Der richtige Zeitpunkt um aufzuhören

    • Pokersaft
      Pokersaft
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 25.198
      HI,

      mein erster Thread, wenn ich hier falsch bin, verschieben bitte :-)

      Also mein Problem ist und es passiert mir wirklich ständig: Ich spiele eine Weile, um komme auch stetig mehr ins Plus. Dann kommt mein Gedanke so bei 2 Dollars höre ich auf (spiele 0,02/0,04 Einsatz: 80c). Kurz vor dem erreichten Ziel fängt es dann an, Pech oder irgendein blöder Fehler von mir, ich verliere 50c und versuche nun die erste Zeit den Verlust wieder auszugleichen.
      Ich folde viele Hände, weil ich auf gut Karten warte. Ich raise diverse Karten, um sie dann Preflop doch folden zu müssen. Mein neues Ziel ist dann 1,50$ , irgendwann 1$ , dann will man keinen Verlust machen und plötzlich ist der gute Einsatz weg.

      Gruß
  • 12 Antworten
    • incognito
      incognito
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 2.728
      "it's all one big session"

      Du darfst so nicht denken, ob du das geld heute gewinnst oder morgen verlierst ist egal. wichtig ist was unterm strich rauskommt.
      mit dieser denkweise wirst du nur noch zusätzlich geld verlieren.
    • senson
      senson
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2006 Beiträge: 765
      kann dem nix hinzufügen....

      vieleicht solltest du aber bei den nächsten 2$ doch rausgehen!
    • Kapusta
      Kapusta
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 1.952
      das könnte auch ein psychologisches problem sein.
      sind ja einige threads mit diesem prob offen.
      wenn du es nicht schaffst deinen gewinn zu ignorieren dann geh nach einer verdopplung vom tisch, mach paar minuten pause und steig wieder mit dem standard buy in ein. :)
    • Nekroma
      Nekroma
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 589
      ich kenn das "Problem" welches eigentlich keins sein sollte ...

      bin heute 280$ + gewesen, dann wollt ich ebn noch kurz die 300$ voll machen, naja ... nächstes ziel war dann wieder 280$ zu holen, USW. ... aufehört hab ich dann aus Zeitgründen bei 100$ ...

      Also ich persönlich kann nur empfehlen aufzuhören wenns grad mal richtig gut lief und ich sowieso in nächster Zeit aufhören möchte.
      D.h. ich muss in 30min weg, gewinne nach 15min 3 große Pötte in Folge und höhre auf. Ist nen sehr gutes Gefühl und motiviert für die nächste Session.
    • sveri
      sveri
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 473
      Was bei mir auch immer recht gut funktioniert ist immer die Tische zu schliessen die eine bestimmet Anzahl BB im Plus oder Minus (vorher festegesetzt) waren.

      Damit nimmt man seine Gewinne mit die man hat und verabschiedet sich von Tischen an denen man Gefahr laeuft auf Tilt zu laufen, aus welchen Gruenden auch immer (Tableimage, ein vermeintlicher Fisch der immer gegen einen gewinnt und dem man es jetzt zeigen moechte, ...)
    • Queequeg
      Queequeg
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 162
      Original von sveri
      Was bei mir auch immer recht gut funktioniert ist immer die Tische zu schliessen die eine bestimmet Anzahl BB im Plus oder Minus (vorher festegesetzt) waren.
      Also nen Tisch mit 5 Fischen werd ich bestimmt nicht zumachen, bloß weil ich die schon derbe gepwned hab. ^^

      Ich hör auf, wenn ich ins Bettchen muß, oder keinen Bock mehr hab. Seit einiger Zeit versuche ich auch bewußt zu vermeiden, den Refresh button in der lobby zu drücken. Wenn man die ganze Zeit nur auf die BR schielt, konzentriert man sich einfach auf das Falsche. Auf die konkrete BB Bilanz hat man während der session nun mal kaum einen Einfluß. Man kann Verluste einfach nicht vermeiden, wenn die Karten nicht wollen.

      Zum Pokern braucht man meiner Meinung nach eine möglichst neutrale Grundhaltung. Keine Erwartungen, "spiel wie eine Maschine". :) Wenn ich aber die auch mal sinkende BR dauernd im Blick habe, hab ich eher eine negative Einstellung. ("Wow AA, bin gespannt wie ich diesmal weggeluckt werde") Eine zu positive Einstellung ist aber auch nicht gut, weil man einerseits sich/seine Hände am Tisch überschätzen kann. Andererseits kann sich diese positive Einstellung recht schnell umdrehen, wenn die eigenen Erwartungen an den Verlauf der session enttäuscht werden. Daher ist es vermutlich ein guter Zeitpunkt aufzuhören, wenn man von einer neutralen Einstellung zu weit abweicht.

      Gute Ziele für ne session sind ne bestimmte Anzahl Hände, oder ne bestimmte Zeitspanne.
    • sandmann44
      sandmann44
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2006 Beiträge: 1.345
      ich kenn diese sache nur zu gut, und wenn wirklich ein problem darin besteht, das die konstanz im spiel verloren geht, sobald man einen gewinn gemacht hat, kann man sich eine gewisse gewinn-obergrenze setzen, und aufhören wenn diese erreicht ist

      es ist nur blöd wenn der schuss nach hinten losgeht und man dann versucht, so lange zu spielen um genau diese grenze zu erreichen (ähnlich dem break-even problem)

      ich halte es allerdings für das beste, sich zeitliche grenzen zu setzen, d.h. sich zum beispiel vorzunehmen, 2 stunden täglich zu spielen, und wenn die zeit vorbei ist - aufzuhören. selbiges geht auch mit einer hand-grenze, d.h. man nimmt sich 500 hände täglich vor, spielt diese, und hört unabhängig vom ergebnis auf

      ich persönlich halte mich meistens an solche vorsätze, nur wenn ich nachtschicht habe, (so wie heute) kanns schon sein, das ich aus beschäftigungsmangel noch länger zocke, dann aber meistens free-rolls da es mir dort egal ist, ob ich mein a-game bringe oder nicht bzw. kleine sit&gos

      EDIT: mir hat aber noch etwas geholfen, kühlen kopf zu bewahren, nämlich direkt nach grossen gewinnen n paar runden auszusetzen, mal n glas wasser trinken zu gehen, auf die frische luft, etc - und nicht in der "jetzt kann ich nur gewinnen"-manier weiterspielen
    • CardEgineer
      CardEgineer
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2005 Beiträge: 262
      Finde das ist ein sehr interessantes Thread. Ich kenne das Problem nur zu gut. Vor allem blutet einem doch das Herz, wenn man schnell große Gewinne erziehlt und dann zusieht, wie alles langsam dahin schmilzt. Bei sowas führe ich mir immer wieder das gute alte "It's one big session!" vor Augen. Wie setzen sich denn die Winrate von XX BB/100 zusammen? Mal gewinnt einige Spiele und verliert auch ein paar. Um das verlieren kommt man dummerweise nicht so ganz drum rum. Außerdem hilft es hier immer sich vor Augen zu führen in wie vielen Sessions man mit Verlusten angefangen hat, um gegen Ende wieder ins plus zu kommen. Unterm Strich der selbe Effekt nur zeitlich umgekehrt.
      Grundlegend denke ich, dass man sich niemals Gewinnziele setzen sollte. Hierdurch setzt man sich enorm unter Druck und es verhindert einfach das A-Game.
    • HowardMarks
      HowardMarks
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2006 Beiträge: 7
      @ CardEngineer ich find schlimmer wenn man langsam aber konstant große Gewinne erzielt und dann zusieht wie alles schnell dahin schmelzt.
      Bei deinen letzten Sätzen kann ich nur sagen 100 % agree.
    • TheDna
      TheDna
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2006 Beiträge: 1.632
      Ich setzt mir nen zeitliches limit und ca 10mins vorher seh ich zu das ich den nächsten BB nid zahl.
    • Caius
      Caius
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 205
      Der richtige Zeitpunkt ist für mich immer wenn ich merke, ich weiche von meinem A-Game ab. Dann die Runde zuende spielen und erstmal Pause. Meist hilft es mir dann beim Schach (Bullet 1+0) erstmal eine Weile kräftig abzutilten. Danach gehts mir persönlich besser, und es billiger als beim Kartenspiel zu tilten. Falls ich dann nichts besseres zu tun habe, kann ich auch wieder pokern.

      Beste Grüße...
    • RockaDN
      RockaDN
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 351
      Ein ähnliches Problem habe ich auch...meine Sessions bei denen ich Gewinne mache dauern meistens 2-3 Stunden. Hart erkämpfte 20-30 BigBets Gewinn schmelzen dann aber bei der nächsten Session innerhalb von 30 Minuten dahin. Das frustest meistens sehr und ich höre dann nach 30 Minuten wieder auf, weil ich fühle dass ich nicht weiterhin mein A-Game spielen kann.

      Bis jetzt habe ich immer eine Mischung gemacht: Mal sage ich mir: Noch 30 Minuten, manchmal wenn Du nur noch 1$ im Plus bist. Ich höre aber auf jeden Fall auf, wenn ich -4$ bzw. -40 BB bin.

      Muss mir da auch mal ein diszipliniertes System überlegen. Am besten finde ich das mit der Uhrzeit bei gleichzeitiger BadBeat Absicherung zum Aussteigen.