Wenn Poker die Bedeutung verliert

  • 10 Antworten
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Denk mal bei einem wirklich einschneidenden Erlebnis steht Pokern so ziemlich an letzter Stelle bei den Dingen bei denen wieder in die Spur kommen willst.

      Weiß zwar nicht um was es genau geht, aber egal was es ist - wenn es dich psychologisch sehr stark belastest zählt als erstes: Alles was direkt mit dem Ereignis zu tun hat auf die Reihe kriegen - zweitens: alles was im RL, mit Freunden und was auch immer zu tun hat.
      Und erst wenn das alles geklärt ist, kommt Pokern oder sonstige Hobbys dran.

      Ich würde bei etwas wirklich Ernstem solange Poker-Pause einlegen bis sich alles einigermaßen geklärt hat. Nicht nur weil ich dann wohl wichtigere Sachen zu tun hab, solange mir ständig im Kopf was herumschwirrt das mich beschäftigt oder runterdrückt, kann ich beim Pokern wohl nicht mein A-Game geben (schlechte Konzentration, im Schlimmsten Falle Tilt)
    • Quentin73
      Quentin73
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2005 Beiträge: 17.166
      Original von Erzwolf
      oder gibt es hier jemanden, der psychologisch wirklich fit ist.

      Bitte keinen Spam im Thread. Ne ernsthafte Frage: Gibt es hier wen, der mir fundiert ein paar Tipps/Hilfe geben kann, wie ich nach einem einschneidenden Ereignis pokermäßig wieder in die Spur komme?

      erzwolf@gmx.de
      Könnte mir vorstellen das es sich evtl. um ein Beziehungsproblem geht?!?!

      Ist natürlich schwierig mit sowas klar zu kommen. (egal was es nun wirklich ist)

      Wenn man dann noch zusätzlich pokert, dabei noch verliert, denkt man schnell die ganze Welt ist gegen einen. Sehr schwierig psychologisch nicht die Kontrolle zu verlieren.
      Ich bin leider kein Psychologe und kann dir demnach auch nicht wirklich zur Seite stehen, wünsch dir aber trotzdem alles Gute.
    • 1Donald1
      1Donald1
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 93
      Erstmal das Ereignis verarbeiten! Ganz wichtig.
      Das kann dauern, aber es dauert so lange wie es braucht. Fertig.
      Und wenn es 1 Jahr od. 2 Jahre dauert.

      Wenn Du gedanklich soweit bist Dich wieder mit anderen Sachen zu beschäftigen - Poker - , dann fang langsam wieder an.

      Strategieartikel lesen
      1-2 Limits unter früheren Wohlfühllimt einsteigen

      Dann klappt das.
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Danke für die Antworten! Helfen zwar nur bedingt, aber es bringt schon was, wenn jemand antwortet.

      Das "Ereignis" hält zwar weiterhin an, heute gab es auch den ersten fetten Rückschlag, aber nur daran wachsen wir. Ein Weg das Elend zu bewältigen heisst, soviel Normalität wie möglich zu bewahren. Und Pokern gehört für mich nunmal zur Normalität. Zumal wir auch so ein zwei Hunderter im Monat aus Pokergewinnen in unserer Finanzplanung drin haben.

      Naja, ich poker wieder, wenn auch nicht die Anzahl an Händen, die ich mir eigentlich vorstelle. Aber es wird. Und wir haben heute beschlossen, offensiv mit dem Bösen umzugehen und uns jede erdenkliche Hilfe zu holen, die wir bekommen können.

      Und sorry, ich weiss nicht, ob wir 1-2 Jahre Zeit haben, vielleicht haben wir auch 20 Jahre. Aber bis dahin muss das Leben weiter gehen.
    • Avenger83
      Avenger83
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 555
      Thread ist zwar schon etwas älter, aber zu folgendem Punkt würde ich gerne was sagen:

      Original von Erzwolf
      Zumal wir auch so ein zwei Hunderter im Monat aus Pokergewinnen in unserer Finanzplanung drin haben.
      imo sollte sowas tunlichst vermieden werden:

      - Poker an sich unterliegt einer gewissen Varianz, bei einem längeren Downswing entsteht hier ein starker Druck, etwas schaffen zu müssen (bzw. vor seinem Partner nicht als Versager zu stehen), und unter Druck pokert man unbedingt nicht sein A-Game

      - wie du schon geschrieben hast, gibt es manchmal Momente im Leben (mit denen niemand rechnet), die Poker zunächst einmal komplett aus dem Leben streichen (schwere Krankheit, Unfälle, Sterbefälle) und eventuell auch für immer unmöglich machen

      Dann ist da ein kleines Loch in der Haushaltskasse, was unter Umständen von Monat zu Monat größer wird.
      Ich habe keinen Posten in meinem Budget, der durch Pokergewinne finanziert wird. Wenn was zusammenkommt, wanderts auf die hohe Kante oder wird bei Bedarf zur Finanzierung größerer Anschaffungen genutzt (und wenns dazu nicht reicht, dann wird halt gewartet).
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Ich finde so schlimm ist das nicht. Bei meiner BR kann ich den Betrag auch bei einem Downswing locker mit den Items aus dem Starsshop generieren. Ich muss dazu halt nur pokern.
    • TimTolle
      TimTolle
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 1.160
      Du solltest nicht versuchen, mit Poker das Ereignis "zu verdrängen". Also ich meine damit, nicht spielen, um auf andere Gedanken zu kommen und dadurch nicht mehr an das Ereignis zu denken.

      Das hilft zwar insofern, als dass man wirklich nicht mehr an das Ereignis denkt. Aber man kann sich hierbei niemals so konzentrieren, dass man sein sog. A-Game spielt. Die anderen Gedanken schlagen zwischendurch immer rein und lenken ab (bewusst oder unbewusst).

      Es gibt eigentlich zwei Fragen:
      1) Will man sich mit Poker nur ablenken? Dann reicht vllt. Playmoney oder freeroll Turniere.
      2) Will man wirklich wieder mit Poker beginnen, weil man es aufgrund von Ereignissen in letzter Zeit zurücksgestellt hat? Dann halt wieder klein anfangen, vielleicht die Strategieartikel nochmal lesen, die angestaubten Bücher aus dem Regal mal wieder öffnen usw. (soll natürlich nicht heißen, wieder auf 2Ct zu spielen, aber ein Limit tiefer zum "Warmwerden" kann nicht falsch sein.)
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Ich würde vielleicht 2-3 limits unter deinem normalen Limit anfangen und einfach schauen ob du in gewissen Situationen tiltanfälliger bist als früher.

      Ansonsten kann ich mich dem obengesagten nur anschließen!
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Ich will nicht mit Poker das Ereignis verdrängen. Geht nicht. So wichtig ist Poker nicht. Poker ist für mich ein Job, mit dem ich ein wenig zur Haushaltskasse beitrage. Es geht nicht um Riesenberträge, sondern um 50-100BB, die ich entweder durch Gewinne oder Rakeback erwirtschafte.

      Ist auch alles fast schon erledigt. Ich bin zwar noch nicht wieder vollständig in der Spur, bekomme noch lange nicht wieder die Anzahl Hände hin, die ich mir vorstelle, aber seit gestern haben wir endlich einen vollständigen Fahrplan und alles wird vielleicht gut.

      Ich hab zumindest zeitweise meine Birne wieder frei fürs Pokern (was ich als 400€ Job mit Reserve betrachte) und bekomme auch mein A-Game wieder hin, was nie wirklich gelitten hat. Nur die Anzahl Hände finde ich erschreckend. Vom 1.6. bis 18.6. habe ich man gerade 1800 Hände gespielt. Und das SH mit 3-tabling.
    • soneji
      soneji
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 6.928
      du kommst ja jetzt anscheinend wieder langsam rein

      dann werdens bald bestimmt auch wieder mehr hände sein

      ich hoffe das sich deine poker und real live probleme

      schnell zum guten wenden