[Omaha]Handbewertung

    • Borchwedel
      Borchwedel
      Einsteiger
      Dabei seit: 23.07.2005 Beiträge: 8
      da ich ab und an mal gerne bei omaha reinschneie und da aber relativ orientierungslos rumlaufe, wollte ich mal wissen, was man bei omaha als gutes blatt bezeichnen könnte... also omaha-blätter sind imho idr besser als holdem-blätter, aber sonst habe ich wenig erkenntnisse gesammelt...


      btw: spielt hier irgendwer chinese poker... sehr lustig =)
  • 14 Antworten
    • the_typhoon
      the_typhoon
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 1.362
      Also ich schnei bei Omaha auch öfters mal rein. Auf Micro-Limit hab' ich sogar n' höheren EV als in Hold'em, obwohl ich nicht halbsoviel Plan hab.

      Preflop orientier ich mich immer so: Es müssen sich aus den 4 pockets mintestens 2 starke hold'em pockets bilden lassen. post- flop ist 2-pair ungefähr so stark wie top-pair in Hold'em.


      Wenn du mit chinese poker die poker-variante meinst (gibt meines Wissens 2 Poker-Var. die so heißen) wo man seine 13 Karten auf 3 hände splitten muß würden mich mal deine Erfahrungen dazu interessieren und wissen ob man's irgendwo online spielen kann.

      Ich zock übrigens manchmal Pineapple-Poker
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Erste Faustregel bei Omaha, die man lernt: Den größten Fehler, den die meisten Anfänger machen ist der zu denken, daß zwei gute Hold'em Hände eine gute Omaha Hand ausmachen! :D

      Ich habe früher fast ausschließlich Omaha Pot-Limit gespielt, aber seit Einführung des Internet-Pokers mich auf Hold'em spezialisiert. Spielen halt viel mehr und ist auch mehr zu verdienen, da man mehr Tische spielen kann. Versuch mal, 4 Tische Omaha zu spielen, da wird dir aber schwindelig. :D

      Eigentlich wollte ich dir das Buch Cappelletti on Omaha empfehlen, aber das scheint es nach meiner Recherche wohl gar nicht mehr zu geben. Wenn Du in der Nähe von Dortmund wohnst, kannst du gerne mal vorbeikommen und ich leihe es Dir. Ist sozusagen Pflichtlektüre.

      Aber bei miener Recherche bin ich auf folgendes gestossen, vielleicht hilft dir ja schon folgender Link:
      http://erh.homestead.com/omaha.html
    • Borchwedel
      Borchwedel
      Einsteiger
      Dabei seit: 23.07.2005 Beiträge: 8
      @typhoon: meine die variante mit den 13 karten ja. hab die ab und an zum spaß bei pokerroom gespielt (nur mit play money). macht laune, aber ich habe da ehrlich gesagt wenig durchblick. die punktevergabe ist doch recht kompliziert, aber die grundidee ist ziemlich genial eigentlich...
    • the_typhoon
      the_typhoon
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 1.362
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Also ich habe vorhin zum ersten mal pot limit omaha gespielt (zum ersten mal omaha überhaupt sogar), auf pokerstars bei 1/2 cent blinds. :D

      Dabei habe ich diese Punkte System im Link von Temmi probiert anzuwenden (ist allerdings am Anfang nicht immer ganz leicht, innerhalb von 15 Sekunden die Punkte richtig zusammenzurechenen ;) ) und es ging eigentlich ganz gut.
      Ich war erst erstaunt, dass connectedness so viele Punkte bringt, aber als ich dann ein paar mal so Hände mit 4 conected Karten und vielleicht 1 gap gespielt hatte, wurde mir (glaube ich) klar warum. Man kann straight draws haben mit viel mehr outs als ein geöhnlicher OESD. Z.b. hatte ich eine Hand, (AKQx) und der flop kommt JTx. Erst dachte ich oh schön, OESD, doch hinterher ist mir erst aufgefallen, wieviele straight outs ich wirklich hatte (any ace, king, queen oder neun, und auch noch alle zur nuts), wenn dazu dann noch ein flushdraw kommt... =)

      Naja soviel zum kleinen "Erfahrungsbericht", was mich eigenltich interssiert, Temmi, du scheinst ja Ahung zu haben: Wie gut ist das Punktesystem wirklich? Ich habe schon öfters davon gehört, und meine mich zu erinnern, dass immer auch diskutiert wurde, dass es ja eigentlich gar nicht so toll sei, und man wenn man sich auskennt, seine Starhände etwas besser wählen kann.

      Gibt es weiterreichende ressourcen im internet, um ein bisschen omaha skills zu bekommen auch ohne direkt Bücher zu kaufen? Nicht nur Starthände, sondern auch postflop Spiel, allgemein ist mir jeder gute link, den ihr kennt willkommen. (gerne auch per PM, wenn er zu einer anderen "bösen" affiliate Seite linkt. ;) )
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      betout, ich muß Dich leider enttäuschen. Da ich schon 6 Jahre aus der Materie "Omaha" raus bin, ist da auch nicht mehr alles so frisch. Also keine Profi-Tips! :D
      Kann Dir nur den Tip geben, den Du hier bei Hold'em auch zur genüge findest: Fange bei kleinem Split-Limit an!! Gut, 1/2c pot ist auch ok. Untersuche Deine Hände, versuche das Spiel und die Gegner zu verstehen und lerne selbst dazu. Das bringt meines Erachtens am meisten.
      Und noch was: Ich habe einige Bekannte, die auch online hohes Omaha Pot Limit spielen und alle haben den Verdacht, dass da mehr Collusion herrscht als bei Texas. Ist ja auch verständlich, denn wenn 2 zusammenspielen, kennen die schon 8 Karten und bei 3 Spielern schon 12 Karten. Die können ihre Outs viel besser berechnen als Du und auch schon mal mit den second Nuts wissen, dass sie unschlagbar sind.
      Also einfach mal selbst googlen nach mehr Tipps und schön den Ball flach halten. :D
      Das Punktesystem ist schon ok für den Einstieg, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Bei Pot-Limit kommt es dann auch sehr stark drauf an, die Gegner zu spielen, aber das kannst Du nirgendwo nachlesen, das mußt Du am jeweiligen Tisch schon selbst herausfinden, wer wie spielt.
    • buckenmann
      buckenmann
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 25
      gehe ich eigentlich recht in der annahme, daß der einzige unterschied zwischen holdem und omaha ist, daß man 4 pocket cards hat? also ansonsten identische regeln?
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von buckenmann
      gehe ich eigentlich recht in der annahme, daß der einzige unterschied zwischen holdem und omaha ist, daß man 4 pocket cards hat? also ansonsten identische regeln?
      nein, deine hand muss aus GENAU 3 boardkarten und 4 handkarten bestehen. das kann am anfang shcon ganz schön verwirrend sein...
    • bahmrockk
      bahmrockk
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2005 Beiträge: 6.769
      betout meint zwei, nicht vier :)
      Du musst also zwei Deiner vier Karten benutzen ...

      - georg
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von bahmrockk
      betout meint zwei, nicht vier :)
      Du musst also zwei Deiner vier Karten benutzen ...

      - georg
      grmpf... eins, zwei, drei, vier, irgendwann werd ichs hinbekommen.
    • SofticeMan
      SofticeMan
      Bronze
      Dabei seit: 22.05.2005 Beiträge: 191
      MMh also preflop is auch im prinzip wichtig, dass du halt Hände spielst,wo alle 4 Karten zusammen spieln, weildu sonst ja sozusagen "weniger effektive" hände spielst. 4 Karten gibt ja 8 combos, passen nur 3 katrne zusammen spielste shcon nurnoch 6 "hände", das nicht gut :p


      Bei hi/lo gug einfach auf o8poker.com


      btw. die Bücher von Capalletti sind nicht füranfänger empfehlenswert.
      SS2 hat aba ganz gute kapitel über omaha(my game of choice :-) )
    • Andragon
      Andragon
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 902
      Omaha ist auch 'River Game' genannt

      Der River entscheidet das Spiel zu 80%. Das Spiel wird sehr oft mit Straight, Flush und Full House gewonnen.

      Starting Hände bei Omaha müssen noch viel tighter ausgesucht werden als bei Holdem.

      In Omaha Hi/Lo 8 ist zb. folgende Starting Hand die Beste:

      Ah2hAc3c . Doppel Ass für High möglichkeiten, 2 mal Nuts suited für Flush, und perfekte low starters mit A2 und A3 zusätzlich mit straight Möglichkeit bei A2345 (perfekt low)

      In Omaha High sind AA mit Flush Möglichkeit immer zu spielen. Zusätzlich hohe connectors wie z.B JQKA oder TJQK am besten mit Flush Möglichkeit.

      Middle cards wie 6-9 sollten gefoldet werden. 3 oder 4 gleiche auf der Hand sollten immer gefoldet werden JJJJ als Starthand wird zwar maximal FUll House (mit 3 gleichen in den community cards) aber ist im Prinzip das schlechteste was man haben kann.
      Auch vier gleiche einer Farbe sind nicht gut.

      Prinzipiell sollte also eine Starting Hand mindestens 1 Flushmöglichkeit bieten (A oder K). EIn hohes paar kann auch nicht schaden und wenn dann noch Straight möglichkeiten da sind ist es noch besser.

      Eins ist noch sehr sehr wichtig. An einem Full table mit 10 sind 40 Karten bei den Spielern und 5 community cards draussen. Es sind nur 7 Karten nicht im Spiel. Wenn jetzt TJQ auf dem Board liegen und Du hast 89 dann solltest Du davon ausgehen das da einer AK hat, da sehr warscheinlich alle AK draussen sind. Also sind die Nuts am Full table meist auch draussen. Vorallem beim Flusg oder straight.
    • bigj
      bigj
      Global
      Dabei seit: 20.05.2005 Beiträge: 830
      Ja, das ist so ziemlich das schwierigste im Omaha zu Beginn als Hold'Em-Spieler.

      Vom Call-Down-Modus mit eigentlichen guten, aber nicht absoluten Nut-Händen gegen Typen mit VPIP > 50 wegzukommen -- leider nötig :-)
    • cincinpif
      cincinpif
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2005 Beiträge: 76
      Hi,

      spiele auch gelegentlich Omaha und fahre eigentlich ganz gut damit extrem Tight zu spielen; d.h. selektive Karten Pre-Flop spielen wie
      hohe connected und nach möglichkeit suited Cards, z.b. AAKK, AKQT, AAQQ, T987, aber niemals Karten in denen bereits Drillinge oder noch schlimmer Quads drin sind, z.B. AAAA oder 7778, sieht Klasse aus ist aber nix wert, da man ja nur zwei seiner vier Startkarten verwenden darf und man sich ja nicht mehr groß verbessern kann, weil man die Improved Cards ja schon selbst auf der Hand hat. 3-4 Karten von derselben Farbe schmeisse ich in der Regel auch weg, da diese mir ja als Möglichkeit fehlen um eventuell mein Flush zu treffen.
      Erhöhen Pre-Flop bringt auch nicht viel, es sei denn man will mehr Geld in den Pot bekommen, man bekommt durch eine Erhöhung bei Omaha kaum jemanden zum folden weil es hier, anders als bei Holdem, keine dominierenden Startkarten gibt. Du kannst AAKK auf der Hand halten und trotzdem problemlos verlieren.

      Am Flop muß man dann noch tighter als bei Holdem spielen, sprich wesentlich mehr Hände wegschmeissen, als man es bei Holdem tun würde.
      Bei two-suited Flop ohne eigene Chance auf Flush oder besser und 3 und mehr Gegnern folden, irgend einer hat immer das Flush. Das gleiche gilt natürlich für two-connected Flop. Wenn man selbst keine Straße oben auffüllen kann, weg mit der Hand. Bei three-connected oder three-suited ist das ganze natürlich noch klarer, hat man selber nichts passendes folden.
      Ein Paar auf dem Flop ohne das man selber eine dieser Karten hat, sofort weg mit dem Mist, Full House kommt so gut wie immer und gar nicht selten Quads.
      Man muß also sehr viele Hände schon am Flop wegschmeissen, es sei denn man hat nur einen, höchstens zwei Gegner (besser nur einen, bei zwei ist das Risiko schon zu groß), dann kann man eventuell versuchen aggressiv zu spielen. Aussichstlose Kämpfe muß man beim Omaha früh vermeiden um Geld zu sparen.
      Man gewinnt also nicht allzuviele Pots, der Ertrag kommt daher, daß die wenigen Pots, die man gewinnt, sehr groß sind, da immer viele Spieler bis zum River mitgehen.

      Bluffen bringt beim Omaha so gut wie gar nichts, die meisten gehen eh bis zum River mit, weil sie denken sie hätten ein tolles Blatt.

      Was man auch vermeiden sollte, ist Slowplay, bringt nichts, zum einen gehen viele Spieler eh meist bis zum River mit und zum anderen ist bei Omaha die Gefahr groß, das du bis zum River noch überholt wirst, du hast z.b. ein Set am Flop, dann solltest du betten und raisen um deinen Hand zu protecten, Drillinge sind bei Omaha nicht annähernd so stark wie bei Holdem, passiert oft genug, da du am River dann noch gegen ein Full House verlierst. Trips (Pärchen im Flop und eine Karte auf der Hand) sind sehr schwach, wenn du damit kein Full House bilden kannst. Denn wenn ein Pärchen im Flop, kriegt irgend jemand immer sein FH.

      Wie gesagt, Omaha sollte man tighter als Holdem spielen (obwohl viele Anfänger genau da Gegenteil machen, weil sie Ihre Startkarten für toll halten). Dies gilt speziell für Limit Omaha, bei Pot Limit Omaha spielt man prinzipiell auch sehr tight, aber man kann hier aggressiver spielen (z.B. sein Set am Flop durch einen Pot-großen Einsatz beschützen, damit die Spieler mit Draws schlechte Pot Odds bekommen.

      Mit ner sehr tighten Strategie (spiele nur wenige gute Kombi-Karten und schmeisse am Flop, mehr als 90 % meiner Hände weg), also praktisch wie ein Rock beim Holdem, was bei Omaha auch durchaus angebracht ist, fahre ich bei Omaha am besten. Schauen was ist das bestmögliche Blatt, hat man was vergleichbares, beten und raisen. Hat man ein Draw das sich zu einem Nutsähnlichen Blatt verbessern kann, wird gecallt. Alles andere ist Müll und sollte gegen viele Gegner (3 und mehr, eventuell auch 2), nach einem Bet, gefoldet werden.

      Omaha ist ein eher technisches Spiel (Psychologie spielt keine große Rolle), es kommt mehr auf das genaue berechnen deiner Outs und Odds sowie das korrekte abschätzen deiner Chancen am Flop (Flopstruktur) an, weniger auf Bluffs, Slowplay oder Aggressivität (mit Ausnahme von Pot-Limit, wo man seine starke Hand am Flop oder Turn durch große Gebote gegen Draws beschützen sollte). Auch Position und Spielertyp, spielt bei Omaha eine eher untergeordnete Rolle.

      Man sollte bei Omaha also wirklich die beste oder annähernd die beste Hand haben um den Pot einzusacken! Wenn man dazu keine Chance sieht, ist der Kampf aussichtslos und man sollte sein Geld sichern.

      Einige Beispiele:

      Flop AA8 = man sollte nur spielen wenn man selbst ein Ass (dann kann keiner ein Quad haben) hat und die Draws gut genug sind ein FH zu bekommen, wenn das nicht der Fall ist, nach einem Bet folden.

      Flop Q77 = Man benötigt eine 7 um weiter zu spielen, aber hier ist höchste Vorsicht geboten, selbst wenn man Q7 auf der Hand und damit ein FH hat, kann man locker gegen jemanden verlieren, der QQ und damit ein höheres Full House hat. Hier sollte man also Bet/raise spielen und bei hartem Wiederstand auf Check/call umschalten, damit man weniger verliert
      wenn einer das höhere Full house hat.

      Flop T65 three-suited = Hat man keine zwei (Aufpassen!!! eine suited Karte reicht nicht, da man nur drei Gemeinschaftskarten nutzen kann, selbst wenn dann eine vierte auf dem Turn oder River kommt, hat man kein Flush, gern gemachter Anfängerfehler, selbst alte Hasen fallen im Eifer des Gefechts hin und wieder darauf rein) Karten derselben Farbe, weg mit dem Mist. Zudem sollze man nur Flushs mit hoher Endkarte spielen, A oder K, da es meistens mehrere Spieler gibt die Ihre Flushs treffen. Ich habe auch schon des öfteren erlebt, das man beim Omaha mit seinem Flush A high gegen ein Street Flush verliert; passiert zwar nicht oft, aber deutlich öfter als bei Holdem.

      So ich würde sagen, das reicht fürs erste.

      Gruß

      CinCinPif