Selbstanalyse - Stagnation des Erfolgs

    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Hallo zusammen,

      ich hatte nicht direkt vor in die Sorgenhotline zu posten, da ich nicht heulen will, sondern Analyse betreiben möchte.

      Einige mögen mich kennen, da ich schon relativ lange dabei bin und mich schon fast als einen Oldschooler bezeichnen würde.

      Meine Pokerkarriere stockt seit einiger Zeit. Seit mehreren Monaten komme ich nicht mehr voran und so langsam leidet meine bis dato gut funktionierende Selbstbeherrschung.


      Ich quäle mich seit langem durch die Limits $1/$2 und $2/$4 FL SH.

      Anfangs war ich überzeugt gut zu spielen. Sehr viele Coachings mit anderen Usern haben dies bestätigt.

      Da ich mehr der Theoretiker bin, denke ich, dass ich einzelne Hände schon gut spiele, aber der Gesamtverlauf von Sessions spiegelt anderes wider.

      In meinem aktuellen Video wird mein Preflopspiel bemängelt, was ich wohl unterschreiben muss. Daran werde ich arbeiten.

      Sascha26 ist weiterhin der Meinung ich sei zu weak. In dem Video kann dies sein, ich weiss jedoch nicht ob dies immer so ist. Eigentlich war ich der überzeugung, dass dem nicht so ist.


      Ich habe mit vielen Leuten über meine "Karriere" gesprochen und versucht meine Probleme zu finden. Mitlerweile denke ich, dass es möglich ist, dass ich zwar einzelne Hände gut spiele, aber sich während der Session Leaks einschleichen, eventuell adaptiere ich meinen Steal nicht gut an die Gegner, vielleicht "reade" ich die Gegner zu viel und falsch. Solche Sachen eben.


      Ob dies so ist, ist schwer festzustellen. Hände bespreche ich viele, auch oft mit Leuten wie alexd841 über Skype.


      Bei den u2u Coachings wurden mir eigentlich nie Leaks unterstellt und von diesen Coachings habe ich sehr sehr viele gemacht.


      Was kann ich tun? Wie kann ich an mir arbeiten?

      Ich denke ernsthaft an ein Coaching mit Hotte. Da er meint, in seinem Priv Coaching vor allem auf das aggressive Spiel einzugehen, könnte dies genau das richtige für mich sein.

      Der Preis ist mir egal, da meine BR eh immer nur schwankt und meine Sessions aus Extremen bestehen. Meine BR stagniert seit langem, daran muss sich was ändern.


      Ist es sinnvoll, Hotte 2 stunden (eventuell in zwei abschnitten) über meine Schulter schauen zu lassen in denen nur ich rede und er mir hinterher was dazu sagt?

      Wie gesagt, es geht mir nicht so sehr um einzelne Hände, als viel mehr um den Verlauf einer Session.

      Oft wird gesagt, man solle so früh noch kein Coaching nehmen, Schnib, Matjes und Konsorten halten mich davon fröhlich ab, aber ich brauche DRINGEND Hilfe. Ich möchte endlich voran kommen, es kann nicht sein, dass ich immer noch auf 1/2 hänge und das Limit nicht schlage. Ich spiele Poker seit Januar 2006, das sind eineinhalb Jahre.



      Lohnt sich das Coaching? Gibt es andere Wege? Ich versuche mich schon an regelmäßigen Videos. Wie kann ich weiterhin an mir arbeiten?



      Danke für die Aufmerksamkeit. Dies soll kein Heulthread sein, das habe ich hinter mir. Ich möchte hart an mir arbeiten und meine den Thread sehr ernst und habe lange überlegt, ob ich ihn wirklich poste.


      Dirk
  • 75 Antworten
    • kobeyard
      kobeyard
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 2.749
      denke ein private coaching ist eine gute investition und vielleicht der beste weg aus deinem "loch" herauszukommen.

      gl
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.033
      denke auch private coaching bringts, wobei es auf dem limit eig. auch ohne gehen müsste, aber pushen wird es deinen edge definitiv und wenn dich die kosten in bb ( wenn mans mal aufs limit) umrechnet nicht stört, definitiv longterm + ev für br und psyche. mir hats auch geholfen, als i 50k hands down war ( hatte dann aber bei moxxl coaching....)
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Ich würds dir auch empfehlen :) . Es ist langfristig gesehen sicherlich von Vorteil. Hotte kann sehr gut erklären und Leaks ausfindig machen denke ich, also nimm Hotte ^^
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Es hat sich mitlerweile erledigt. Ich habe FL aufgegeben und weiss nicht ob nicht noch mal ernsthaft pokern werde.
      Die letzten Monate waren nicht prickelnd, ich komme psychologisch nicht mit den Swings und der Stagnation zurecht.


      Dennoch danke für eure Beiträge.

      :(
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      Original von Kreatief
      Es hat sich mitlerweile erledigt. Ich habe FL aufgegeben und weiss nicht ob nicht noch mal ernsthaft pokern werde.
      Die letzten Monate waren nicht prickelnd, ich komme psychologisch nicht mit den Swings und der Stagnation zurecht.
      :(
      das ist der punkt an dem sich entschiedet, ob du das zeug hast oder nicht!!!!!!!!!!!!
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Ich habe es nicht.

      Meine Freizeit leidet sehr darunter, nach 1 1/2 Jahren habe ich nicht viel erreicht, ich bin zu ehrgeizig und habe keinen Spaß am verlieren.

      Bevor ich noch mehr Abende mit Frust fülle, muss ich mich anderweitig orientieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann aufgebe. Niemals. Jedoch ist dies die logische Konsequenz, so leid es mir selber tut.

      Ich bräuchte eine Poker-Ganztagsbetreuung, um mich psychologisch auf die Reihe zu bekommen, alleine schaffe ich es nicht, ich habe viel versucht an mir zu arbeiten.
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.033
      :(
    • DeVauPe
      DeVauPe
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2005 Beiträge: 204
      Wie viele Hände hast Du denn gespielt in den 1 1/2 Jahren?
    • Quentin73
      Quentin73
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2005 Beiträge: 17.162
      Hallo Namensvetter Dirk,

      also das liest sich schon krass was du so von dir gibst muss ich sagen.
      Ich bin ja nun auch ein Oldschooler und hab auch schon einige Höhen und Tiefen durch. Anhand unseres Namens der ja mittlerweile ziemlich Out ist, könnten wir vielleicht auch ähnlichen Alters sein. Ich bin 34.

      Will dir vielleicht mal ein paar Sachen zu meiner Entwicklung erzählen, vielleicht hilft das ja etwas.

      Psychologie ist natürlich ein wichtiger Faktor beim Pokern und wenn man es nicht schafft das Tilten in den Griff zu kriegen, gehts ganz schnell nur noch runter. Weiss nicht wie tiltresistent du bist. Aber nicht zu tilten ist imo ganz ganz wichtig.

      Was auch noch wichtig ist, ist den Spass am Pokern nicht zu verlieren.
      Ich hab auch mit FL angefangen, bin dann über SNGs, MTTs zu NL gekommen. Allerdings ist mir Cashgame alleine auch zu langweilig manchmal und ich lege (meist Sonntags) nen MTT-Day ein, oder zock ein paar SNGs, das macht auch Laune und bringt Abwechslung. Es war eine neue Herausforderung auf NL25 zu wechseln, aber ich hab es nicht bereut, auch wenns auch swingig ist mit der Zeit. Vielleicht solltest du dort auch noch mal nen Neuanfang starten. Alles auscashen bis zur BR für NL25 oder NL50 vielleicht?

      Bei mir läuft Pokern ja nebenher zum Job und ich bin auf die Kohle nicht wirklich angewiesen. Also sitze ich nicht auf Scared Money, was denke ich auch den Druck nimmt und einem den Aufstieg leichter macht. Nachteil natürlich, man kommt vielleicht durch das Zeitproblem etwas langsamer voran.

      Den Spass am Spiel, die Herausforderung mein Spiel zu verbessern hab ich bis heute nicht verloren. Mein DS der mich im März von NL100 wieder auf NL50 gespült hat, hab ich hinter mir. Es ging 2 Monate lang gar nix mehr und das Spiel leidet durch den Mißerfolg auch sehr darunter, nebst der Motivation.

      Aber das ganze hatte auch eine gute Seite. Ich habe aus dem DS viel gelernt, er hat mein Spiel im Endeffekt positiv beeinflusst und verändert.
      Ich hab die Stats die ich auf NL100 im Februar/März hatte mal mit denen vom Mai verglichen und da tun sich schon Abgründe auf. Wenn man beim Limitaufstieg nen Upswing erwischt, denkt man, alles subba, ich bin der größte, alles läuft. Die Leaks bemerkt man kaum. Dann kommt der DS und dann bemerkt man erst das man einfach spielt wie ein Random-Fish.

      Der US kam dann pünktlich zum Monatswechsel am 1.Mai, angefangen mit nem netten MTT-Win. Seit dem gings steil aufwärts. Meine BR ist auf dem alltime-Höchststand und ich bin gerade dabei auf NL200 hochzuwechseln.
      Meine Shots im Mai waren insgesamt zu weak. Da hab ich einfach schrott gespielt. Wollte da irgendwas erzwingen und hab komplett anders gespielt wie auf NL100. Jetzt, seit ein paar Tagen, fühl ich mich auch auf NL200 wohl und bin guten Mutes mich dort zu etablieren.

      Es macht mich irgendwie nachdenklich wenn ich so nen Beitrag wie deinen hier lese und vielleicht ist deine Pokerkarriere doch noch zu retten. Falls du allerdings, ähnlich wie "Würmchen" felsenfest der Meinung bist, das es besser ist aufzuhören, dann mach das. Diese Entscheidung kriegt von mir genau soviel Respekt wie wenn du nen Neustart machen würdest.

      Ich wünsch dir noch nen schönen Sonntag.

      Gruß
      Dirk
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      @DeVauPe

      Nicht viel. Vielleicht 50-60k. Das ist eben eines der Probleme. Ein DS kann sich somit über mehere Monate ausbreiten, obwohl es in Anzahl der Hände nicht viel ist.

      @Quentin,

      Ich habe nicht ganz aufgehört, dafür macht mir das Spiel an sich noch zu viel Spaß. Daher bin ich auf NL umgesattelt, nicht um eine Flucht zu finden. Ich weiss auch, dass da die selben Swings auftreten können und die beiden Varianten sich in der psychologischen Ebene nicht viel geben. Jedoch hoffe ich durch die neue Herausforderung wieder Spaß zu finden am Spiel. Und im Moment bin ich wieder voll begeistert.
      Das ich jetzt auch nur auf NL10 rumkrebse macht mir nichts. Ich habe keinen Druck, keinen Stress und spiele des Spaßes wegen. Wenn dabei ein Aufstieg auf höhere Limits klappt, wäre das nett.

      Aber den Gedanke, mit Pokern ein regelmäßiges Nebeneinkommen zu verdienen und mal höhere Limits zu spielen, habe ich erstmal weit weg geschoben. Dafür reicht mir die Zeit nicht. Die Varianz lässt sich nicht in kurzer Zeit besiegen.
    • DeVauPe
      DeVauPe
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2005 Beiträge: 204
      Naja, nach 60K Händen bei 1/2-2/4 zu stehen ist doch ok. Mir gehts ganz ähnlich, sowohl von der Zeit, als auch vom Spielaufwand her. Du lässt Poker einfach zu nah an Dich ran, aber das weisst Du wohl auch selbst.

      GL jedenfalls für Deine NL Karriere.
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Information:

      Ich bin wieder zurückgekehrt zu FL. Das Spiel ist einfach ne Wucht. :)

      Momentan betreibe ich BR-Rebuilding auf 0.5/1, bin aber sehr bald wieder auf 1/2. Ich spiele relativ LAG, viel Ultrashorthanded und fühle mich stark.

      Ich hoffe sehr, dass es jetzt wieder klick gemacht hat und ich meine alte psychologische Stärke zurückfinden kann.
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      Original von Kreatief
      Information:

      Ich bin wieder zurückgekehrt zu FL. Das Spiel ist einfach ne Wucht. :)

      Momentan betreibe ich BR-Rebuilding auf 0.5/1, bin aber sehr bald wieder auf 1/2. Ich spiele relativ LAG, viel Ultrashorthanded und fühle mich stark.

      Ich hoffe sehr, dass es jetzt wieder klick gemacht hat und ich meine alte psychologische Stärke zurückfinden kann.
      ! ! !
    • Schmette
      Schmette
      Gold
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 5.252
      Original von Kreatief
      Ich habe es nicht.

      Meine Freizeit leidet sehr darunter, nach 1 1/2 Jahren habe ich nicht viel erreicht, ich bin zu ehrgeizig und habe keinen Spaß am verlieren.

      Bevor ich noch mehr Abende mit Frust fülle, muss ich mich anderweitig orientieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann aufgebe. Niemals. Jedoch ist dies die logische Konsequenz, so leid es mir selber tut.

      Ich bräuchte eine Poker-Ganztagsbetreuung, um mich psychologisch auf die Reihe zu bekommen, alleine schaffe ich es nicht, ich habe viel versucht an mir zu arbeiten.
      Den Punkt hatte ich auch mal. Ich habe mir gesagt ich spiele NL 100 bis ich broke bin. Entweder ich packe es und reiße mich am Riemen, oder ich geh broke und kann mich anderen Dingen widmen. Ich wusste ich hab das Zeug dazu, habe aber Probleme mit der Psyche gehabt. Ich glaube 2 Monate später zocke ich NL 600 und alle läuft super. Bei so Sachen musst du dich durchbeißen und dir selber in den Arsch treten. Das Zeug haben viele, aber nicht viele schaffen es, weil sie im Kopf schwach sind.

      Dir viel Glück und trete dich selber ein wenig:D
    • SilverCat
      SilverCat
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2006 Beiträge: 135
      Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Nachdem ich endlich die micros verlassen hatte. Auf 0.25/0.5 ging es erst nur bergauf, ich pokerte länger als geplant, da der nächste limit-Aufstieg kurz bevor stand und alles so greifbar nahe war. Dann kam der erste richtige Downswing für mich, mit ihm der Frust und das Gefühl mit noch mehr pokern müsste der DS schneller beendet sein. Dabei spielte ich dann mit durchschnittlichen Karten schon deutlich schlechter und wollte auch alles hinschmeissen. Erst als ich im Urlaub war und einen Monat Pokerpause hatte, machte mir pokern wieder richtig Spass und es geht auch wieder aufwärts.
      Da ich einen anstrengenden Job habe, ist mir durch den Downswing klar geworden, dass die Versuchung gross ist, andere Freizeitaktivitäten, die zur Regeneration nötig sind, zu vernachlässigen. Das habe ich mir vorgenommen nicht mehr zu machen, auch wenn ich nicht so schnell voran komme. Aber das "Überspieltsein" sehe ich schon als grosse Gefahr beim Pokern.
      Ich freue mich , dass Du wieder Spass am Pokern hast, aber mein genereller Tipp ist, zu überlegen, welche Freizeitaktivitäten vielleicht vernachlässigt wurden, und ob sie als psychisch stabilisierendes Element nicht nur der Regeneration sondern auch der Form beim Pokern dienen. =)
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Original von alexd841
      Original von Kreatief
      Information:

      Ich bin wieder zurückgekehrt zu FL. Das Spiel ist einfach ne Wucht. :)

      Momentan betreibe ich BR-Rebuilding auf 0.5/1, bin aber sehr bald wieder auf 1/2. Ich spiele relativ LAG, viel Ultrashorthanded und fühle mich stark.

      Ich hoffe sehr, dass es jetzt wieder klick gemacht hat und ich meine alte psychologische Stärke zurückfinden kann.
      ! ! !



      Ich mag die Beiträge von dir alex!

      @Kreatief: Ich wusste es, FL ist einfach besser als das weake NL :>. Schön, dass du zu den richtigen Wurzeln zurückgekehrt bist
    • mAlti
      mAlti
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2005 Beiträge: 1.423
      Vielleicht mal eine kleine Anregung von mir:
      Ich finde es fällt stark auf, dass deine Präsenz hier im Forum( ~1800 Posts) in einem krassen Missverhältniss zur Anzahl deiner gespielten Hände steht. Sicherlich ist es schön hier in der Community viele Gesichter zu kennen und auch mit einigen Mid/Highstakes-Spielern "per Du" zu sein, doch letztendlich braucht es einfach auch viel praktische Erfahrung, um spieltheoretische Konzepte erfolgreich in die Praxis umsetzen zu können; und das Spielen kann dir keiner abnehmen, also konzentrier dich mehr auf dich und dein Spiel und weniger auf andere.

      Grüße Malte
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      :)

      Du hast schon recht, ABER:

      1. Ich poste viel im Forum wenn ich auf Arbeit bin. Ich schreibe zur Zeit meine Diplomarbeit und bin auf mehrere Leute angewiesen die oft weg sind. Somit habe ich oft nichts zu tun und lese dann hier viel und poste entsprechend. Abends poste ich selten hier, das kann man sogar wirklich an den Zeiten erkennen ;)

      2. Per Du zu sein mit Mid/Highstakesspielern finde ich nett. Ich schaue Schnib sehr viel zu und stelle viele Fragen. Ich weiss, dass ich viele Lines nicht adapten kann, da die auf dem Donklimits da unten keinen Sinn ergeben, aber ich lerne zu erkennen, WARUM diese Lines sinnvoll sind und gegen wen.
      Ich schaue auch oft Leuten wie Matjes zu, die 2/4 bis 10/20 spielen. Die Limits liegen schon eher in meiner Range und ich lerne die Gegner kennen und auch eventuell neue Moves die ich selten nutze.

      3. Ich kann nie viel am Stück spielen. Zwei Stunden und meine Konzentration lässt nach. Ich habe mich mitlerweile damit abgefunden, dass ich schwerlich voran kommen KANN, da ich wenig spiele, aber ein Erzwingen ist noch schlechter. Ich spiele nur, wenn ich Lust habe und konzentriert bin. Sonst nicht. Lieber schaue ich dann schnib zu und lerne. Das ist mitlerweile ok für mich und ich kann mich (so hoffe ich) mitlerweile damit abfinden auch wieder monatelang BE zu spielen.

      Ich habe gelernt, dass Profit und schnelles Vorankommen nicht alles ist. Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen und gönne Ihnen aber den Erfolg sehr.
      Meine eigentlichen Ziele im Pokern haben sich verändert, hin zu perfektem Spiel, was natürlich nur approximiert werden kann.

      Soviel zur Theorie, ich hoffe die Praxis passt ebenfalls. Das werde ich sehen, wenn ich morgen wieder zurück auf mein Hasslimit 1/2 gehe (erster Shot mit 400BB)

      Wish me luck...
    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      Zum guten Pokerspieler gehört eben nicht nur skill, sondern auch eine gute Einstellung zum Spiel, das ist auch was ich vielen immer wieder predige. Es reicht nicht gut zu sein, du musst vor allem psychisch stabil sein. Man muss zu einem Punkt kommen an dem einen Gewinn und Verlust einer Session relativ egal ist. Nur das Spiel allein ist wichtig. Mit gutem Spiel kommt der Erfolg von alleine. Man spielt aber nur sein bestes Spiel wenn man mental Fit ist. Tja und wer glaubt, das er mit steigender Handanzahl einfach besser spielt, der ist meines Erachtens total auf dem Holzweg. Lieber weniger spielen und sich dafür intensiv mit seinem Spiel auseinandersetzen.
      Meine Empfehlung für aufstrebende Spieler lautet:

      Max 2 Stunden am Tag spielen und wenn man dann noch Lust auf Poker hat sollte man sich der Theorie widmen. Theorie besteht für mich aus: Artikel und Bücher lesen, Beispielhände bewerten und seine eigenen Hände nochmal durchspielen.

      Ich finde das ist viel effektiver als 4-6 Stunden täglich zu spielen. Ich selbst habe auch selten länger wie 2 Stunden a Tag gespielt. Trtzodem hab ich es in weniger als einem Jahr in die Midstakes geschafft. Ich habe aber auch absolut kein psychologisches Problem. Verluste betrachte ich als Investition in die Zukunft und ich setz mich nur an die Tische wenn ich Lust zum spielen habe und nicht sonst irgendwie aufgewühlt bin.
      Sicher verliere auch ich nicht gerne, aber ich weiß das ich gut bin, und weil ich gut bin, bekomme ich das alles wieder zurück. So einfach kann Poker sein ;)

      Wer also wirklich Probleme mit Limits bis 2/4 hat, sollte mal seine psychologische Seite betrachten. Hier sind oft die größeren Leaks vorhanden. Denn meiner Meinung nach können sicher 75% aller PS.deler die Limits bis 2/4 spielerisch schlagen.

      In diesem Sinne

      Gruß

      Sascha