Zusammenhänge und Interpretation von stats

    • debakel3
      debakel3
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2006 Beiträge: 316
      es kann sein, daß ich hier an der falschen stelle poste. ich glaube jedoch, da es sich um mathematische zusammenhänge handelt könnte dieses thema klargestellet, analysiert und eventuell tabellarisch aufbereitet werden.

      es gibt dazu bereits 2 threads im forum:

      AF und Zusammenhang mit VPIP und WTS

      erklärung von destolon:

      ---snip

      vpip= % der gespielten Hände
      AF gilt ab dem flop, also quasi innerhalb des vpip
      wtsd gilt ab flop oder turn (da sind die Meinungen verschieden) jedenfalls auch innerhalb des vpip.
      Somit ist der AF quasi "innerhalb" von vpip und wtsd.

      Konkret:
      nehmen wir an ein spieler spielt 10% seiner starthände und einer spielt jede Hand (vpip 10 vs. 100), und beide haben exakt 50 % wtsd.
      Beide haben einen AF von 1.

      Hier ist natürlich der vpip 100 typ wesentlich aggressiver.
      Er sieht insgesamt jeden zweiten showdown, während der vpip 10 typ nur jeden zwanzigsten Showdown sieht.
      Sie ziehen aber mit der gleichen Aggression dorthin, sprich beide betten/raisen gleich oft wie sie callen.

      Nun hat aber der vpip 100 aufgrund mieser handselection einfach sehr viel öfter schlechtere Hände als der vpip 10 typ und spielt somit die schlechteren Hände aggressiver.

      man kann so immer an einem der drei parameter rumschrauben und sich genau überlegen was sich verändert, sollte man imho schon machen um mal grundlegend zu verstehen, wie sich diese Werte eigentlich zusammensetzen.



      Interpretation des AF in Bezug auf den VPIP



      außerdem stellte ich im pokertracker-forum eine ähnliche frage:

      http://www.pokertracker.com/forum/viewtopic.php?p=83154#83154

      is there a direct (mathematical) connection between VPIP and AF postflop and how could it be defined?

      i ask this question, because i am wondering if a player with, lets say,
      60 VPIP and 1.0 AF (postflop)
      is more aggressiv, as a player with
      25 VPIP and 2.0 AF (postflop)

      and how has one to consider the WTS in this context?
      und bekam von Pat folgend antwort:

      There isn't a connection between these 2 stats.

      VPIP is the % of time a player put money into the pot pre-flop voluntarily (i.e. not in the big blind).

      Post flop AF is a reflection of how aggressive a player is by taking the number of times they have bet + raised / number of times they just called.

      The player that sees more flops will have more CHANCES to bet/raise/call but it doesn't impact their AF.
      ich bin der meinungen, daß nachdem sich diese und ähnliche fragen im zusammenhang mit den stats immer wieder stellen, diese thematik einmal ausgiebig von der mathematischen abteilung (leider bin ich selbst mathematisch recht unbegabt und trage dies als bitte hier vor) ausgeleuchtet werden sollte.
  • 2 Antworten
    • Shironimo
      Shironimo
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 3.158
      Ich hole den Thread mal hoch, weil es mich auch interessieren würde, ob die Aussagen/Behauptungen in Zitat 1 oder in Zitat 3 richtig sind.

      Ich will keine falschen Entscheidungen treffen, wenn ich den AF der Gegner in meine Entscheidungen miteinbeziehe. Ich sah den bisher als absoluten Betrag an.

      Vielleicht wäre es besser, wenn man diesen Thread ins Einsteiger-/Goldfourm verschieben würde.
    • SlowLarry
      SlowLarry
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 940
      Um das Thema mathematisch zu behandeln, müsste man zunächst mal eine präzise Frage stellen.

      AF ist definiert als (Bet+Raise)/(Check+Call) und hat somit als Größe zunächst mal garnichts mit dem VPIP zu tun. Dass jemand mit höherem VPIP absolut gesehen häufiger bettet/raist und dies damit im Mittel mit schlechteren Händen macht ist natürlich klar.

      Ich glaube pokertechnisch ist das Denken in Ranges und Gegnertypen in diesem Fall sinnvoller als irgendwelche Rechnereien. Ein 90/1 Fisch bettet/raist z.B. absolut häufiger als ein 20/3 TAG. Trotzdem sind seine Bets/Raises nicht unbedingt schwächer einzuschätzen, trifft er doch häufig komische freak 2-Pairs etc.
      Andererseits bettet und raist der TAG häufiger als Semibluff / for Freecard, also durchaus mit schwächeren Händen.

      Also imho: Einzelfallanalyse > krampfhafte Rechnerei


      Gruß
      Larry