rake und equity

    • smooly
      smooly
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2006 Beiträge: 425
      Eine Frage die ich im Forum noch nie gefunden habe ist: beeinflusst der rake, der auf unteren und mittleren Limits nicht unerheblich ist pre-flop unsere Entscheidung ob wir Hände mit marginalem Vorteil nach equity-Prinzip spielen sollen oder nicht. Gerade HU bekommen wir von unserem Gegner mit unseren Gewinnhänden ca. 5-10 % weniger ausbezahlt, müssen ihn aber voll ausbezahlen.
  • 11 Antworten
    • Endos
      Endos
      Black
      Dabei seit: 07.02.2006 Beiträge: 1.272
      Ich behaupte einfach mal, dass sich der Equity-Gewinn durch schlechte Gegner invers proportional zum Rake verhält, sodass man den Rake letzten Endes vernachlässigen kann.

      Will heißen, auf den low Stakes, auf denen viel Rake bezahlt wird, bekommt man überdurchschnittlich viel Cash durch die vielen schlechten Spieler, was den Rake wieder ausgleicht.

      Auf den High Stakes ist die Edge gegen andere Spieler oft deutlich kleiner, allerdings wirkt sich jedes bisschen Skillvorteil von uns auf unseren Erwartungswert aus, da der Rake keine wesentliche Rolle mehr spielt.


      Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, wenn hier jemand ne Rechnung darlegt, die zeigt, dass der Rake sich stärker als erwartet auswirkt.
    • Kiudee
      Kiudee
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2006 Beiträge: 301
      Afaik hat Wishmaster mal gemeint, dass der Rake auf manchen Limits einen so großen Einfluss hat, dass man eigentlich für jedes Limit ne eigene Chart bräuchte (kann sein, dass ich das falsch in Erinnerung hab).
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      http://www.pokerstrategy.org.uk/wbb/thread.php?threadid=55306

      .. insgesamt denke ich auch, dass man den rake einfach ignorieren kann. zumindest noch.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Ich glaube auch, dass es nicht so wichtig ist, will aber was anmerken: Wenn die Gegner postflop schlecht sind, bringt es nichts, Preflop viel Geld in den Pot zu holen. Denn wir können nur sehr wenig die Wahrscheinlichkeiten beeinflussen zu gewinnen oder zu verlieren, nur versuchen, wenn wir gewinnen, den Pot groß zu machen und wenn wir verlieren, dann einen kleinen Pot. Und dies wird Postflop entschieden und nicht preflop.

      Wenn also der Rake unsere Preflopedge zunichte macht, dann beeinflusst das der Gegner so gut wie gar nicht. Denn gerade die schlechten Gegner gewinnen eher ÖFTER als die guten, weil sie sehr viele Showdowns ansehen. Nur wenn sie gewinnen, dann wenig und wenn sie verlieren, dann viel.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.757
      Original von Kofi
      Denn gerade die schlechten Gegner gewinnen eher ÖFTER als die guten, weil sie sehr viele Showdowns ansehen.
      Absolut gesehen vielleicht, aber relativ gesehen zur Zahl der gespielten Hände nicht und gegen Hero auch nicht. Der Equityvorteil preflop muss sich auch im Anteil der gewonnenen Hände am Showdown bemerkbar machen.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Naja, ich meinte es so:

      Wir halten eine beliebige Hand und haben gegen die Range des Fisches zum Beispiel 52% Equity. Diese Equity wird aber nicht erhöht durch unsere Skills, da es vor Allem auf die Playability ankommt. Eine Hand mit einer schlechten Playability (wie zum Beispiel A2o) wird bei uns in der Equity wahrscheinlich sogar mehr abgewertet als bei einer Callingstation, da sie das Ass öfter zum Showdown bringen bringen als wir und damit öfter gewinnen (auch wenn wir Postflop mehr Gewinn machen werden).
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.757
      Playabilityaspekte spielen nur dann eine Rolle, wenn man eine Hand nicht zum Showdown bringen kann. Kommt es zum Showdown, entscheidet allein die Equity. Gegen eine Callingstation ist es sehr einfach, einen Playabilitynachteil zum Verschwinden zu bringen: man braucht nur Position auf sie zu haben. Eine Calingstation wird nicht viel tun, um einen Playabilitynachteil in der Hand ihres Gegners auszunutzen, in dem sie ihn in unklaren Situationen mit Bets aus der Hand zwingt.

      Der Equityvorteil bleibt jedoch erhalten, da die Equity ein Mass für die Gewinnwahrscheinlichkeit im Showdown ist. Gegen eine Callingstation (gegen andere Fische wie Maniacs sieht das vollkommen anders aus) kann man seine Hände streng nach Equity spielen, ohne Playability zu berücksichtigen.

      Daraus ergibt sich, dass für einen Raise gegen eine Callingstation der Equityvorteil gegen sie mindestens so hoch sein muss wie der Anteil des Rakes am Gesamtpot.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von cjheigl
      Der Equityvorteil bleibt jedoch erhalten, da die Equity ein Mass für die Gewinnwahrscheinlichkeit im Showdown ist. Gegen eine Callingstation (gegen andere Fische wie Maniacs sieht das vollkommen anders aus) kann man seine Hände streng nach Equity spielen, ohne Playability zu berücksichtigen.
      stimmt so nicht, da die Playability sich nicht nur darauf auswirkt, wie oft wir gewinnen, sondern auch wieviel... (man spielt Postflop eben nicht einfach immer +-0)
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      korn hat in einem coaching mal ganz klar gesagt, dass es durchaus gut wäre auf den kleineren limits (bis 2/4), tighter als das orc zu raisen.
      er empfahl damals einen kicker tighter zu raisen, hat aber deutlich esagt, dass man das anpassen müsste und es nur als faustformel zu genießen sei.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von alexd841
      korn hat in einem coaching mal ganz klar gesagt, dass es durchaus gut wäre auf den kleineren limits (bis 2/4), tighter als das orc zu raisen.
      er empfahl damals einen kicker tighter zu raisen, hat aber deutlich esagt, dass man das anpassen müsste und es nur als faustformel zu genießen sei.
      hat er das auf rake bezogen? weil das könnte auch gut so sein, weil die Gegner auf den niedrigeren Limits viel looser spielen und einiges an Foldequity verloren geht.
    • alexd841
      alexd841
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2006 Beiträge: 3.969
      Original von NoSekiller
      Original von alexd841
      korn hat in einem coaching mal ganz klar gesagt, dass es durchaus gut wäre auf den kleineren limits (bis 2/4), tighter als das orc zu raisen.
      er empfahl damals einen kicker tighter zu raisen, hat aber deutlich esagt, dass man das anpassen müsste und es nur als faustformel zu genießen sei.
      hat er das auf rake bezogen? weil das könnte auch gut so sein, weil die Gegner auf den niedrigeren Limits viel looser spielen und einiges an Foldequity verloren geht.
      er hat das deutlich auf den rake bezogen