Cap Flop mit kleinem Flushdraw?

    • abzupfer
      abzupfer
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 1.855
      ^Moin zusammen,

      man sagt ja immer, dass ein Flushdraw am Flop gegen zwei Gegner for Value gecappt werden kann, weil der Flush in 34.x % der Fälle ankommt. In late position kommt die mögliche Freecard dazu, hat man dazu noch eine Overcard, dann lohnt sich das sicherlich auf jeden Fall.

      Interessieren würde mich mal, wie das mit einem reinen flusdraw - also ohne Overcards, ohne pair und ohne nennenswerte Foldequity-. und out of position ist, (z.B. wenn man im SB mit suited connectors completed oder in BB callt, zu dritt am Flop, Hero bets Villain 1 raises, Villain 2 cold calls). Man kann den Flushdraw ja auch noch verlieren, was immer eine relativ teure Angelegenheit ist.
      . Gegen Full House
      - Gegen einen größeren Flush
      - wenn am Turn und am River eine flushfarbene Karte fällt, also dann jeder mit einer Flushkarte einen Flush hat (und oft einen höheren).

      KA ob es da ne Statistik gibt, wie oft man da noch eingeht, mit meinen lächerlichen 50000 Händen brauch ich da sicher nicht anzufangen ;-)

      Cappt ihr sowas oder callt ihr das runter?
  • 8 Antworten
    • bibersuperstar
      bibersuperstar
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 15.239
      oop würd ich nen flushdraw in nem raised pot immer passiv spielen, vor allem in dem beispiel von dir, wenn man im sb sitzt, denn wenn du reindonkst und der pfa nicht im button sitzt, dann wirst du isoliert, da der pfa den rest sonst mit 2bet konfrontiert und man bei dem flushdraw bzw straightdraw so viele wie möglich in der hand halten will. IP kann man natürlich 4 value raisen, wenn man 2 oder mehr leute im pot hat.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Kommt drauf an. Und zwar auf die vorangegangene Action, die Gegner, deine Position und die Floptextur. Einen Cap würde ich dann erwägen, wenn ich in Position bin, so dass ich am Turn die Möglichkeit bekomme, entweder durch eine weitere Bet bei passender Karte die Gegner zum Folden zu bekommen oder eine free Card zu nehmen. Beides wird recht selten sein, da die Gegner nach ihrer Investition den Pot kaum loslassen wollen und mit made Hands wahrscheinlich auch keine free Card zulassen wollen. Wenn du zusätzliche Outs hast (z.B. auf Straight), dann schon sehr viel eher.

      Wegen der möglichen Isolation würde ich mir eher weniger Sorgen machen, da ja jeder der beiden anderen schon mindestens 2 Bets investiert hat, wenn man die Wahl zum Cap hat. Wer am Flop bereits 2 Bets investiert hat, callt meistens auch noch die anderen 2 zu besseren Odds.

      Die Frage der Isolation stellt sich aber bei der ersten Bet oder dem ersten Raise. Je stärker dein Draw ist, desto eher kannst du eine Isolation riskieren.

      Eine 5. Flushkarte auf dem Board ist übrigens egal. Wenn jemand nach 4 Flushkarten keinen höheren Flush hat, kann er ihn auch durch die 5. Karte nicht mehr bekommen. Das Risiko eines höheren Flushs bei der 4. Karte ist aber schon real.
    • gear
      gear
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 4.809
      Original von cjheigl
      Eine 5. Flushkarte auf dem Board ist übrigens egal. Wenn jemand nach 4 Flushkarten keinen höheren Flush hat, kann er ihn auch durch die 5. Karte nicht mehr bekommen. Das Risiko eines höheren Flushs bei der 4. Karte ist aber schon real.
      ?( ich denke mal wir gehen hier von 2 suited karten auf der hand aus und zwei von dem suit im flop -> flushdraw, dass wir bei einem 3-suited board mit der 3 oder so als flush kicker nich sehr weit gehen dürfte ja klar sein
    • Kaninch3n
      Kaninch3n
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 256
      Er meint damit, das selbst wenn wir unseren Flush am Turn treffen der Gegner immer noch Redraws auf einen stärken Flush hat mit deinem kleinen Flush.

      Je nachdem wieviele modified Outs man erwartet (die bei kleinen Draws deutlich weniger als 9 sind), sollte man also abwägen ob man passiv oder aggressiv spielt. Natürlich kommt noch die Position hinzu, die Foldequity die man evtl. hat, sonstige Backdoor Draws etc.

      Bei kleineren Modified Outs musst du dann natürlich deine Draw Equity durch sonstige Equity (Fold Equity) ''auffüllen'', ansonsten einfach den Gegner erst ab 3-Gegner + cappen oder passiv spielen.

      Weiterhin musst du auch bedenken das du dir sicher sein musst den Turn von den Pot Odds auch noch callen zu können, denn falls du deine Hand am Turn folden musst war deine Bet am Flop unprofitabel!
    • abzupfer
      abzupfer
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 1.855
      Original von Kaninch3n

      Je nachdem wieviele modified Outs man erwartet (die bei kleinen Draws deutlich weniger als 9 sind), sollte man also abwägen ob man passiv oder aggressiv spielt. Natürlich kommt noch die Position hinzu, die Foldequity die man evtl. hat, sonstige Backdoor Draws etc.

      ...
      Ja, das is wohl der Punkt, dass man eben keine 9 outs to the nuts hat.

      Und die 35 % gelten ja auch nur, wenn man wirklich die Turnbet callt, dh. der Pot muss am Turn mind. 4 BB groß sein und möglichst keiner hinter uns, der noch raist. Das erstere ist meistens der Fall.

      Also im unraised Pot hab ich kleine FD bisher meistens gedonkt wegen fold equity, wenn z.B. eine hohe Karte liegt. Kommt der Flop AQJ oder so, dann ist die Gefahr, geraist und isoliert zu werden, natürlich höher und ein passiveres spiel bietet sich da wohl eher an.

      In letzter Zeit hab ich aber gehäuft einen kleinen Flush gehabt, dann kam am River die vierte Flushkarte aufm Board und einer hat A .. Q. Da denkt man schon mal drüber nach :D
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.815
      man sagt ja immer, dass ein Flushdraw am Flop gegen zwei Gegner for Value gecappt werden kann, weil der Flush in 34.x % der Fälle ankommt.


      Das ist nicht in erster Linie der Grund wieso man sowas macht. Situationen in denen das Sinnvoll ist sind meist derart das man in Position spielt und sich damit eine Freecard am Turn durch möglichen check behind erkaufen will.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Ohne Foldequity und Overcards gibt es nur einen Vorteil oop am Flop zu pushen:

      Man erhöht die Potgröße und verleitet damit die Gegner zu falschen Postflop Entscheidungen. Wenn der Pot erst einmal eine bestimmte Größe überschreitet, dann sehen manche Spieler einen crying call wo eigentlich keiner mehr ist. Wir bekommen also, wenn wir den Flush treffen, bessere Implied Odds, wenn wir den Pot am Flop aufblähen.

      Der Grundgedanke ist, daß wir auf einem Freeroll sind und von den Gegnern implied Odds bekommen. Je größer der Pot, desto eher werden wir ausbezahlt.

      Trotzdem sind FDs oop oft marginal, wenn man weder FE noch OC hat. Man sollte dann eher passiv spielen, weil man ja discounten muß, wenn man nicht auf den Nutflush drawt und weil FH Redraws möglich sind. Auch könnte ein Gegner 3betten und der andere folden, so daß wir uns gegen eine bessere Hand isolieren. Außerdem ist es blöd, wenn man am Flop durch einen Raise die Initiative erhält und dann am Turn checken muß, weil man nicht improved. Das zerstört die gesamte Deception. :) (Dafür ist es dann um so lustiger, wenn man improved. ;) )
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      btw: Im übrigen ist es ein Gerücht, daß man oop nicht for Freecard raisen kann.

      Ich habe schon oft genug das Gegenteil erlebt! :D