2 Spieler am Flop, unraised Pot mit Reads

    • rustyspoon
      rustyspoon
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.459
      Ahoi hoi,

      habe in letzter Zeit häufiger gelesen das "Bet any unraised Pot, HU am Flop" umstritten ist.

      Grundsätzlich habe ich damit gute Erfahrungen gemacht den Flop in dieser Situation zu betten. Wenn ich jetzt aber aussagekräftige Reads auf meinen Opponent habe (500++ hands), sollte man dann nicht seine Spielweise etwas anpassen? Ich denke speziell an Callingstations mit einem Vpip von sagen wir mal 20++, und einem WTSD von 55+, wobei der WTSD denk ich mal im Vordergrund steht.

      direkt c/f mit J high, keine Backdoors etc.?
      mit 2 Overcards oder Ace high trotzdem betten?

      Wenn man 2 Overcards zum Board immer folden würde, wäre das nicht zu weak?
      Wahrscheinlich ist das wieder nicht eindeutig beantwortbar, da es von der Flop Struktur und der Position stark abhängig ist.

      Trotzdem würde ich gerne Wissen wie ihr das mit Reads handhabt.

      thx schonma für Antworten :)

      PS: Mich interessiert vor allem die Situation in der Hero first to act am Flop ist.
  • 5 Antworten
    • Kaninch3n
      Kaninch3n
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 256
      Wenn ich weiß, das Villain einen WTSD von 50+ hat. Die Bet ist profitabel bzw. breakeven wenn Villain in 50% der Fälle foldet.

      Das Villain in mehr als 50% zum Showdown geht, kann auch gut heißen das er mehr als 50% der Flopbets callt, da die ja so schön günstig sind.

      Never Bluff a Callingstation!

      Wenn du Overcards hast mit A high zum Beispiel kannst du evtl. sogar gegen CS valuebetten. Allerdings ist das häufig ziemlich knapp, denn du hast Reverse Implied Odds wenn dein Gegner auf den späteren Straßen trifft, was häufiger der Fall sein kann und du es nicht merkst.

      Sicherlich wichtig ist auch wie oft der Gegner selbst blufft. Häufig gibt es Gegner, die jeden Flop im Blindbattle raisen.

      Ich denke pauschal kann man sagen, desto looser der Gegner am Flop ist, desto vorsichtiger sollte man mit dem bluffen sein. Auch gegen Maniacs würde ich mit Vorsicht bluffen. Desto tighter Villain, um so profitabler die Bet.

      Ich denke so bei WTSD < 40 ~ kann man in den unraised Pot betten, kommt aber halt auch drauf an wie sich das WTSD zusammen setzt.
    • gear
      gear
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 4.809
      um die bet profitabel zu machen muss villain nur in 33% der fälle folden, 2 mal setzen wir eine sb ein und er callt (der einfachheit halber gehen wir davon aus, dass wir danach die hand nicht mehr gewinnen) und einmal gewinnen wir den 2,5sb pot -> 2 sb eingesetzt, 0,5sb gewonnen. Noch dazu kommt, dass wir nach einem call seinerseits selbst noch ein pair am turn treffen können -> noch mehr gewinn, halte diesen move eigentlich immer für profitabel
    • Kaninch3n
      Kaninch3n
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 256
      Ich war von SB vs BB ausgegangen. Und mit Undercards am Turn zu improven halte ich für teilweise gefährlich.
    • rustyspoon
      rustyspoon
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.459
      Original von gear
      um die bet profitabel zu machen muss villain nur in 33% der fälle folden, 2 mal setzen wir eine sb ein und er callt (der einfachheit halber gehen wir davon aus, dass wir danach die hand nicht mehr gewinnen)
      Wenn er einen WTSD von ~50% hat, dann called er die Flop bet in weit über 50% der Fälle. WTSD bezieht sich auch noch auf die Turn Bet und auf die River Bet! Die Fold Equity auf dem Turn und auf dem River geht gegen eine CS gegen 0!

      Original von gear
      Noch dazu kommt, dass wir nach einem call seinerseits selbst noch ein pair am turn treffen können -> noch mehr gewinn, halte diesen move eigentlich immer für profitabel
      das steht aber 1:1 ob man den Turn trifft, angenommen keiner hat ein Pocket und keiner hat den Flop getroffen. Wenn mein Opponent Overcards zu meinen Cards hält, hab ich nochmal einen Nachteil, deswegen auch die Frage meinerseits ob man nur Overcards zum Board spielen sollte.

      Reverse Implied Odds können auch aufkommen, man weiß nicht wann und ob die CS trifft --> evtl. drawing dead.

      Zudem hat man den Nachteil das man nicht weiß was die CS hat.
      Es ist unmöglich eine CS mit relativ hohem Vpip auf eine Range zu setzen.
      Es ist auch unmöglich zu wissen ob die CS den Flop getroffen hat, sie signalisiert ja keinerlei Stärke sondern spielt lediglich nur c/c.
      --> Also hat man den Nachteil bereits (fast) hoffnungslos hinten zu sein, vor allem wenn man selbst nicht getroffen hat.
    • rustyspoon
      rustyspoon
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.459
      Gibts noch mehr Meinungen von Gold+ Membern? Weiß jemand noch mehr?