Preflop-Verhalten variieren?

    • AcesWing
      AcesWing
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 376
      Hallo,
      müßte man nicht von Zeit zu Zeit sein Preflop-Spiel verändern?
      Dadurch, daß man einige Zeit strikt nach einem bestimmten Muster (SHC usw.) spielt, können doch die Gegner nach erfassung ausreichender Datenmengen (aufgrund meiner Hand, die man am Showdown zeigt, wenn man gewinnt) ein bestimmtes Preflop-Verhalten irgendwann einer exakten Handrange zuordnen, was ihnen doch Postflop enorm verbesserte Reads und somit einen gewaltigen Vorteil beschert.

      Ist es nicht gefährlich, über einen zu langen Zeitraum einen bestimmten SHC beizubehalten?
  • 7 Antworten
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Auf den Micros ist das vollkommen egal, da die meisten Gegner eh meistens ziemlich unaufmerksam sind. Auf den Mid- bis Highstackes wird das Preflopverhalten sowieso immer mehr readabhängig, sodass man sein Preflopverhalten sowieso ständig ändert.

      Gründsätzlich ist es ja sowieso, dass man probieren sollte sein Verhalten an die Gegner anzupassen. Das heißt aber gleichzeitig, dass man sein Verhalten wieder ändert, wenn der Gegner seines ebenfalls dem eigenen anpasst.

      Soooooooooooo, mal einfach mal als Unwissender Vermutungen geäußert =) .

      Achja, und natürlich ist es gefährlich Preflop immer nach einem bestimmten Muster zu spielen. Gegenüber aufmerksamen Spielern macht dich das sicherlich exploitable, aber die Erläuterungen s.o.
    • rustyspoon
      rustyspoon
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 1.459
      FR volkommen egal, untere SH Limits bedingt anwendbar und das auch nur gegen selten auftretende thinking players.
    • AcesWing
      AcesWing
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 376
      Danke für die Antworten. Ich hab nur manchmal den Eindruck, daß jedesmal, nachdem ich mal meine Strategie variiert habe, ich plötzlich starken Gewinn mache, was dann mit der Zeit aber immer mehr nachläßt, wenn ich eine Strategie länger beibehalte.
    • storge
      storge
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2005 Beiträge: 22.519
      Varianz! Ich hatte mal den Gedanken, dass ich erst dann Gewinn (also den alten Verlust reinholen + Zusatz) an einem Tisch mache, wenn ich dort etwas verloren und Rebuy gemacht habe.
    • MasterT
      MasterT
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 805
      Hmm, also das wird wirklich erst wichtig, wenn man viel Heads-Up spielt zB, weil man dann natürlich zu berechenbar wird, wenn man IMMER sein As raist preflop oder was auch immer.

      Aber bis 2/4 SH ist das völlig unnötig. Ich denke schon manchmal, wenn ich 25 Hände in Folge bekommen, die ich nicht spielen kann, und dann in die Asse gucke bei mir: "Wenn ich die jetzt MP2 direkt raise, folden ja eh alle, weil die sich auch denken, der hat jetztX Hände nix gemacht und raist jetzt, dann muss er ja was haben." Aber Pustekuchen, das interessiert keinen! Natürlich kann man irgendwann deine Range eingrenzen, aber daraus resultiert ja auch ein Teil deiner Fold-Equity - weil die Gegner wissen, dass du starke Hände raist etc. Eine Contibet nach einem PFR ist ja erfolgsversprechender als ne Donk einfach so. (Klar, situationsabhängig, aber so verallgemeinert erstma)

      Von daher nicht allzuviel variieren, mmn...

      Klar geworden, was ich meinte? :)
    • AcesWing
      AcesWing
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 376
      Schon klar, ist auch eher ein theoretischer Gedanke ;)

      Zumal bei einer Handrange-Eingrenzung ohnehin noch erschwerend hinzukommt, daß 4 Farben existieren und nicht nur ein oder zwei. AKs ist ja nicht gleich AKs. Relevant für Preflop-Entscheidungen sind ja nur 169 mögliche Pocket-Karten, wobei es meines Erachtens 1326 Komb.möglichkeiten gibt, wenn man alle 4 Farben mit einbezieht.

      Von den typischen Low-Limit Fischen braucht man ja eh nicht so große Sachen erwarten :D

      Ok, dann mach ich mir da mal nicht so 'nen Kopf.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      … was man aber tun kann, ist das preflop-spiel der looseness des tisches anzupassen.
      wenn ich z. b. an einem sehr loose/passiven tisch sitze und genau weiß, dass egal was kommt, 5 oder mehr leute am flop sein werden, kann ich auch suited connectors aus EP limpen, da die implied odds dafür stimmen (-- das setzt aber natürlich einigermaßen brauchbares postflopspiel voraus, damit man nicht an irgendwelchen schwachen pairs ohne kicker hängen bleibt).

      kurz: je looser der tisch und je größer die pots, desto mehr spots ergeben sich für spekulative hände.