Raise for free showdown+Semibluff

    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 493
      Hallo!
      Ich bin am Turn meiner Meinung nach nicht agressive genug, und möchte daher diese Themen aufgreifen, da ich noch immer Probleme habe, die richtigen Situationen für diese Moves einzuschätzen.
      Daher wende ich Sie auch viel zu wenig an, was ich mit Eurer Hilfe ändern will
      Natürlich habe ich die Artikeln zu diesen Themen mehrmals gelesen, aber leider habe ich es nicht geschafft, diese in meinem Spiel richtig zu integrieren
      Ich will, um es nicht komplizierter als nötig zu machen, vom optimalen Gegner für diese Moves ausgehen

      Raise for free Showdown:
      Die Situation, in der ich diesen Move derzeit anwende ist wenn ich ein Paar (natürlich auch middle oder underpair) und einen Draw habe
      Ich raise den Turn, in der Hoffnung, daß der Gegner folded
      Foldet er nicht mache ich unimproved ein check-behind am River, oder ein bet, sollte ich mich verbessert haben
      Diese Situation ist klar für mich, dürfte aber schon fast ein Valueraise sein, da ich ja eine Menge outs habe, und die Vorraussetzungen lt. Artikel 4. Wettbewerb: Free Showdown Raise am Turn eigentlich nicht gegeben sind:

      Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Gegner (meine Gegner) eine bessere Hand wegwirft (wegwerfen)?
      - Bin ich bereit gegen eine 3-Bet zu folden, da ich definitiv hinten liege und meistens keine bis sehr wenige Outs habe?
      - Ist mein Gegner, ein Spieler, der am Turn nicht 3-betten wird und den River zu mir checken wird? (auch: Wird er, wenn sein Draw am River nicht eintrifft, nicht bluffen?)

      Leider sind diese Vorraussetzungen auch bei den Beispielhänden zu diesem Artikel nicht gegeben, und ich habe immer noch Probleme solche Situation zu finden bzw. zu beurteilen.
      Könnt ihr bitte Situationen beschreiben, in der dieser Move zur Anwendung kommen sollte.
      Am Lehrreichsten wäre für mich eine "optimale Situation", in der ich diesen Move eigentlich anwenden muß, und eine Grenzwertige, in der man diesen Move gerade noch anwenden kann

      Semibluff am Turn:
      Ich meine hier die Situation, wo ich mit einem Flushdraw oder OESD HU. den Turn raise
      Ich sehe diesen Move oft im Coaching, aber kann mich mit Ihm einfach nicht anfreunden :(
      Habe ich Ace high mit gutem Kicker und ein Flushdraw, dann ist alles klar
      Raise Turn und unimproved check-behind River

      Die Situation, die mir aber nicht schmeckt, anscheinend aber richtig ist, da sie bei den Coachings immer wieder so gespielt wird, ist wenn ich überhaupt kein showdown-Value habe
      Ich raise den Turn mit einem Flushdraw (z.b. T high), und stehe dann unimproved da wie ein begossener Puddel.
      Soll ich dann wirklich unimproved check behind spielen. und somit die Hand eigentlich aufgeben ?
      Dann habe ich eine BB mehr ausgegeben als nötig, bei einer Chance den Pot zu gewinnen von ca. zwischen 17%-19% (ohne foldequity)
      Meiner Meinung nach habe ich auch bei einem optimalen Gegner nicht so eine hohe Foldequity, um daß zu rechtfertigen, zumal der Gegner ja den möglichen draw sieht (besonders bei möglichen Flushdraw), und die foldequity daher eventuell verringert wird
      Wie hoch müßte die foldequity eigentlich sein, daß sich dieser Move auch rechnet bzw. lohnt.
      Bedenken muß ich ja auch eine mögliche 3-bet am Turn, da ich ja 8-9 outs habe, und somit nicht folden kann.
      Bleibe ich dann am River unimproved, habe ich 2BB mehr investiert

      Auch hier wäre ich für Erklärungen, optimale Situationsbeschreibungen (Board) oder Beispielhände dankbar.

      Für beide Situationen zählt auch, "wann sollte ich den River nochmals betten"?
      Rechnet sich ein Riverbet (bluff) auf Dauer, z.b. weil der Gegner auch auf einem Draw war, und wie soll hier die optimale Situation (Board) aussehen.

      Ich sehe im Coaching diesen Move sehr oft, habe es aber bis dato nicht geschafft, diesen richtig in mein Spiel zu includieren.
      Ich nehme an, das der Grund daran liegt, das ich von beiden Moves nicht richtig überzeugt bin, oder niemals eine Situation als optimal bezeichne, da ich sie nicht richtig verstanden habe, und daher mir der Glaube fehlt, daß sich diese auf Dauer rechnen

      Ich hoffe, das wird sich mit diesem Artikel ändern !

      Danke
      mausgambler
  • 7 Antworten
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      Der Artikel aus dem Wettbewerb ist veraltet und unklar. Ich schreibe gerade einen neueren, besseren zu diesem Thema. Am Besten ignorierst du den Wettbewerbsartikel einfach.
    • Wiseguy
      Wiseguy
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2005 Beiträge: 2.033
      Wann wird der neue fertig sein? Bin sehr interessiert...
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      Ich bin ziemlich am Ende des Artikels. Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche, denke ich.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      beim semiblulff ist auch der gegner von bedeutung. mein artikel dazu ist sogiut wie fertig.

      aber generell solltest du immer nach reads spielen und nur dann semibluffen, wenn du den gegner als capable for laydowns ansiehst.
    • mausgambler
      mausgambler
      Bronze
      Dabei seit: 02.04.2005 Beiträge: 493
      @sleyde + @OnkelHotte
      Wann werden eure Artikel veröffentlicht ?
      Bin schon sehr gespannt, und kanns kaum erwarten !
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Die Bedingung gegen eine 3-bet folden zu können hängt imo davon ab, welche Hand man im Verhältnis zum board hat und wie man den Gegner einschätzt.

      Hand zum Board:
      Wieviele höhere Hände sind möglich und wie wahrscheinlich sind sie?
      Welche draws sind noch auf dem Board möglich?
      Welche SD-Value hast du?

      Gegner:
      Welche Hände sind nach den bisherigen Bets möglich?
      Wie wahrscheinlich ist es, dass der Gegner deinen Turn-Raise respektiert? (wieder Board-Abhängig. Abhängig von den letzten Spielrunden und von der allgemeinen Spielart des Gegners; imo die wichtigste Frage zu dem Thema überhaupt. Hat der Gegner nämlich großen Respekt vor deinen Turnraises, ist a) die fold-Equity hoch b) Free-SD sehr wahrscheinlich c) eine 3-bet des Gegners bedeutet garantiert eine sehr starke Hand)


      Die Gegnereinschätzung ist hier deutlich wichtiger als die Boardeinschätzung. Raist der Gegner rum ohne sich nen Kopp zu machen ist natürlich call turn call river sinnvoller. Dann bekommt man auch mal Geld von diesem Gegner, wenn er eine schlechtere Hand hat (der call turn ist dann wie ein check behind turn zu sehen).
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      hoffentlich bald @ mausgambler. ich bin eigentlich relativ fertig, muss nur noch kleinere verbesserungen vornehmen.