Hat die "Pokerstrategy-Strategie" Zukunft?

    • mcadam
      mcadam
      Bronze
      Dabei seit: 14.09.2006 Beiträge: 252
      Hallo an alle PS-Mitglieder und Pokerbegeisterten.

      Gestern habe ich die "Pokernight" auf Pro7 mit Stefan Raab und Elton geschaut. Irgendwann - ziemlich am Anfang haben die Moderatoren eine Anmerkung gemacht, die mich etwas nachdenklich gemacht hat.

      Es hieß in etwa (zumindest sinngemäß): "Man sieht, dass die Pokerspieler dazulernen. Es werden fast nur noch Premiumhände gespielt" Diese Aussage hat sich - meine ich - in erster Linie nicht auf die Sendung, sondern im Allgemeinen auf das Pokerspielen bzw. auf den derzeitigen Pokerboom bezogen.

      Auch wenn das natürlich so nicht grundsätzlich stimmt, ist dennoch anzunehmen, dass mit der Zeit ein grundsätzlicher Trend zum besseren (oder zumindest tighteren) Spiel entstehen muss. Denn: es erscheinen immer mehr und auch immer bessere Pokerbücher in deutscher Sprache, im Fernsehen gibt es die "Pokerschule" etc.
      Die logische Konsequenz wäre, dass jeder Pokerspieler - Durschnitts-IQ vorausgesetzt ;) - aus Fehlern lernt und früher oder später auf einschlägige Literatur - oder auf diese Tolle Pokerstrategyseite :) - zurückgreift.
      Irgendwann dürfte auch der jetzige Pokerboom abebben und die Zahl der Neueinsteiger absinken. Also müsste mit der Zeit die Anzahl der Fische sinken und die Anzahl der tighten, belesenen Strategisten steigen.
      Diesen Gedankengang weitergesponnen müsste man annehmen, dass irgendwann - vielleich abgesehen von Mikrolimits - fast ausschließlich nur noch tight gespielt wird.

      Oder anders, etwas hypotetischer:
      Nehmen wir mal an, dass die von Pokerstrategy beschriebene Spielweise die erfolgreichste und beste sei. Nun dürfte sich diese Tatsache schnell herumsprechen. Dann dürften sich immer mehr Pokerspieler hiernach richten und früher oder später müssten an den Tischen immer mehr von PS-Spielern sitzen. (ich meine diesen Trend bei meinen Onlinepoker-Ausflügen tatsächlich festzustellen...) Hieraus folgend würden alle tight und besonnen spielen - wie das bei hohen Limits wahrscheinlich heute schon der Fall ist.
      Kommt man dann noch mit dieser Spielweise zum Erfolg? Wenn jeder nur noch AK und besser spielt oder gar reraist? Wenn alle gleich tight sind und nach dem gleichen Schema spielen - dann wird Poker letztendlich doch nur noch zur Glücksache?
      Was würde z.B. passieren, wenn man einen Online-Pokerraum schaffen würde ausschließlich für PS-Spieler?

      Was meint Ihr denn?

      gruß: euer mc
  • 41 Antworten
    • docjulian
      docjulian
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 7.008
      Wenn ich immer die gleichen Leute mehrmals zu einer Pokerrunde zusammen hole, ihnen jedesmal vorher ein individuelles Coaching gebe, sie selber vorher noch üben - dann ist doch klar, dass sie irgendwann besser werden?
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Die Diskussion hatten wir schon 1000-mal.


      Tighteres Spiel, heißt z.B. nicht gleich gutes Spiel. Und generell, es geht eh nur um die Bereitschaft sein Spiel zu verbessern und zu gewinnen. Viele wollen einfach aber so ans "schnelle" Geld, das unterscheidet doch die ps.de-contentnutzen-user und die ps.de-es gibt 50 $ umsonst user
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.402
      tight != best
    • JojoDeluxe
      JojoDeluxe
      Bronze
      Dabei seit: 03.08.2006 Beiträge: 3.638
      Der Moderator ist halt auch nur ein Fisch :D
    • PokerNoob
      PokerNoob
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 816
      Nur noch Rocks/TAGs -> LAG ftw! (iss eh viel cooler :D , kann man nur auf Party schwer spielen)
    • patrikskjold
      patrikskjold
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 891
      ich ps.de spielweise ist denke ich zu tight um perfekte spieltheorie zu sein. marginale haende/situationen zu pushen ist allerdings fuer anfaenger schwer und bringt wohl meistens keine positiven resultate. ausserdem ist es ziemlich swingy.
    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      Den Trend zu tighterem Spiel habe ich auf PP auch gemerkt (sogar auf den Mikro Limits), allerdings habe ich in anderen sehr fischigen Netzwerken immer noch genug Idioten gefunden die mich mit bottom oder middle Pair voll ausbezahlen.

      Wenn jeder nur noch AK und besser spielt oder gar reraist? Wenn alle gleich tight sind und nach dem gleichen Schema spielen - dann wird Poker letztendlich doch nur noch zur Glücksache?


      Es wird meiner Meinung nach nie so sein das alle gleich tight sein werden, auch hypotetisch nicht.

      Erst einmal wird es trotz allem wahrscheinlich noch genug Leute geben, die beispielsweise von nem Roulette/Blackjack Tisch sich ma ab und an ans Pokern setzen und da gamblen. (außerdem gibt es genug Leute die von "Pokern ist ein Glücksspiel" überzeugt sind und sich stur gegen jede Art von Strategie oder ähnlichen sträuben und trotzdem spielen)

      und zweitens gibt es für jede Spielweise ein passendes Pendant.
      Speziell Poker ist ja ein Spiel in dem man sich auf die Gegner einstellen muss und nicht nur stur seine Karten nach einer bestimmten Strategie spielt.
      Merke ich z.B. das ein Kontrahent extrem tight spielt werde ich dementsprechend looser und versuche im öfters ma die Blinds wegzunehmen.

      Diese Tatsache findet sich ja auch entsprechend oft in diversen Büchern (HoH bspweise) von daher denke ich das die Strategien sich dynamisch dem ganzen anpassen werden.
    • Kraven
      Kraven
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 5.319
      Den größten Vorteil hat man als PSler in der Disziplin.
      Was bringt mir Skill, wenn ich den nicht über lange Strecken anwenden kann? Dafür ist der Edge, den man hat, zu gering.

      Auch super Pokerspieler (z.B. Schnibl0r), die ihre Tiltprobleme nicht vollständig im Griff haben, erleben immer wieder herbe Rückschläge. Ein Paradebeispiel ist für mich Brian Townsend, welcher sich da ziemlich im Griff hat. Vor nen paar Tagen hat er in seinem Blog auch was zur "Evolution" des Poker geschrieben.
    • Kraven
      Kraven
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 5.319
      Original von Kraven
      Den größten Vorteil hat man als PSler in der Disziplin.
      Was bringt mir Skill, wenn ich den nicht über lange Strecken anwenden kann? Dafür ist der Edge, den man hat, zu gering.

      Auch super Pokerspieler (z.B. Schnibl0r), die ihre Tiltprobleme nicht vollständig im Griff haben, erleben immer wieder herbe Rückschläge. Ein Paradebeispiel ist für mich Brian Townsend, welcher sich da ziemlich im Griff hat. Vor nen paar Tagen hat er in seinem Blog auch was zur "Evolution" des Poker geschrieben.

      P.S.: Ich will mich hier beim besten Willen nicht vom Tilt freisprechen. ;)


      Ahhh das war der Quote Button und nicht der Edit-Button...
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.817
      Wenn alle Leute so intelligent wie Bernhard Hoecker wären, der nach ein Paar Tagen Poker schon einigermassen vernünftig spielt dann wäre es mit dem profitablem spielen in der Tat vorbei.
      Die Leute da draussen sind aber zum grossen Teil dumm wie Brot, deswegen braucht man sich keine Sorgen machen.
    • tobe2891
      tobe2891
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2006 Beiträge: 1.493
      die ps.de strategie ist ja wohl mitnichten die beste, und auch sehr weit davon entfernt die profitabelste zu sein; dazu kommt noch, dass es die langweiligste ist...für anfänger halt wohl die sinnvollste, aber das wars auch
    • youarethemanrocket
      youarethemanrocket
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 1.709
      Original von tobe2891
      die ps.de strategie ist ja wohl mitnichten die beste, und auch sehr weit davon entfernt die profitabelste zu sein; dazu kommt noch, dass es die langweiligste ist...für anfänger halt wohl die sinnvollste, aber das wars auch
      lol
    • Gurgel
      Gurgel
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 293
      Original von mcadam
      Auch wenn das natürlich so nicht grundsätzlich stimmt, ist dennoch anzunehmen, dass mit der Zeit ein grundsätzlicher Trend zum besseren (oder zumindest tighteren) Spiel entstehen muss. Denn: es erscheinen immer mehr und auch immer bessere Pokerbücher in deutscher Sprache, im Fernsehen gibt es die "Pokerschule" etc.
      Die logische Konsequenz wäre, dass jeder Pokerspieler - Durschnitts-IQ vorausgesetzt ;) - aus Fehlern lernt und früher oder später auf einschlägige Literatur - oder auf diese Tolle Pokerstrategyseite :) - zurückgreift.
      Irgendwann dürfte auch der jetzige Pokerboom abebben und die Zahl der Neueinsteiger absinken. Also müsste mit der Zeit die Anzahl der Fische sinken und die Anzahl der tighten, belesenen Strategisten steigen.
      Diesen Gedankengang weitergesponnen müsste man annehmen, dass irgendwann - vielleich abgesehen von Mikrolimits - fast ausschließlich nur noch tight gespielt wird.

      Das Niveau wird vielleicht insgesamt wieder höher, mag sein. Man könnte aber auch sagen, es pendle sich wieder ein, weil so fischig wie momentan durch den Boom war es sicherlich lange Zeit davor nicht.
      Außerdem sind die USA ein bißchen ein Gegenbeispiel. Da gibts seit Ewigkeiten Pokerbücher und TV-Schulen, und dennoch hat der Großteil null Ahnung.
    • boogiebone
      boogiebone
      Bronze
      Dabei seit: 11.08.2006 Beiträge: 633
      selbst wenn die Entwicklung wie Du beschreibst weiter geht.. es wird immer leute geben, die das Thema besser beherrschen wie andere.. Somit wird es, egal von welchen Massstäben man spricht immer bessere und schlechtere Spieler geben...
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      @ rocket: nice sig, bringts auf den Punkt!
    • soan
      soan
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.139
      jeder fisch, der mal gehört hat das man nicht jede hand spielen sollte, glaubt plötzlich er kann poker spielen. Aber so einfach ist das spiel wirklich nicht ;)

      fisch bleibt fisch, und es wird immer genügend davon geben.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Der gemeine Gambler will doch gar nix von Strategie hören. Er will zocken um des zockens willen. Und solche Exemplare wird es immer en masse geben.

      Die Leute, die sich wirklich exzessiv Gedanken über ihr Spiel machen kann man vermutlich im niedrigen, einstelligen Prozentbereich einordnen...

      Also, ganz ez bleiben. :)
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Original von soan
      jeder fisch, der mal gehört hat das man nicht jede hand spielen sollte, glaubt plötzlich er kann poker spielen. Aber so einfach ist das spiel wirklich nicht ;)

      fisch bleibt fisch, und es wird immer genügend davon geben.
      QFT

      mehr gibt es nich zu sagen, close.
    • Kraven
      Kraven
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 5.319
      Original von soan
      jeder fisch, der mal gehört hat das man nicht jede hand spielen sollte, glaubt plötzlich er kann poker spielen. Aber so einfach ist das spiel wirklich nicht ;)

      fisch bleibt fisch, und es wird immer genügend davon geben.
      richtig, postflop kommen eigtl erst die schwierigeren Entscheidungen...