SB Open-Complete?

    • nopi
      nopi
      Gold
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.702
      Angenommen man hat im BB neben sich einen 0.0-PFRler sitzen und das gesamte Feld folded einem im SB zu.
      Gibt es Situationen, in denen es im SB sinnvoll ist nur zu "Open-Completen" statt nach Chart zu "Open-Raisen"?

      Gruß, nopi
  • 6 Antworten
    • onkelmeik
      onkelmeik
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 651
      http://www.pokerstrategy.org.uk/de/strategy/50/3/
    • nopi
      nopi
      Gold
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 1.702
      Dank' Dir.

      Wie war das mit dem Wald und den Bäumen ... :rolleyes:
      Schon zig mal durchgelesen und doch irgendwie nicht wahrgenommen.
      Steht doch eindeutig drin:

      Gerade bei Shorthanded-Games kommt es oft vor, dass Ihr in der Small Blind seid und alle Gegner vor Euch folden.

      Gegen einen typischen, aggressiven Gegner gilt hier nach wie vor folgendes Prinzip: Raise oder Fold. Ihr raist all die Hände, die im ORC für die SB gelistet sind. Alle anderen Hände foldet ihr.
      Gegen einen agressiven Gegner in einer SB vs. BB Situation die SB nur zu completen ist ein Fehler, da ihr dem Gegner dann die Möglichkeit gebt, Euch mit seinen starken Händen zu raisen und mit seinen schwachen Händen einen Free-Flop zu sehen.

      Gegen einen passiven Gegner ist das Completen in der Small Blind allerdings eine sehr gute Option. Ein passiver Gegner wird Euch dann nur sehr selten raisen. Hinzu kommt, dass Ihr gegen diese tighten Raises hinter Euch dann häufig sogar folden könnt - nämlich immer dann, wenn Eure Equity gegen seine Raise Range kleiner als 35 % ist.

      In den meisten Fällen wird aber ein passiver Gegner gegen Euren SB-Complete nicht raisen. Wenn er checkt und es zum Flop kommt, so könnt Ihr nahezu jeden Flop betten - ohne Euch auch nur das Board anzusehen. Denn nun reicht es, wenn Euer Gegner in 20 % der Fälle foldet, damit diese Bet profitabel ist. Und bei so einem winzigen Pot wird der Gegner in 20 % der Fälle folden! Eine Ausnahme macht Ihr nur dann, wenn Eure Hand extrem stark ist und Ihr glaubt, durch eine anderen Vorgehensweise extra Value heraussschlagen zu können.

      Genau deshalb ist der SB-Complete eine starke Strategie mit schwachen Händen - falls Euer Gegner dies zulässt. Gegen solche Gegner könnt Ihr in der SB jede Hand, auch 32o, completen und dann den Flop betten, wenn der Gegner hinter Euch checkt.
    • HughJazz82
      HughJazz82
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2006 Beiträge: 1.227
      Original von nopi

      [...] Denn nun reicht es, wenn Euer Gegner in 20 % der Fälle foldet, damit diese Bet profitabel ist. [...]
      Kann mir mal schnell jemand erklären wo die 20% herkommen? Rein intuitiv denk ich nämlich dass er in 33% der Fälle folden muss damit's profitabel ist.
    • hempels
      hempels
      Bronze
      Dabei seit: 12.10.2005 Beiträge: 278
      33% wären es auch, wenn man davon ausgeht, dass man nie gewinnt falls man geraised oder gecalled wird. Man muß aber wohl mit einbeziehen, dass man selbst wenn man am flop nix hat und gecalled wird noch ab und zu den showdown gewinnt.
    • HughJazz82
      HughJazz82
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2006 Beiträge: 1.227
      OK Danke, an sowas ähnliches hab ich schon gedacht. Mich wundert nur der doch recht deutliche Unterschied zw. 33% und 20%.
    • onkelmeik
      onkelmeik
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 651
      Der einzige Unterschied zwischen 33% und 20% ist, daß 33% richtig ist und 20% ein Fehler im Text, der anderswo im Forum zwar schon mal korrigiert wurde, aber wohl noch nicht im Text selbst.
      Pot Odds für einen unraised pot einfach mal selbst nachrechnen. 20% wären für raised pot richtig.