Micro Limit Stagnation

    • Flixxx
      Flixxx
      Global
      Dabei seit: 30.03.2006 Beiträge: 338
      Hi,

      habe vor ca. 3 Wochen angefangen, mit einem 4$ BR an 0.02/0.04 Tischen bei ParadisePoker zu spielen. Habe mich zunächst so gut wie möglich, dann aber sehr streng an eure STH gehalten, verschiedene Artikel aus den Foren sowie in Middle Limit Holdem von Ciaffone nebenher gelesen und es innerhalb der ersten Woche immerhin geschafft, meinen BR ersteinmal konstant zu halten, mit wenigen cents plus. Mit zunehmender Zeit verhielt es sich dann so, dass ich pro Tag (ca. 2-3 Std Spielzeit, um die 200 Hände pro Tag) jeweils 2$ up war, und habe mich in der letzten anderthalb Wochen somit auf mein bisheriges Maximum von 17$ hochgespielt. Ich hatte zwischenzeitlich überlegt, mit den ersten 10$ im Limit aufzusteigen, habe mich aber nicht getraut. Einen länger anhaltenden Downswing habe ich bisher noch nicht wirklich ausmachen können, nur in etwa 2-3 Verluststränge in der Grössenordnung von 1$-2$, die ich jedoch in den darauffolgenden 200 Händen wieder ausgleichen bzw sogar zweimal verdoppeln konnte etc.
      Bisher also alles gut.

      Seit vorgestern aber mache ich auf einmal andere Erfahrungen, und zwar stagniere ich ganz krass. Da ich in diesen paar Tagen viel mehr Zeit als zuvor hatte, habe ich auch pro Tag sagen wir 600 Hände gespielt, aber es nicht geschafft dieses Limit so nachhaltig, wie ich es bisher geschafft hatte, zu schlagen. Mein BR geht 50 cent rauf, um dann wieder 1$ runter zu gehen, dann hole ich mir den Dollar zurück und das Spiel fängt von neuem an. Ich habe auch in den letzten Tagen mehr gelesen als zuvor, und eigentlich immer tighter(bzw tight-agressiv) versucht zu spielen. Um der Sache auf den Grund zu gehen habe ich mich mal mit ein paar Beispielhänden auseinandergesetzt, und mir fiel zunehmend auf, das ich auf diesen Mikro Limits gegen sau viele (viel zu viele) Drawing Hands verloren haben, die in höheren Limits schon viel früher gefoldet worden wären. Ich hatte dadurch das Gefühl, das die Berechtigung solcher Drawing Hands, die dann die Pots gewannen, allein durch das niedrige Limit gerechtfertigt wurden, und ich musste mit meinen Pocket Pair oder AK preflop raises und/oder caps teuer zahlen, weil Aggression hier so gut wie wertlos zu sein schien. Ich kann den Schluss eigentlich selber ziehen, dass es schon lange an der Zeit ist, auf höhrere Limits zu wechseln, aber ich frage mich wieso ich konstant über sagen wir 2 1/2 Wochen (mit 200 Händen pro Tag) auf diesen Limits plus gemacht habe, und jetzt hier keinen Schritt mehr weiterkomme. Ist ja auch nicht so, dass ich allzuviel verliere und einen Downswing habe, ist ja eher eine Stagnation, und es geht nicht mehr weiter.

      Ok, genug blah blah, was ich mich hier halt eigentlich frage ist: Habe ich am Anfang schlecht gespielt und nur durch ne Menge Glück aus 4$ 17$ gemacht und gehalten, oder habe ich am Anfang besser gespielt? Bin ich zu tight in meiner Spielweise für dieses Limit geworden (durch mehr Lesen, vorsichtiges Spielen, immer strengeres folden), oder habe ich es tatsächlich noch nicht nachhaltig geschlagen??? Ich habe irgendwie das Gefühl auf einmal hat sich alles verdreht, die Hände, die ich preflop raise und aggressiv spiele ,verliere ich, aber Drawing Hands mit denen ich limpe und treffe oder mit guten odds ausdrawe bescheren mir die grössten Pots.

      Hier einige Beispielhände, die in der Form hundertfach auftraten und im allgemeinen meine Stagnation verursachen, aus meinen letzten paar Spielen (insgesamt 1$ in 70 Händen verloren):

      http://www.pokerhand.org/?294530

      oder

      http://www.pokerhand.org/?294535

      Bin mir auch absolut sicher, dass man diese Beispielhände viel optimaler spielen könnte (bitte um Kritik!!!!), aber ich habe die beiden als Beispiel aufgeführt, um zu zeigen, mit welchen Drawing Hands Leute bereit sind double bets auf den Mikro Limits zu zahlen.
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