät langsam wieder auf Kurs....



      01.10.06

      Heute hatte ich meine erfolgreichste Session im Rahmen des Bankrollbuildings: 101 BB plus!




      17.09.06

      Leider konnte ich durch eine Softwareumstellung eine Zeit lang keine Grafiken hochladen. Jetzt klappt es aber wieder.



      42. Session

      03.09.06



      41. Session

      Alles im grünen Bereich! ;)

      27.08.06



      40. Session (6 h)

      Neuer Kurs

      20.08.06



      Wie gut zu sehen ist, dauert mein Downswing auf 0,5/1 nun schon seit einiger Zeit an. Ziemlich nervig das Ganze, aber: That's poker!
      Um schneller aus diesem Sumpf heraus zu kommen, werde ich zwischendurch mal spielen, also wenn ich mich gut fühle und auch nicht durchs Coaching abgelenkt bin.
      Statt jede Session einzeln zu beschreiben, werde ich in gewissen Abständen (spätestens alle 4 Wochen) meine Stats posten.
      Um meine Bankroll "auszurechnen", muss man übrigens die 50 Dollar Startkapital zum Gewinn hinzu addieren.

      39. Session (3 h)

      A not so tough laydown

      Erfahrene Spieler zeichnen sich dadurch aus, auch von guten Händen wegkommen zu können.
      In der folgenden Hand hatte ich Top Pair - decent Kicker gefoldet und das obwohl der Pot bereits extrem groü gewesen war.
      Nach dem Reraise und cap meiner Gegner hatte ich folgende Gedanken, die ich übrigens vor meinen Zuhöhrern laut artikulierte:
      "Den UTG setze ich auf AK. Dies entspricht sowohl seiner flop action als auch seiner preflop action. Gegen ihn habe ich 3 Outs (die 3 Jacks).
      Lohnt sich ein Call? Wohl kaum, denn der SB besitzt allem Anschein nach eine noch stärkere Hand. Ich setze ihn auf ein Set. In diesem Fall wäre ich drawing dead. Also fold!"

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](6 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with K:spade: , J:heart: .
      [color:#CC3333]UTG raises[/color], [color:#666666]3 folds[/color], SB calls, Hero calls.

      Flop: (6.00 SB) 8:spade: , K:diamond: , 9:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#CC3333]UTG 3-bets[/color], [color:#CC3333]SB caps[/color], Hero folds, UTG calls.

      Turn: (8.00 BB) 3:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], UTG calls.

      River: (10.00 BB) 9:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], UTG calls.

      Final Pot: 12.00 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      SB has 8c 8d (a full house, Eights full of nines.)
      UTG has Kh Ah (two pairs, kings and nines.)
      SB wins 11.25 BB.
      [/color]

      Datum: 06.08.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 178,59 Dollar

      BB/100: 2,33


      38. Session (3 h)

      Der Bluff-Call

      Ja, ein Bluff muss nicht unbedingt aus einer Bet oder einem Raise bestehen!

      In der folgenen Hand habe ich mit einem Call geblufft (genauer gesagt: gegengeblufft). Die überlegung dabei war wie folgt: Da mein Gegner im SB nur completet hatte und eben nicht geraist,
      war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er kein Ass auf der Hand hat und auch kein Pocketpair.
      Seine Bet am Flop ist als Standard Move zu betrachten, um den Pott zu stehlen. Mein Call bei dem Board ist als Zeichen von Stärke anzusehen.
      Kaum ein Gegner wird daher den Bluff am Turn fortsetzen. Vielmehr wird er ihn aufgeben und checken. Nun ist es ein Leichtes, unserseits den Pott durch eine Bet einzukassieren.

      Eine gute Alternative ist übrigens der direkte Raise am Flop. Der Bluff-Call hat allerdings den Vorteil, billiger zu sein. Bettet der Gegner den Turn erneut,
      gibt man den mit dem Call eingeleiteten Bluff auf und verliert nur eine SB. Checkt der Gegner am Turn, wie hier geschehen, kann man relativ gefahrlos betten.

      Vorsicht ist geboten bei sehr passiven Spielern, die a) mit einer Hand wie A5o im SB preflop nicht raisen würden und b) konsequenterweise ohne Ace den Flop nicht betten würden.
      Ebenso besteht bei einem sehr tricky Spieler die Möglichkeit, dass er den SB mit starken Händen nur completet und dagegen mit schwachen einem Bluff-raise ansetzt.
      Solche Leute spielen gerne ihre starken Häncde schwach und ihre schwachen stark. Gegen durchschnittliche Gegner ist der Bluff-Call aber ein interessantes Instrument.

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](6 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with 2:diamond: , J:heart: .
      [color:#666666]2 folds[/color], SB completes, Hero checks.

      Flop: (2.00 SB) A:club:, 7:diamond: , A:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], Hero calls.

      Turn: (2.00 BB) 3:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      SB checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], SB folds.

      Final Pot: 3.00 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      Hero wins 3.00 BB.
      [/color]


      Datum: 30.07.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 209.22 Dollar

      BB/100: 2,55



      37. Session (3 h)

      Standard Moves

      Für professionelle Spieler besteht Poker zu 90 % aus Standard Moves. Das liegt daran, dass sich bestimmte Situationen immer und immer wieder wiederholen. Und für jede Standardsituation gibt es den typischen Move. Die folgende Hand bietet ein gutes Beispiel für einen einfachen Standard Move: Three handed pot, am Flop wird herumgecheckt. Am Turn paart sich eine Flopkarte. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies keiner der gegnerischen Hände zur Verbesserung gereicht. Nun sollte man out of position einfach sein Herz in die Hand nehmen und den Turn betten, egal welchen Schrott man in Händen hält. Man suggeriert damit, am Flop ein check-raise geplant zu haben. Die folgende Hand gewann ich mit 52o:

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](6 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with 5:spade: , 2:club:.
      UTG calls, [color:#666666]2 folds[/color], Button calls, [color:#666666]1 folds[/color], Hero checks.

      Flop: (3.50 SB) K:club:, 3:spade: , J:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      Hero checks, UTG checks, Button checks.

      Turn: (1.75 BB) J:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG folds, Button folds.

      Final Pot: 2.75 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      [/color]
      Datum: 28.07.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 220.29 Dollar

      BB/100: 2,69


      36. Session

      Nur ein kleiner Schritt, aber die Richtung stimmt

      Wieder haben sich meine Beobachtungen der letzten Male bestätigt. An den SH Tables wimmelt es von Fischen.
      Cold calling mit A8o oder K9o ist an der Tagesordnung.
      Da man mit der richtigen Table Selection zwar für gute Rahmenbedingungen sorgen kann, aber trotzden noch am Tropf der Karten hängt,
      muss man sich manchmal mit Verlusten oder - wie in diesem Fall - mit nur moderaten Gewinnen abfinden können.

      Datum: 23.07.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 227.72 Dollar

      BB/100: 2,83


      35. Session (3 h)

      Neues alltime high!

      Es hat lange gedauert, den alten Höchststand zu verbessern, aber endlich ist es vollbracht!
      Neben einer gehörigen Portion Glück waren die vielen Fische auf 0,5/1 SH dafür verantwortlich.
      Nächste Woche geht das Experiment SH weiter. Hier einne nette Hand, die zum Thema "Hand Reading" passt:

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](5 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is Button with 7:heart: , K:diamond: .
      [color:#666666]2 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]BB 3-bets[/color], Hero calls.

      Flop: (6.50 SB) J:club:, A:diamond: , A:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, Hero checks.

      Turn: (3.25 BB) 8:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, Hero checks.

      River: (3.25 BB) J:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], Hero calls.

      Final Pot: 5.25 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      BB has Ts Th (two pairs, aces and jacks.)
      Hero has 7h Kd (two pairs, aces and jacks.)
      Hero wins 4.75 BB.
      [/color]

      Nach seiner 3-Bet preflop sah der Flop für mich nicht besonders attraktiv aus.
      Sein Check war für micht nicht sonderlich ermutigend, da er ein check-raise mit einem Ace hätte planen können oder einen Calldown mit einem Underpair.
      Deshalb wollte ich kein Geld mehr in diese Hand investieren.
      Als er am Turn ebenfalls passiv blieb kam mir am River die Idee, dass ich mit King high womöglich die beste Hand besitzen würde.
      Immerhin schlüge ich damit jedes Pocket Pait unterhalb der Jacks.
      Und in der Tat, genauso sollte es sich verhalten.
      Er hielt sogar die beste hand, die ich mit meiner "Nichthand" schlagen konnte!

      Datum: 14.07.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 215.13 Dollar

      BB/100: 2,88

      34. Session (3 h)

      Fische so weit das Auge reicht!

      Das gleiche Bild wie letztes Mal: Egal an welchen 0,5/1 SH-Tisch man sich setzt. Zwei Fische sind mindestens vorhanden.
      Table-Selection wird dadurch nicht mehr ganz so wichtig. Seat Selection dagegen ist ein wichtiges Thema, da man position auf die schlechtesten Spieler am Tisch haben sollte.
      Der folgende Screenshot läüt erahnen, wie fischig es manchmal auf diesem Level zugeht.




      Im Gegensatz zum letzten Mal klappte es auch mit den Karten und ich konnte einen satten Gewinn davon tragen.


      Datum: 02.07.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 149,40 Dollar

      BB/100: 2,66


      33. Session (3 h)

      Experiment gelungen - Patient tot (oder so ähnlich)

      In dieser Session wollte ich mal einem offenen Geheimnis auf den Grund gehen. Meinen Beobachtingen und denen der Coaches gemäü sind die shorthanded tables weitaus fischiger als die full ring tables. Weshalb? Nun, die Fische haben SH bessere Chancen als FR, da looseness dort weniger stark bestraft wird. Man sollte ja SH mehr Hände spielen als FR. Fische wollen viele Hände spielen, action haben und das bekommen sie an einem 6er-Tisch.

      Der praktische Test war übrigens ein voller Erfolg. Anstatt des gewohnten VPIPs von 20-30 FR hatten meine Tische nun Werte von 35-45. Und was das beste ist, alle Tische waren recht passiv und somit angenehm zu spielen (PFR um die 5.0). Was fehlte waren allein die guten Karten oder das Glück am River. Und so ging es wieder berg ab.

      Natürlich kann man einwenden, dass ich mich vom BRM entfernt habe. Stimmt, aber nach den frustrierenden Erfahrungen FR war die Verlockung einfach zu groü, mal etwas Neues zu probieren. Und was ich erlebt habe, gab mir in gewisser Weise Recht. Die Spiele auf 0,5/1 SH sind einfach unglaublich fischig.

      Es kann gut sein, dass wir unser BRM bald flexibler gestalten und SH mehr Gewicht geben. Zumindest an 1/2, vielleicht sogar schon ab 0,5/1. Mal sehen. Ich werde nächstes Mal wieder SH spielen.

      Meine Bankroll ist übrigens gröüer als hier angegeben, da ich den Bonus von 100 Dollar noch nicht dazu gerechtnet habe. Zwar werde ich ihn nicht regulär bekommen, da ich nicht häufig genug spiele, aber man sollte fair sein. Zum einen hätte ich den Bonus nach heutigen Maüstäben bereits erhalten, da ich über 8.000 raked hands gespielt habe. Zum anderen hat jeder normale spieler mehr Zeit als ich (momentan 3 Stunden die Woche). Im Sinne einer realistischen Simulation, solte ich mir die 100 Dollar also zurechnen können, oder?

      Datum: 25.06.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 106,90 Dollar

      BB/100: 2,55


      32. Session (3 h)

      Man sollte nie die Bodenhaftung verlieren!

      Gertreu dieses Mottos zog es mich wieder nach unten.

      Datum: 18.06.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 133,02 Dollar

      BB/100: 2,77


      31. Session (2,5 h)

      Endlich ein Erfolgserlebnis auf 0,5/1

      Nach langer Trockenperiode regnete es heute endlich mal wieder so richtig Big Bets. Hier mal eine kuriose Hand von mir nach dem Motto "Frechheit siegt":

      Das besondere an dieser Hand war der Umstand, dass zwei Leute frisch eingestiegen waren. Der cut off postete sogar 75 Cent (25 Cent dead money), so dass insgesamt 4 SB blind money auf dem Tisch lagen. Ich war first in im MP2 und schaute auf die Killerhand 8 :diamond: 7:diamond: . Aufgrund des vielen blind moneys kamen räuberische Gefühle in mir auf. Ich faste mir also ein Herz und raiste. Und, welch grandioser Erfolg: die beiden unregulären blinds nach mir und der SB foldeten ihre Hand. Nur der Big Blind war bockig und wollte unbedingt den Flop sehen. Wie man sieht, traf mich der Flop nicht so richtig. Auch der Turn wollte keine Verbesserung bringen, aber es gab nun mal keine Alternative... Die Continuation Bet muüte her. Und siehe da: ich gewann einen groüen Pot mit 8 high!

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is MP2 with 7:diamond: , 8:diamond: .
      [color:#666666]4 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]4 folds[/color], BB calls.

      Flop: (7.00 SB) 3:spade: , 6:spade: , K:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], BB calls.

      Turn: (4.50 BB) T:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], BB folds.

      Final Pot: 5.50 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      Hero wins 5.50 BB.
      [/color]

      Datum: 13.06.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 158,74 Dollar

      BB/100: 3,02



      30. Session (3 h)

      Good Reads - Bad Cards

      In dieser Session hatte ich anständiges Poker gespielt. Häüfig erriet ich die Hand meiner Gegner und spielte dann auch dementsprechend (z.B. tough folds). Nichtsdestotrotz wollten die Karten nicht so recht kommen und ich verlor schlieülich 6 Dollar.


      Datum: 11.06.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 119,35 Dollar

      BB/100: 2,87


      29. Session (3 h)

      Folding a winner

      "Wer noch niemlas einen winner gefoldet hat, spielt deutlich zu loose." So lautet eine alte Pokerweisheit. In der folgenden Hand habe ich die beste Hand am Turn gefoldet, weil die beiden cold calls am Flop einen Flushdraw sehr gut möglich erscheinen lieüen. Als dann am Turn die dritte Flushkarte kam und der SB in drei Leute, allesamt hatten zuvor Stärke gezeigt, hinein bettete, sah ich die Gefahr, einen Flush oder eine andere mich schlagende made hand gegen mich zu haben. In Wirklichkeit spielte der SB einfach nur irrational, da ein Bluff gegen drei Gegner bei dieser Pottgröüe nicht klappen kann. Mit Irrationalität muss man auf diesem Niveau natürlich stets rechnen. Trotzdem entschied ich mich zum Folden, da ich nicht davon ausgehen konnte, den Showdown mit nur 2 Big Bets zu erreichen.

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with Q:club:, A:spade: .
      [color:#666666]4 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], Button calls, SB calls, [color:#CC3333]BB 3-bets[/color], Hero calls, Button calls, SB calls.

      Flop: (12.00 SB) Q:diamond: , T:club:, 8:diamond: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      SB checks, [color:#CC3333]BB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], Button calls, SB calls, BB calls.

      Turn: (10.00 BB) 2:diamond: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], BB calls, Hero folds, Button folds.

      River: (12.00 BB) A:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], BB calls.

      Final Pot: 14.00 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      SB has Th Ah (two pairs, aces and tens.)
      BB has Jd Jc (a flush, ace high.)
      BB wins 13.25 BB.
      [/color]

      Datum: 06.06.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 125,17 Dollar

      BB/100: 3,01


      28. Session (3 h)

      Verlustwachstum gebremst!

      Heute gings wieder nach unten, diesmal aber nicht in der gleichen Geschwindigkeit wie letztes mal. Jedes Negativum hat also auch etwas positives in sich. ;-)


      Datum: 30.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 119,17 Dollar

      BB/100: 3,05


      27. Session (3 h)

      Poker ist keine Einbahnstrasse!

      In der heutigen Session ging es erdrutschartig bergab. Solche Erlebnisse machen devot und sind gut für den Charakter.


      Datum: 25.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 150,79 Dollar

      BB/100: 3,37



      26. Session (3 h)

      10 Dollar nutzlos gewonnen

      Ohne es zu merken, habe ich diese Session mit meinem "privaten" Account begonnen. Ich konnte auch sehr schnell 10 Dollar zulegen, bis ich von einigen Zuhörern auf meinen Irrtum hingewiesen wurde. Schade, ich hätte diese 10 Dollar gerne in der offizielen Statistik gesehen. Das nächste mal werde ich daruf achten, von Anfang an als PureStrategy zu erscheinen.


      Datum: 23.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 198,79 Dollar

      BB/100: 3,78


      25. Session (3 h)

      Wieder auf Kurs

      Diesmal kamen die Karten wieder so, wie ich es wollte und ich konnte den gröüten Teil der vorangehenden Verluste bwieder zurück holen. Hier zwei Hände mit gewissen Lehrwert:

      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is Button with K:heart: , K:diamond: .
      [color:#666666]6 folds[/color], [color:#CC3333]CO raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], [color:#666666]2 folds[/color], CO calls.

      Flop: (7.50 SB) J:heart: , A:heart: , 3:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]CO bets[/color], Hero calls.

      Turn: (4.75 BB) A:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]CO bets[/color], Hero calls.

      River: (6.75 BB) 7:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      CO checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], CO calls.

      Final Pot: 8.75 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero has Kh Kd (two pairs, aces and kings.)
      CO has Ts Th (two pairs, aces and tens.)
      Hero wins 8.25 BB.
      [/color]

      Das Ace auf dem Flop gefiel mir natürlich gar nicht, noch weniger die Bet meines Gegners. Eine solche Bet bedeutet bedeutet aber nicht zwangsläufog, dass er ein Ace besitzt. Er könnte einen Jack haben, ein Flush Draw, ein Straight Draw oder eine ganz andere Hand (tatsächlich hatte er TT). Selbst wenn ich hinten gelegen hätte, hätte ich noch outs gehabt (2 K, Backdoor Straight und Bachdoor Flush). Die Calls am Flop und am Turn waren somit korrekt.

      Besonders interessant war jedoch der River. Nachdem er nur checkte machte ich eine Value Bet, trotz des Ace auf dem Board. So ein Ckeck ist meist ein Zeichen von Schwäche und sollte ausgenutzt werden. Viele Anfänger verpassen Value Bets am River und verlieren dadurch wertvolle Big Bets.


      Party Poker 0.50/1.00 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with T:diamond: , J:diamond:.
      [color:#666666]2 folds[/color], UTG+2 calls, [color:#666666]1 folds[/color], MP2 calls, [color:#666666]1 folds[/color], Hero calls, [color:#666666]2 folds[/color], BB checks.

      Flop: (4.50 SB) 6:diamond:, 7:heart: , 5:heart: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      BB checks, UTG+2 checks, MP2 checks, Hero checks.

      Turn: (2.25 BB) K:diamond: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      BB checks, [color:#CC3333]UTG+2 bets[/color], MP2 folds, Hero folds, [color:#CC3333]BB raises[/color], UTG+2 calls.

      River: (6.25 BB) K:spade: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], UTG+2 calls.

      Final Pot: 8.25 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      BB has Kc 3c (three of a kind, kings.)
      UTG+2 has 7c 8c (two pairs, kings and sevens.)
      BB wins 7.75 BB.
      [/color]

      Sicherlich hätten einige Spieler hier den Flush Draw am Turn automatisch gecallt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass mir dazu die Pot Odds fehlten. Diese lagen bei 1 zu 3,25, bei winning odds von 1 zu 4,2. Hinzu kam, dass ich die Betting Round nicht abschloss. Somit war das ein klarer Fold.



      Datum: 11.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 195,79 Dollar

      BB/100: 3,85


      24. Session

      Downswing hält an

      Die zweite Session in Folge muüte ich mit Verlust beenden. Grundsäztlich kann man sagen, dass die Tische auf 0,5/1 einigermaüen tight sind. Table Selection sollte daher eine Rolle spielen. Ich werde versuchen, bis zur nächsten Session Daten aus unserem Datenbanktausschforum zu importieren, was mir die Table Selection erleichtern dürfte. Unter Umständen kann ich dann erkennen, ob ein Tisch gut ist, noch bevor ich mich selbst platziert habe.


      Datum: 09.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 164,517Dollar

      BB/100: 3,76


      23. Session

      So kann ich nicht arbeiten!

      Zum pokern braucht man Karten, aber eben diese wurden mir nicht geliefert. Ich hoffe, PartyPoker verbessert seinen Sevice bis zur nächsten Session!


      Datum: 08.05.06

      Limit: 0.5/1 Dollar

      Kontostand: 175,5 Dollar

      BB/100: 4,00


      22. Session (3 h)

      Limitaufstieg

      Nächste Woche werde ich nicht mehr an den Beginners Tables spielen dürfen. Angesagt ist somit 0,5/1 Dollar "in freier Wildbahn". Durch eine erfolgreiche Session am heutigen Tage besitze ich jetzt auch eine angemessene Bankroll von über 200 BB für dieses Limit.





      Ich hatte mich einmal versehentlich an einen 50/100 Cent-Tisch gesetzt und dort vier Hände gespielt.


      Gespielte raked hands: 5472


      Datum: 04.05.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 203.05 Dollar

      BB/100: 4,35


      21. Session (3 h)

      Frischzellenkur durch heads-up play

      Nach einer knappen Stunde Spielzeit analysierte ich die Staatsangehörigkeit meiner Gegener und muüte feststellen, dass sich fast nur Deutsche an meinen Tischen befanden. An anderen Tischen gab es keine freien Plätze mit Ausnahme eines Tisches, der völlig leer war. Ich setze mich dort hin und es dauerte nicht lange, bis ich einen Gegner zum heads-up Spiel fand. Nach und nach füllte sich der Tisch, vorwiegend mit Ausländern. Wieso das? Nun, die deutschen Spieler, die ja vorwiegend von uns kommen haben eine soldie Einstellung zum Spiel und befolgen unseren Rat, zunächst mit möglichst vollen Tischen anzufangen. Dort kann man, im Gegensdatz zu short-handed tables, auf gute Karten warten und steht dadurch am Flop vor wenig schwierigen Entscheidungen. Der durchschnittliche ausländische Microlimit-Spieler besitzt aber keine solide ausbildung und sieht daher viele Dinge wesentlich lockerer. Somit hat er nichts dagegen, sich an leere Tische zu setzen, wo es zuweilen sehr dynamisch und chaotisch zugehen kann. Nach dem Erfolg meiner Aktion wiederholte ich den Vorgang an den anderen beiden Tischen und hatte somit an allen Tischen einen ziemlich groüen Ausländeranteil.

      Natürlich hatte ich während der Session wieder einige interessante Hände. In einer davon machte ich einen Semibluffraise am Turn, der auch von Erfolg beschieden war:

      Party Poker 0.25/0.50 Hold'em [color:#0000FF](8 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is Button with 9:spade: , 8:spade: .
      [color:#666666]5 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], SB calls, [color:#666666]1 folds[/color].

      Flop: (5.00 SB) 5:heart: , 2:spade: , 7:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], SB calls.

      Turn: (4.50 BB) J:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]SB bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], SB folds.

      Final Pot: 7.50 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      Hero wins 7.20 BB.
      [/color]


      Mit meiner hatte ich am Turn 8 outs zur straight und 6 weitere outs auf 1 Pair. Dies könnnte sich ungefähr auf 9 discounted outs belaufen. Ein Call wäre somit korrekt gewesen. Interessant war aber auch der von mir getätigte Raise. Zwar kostet mich die Aktion 1 BB mehr, es gibt mir aber die Chance, dass der Gegner eine bessere Hand foldet, z.B. 92 oder KT.


      Datum: 02.05.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 151.74 Dollar

      BB/100: 3,74


      20. Session (3 h)

      Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

      Ein schneller Aufstieg ist etwas anderes, aber vielleicht steht der nächste Upswing ja kurz bevor. ;)


      Datum: 01.05.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 137.17 Dollar

      BB/100: 3,73


      19. Session (3 h)

      Leider doch nur ein Drittel des Bonuses gecleart


      Ich hatte übersehen, dass PartyPoker nicht die gespielten, sondern die noch zu spielenden raked hands anzeigt. Gecleart habe ich daher erst gut ein Drittel des Bonus.


      Datum: 26.04.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 146,95 Dollar

      BB/100: 4,15



      18. Session (3 h)

      100 Dollar-Bonus zu 2/3 gecleart

      Im Cashier kann man unter "Bonus Details" die Anzahl der gespielten raked hands sehen. Bei mir stehen nun 6548 raked hands zu buche.

      Die heutige Sitzung verlief ziemlich gut, so dass ich einen neuen Bankroll-Rekord aufstellen konnte.


      Datum: 25.04.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 135,79 Dollar

      BB/100: 4,23


      17. Session (3,5 h)

      Verbesserung der Tischtextur

      Durch die Aufhebung der Tischlimitierung waren eindeutig mehr Fische anwesend als vorher. Die Fische kamen meist aus dem Ausland. Natürlich bedeutet das nicht, dass Deutsche per se besser pokern als Ausländer. Vielemehr ist die Wahrscheinlichkeit groü, dass ein Deutscher Mitglied bei uns ist und von daher über ein solides Fundament verfügen kann.

      Die Karten liefen allerdings nicht sonderlich gut und so war mein Gewinn ziemlich dürftig.


      Datum: 24.04.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 107,54 Dollar

      BB/100: 3,89


      16. Session (3h)

      Dreistelligkeit knapp verteidigt

      Nicht nur die Börse ist keine Einbahnstrasse, sondern auch das Pokern. Heute ging es wieder bergab, doch konnte ich mich knapp über 100 dollar stabilisieren. Eine Hand wude während des Trainings besonders stark diskutiert:
      Party Poker 0.25/0.50 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is SB with A:heart: , 9:diamond:.
      UTG calls, [color:#666666]4 folds[/color], MP3 calls, [color:#666666]2 folds[/color], Hero completes, BB checks.

      Flop: (4.00 SB) 6:heart: , 4:heart: , 9:club: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], BB calls, UTG calls, [color:#CC3333]MP3 raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], BB calls, UTG calls, MP3 calls.

      Turn: (8.00 BB) 3:heart: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      Hero checks, BB checks, [color:#CC3333]UTG bets[/color], [color:#CC3333]MP3 raises[/color], Hero calls, BB folds, [color:#CC3333]UTG 3-bets[/color], MP3 calls, Hero calls.

      River: (17.00 BB) 5:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      Hero checks, [color:#CC3333]UTG bets[/color], MP3 calls, Hero folds.

      Final Pot: 19.00 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      UTG has Kh 8h (a flush, king high.)
      MP3 has 9h Th (a flush, ten high.)
      UTG wins 18.10 BB.
      [/color]

      Die 3-Bet am Flop war sicherlich gerechtfertigt, da der der Raiser sehr gut eine kleinere 9 oder einen Flushdraw haben konnte. Mit meinem Top Pair-top Kicker, plus Overcard und Backdoorflushdraw malte ich mir gute Chancen aus. Auüerdemdem wollte ich gemäü dem Prinzip der Gegnereduktion den BB aus der Hand jagen.

      Kritisiert wurde anfänglich mein Call an Turn. Nun, ich würde sagen, er war marginal. Folden wäre auch in Ordnuing gewesen. Zum Zeitpunkt meines Calls erhielt ich 1 zu 6,5 pot odds, bei Gewinnchancen von 1 zu 4, wenn man von 9 outs ausgeht. Natürlich ist die Sitiuation sehr problematisch. Eine Person könnte sehr gut einen fertigen Flush besitzen. In dem Falle hätte ich nur noch 7 outs. 7 outs, das macht Gewinnchancen von 1 zu 6 (tatsächlich hatten beide einen Flush, was aber ziemlich unwahrscheinlich war). Hinzu kommt die Gefahr, dass der Turn gecappt wird. Die pot odds wären in dem Fall nur noch 4 zu 20 oder 1 zu 5 gewesen. Andrerseits kann ich am River noch mit ca. 2 Big Bets rechnen (eventuell sogar mehr), wenn ich meinen hand mache. Eventuell überziehen die Geger sogar ihre Hand und ich habe 5 outs zu 2 Pair oder Set. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Zu guterletzt könnte einer von beiden ein Set haben, so dass ich bei einer Herzkarte, die das Board paaren würde gegen ein Full House verliere. Die Genaue Bewertung des Calls gestaltet sich also schwierig. Immerhin wurde die Hand ja tatsächlich nicht gecappt, was als Möglichkeit den Call wieder aufwertet.

      Der Fold am River war schlieülich leicht, nach all der Stärke, die beide Gegner am Turn gezeigt hatten.

      Meinungen zur Hand?


      Datum: 18.04.06

      Limit: 0.25/0.50 Dollar

      Kontostand: 101,28 Dollar

      BB/100: 4,11


      15. Session (3h)

      Endlich dreistellig!

      Heute konnte ich die 100 Dollar-Genze durchbrechen. Obwohl wieder viele PS.deler an meinen Tischen waren, konnte ich postflop jede Menge Fehler bei meinen Gegnern entdecken. Es reicht eben nicht aus, streng nach SHC zu spielen, um exzellent zu pokern. Ich sage dies für alle, die wegen der groüen Dichte an deutschen Spielern frustriert sein mögen. Unsere Anfänger spielen natürlich sehr tight, manchmal aber auch etwas passiv. In einem solchen Umfeld bieten sich diverse Gelegenheiten für erfolgversprechende Bluffs.

      Da sich in der folgenden Hand fühlte keiner für den Pott zuständig fühlte, sa ich mich gezwungen meinen Anspruch anzumelden (out of position, gegen drei Gegner).

      Party Poker 0.15/0.30 Hold'em [color:#0000FF](9 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with 3:diamond:, 7:diamond:.
      [color:#666666]1 folds[/color], MP1 calls, MP2 calls, MP3 calls, [color:#666666]3 folds[/color], Hero checks.

      Flop: (4.47 SB) 5:diamond:, 4:heart: , A:club: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      Hero checks, MP1 checks, MP2 checks, MP3 checks.

      Turn: (2.23 BB) A:spade: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], MP1 folds, MP2 folds, MP3 folds.

      Final Pot: 3.23 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      Hero wins 3.23 BB.
      [/color]


      Sind die Blinds sehr tight, spielt es keine Rolle, welche Hand man hält. In der folgenden Hand habe ich sie mit 72 offsuit gestohlen, dem schlechtesten Blatt in einem multiway pot.

      Preflop: Hero is Button with 2:heart: , 7:club:.
      [color:#666666]6 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]2 folds[/color].

      Final Pot: 1.73 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero doesn't show.
      [/color]


      Datum: 17.04.06

      Limit: 0.15/0.30 Dollar

      Kontostand: 110,53 Dollar

      BB/100: 4,70


      14. Session (3)

      Das Leben ist kein Wunschkonzert

      Eigentlich reicht das als Sessionbeschreibung aus. Das nächste mal geht's wieder bergauf.


      Datum: 16.04.06

      Limit: 0.15/0.30 Dollar

      Kontostand: 93,12 Dollar

      BB/100: 4,30


      13. Session (4h)

      Schweres Gelände

      Die weak-tighten Zeiten sind erst einmal vorbei. 0.15/0.30 Dollar ist deutlich zäher als 0.10/20. Die oben beschrieben Strategien greifen daher nicht mehr. Während 0.05/0.10 loose-passive war und 0.10/0.20 tight-passive, zeichnet sich 0.15/0.30 durch eine stilistische Vielfalt aus, die auch loose-agressive Elemente enthält. Es ist nun wieder viel schwerer die Gegner auf eine Hand zu setzen. Da auf diesem Niveau sehr viele PS.deler zu finden sind dürfte der tight-aggressive Anteil wohl bei 60 % liegen. Es gibt aber auch Fische jeglicher Gattung.

      Einen schönen Bad Beat erfuhr ich durch einen loose-passive Fisch. Leider konnte ich diese Hand nicht konvertieren. Man beachte den Call am Flop:

      $0.15/$0.30 Texas Hold'em - Saturday, April 15, 13:41:36 ET 2006
      Table Beginners Lucky Days (Real Money)
      ** Dealing down cards **
      Dealt to PureStrategy [ 6s 6d ]
      lycopodium calls [$0.15].
      PureStrategy calls [$0.15].
      asmejia folds.
      brewmaster83 folds.
      DOUBLE_D84 calls [$0.15].
      kazore calls [$0.15].
      pokydood folds.
      volkhardson folds.
      AndyK277 folds.
      delboydan checks.
      ** Dealing Flop ** [ 5h, Js, 5c ]
      delboydan checks.
      lycopodium checks.
      >You have options at Beginners Semi Bluff Table!.
      PureStrategy bets [$0.15].
      >You have options at Beginners Nightwatch Table!.
      DOUBLE_D84 calls [$0.15].
      kazore folds.
      delboydan calls [$0.15].
      lycopodium folds.
      ** Dealing Turn ** [ 3d ]
      delboydan checks.
      PureStrategy bets [$0.30].
      DOUBLE_D84 folds.
      delboydan calls [$0.30].
      ** Dealing River ** [ 3c ]
      delboydan bets [$0.30].
      PureStrategy calls [$0.30].
      delboydan shows [ 7s, 3s ] a full house, Threes full of fives.
      PureStrategy doesn't show [ 6s, 6d ] two pairs, sixes and fives.
      delboydan wins $2.37 from the main pot with a full house.


      In der nächsten Hand waren ebenfalls zwei Fische am Werk, von denen der eine den Flop mit nichts auf der Hand reraiste und der andere mit noch weniger 2 Bets cold callte:

      Party Poker 0.15/0.30 Hold'em [color:#0000FF](9 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is MP3 with K:diamond:, K:spade: .
      UTG calls, MP1 calls, [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]4 folds[/color], UTG calls, MP1 calls.

      Flop: (7.47 SB) 2:diamond:, A:diamond:, 2:spade: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, [color:#CC3333]MP1 bets[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], UTG calls, [color:#CC3333]MP1 3-bets[/color], Hero calls, UTG calls.

      Turn: (8.23 BB) 9:heart: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, MP1 checks, Hero checks.

      River: (8.23 BB) 9:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, MP1 checks, Hero checks.

      Final Pot: 8.23 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      UTG has Kc Jc (two pairs, nines and twos.)
      MP1 has Tc Js (two pairs, nines and twos.)
      Hero has Kd Ks (two pairs, kings and nines.)
      Hero wins 7.90 BB.
      [/color]

      Zum Schluü noch etwas Amüsantes. In der nächsten Hand foldete ich pre-flop ein Full House am Flop (ist uns allen ja schon zig mal passiert), aber in diesem Fall sollte ich mich darüber freuen:

      Party Poker 0.15/0.30 Hold'em [color:#0000FF](7 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with 8:heart: , 8:diamond:.
      [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]MP raises[/color], [color:#666666]3 folds[/color], BB calls.

      Flop: (4.47 SB) 8:spade: , 6:spade: , 6:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], MP calls.

      Turn: (3.23 BB) A:diamond: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], [color:#CC3333]MP raises[/color], [color:#CC3333]BB 3-bets[/color], MP calls.

      River: (9.23 BB) A:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], [color:#CC3333]MP is all-in ($0.55)[/color], BB calls.

      Final Pot: 12.90 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      BB has 2s 5s (two pairs, aces and sixes.)
      MP has Ac Jc (a full house, Aces full of sixes.)
      MP wins 12.40 BB.
      [/color]

      Datum: 15.04.06

      Limit: 0.15/0.30 Dollar

      Kontostand: 96,56 Dollar

      BB/100: 4,92


      12. Session (3h)

      Umstellung im Fahrplan - daher Limitaufstieg

      In dieser lag ich voll auf Kurs, d.H. meinen BB/100-Performance entsprach in etwa dem bisherigen Durchschnittswert. Meine Erfahrungen deckten sich wieder mit den voherigen Sessions auf 0.10/0.20 Dollar. Das Milleu war im groüen und ganzen weak-tight, so dass meine Bluffs und meinen exzessiven preflop Staelraises im groüen und ganzen sehr erfolgreich verliefen. In vielen Fällen foldeten die Blinds ohne Gegenwehr. Der Bedeutung der Position im Rahmen von Blind Stealing und Blind Defense sind auf diesem Niveau kaum bekannt. Die Medaille hat daher auch eine Kehrseite. Raises aus late position bedeuten nicht, dass der Gegner auf eine groüe Range zu setzen ist. In der Regel hat er eine Premium Hand. Einmal reraiste ich einen Middle Position Raiser mit 99. Ein anderes mal reraiste ich einen Cut-off-raiser mit TT. Beides mal verlor ich gegen KK. Ein weiteres mal kämpfte ich in den Blinds gegen gegen eine Button Raiser, der nachher AK beim SD zeigte. Gegen Middle Position Raiser ist wahrscheinlich TT in einem solchen Umfeld ein Fold. Die Maxime hier sollte also sein: In der Offensive semi-loose und in der Defensive sehr tight zu spielen.

      Im Zuge der Umstellung des Fahrplans für den Limitaufstieg im entsprechenden Artikel im Basiswissen-Einsteigerforum werde ich meinen Kurs nun ändern. Ich werde einfach im Limit auftseigen, wenn ich die nötigen 250 BB fürs höhere Level beisammen habe. Dies ist der Notwendigkeit geschuldet, sich relativ schnell einiges Fett für das Limit 0,5/1 Dollar anfressen zu müssen. Dafür hat man ja nur 45 Kalendertage Zeit. Ich werde das nächste Mal also 15/30 Cent spielen.





      Erläuterung:

      Der Vergleich der beiden Limits zeigt einige Unterschiede die mit ihrem unterschiedlichen Charakter zusammen hängen.

      Ich habe auf 10/20 Cents mehr Hände gespielt, da ich jede brauchbare Gelegenheit zu First-in-Raises genutzt habe.

      Im Big Blind habe ich häufiger gefoldet, da ich schlechtere Pot odds bekam (es waren weniger Gegner in der Hand) und zudem die Raises mehr respektieren muüte.

      Mein Attempt to Steal-Wert ist extrem hoch (siehe meine Anmerkungen dazu oben).

      Der Won at SD ist höher als bei 0,5/10 Cent, da am Flop meist nur 1 - 2 Gegner in der Hand waren. Er ist aber niedriger als mein normaler Wert (56 %), da ein Groüteil meiner Siege zu Stande kamen, indem ich die Hand bereits vor dem SD für mich entschieden habe (durch Aggression). Mit Premiumhänden sind die Gegner natürlich mit mit zum SD gegengen und hatten dort dann häufig die besseren Karten.

      Der PFR ist erwartungsgemäü hoch.


      Datum: 13.04.06

      Limit: 0.10/0.20 Dollar

      Kontostand: 95,47 Dollar

      BB/100: 5,57


      11. Session

      Zu wenig Respekt vor gegnerischer Stärke

      Heute muüte ich geringfügige Verluste hinnehmen. Die Karten kamen diesmal eher schlecht und das ein oder andere mal wurde ich ausgedrawt. Alles in allem hatte sich der Eindruck der ersten beiden Sessions auf diesem Level bestätigt: an jedem tisch ein paar Fische und der Rest tendenziell tight-passive.

      Was sehr gut klappt waren meinen aggressiven firs-in Raises aus middle postion und die Steals. Beides wurde respektiert, som dass ich leicht looser spielen konnte, als es der ORC vorsieht. Was ich jedoch beim nächsten mal verbessern muss ist der Respekt gegenüber meinen Gegnern, wenn diese Stärke zeigen. In den meisten Fällen bedeutet "stark" auf diesem Level auch wirklich "stark". Hier muss ich nachgiebiger werden und mich schneller von der Hand verabschieden.

      Zum Schluü noch eine Hand zum Thema "Check behind am Turn":

      Party Poker 0.10/0.20 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with K:heart: , A:club:.
      UTG calls, [color:#666666]3 folds[/color], [color:#CC3333]MP3 raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], [color:#666666]3 folds[/color], UTG calls, MP3 calls.

      Flop: (10.50 SB) 9:spade: , 8:club:, 8:spade: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, MP3 checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG calls, MP3 folds.

      Turn: (6.25 BB) 9:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      UTG checks, Hero checks.

      River: (6.25 BB) 3:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      [color:#CC3333]UTG bets[/color], Hero calls.

      Final Pot: 8.25 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      UTG has 2c 2s (two pairs, nines and eights.)
      Hero has Kh Ac (two pairs, nines and eights.)
      Hero wins 8.00 BB.
      [/color]

      Ich habe den Turn gecheckt, um drei Dinge zu erreichen:

      1. Vermeidung eines Checkraises mit einem Full House. Zum einen hat mein Gegner den Flop mit irgend etwas gecallt. Dieskann natürlich ein Straight Draw oder Flush Draw sein, aber auch ein Set 9 oder ein 2 Pair Von daher bestand am Turn Full House-Gefahr.

      2. Vermeidung eines Bluff-Checkraises
      Da meine Hand Show down value besitzt, wollte ich ein Bluff-Checkraise verhindern, wonach ich schwerlich 2 Big Bets für einen Calldown investieren könnte.

      3. Bluff Inducing
      Ein weiteres Szenario nach einer Turn Bet wäre ein Fold meines Gegners gewesen. Dadurch hätte ich nichts gewonnen, für den Fall, dass ich vorne liege. So wie es kam, hat mir mein Gegner eine Big Bet durch seinen Riverbluff geschenkt.

      Der Check behind hat natürlich auch Nachteile. Angenommen, mein Gegner hätte einen Gutshot gehabt, so hätte ihm die Freecard theoretisch zur Straight verhelfen können. Auch hätte er Overcards treffen können (T, B, Q). Meiner Meinung nach überwiegen hier aber die Vorteile meiner Spielweise.


      Datum: 12.04.06

      Limit: 0.10/0.20 Dollar

      Kontostand: 89,32 Dollar

      BB/100: 5,53


      10. Session (3 h)

      Neuer Screenname

      Die Erstellung des ersten Screennames geschah damals etwas hektisch. Ich habe mir nun einen neuen Screenname zugelegt: PureStrategy. Der paüt natürlich gut zu unserem Motto: Pokerstrategy: no gambling - pure strategy!

      Die heutige Session verlief sehr gut (über 11 BB/100), da ich gute Startinghands zugelost bekam. Ein weiterer Teil meines Profits rührte von der Passivität meiner Gegner her, wie im letzen Bericht bereits beschrieben. Ungefähr 70 % der Spieler sind der soliden, aber weak-tighten Sorte zuzuorden. Der Rest ist reiner Fisch. Die Fische erkennt man an ihren calling standards (cold calling preflop, calling am Flop mit nichts auf der Hand). Die weak-tighten Spieler spielen in der Regel straight-foward und sind daher leicht zu lesen. Wenn sie am Flop nicht treffen, sind sie mit einer Bluffbet oder Continuationbet oft sehr gut zu vertreiben. Spätestens am Turn trenenn sie sich von ihrer Hand. Sie sind wenig tricky und vollführen so gut wie keine Semi-Bluffs.

      Für mich ist das Level kein Problem. Die Fische schlagen sich selbst, gegen die Weakies hilft Aggression. Natürlich ist die Situation weniger einfach für den, der selbst noch Anfänger ist. Aber trotzdem, alles in allem ist das Level ziemlich fischig. Der folgende Bad Beat aus der heutigen Sitzung sagt alles aus. Man beachte mit welch "weiser" Vorraussicht der MP2 am Flop zwei Bets auf einmal callte!

      Party Poker 0.10/0.20 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is SB with 4:club:, 5:club:.
      [color:#666666]1 folds[/color], UTG+1 calls, [color:#666666]1 folds[/color], MP2 calls, [color:#666666]3 folds[/color], Hero completes, BB checks.

      Flop: (4.00 SB) T:diamond:, 4:spade: , 5:spade: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], BB folds, [color:#CC3333]UTG+1 raises[/color], MP2 calls, [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], UTG+1 calls, MP2 calls.

      Turn: (6.50 BB) 8:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG+1 calls, MP2 calls.

      River: (9.50 BB) A:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG+1 calls, [color:#CC3333]MP2 raises[/color], Hero calls, UTG+1 calls.

      Final Pot: 15.50 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      MP2 has 9d Kd (a flush, ace high.)
      Hero has 4c 5c (two pairs, fives and fours.)
      UTG+1 has Kc Ts (a pair of tens.)
      MP2 wins 14.75 BB.
      [/color]


      Datum: 11.04.06

      Limit: 0.10/0.20 Dollar

      Kontostand: 89,84 Dollar

      BB/100: 6,41


      9. Session

      Weak-tight

      Ich war überrascht, dass sich das Level stark von 0.05/0.10 Cent unterscheidet. Zusammengefasst sind die Spieler viel tighter, aber dabei oftmals zu schüchtern. Das heiüt, sie lassen sich zu sehr von Aggression beeindrucken. Man nennt das weak-tight. Ich war früher auch weak-tight. Weak-tight wird man, wenn man Bücher wie WLLH lieüt, die zu sehr solidem Spiel anleiten. Stark spielen, wenn man eine gute Hand hat, ansonsten folden. Das Problem ist nur, dass man ja meisten den Flop nicht trifft. Wenn zwei Spieler in der Hand sind und beide treffen den Flop nicht, dann gewinnt derjenige, der seinen Anspruch auf den Pot anmeldet, sprich aggressiv ist. Aggression ist der Schlüssel zum Erfolg im Hold'em, da man mit ihr jede Menge Pötte bekommt, die keinen legitem Besitzer haben. Im übrigen ist es nicht unbedingt schlecht, sein Spiel als Anfänger auf solide Grundlagen zu stellen und ein biüchen weak-tight zu sein. Man sollte aber versuchen, mit zunehmender Spielstärke immer aggressiver zu werden.

      Welche Spielweise ist in diesem Medium angebracht?

      Groüe Preflop-Agression

      1. Raises first in aus Middle Position.
      2. Stealraises.

      Beides kann sogar ein wenig aggressiver vorgetragen werden als im ORC. Wenn im ORC steht Raise A9 im MP3, dann könnte man hier diese Hand eventuell schon im MP2 raisen oder im MP3 A7. Diese Spielweise ist riskant. Man wendet sie an, um kleine Edges zu pushen. Natürlich ist es noch viel zu früh zu sagen, dass das Level 10/20 generell so beschaffen ist, wie es sich mir heute gezeigt hat. Letztlich kommt es immer auf den konkreten Tisch an. Wenn der Tisch extrem tight ist, dann lohnt sich eine gesteigerte Preflop-Agression.

      Bluffs

      Generell sollte man viel am Flop bluffen. Aber Vorsicht: Dafür braucht man ein gutes Auge. Für Anfänger ist diese spielweise nicht unbedingt ratsam. Aber für einen starken Spieler (Hecht im Karpfenteich) schon.

      Vorsicht in der Defensive

      Genauso wichtig ist tightes Spiel in der Defensive. Ich habe heute den Fehler gemacht, meine Blinds zu liberal zu defenden. In tighten Spielen raisen die Gegner in der Regel mit Premiumhänden. Ich werde hier künftig die raises meiner Gegner mehr zu respektieren versuchen.


      Datum: 06.04.06

      Limit: 0.10/0.20 Dollar

      Kontostand: 76,49 Dollar

      BB/100: 5,71


      8. Session (3h)

      Limit-Aufstieg geschafft

      Mit ein wenig Mühe habe ich nun meinen 20 Dollar Gewinn beisammen und darf das nächste mal mein Glück auf 10/20 Cent versuchen. Mein Kontostand ist nun 70,34 Dollar. Zum Aufstieg auf 15/30 benötige ich wieder 200 Big Bets Gewinn. Sollte ich unter 30 Dollar fallen, müüte ich wieder auf 5/10 Cent zurück. Hier meine bisherigen Stats:



      Interpretation:

      Zum Aufstieg habe ich mehr Hände benötigt als vorher angenommen. Das war ein hartes Stück Arbeit. 5,72 BB/100 ist an sich ein guter Wert, der anzeigt, dass ich das Level dominiere. Doch in Anbetracht der Spielstärkedifferenz hat mich die Zahl aber eher enttäuscht. Naja, vielleicht läuft es ja auf dem neuen Limit besser. Der VPIP von 18,95 ist in Ordnung. Im Vergleich zu den High Limits habe ich hier weniger Steal-Raises gebracht, dafür in early position mehr drawing hands gespielt. Insgesamt war ich ein klein wenig looser als gewöhnlich, da ich gegen die schwache Gegnerschaft so oft wie möglich in der Hand sein wollte. Dieser Ansatz ist jedoch nicht ungefährlich. Möglicherweise werde ich künftig ein klein wenig tighter spielen, so dass sich der Wert der 18.0 annähern könnte. Der Went to SD-Wert von 36,75 ist höher als normal, da man aufgrund der gröüeren Pötte bessere Odds für Draws oder marginale Hände bekommt. Mein normaler Won at SD bewegt bei knapp 57. Hier ist er viel niedriger, da man einfach weniger Pötte gewinnt, wenn mehr Gegner mit zum SD gehen. Meine Preflop Raise-rate ist etwas niedriger als normal, da man in Low Limit Games weniger Gelegenheit für First-in Raises erhält.





      Datum: 04.04.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 70,34 Dollar

      BB/100: 5,73


      7. Session (3h)

      Hand Reading impossible!

      In der heutigen Session gewann ich ein paar Cents. Hoffentlich wir der Krebsgang bald wieder von Panthersprüngen abgelöst!

      Wie auch an allen anderen Tagen auf diesem Niveau war viel Chaos und Irrationales im Spiel. Enige Gegner spielten abseits aller Logik und waren daher kaum auf bestimmte Hände zu setzen. Ein paar Beispiele:

      In der ersten Hand werden meine Kings von J6s gebusted. Für die Courage eine 3-Bet damit zu callen gebührte meinem Gegner natürlich der Sieg. Meine 3-Bet am Turn war mutig und rührte von der irrigen Annahme her, dass man mit einer 6 oder 9 in der hand preflop keine 3-Bet callen kann. Ich setzte mein Gegner daher auf ein Pocketpair, aller Wahrscheinlichkeit nach kleiner als Kings.

      Party Poker 0.05/0.10 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is UTG+2 with K:spade: , K:heart: .
      [color:#666666]2 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]1 folds[/color], [color:#CC3333]MP2 3-bets[/color], MP3 calls, [color:#666666]4 folds[/color], [color:#CC3333]Hero caps[/color], MP2 calls, MP3 calls.

      Flop: (13.40 SB) 9:heart: , 6:heart: , 9:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], MP2 calls, MP3 calls.

      Turn: (8.20 BB) 6:diamond: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      [color:#CC3333]Hero bets[/color], MP2 folds, [color:#CC3333]MP3 raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], [color:#CC3333]MP3 caps[/color], Hero calls.

      River: (16.20 BB) 4:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      Hero checks, [color:#CC3333]MP3 bets[/color], Hero calls.

      Final Pot: 18.20 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      MP3 has 6c Jc (a full house, Sixes full of nines.)
      Hero has Ks Kh (two pairs, kings and nines.)
      MP3 wins 17.70 BB.
      [/color]

      In der nächsten Hand lernten meine Aces ihren Meister kennen: T2o, utg gespielt. Immerhin war mein Gegner gnädig mit mir und callte am River nur mit seinem Full House.

      Party Poker 0.05/0.10 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is CO with A:heart: , A:club:.
      UTG calls, [color:#666666]1 folds[/color], UTG+2 calls, [color:#666666]3 folds[/color], [color:#CC3333]Hero raises[/color], [color:#666666]3 folds[/color], UTG calls, UTG+2 calls.

      Flop: (7.40 SB) 3:spade: , 2:heart: , 3:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, UTG+2 checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG calls, UTG+2 calls.

      Turn: (5.20 BB) 2:club: [color:#0000FF](3 players)[/color]
      UTG checks, UTG+2 checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], [color:#CC3333]UTG raises[/color], UTG+2 folds, [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], [color:#CC3333]UTG caps[/color], Hero calls.

      River: (13.20 BB) J:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      UTG checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG calls.

      Final Pot: 15.20 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      Hero has Ah Ac (two pairs, aces and threes.)
      UTG has 2d Tc (a full house, Twos full of threes.)
      UTG wins 14.70 BB.
      [/color]

      In der nächsten Hand foldete ich am Flop den Winner, da ich aufgrund der Preflop-Action annehmen muüte, auf 2 Outs zu spielen.

      Party Poker 0.05/0.10 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is MP3 with 9:heart: , 9:diamond:.
      [color:#666666]2 folds[/color], [color:#CC3333]MP2 raises[/color], [color:#CC3333]Hero 3-bets[/color], CO calls, [color:#666666]2 folds[/color], [color:#CC3333]BB caps[/color], MP2 calls, Hero calls, CO calls.

      Flop: (16.40 SB) 6:spade: , A:heart: , T:diamond: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      [color:#CC3333]BB bets[/color], MP2 folds, Hero folds, CO calls.

      Turn: (9.20 BB) 8:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, [color:#CC3333]CO bets[/color], BB calls.

      River: (11.20 BB) 8:heart: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      BB checks, [color:#CC3333]CO bets[/color], BB calls.

      Final Pot: 13.20 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      CO has Jd Ks (a pair of eights.)
      BB has 5d 5s (two pairs, eights and fives.)
      BB wins 12.70 BB.
      [/color]

      Aber ich hatte auch meine high lights. In der folgenden Hand habe ich meinen Gegner bei einem wirklich unverfrorenem Bluff erwischt:

      Party Poker 0.05/0.10 Hold'em [color:#0000FF](10 handed)[/color] link

      Preflop: Hero is BB with K:heart: , K:diamond:.
      [color:#666666]2 folds[/color], UTG+2 calls, MP1 calls, [color:#666666]4 folds[/color], SB completes, [color:#CC3333]Hero raises[/color], UTG+2 calls, MP1 calls, SB calls.

      Flop: (8.00 SB) 7:diamond:, Q:diamond:, 6:club: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      SB checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], UTG+2 calls, MP1 calls, SB calls.

      Turn: (6.00 BB) 6:spade: [color:#0000FF](4 players)[/color]
      SB checks, [color:#CC3333]Hero bets[/color], [color:#CC3333]UTG+2 raises[/color], [color:#CC3333]MP1 3-bets[/color], SB folds, Hero calls, UTG+2 folds.

      River: (14.00 BB) Q:club: [color:#0000FF](2 players)[/color]
      Hero checks, [color:#CC3333]MP1 bets[/color], Hero calls.

      Final Pot: 16.00 BB.
      Results in white below:[color:#FFFFFF]
      MP1 has Kc Jc (two pairs, queens and sixes.)
      Hero has Kh Kd (two pairs, kings and queens.)
      Hero wins 15.50 BB.
      [/color]

      Es ist wirklich so, einige Gegner bluffen auf diesem Limit ziemlich aggressiv. Es also definitiv nicht so, dass dort alle schön brav passiv und straight-foward spielen. Ich werde niemals mehr den Fehler machen, auf diesem Limit den River mit einer brauchbaren Hand zu folden (wie ein paar mal geschehen), nur weil die Gegner dort anfangen groüe Stärke zu zeigen.

      Datum: 03.04.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 66,40 Dollar

      BB/100: 5,49


      6. Session

      Sets busted!

      Diese Session war nicht sonderlich ereignisreich und brachte mir moderate Verluste ein. Das Ergebinis hätte postiv ausgesehen, wenn ich nicht am Anfang zwei Hände mit einem Set verloren hätte.

      1. Hand: Ich hatte 99 im MP3. 3 Caller, ich raise. Warum das?

      Vorteil 1: Value
      Mit 99 ist meine Euity über der Durschnittsequity der Caller in einem loose-passive game.

      Vorteil 2: Dead Money
      wenn die Blinds folden, landet dead money in der Mitte des Tisches.

      Vorteil 3: Position
      Häufig folden die Spieler hinter einem und man kauft sich damit den Button (hier geschehen). Dies ist gerade in Verbindung mit dem nächsten Punkt ein Vorteil.

      Vorteil 4: Free Card
      Wenn der Flop ganz übel kommt, z.B. AKT kan man sich häufig eine Fre Card holen, da in loose-passive games häufig zum Raiser gecheckt wird.

      Vorteil 5: Pot Building
      Trifft man sein Set am Flop, ist der Pot so groü, dass viele Gegner pot.commited sind oder zu loose calls animiert werden. Auf diese Weise kann man mit seinen Sets Monsterpöttegewinnen.

      All diese Vorteile überwiegen den einen Nachteil: auf dem Flop kommen Overcards und man hat statt einer SB 2 SB investiert, die man dann meistens aubschreiben muss.

      Am Ende verlor diese Hand gegen eine Straight.

      Hand 2: Mit 77 treffe ich mein Set auf einem single suited flop. Ich bette, werde geraist und reraise. Als Anfänger hatte ich die Befürchtung, dass der Raiser einen fertigen Flush haben könnte. Dies ist zwar möglich, wahrscheinlicher aber ist, dass der Geger ein Draw zu einem hohen Flush oder Top Pair besitzt. Aber selbst, wenn man am Flop hinten liegt, hat man insgesamt 17 Outs für ein Fullhouse am River (7 von Flop zu Turn, 10 von Turn zu River). Am Turn kam die vierte Flushkarte und ich callte mit meinen 10 Outs. Der River brachte mir kein Full House. Ich callte dennoch aufgrund der riesegen pot odds und verlor gegen den Nutflush (am Turn realisiert).

      Datum: 02.04.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 64,93 Dollar

      BB/100: 6,22


      5. Session

      10/20 Cent in Sichtweite!

      Die heutige Session hat mich ein groües Stück in Richung Limit-Aufstieg gebracht. Verantwortlich dafür waren unter anderem zwei Riesenpötte, die ich mit der Nutstraight gewonnen habe. Einmal hatte ich T9s bei einem Board von 7 8 J Q. Das schöne an einer 2 Card-Straight ist ihre Verborgenheit. Die Gegner geben einem dadurch meist sehr viel Action. Das andere Mal hatte ich KQ bei einem Board von JT97 am Turn. Dort waren wohl noch 5 Leute versammelt. Die Riverkarte war optimal für mich: eine 8! Ich sagte noch zu meinem Auditoriom "Hoffentlich hat einer eine Q! Und tatsächlich, der River wurde gecappt von AQ, obwohl der Bursche eben nicht die Nuts hatte und sich eigentlich nicht mehr als einen Split Pot ausrechnen konnte, bei 4 Gegnern.

      Datum: 31.03.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 66,01 Dollar

      BB/100: 8,02


      4. Session

      Back on Track

      Mit der heutigen Session kehrte mein Glaube an die Gerechtigkeit im Poker zurück. Während ich letztes mal den Flop kaum traf und auch häufig am River weggeluckt wurde, trat diesmal ein ganz anderes Muster hervor. Ich raise mit hohen Karten, treffe Top Pair, bekomme wieder die obligatorischen Caller, aber, Top Pair hält! So kann es gerne weiter gehen!

      Datum: 30.03.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 59,52 Dollar

      BB/100: 5,91


      3. Session (3h)

      Der erste Rückschlag

      Die erste groüe Packung kahm früher als erwartet. Heute muüte ich sogar an allen drei Tischen nachkaufen und am Ende einen Verlust von 4.36 Dollar hinnehmen. ;(

      Natürlich spiegelt dieses Ergebnis ganz gut das Auf-und-ab des normalen Pokeralltags wieder und ist von daher nichts völlig auüergewöhnliches. Wie ist dieses Ergebnis jedoch in anbetracht meiner überlegenen Spielstäreke zu erklären? Die Erklärung liegt in zweierlei Sachverhalten begründet. 1) Die kurzfristige Macht des Glücks beim Pokern 2) Die Beschaffenheit der typischen microlimit games. In loose-passive microlimit games sehen oftmals 6 Spieler den Flop. Hält man eine an sich starke Hand wie Top Pair - Top Kicker ist es damit noch ein weiter Weg bis zum Gewinn des Pots. Meistens ist man damit gegen mehrerer Gegner sogar Underdog in Bezug auf den Sieg. Im Ergebnis gewinnt man viel weniger Hände als in einem high limit game. Andrerseits gewinnt man, wenn man gewinnt, oftmals gewaltige Pötte. Letzteres überkompensiert den ersteren Sachverhalt. Microlimit games sind daher hinsichtlich Big Bets profitabler als jedes andere Limit. Sie sind jedoch auch reicher an Swings. An guten Tagen gewinnt man eine ganze Reihe an Monsterpötten, an schlechten wird man immer wieder aufs neue von einem der vielen Verfolger eingeholt und bringt rein gar nichts zu Stande. Einen solchen Tag hatte ich heute erlebt.

      Datum 26.03.

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 51,55 Dollar

      BB/100: 1,21


      2. Session

      Table Selection

      Die heutige Session war mühsamer als die erste. Nach der ersten Stunde lag ich hinten, weil die flops nicht so kamen wie ich wollte. auüerdem erwischte ich einen sehr tighten table mit 4 Deutschen. Mein utg-Raise mit AA brachte mir nur die Blinds als Gewinn ein - ungewöhnlich für das Limit. Als ich den Tisch verlieü wurde es besser. Natürlich sollte jeder von euch dieses Grundprinzip der Table Selection befolgen. Ist der Tisch zu tight, suche dir einen neuen! Am Ende konnte ich einen bescheidenen Gewinn verbuchen. Meine BB/100 (kumuliert) ruschte auf 9.01, was sich aber noch sehen lassen kann. Für Sonntag habe ich mir aber vorgenommen, diesen Wert wieder nach oben zu pushen.

      Datum: 24.03.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 55,91 Dollar

      BB/100: 9,01


      1. Session

      Der Start

      Ich beginne mit 50 Dollar Startkapital.

      Die erste Session verlief leidlich erfolgreich. An einem Tisch geriet ich sogar in Schwierigkeiten und muüte nachkaufen. Die Banrkroll für 0.10/0.20 Dollar hätte ich bei 300 BB, also 60 Dollar. Trotzdem werde ich mit dem Aufstieg bis 70 Dollar warten. Ich möchte bestätigen, dass ich das Limit nachhaltig schlage und dafür benötige ich 200 BB (20 Dollar) Gewinn.

      Datum: 23.03.06

      Limit: 00.5/0.10 Dollar

      Kontostand: 54,23 Dollar

      BB/100: 13,02
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