Faktor Glück auf Microlimits

    • PapaBlues
      PapaBlues
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 111
      Zuerst möchte ich sagen, dass ich mich immer noch als Pokeranfänger betrachte,
      der nach SHC spielt.
      Wenn ich nun sehe, mit welchen mülligen Starthänden in den Microlimits in die
      Hand eingestiegen wird, und auch Pots gewonnen werden, würde es mich einfach
      einmal interessieren, wie gross der Glücksfaktor ist.
      Meine Überlegung dabei ist, je mehr Müll unterwegs ist, desto mehr Glück braucht man, oder sehe ich das falsch?
  • 11 Antworten
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      vielleicht kennst du ja den begriff "equity" …
      wenn du die durchschnittliche equity der broadway-hände gegen 6 random-gegner simulierst, kommst du auf eine equity-edge von ca. 10%. das bedeutet, dass dir durchschnittlich 1/10 mehr vom pot gehört, als einem gegner der jede x-beliebige hand spielt.

      code:
                      equity 	        win     tie
      Hand 0: 	23.017%  	21.98% 	01.04% { TT+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo }
      Hand 1: 	12.841%  	11.84% 	01.01% { random }
      Hand 2: 	12.854%  	11.85% 	01.01% { random }
      Hand 3: 	12.816%  	11.81% 	01.00% { random }
      Hand 4: 	12.828%  	11.82% 	01.01% { random }
      Hand 5: 	12.814%  	11.80% 	01.01% { random }
      Hand 6: 	12.831%  	11.83% 	01.01% { random }
      


      du brauchst also nicht mehr glück, denn davon hat auf lange sicht jeder gleich viel, sondern eine hohe anzahl von gespielten händen.

      man ist immer empört darüber und erinnert sich daran, wenn eine qualitäts-starthand durch irgendeinen mist geknackt wird. wenn man aber mit seiner guten hand gewinnt, scheint es gerecht und selbstverständlich.
    • PapaBlues
      PapaBlues
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 111
      Besten Dank für Deine Antwort.
      Interessante Tabelle.
      Nun ich spiele Poker zu 95% Prozent aus Spass und bin weder genervt noch empört wenn ich mit AA gegen einen verliere, der sein 23 TwoPair auf dem Turn und River erhält.(was natürlich nicht ausschliesst, dass es mich freut, wenn ich mit AA gewinne.Wäre ja auch nicht normal ;) )
      Vielleicht habe ich auch meine Frage ein wenig falsch formuliert.
      Wenn ich auf den höheren Limits zuschaue(gespielt habe ich noch nie) werden viel weniger Starthände gespielt und wenn, dann meistens gute (vermute ich mal).
      Mein Schluss daraus:
      Wenige Spieler, gute Starthände = Können und Glück halten sich die Waage.
      Umgekehrt viele Spieler alle möglichen Starthände = Glück höher als Können.
      Oder sehe ich das koplett falsch?
      Dass Glück und/oder Pech sich auf lange Frist ausgleichen steht siche ausser Zweifel.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      tja, je weniger leute in der hand sind, desto größer ist auch deine durchschnittsequity, wenn du eine broadway-hand gegen random antreten lässt. im klartext, wenn du die selbe berechnung wie oben, gegen einen random-gegner anstellst, erhälst du eine equity-edge von fast 30%:

      code:
                      equity 	        win     tie
      Hand 0: 	64.288%  	63.29% 	01.00% { TT+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo }
      Hand 1: 	35.712%  	34.72% 	01.00% { random }
      


      nun, was sagt uns das?
      das einzige, was wir daraus ableiten können, ist dass qualitäts-starthände gegen weniger gegner häufiger den pot gewinnen. soweit so gut.
      nun stellt sich aber folgendes problem: wenn weniger leute im pot sind, ist natürlich auch weniger geld im pot. es kommt also rein finanziell summasummarum aufs selbe hinaus, ob wir selten einen großen pot gewinnen oder häufig einen kleinen.

      aber nun zu deiner eigentlichen frage, was glück und können angeht. es ist alles eine auslegungssache, was man als glück und was man als können ansieht. das spielen guter starthände, hat wenig mit können zu tun, denn von einer tabelle abzugucken, das kann jeder affe. echtes können bedeutet maximalen profit aus seinen gewinnern zu drücken und so wenig wie möglich in seine verlierer zu investieren.
      am ende zählen eben die "bigbets per 100" und nicht wie gut man seine starthände auswählt.
    • Charlz
      Charlz
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.400
      Es geht aber für Anfänger erstmal darum,die groben Fehler abzustellen.
      Mit dem SHC spart man da ne Menge Geld,was sich automatisch in den BB/100 niederschlägt.Gewinne maximieren gehört auch dazu aber das ist für Einsteiger erstmal zweitrangig.
    • tt5
      tt5
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 1.300
      Schau dir doch mal die Prozentzahlen an welche Hand favorit ist.

      Meist 60:40 oder 70:30. Bei mehr als einem Spieler im Pot noch ausgeglichener. Deshalb scheint es ein Glückspiel zu sein. Deshalb haut ein Downswing auch so rein.
    • TursWolm
      TursWolm
      Bronze
      Dabei seit: 27.09.2006 Beiträge: 3.831
      In den höheren Limits sind aber auch weniger Fische unterwegs, d.h. du wirst mit einer guten Hand oft nicht so gut ausbezahlt, wie in den Microlimits. Dafür gewinnst du mehr (kleine) Pötte ohne SD. In den Microlimits gewinnt man weniger Pötte, aber dafür dann größere. Dadurch kann der Eindruck entstehen, man würde nur ständig verlieren, weil man eben öfters folden muss bzw. den SD verliert.
    • DonThomaso
      DonThomaso
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 455
      Also das Problem kennen hier ja nun viele Andere von uns von 0,5/1,0 SH FL auch.
      Ich war (bin) auch mit diesen Leuten am verzweifeln, wie einige von uns. Das Weggelucke ist schon exorbitant. Dennoch habe ich bei mir festgestellt, das man dies vorallem mit einer Verbesserung des Postflopspiels in den Griff bekommt. Wobei dies sicher ein unterschied zwischen SH und FR ist.
      Also analysere mal Dein PostFlopSpiel, evtl. hilft das ja. Evtl. zu hoher WSD o.ä.?
      Die StartingCharts, helfen halt nur PreFlop. Daher StrategieSektion lesen.
    • lionix2006
      lionix2006
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 21.233
      Also ich kann mich da nur anschließen - ich hänge seit Ewigkeiten auf 0.5 / 1 SH fest. Eben gerade wieder Second Nutflush gefloppt und am Ende verliere ich gegen Pocket 3er, weil er seinen Straight Flush macht.

      Ich bin schon am überlegen, ob ich mir mal NL antue. Das ist nicht mehr feierlich und geht echt an die Substanz. Man analysiert die Gegner genau, hat sogar Reads und wird trotzdem permanent postflop noch weggeluckt. Das geht jetzt seit Monaten bei mir so.

      Mich coacht einmal die Woche ein Diamond Member und es sind keine gravierenden Leaks festgestellt worden. Trotzdem bekomme ich permanent auf die Mütze. Langsam wurmt mich das, denn ich investiere verdammt viel Zeit ins Pokern.
    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      Original von lionix2006
      Also ich kann mich da nur anschließen - ich hänge seit Ewigkeiten auf 0.5 / 1 SH fest. Eben gerade wieder Second Nutflush gefloppt und am Ende verliere ich gegen Pocket 3er, weil er seinen Straight Flush macht.

      Ich bin schon am überlegen, ob ich mir mal NL antue. Das ist nicht mehr feierlich und geht echt an die Substanz. Man analysiert die Gegner genau, hat sogar Reads und wird trotzdem permanent postflop noch weggeluckt. Das geht jetzt seit Monaten bei mir so.

      Mich coacht einmal die Woche ein Diamond Member und es sind keine gravierenden Leaks festgestellt worden. Trotzdem bekomme ich permanent auf die Mütze. Langsam wurmt mich das, denn ich investiere verdammt viel Zeit ins Pokern.
      wer es auf 0,5/1 FL SH nicht packt, packt NL25 auch nicht!

      Gruß

      Sascha
    • Penishaubize
      Penishaubize
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 4.882
      Die Varianz ist in den höheren Stakes bei steigender Aggressivität und sinkender Edge um einiges höher.
    • bennyg
      bennyg
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2006 Beiträge: 815
      @linoix .. ich spiel auch .50/1 SH FL und ich find es is easy zu beaten.... ich bin erstmal mit nem 170BB down eingestiegen (über 4k hände). hab immer wieder pausen gemacht videos geschaut etc. um tilt vorzubeugen. seit ein paar tagen gehts wieder bergauf... mittlerweile über 200BB in vielleicht 2k händen! ich finde das schwierigste ist sich klarzumachen, dass man selbst wenn mann 50 bb in ner session verloren hat, trotzdem gut gespielt haben kann. hätten ja auch 100bb sein können. man muss anfangen seine eigenen laydowns zu respektieren. aber alles in allem is des limit echt sau einfach .. nur volldonks!