BB vs SB

    • sCawn
      sCawn
      Silber
      Dabei seit: 19.03.2005 Beiträge: 697
      Folgende Situation: Wir sind im Bigblind und SB Openraised.

      Wir gehen davon aus, das er genauso spielt wie wir. Die Charts - sowohl der in der Silbersection, als auch die Tabelle von Approx - geben folgende 3-bet Range vor:
      +33,+A2s,+K6s,+QJs,+A2o,+K8o,+QJo.

      Viel zu weak, wie ich finde. Wir sind in Position, bekommen Initiative und 3-betten irgendwie viel zu tight. Mit 50% Equity komme ich auf folgende Range:
      +33,+A2s,+K6s,+Q9s,+JTs,+A2o,+K8o,+QTo.

      Die Idee hinter dieser tighten Range ist natürlich, dass wir Flop und Turn oft betten und dann am River behind checken, somit Hände mit Showdownvalue benötigen. Q9s-QTs, JTs und QTo haben natürlich wenig Showdownvalue, ganz klarer Nachteil. Das ist die eine Seite. Die andere ist, das wir ohne Initative zu oft die beste Hand folden, bzw. unser Gegner wird keine bessere Hand folden, außer wir setzten einen Semibluff an, aber das ist ein anderes Thema. Angenommen wir halten QTo, 3-betten, der Flop kommt, AK3 rainbow, unser Gegner hällt 44. Wir machen eine contibet und er wird folden.

      Ich hab keine Ahnung wie viel die Vor- und Nachteile hier zu gewichten sind, aber wieso sollten wir hier nicht einfach nach dem Equityprinzip verfahren?

      Nochmals zusammengefasst:
      + Edge
      + Position
      + Gegner foldet bessere Hand/wir gewinnen mit der schlechteren
      + Hände mit guter Playability
      - kaum Showndownvalue
      - gegen Semibluff/pure Bluff sieht unsere Hand alt aus (falls ui)
      - SB könnte noch cappen
  • 3 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      was beim ganzen eq-prinzip vergessen wird, ist dass der Gegner manchmal auch cappt =)
      evtl. hat der Chart-ersteller noch Playability mit eingerechnet...aber löst die sich nicht (laut Korn) zu 80% in Luft auf, wenn man Initiative hat?
    • sCawn
      sCawn
      Silber
      Dabei seit: 19.03.2005 Beiträge: 697
      Original von NoSekiller
      was beim ganzen eq-prinzip vergessen wird, ist dass der Gegner manchmal auch cappt =)
      evtl. hat der Chart-ersteller noch Playability mit eingerechnet...aber löst die sich nicht (laut Korn) zu 80% in Luft auf, wenn man Initiative hat?
      Hi NoSekiller, hab gerade entdeckt das du mir in diesem Theard mit der gleichen Idee einen Tag zuvor gekommen bist. Was für ein Zufall ist das bitte :) ? Hab die Sache mit dem cap mal hinzugefügt, auch wenn ich glaube, dass dies kein Grund ist, nicht zu 3-betten. Wir haben ja eine Edge und 3-betten auch aus anderen Positionen und da besteht auch immer die Gefahr, dass wir einen Cap kassieren.

      Gibt es sonst keine Meinungen zu diesem Thema?
    • Spectra1
      Spectra1
      Black
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 7.189
      Ich würde hier gegen zu tighte gegner (bzw gegner die stur nach chart spielen) ebenfalls mehr 3betten, aber der typische gegner raised in dieser situation zu wenig (viele würden T6, oder T7, J5,.. nur callen oder sogar folden) => unsere reraisehands sollten daher oft einen Tick stärker sein als wenn der Gegner stur nach chart spielen würde...

      lg Spec