Ich komme nicht so recht voran

    • hasu
      hasu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 265
      Hi Leute,

      ich habe vor recht langer Zeit schon meinen 100$ Bonus freigespielt, hatte dann eine Gesamt-BR von ca. 165$.
      Seitdem spiele ich auf den PartyPoker $0.25/$0.50 FR Tischen und habe ein Problem - ich laufe irgendwie die ganze Zeit auf der Stelle rum.

      Ich habe jetzt schätzungsweise um die 4-5k Hände auf dem Limit gespielt, und an meiner Bankroll tut sich so gut wie nichts, die schwnkt die ganze Zeit zwischen 145 und 170$ hin und her.

      Auch eine Reduzierung der parallelen Tischanzahl, Notizen für die Gegner, Coachingteilnahme, weitere Lektüre der Strategieartikel haben mir nicht wirklich weitergeholfen und irgendwie frage ich mich momentan was ich da falsch mache - oder ist das einfach nur eine Art "Down"swing, wobei es ja nicht wirklich runter geht, sondern nur nicht herauf?

      Ich meine mich auch zu erinnern, dass man bei Anwendung des SHC etwa 21% Flop Seen haben dürfte - jedoch komme ich in der überwiegenden (!) Anzahl meiner Sessions gerademal auf Raten von ~15-16%. Schlechte Karten? Oder hatte ich diese Quote nur falsch in Erinnerung?

      Ansonsten weiß ich leider nicht wirklich was ich falsch mache, ich denke eigentlich nicht wirklich dass es am Limit liegt, kann das aber natürlich auch nicht so wirklich einschätzen.

      Würde mich freuen wenn ihr ein paar Vorschläge habt was ich tun könnte, um wirklich mal wieder einen motivierenden Aufschwung zu erleben.
      Ich spiele sogar momentan etwas mit dem Gedanken mich mal mit NL SSS zu versuchen, aber die Tatsache dort quasi von 0 nochmal anzufangen schreckt mich schon etwas ab.
  • 9 Antworten
    • Oetzi
      Oetzi
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2005 Beiträge: 3.556
      ich spiele zur Zeit auch auf dem Limit.
      etwa 10K Haende und 43$ plus. Ist gerade nicht viel.
      Denke mal das ich 50K Haende auf diesem Limit spiele.
      Diese 43$ habe ich an einem Tag gewonnen. Vorher nur immer im minus gewesen.
      Denke das deine Haende zahl noch nicht so Aussagekraeftig ist.
      Wenn ich die 50K Haende habe spiele ich mal 0.25\0.50 SH auf Titan an.
      Einfach weiter machen, Coachings hoeren und viel lesen. Dann wird das schon.
    • derBolzen
      derBolzen
      Global
      Dabei seit: 17.03.2007 Beiträge: 410
      eh coachings sind nicht so mein ding...nix gegen die coaches aber irgendwie merk ich nich das mir das was bringt.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Finde die Coachings auch nicht so lehrreich, wie Artike und Beispielhände posten, weil einfach nicht viele interessante Hände vorkommen. Das gute ist aber, dass man im TS Chat direkte Fragen an die Coaches stellen kann.
      Laut SHC sollte man afaik 18% seiner Hände spielen, ich hab auch etwas weniger, denke aber das ist normal. Du könntest versuchen ein wenig nach ORC zu spielen, aber natürlich nur in den Situationen in denen es auch sinnvoll ist, z.B. ist A9o meiner Meinung nach sehr gut geeignet zum Blindstealen.
      Eine wichtige Sache, die oft unterschätzt wird ist auch die Table und Seat-Selection. Ich will nicht sagen, dass es ohne nicht geht, aber man kann so noch einige USD mehr gewinnen. Am besten man sitzt in position zu einem Fish.
    • OstapBender
      OstapBender
      Black
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 5.416
      Ich habe mich mit dieser Frage/Situation (ich gewinne nix, also mache ich was falsch) auch beschäftigt. Meine Meinung: man sollte weniger Ergebnisorientiert denken. Klar macht es nicht so viel Spass, wenn man ständig auf der Stelle tritt oder gar verliert. Es kann sehr gut Pech sein, man trifft die Karten nicht usw. Sehr wahrscheinlicher ist es aber, dass man an seinem Spiel noch viel arbeiten muss.

      Was ich sagen will ist, dass man Poker als Spiel abstrahierter betrachten muss. Man gewinnt Geld, indem man weniger Fehler macht (also besser
      spielt) als die Gegner. Auf kurze Sicht ist es aber sehr wohl möglich, Geld trotz gutem Spiel zu verlieren. Das nennt man Varianz und wird von vielen Anfängern (inkl. mir) als Ausrede benutzt, dass man nicht weiterkommt (Downswing.. bla bla).

      Nimm deine Situation einfach als Anlass, an deinem Spiel zu arbeiten. Lies weiter Artikel, hör Coachings an usw. Das wichtigste ist, über Hände ausserhalb des Spiels an sich nachzudenken. Das heisst, seine eigene Hände zu analysieren (mit Grab'em) und über andere Hände (Handbewertungsforum) nachzudenken. Auch ruhig selber seine Meinung posten, egal ob die im Endeffekt richtig ist oder nicht.

      Ansonsten würde ich sehr empfehlen, sich mal ein Buch zuzulegen. Schau mal den Thread "beste Limitbücher" im Buchforum an. Persönlich würde ich Small Stakes Holdem empfehlen, aber da gehen die Meinungen auch auseinander. Hängt auch davon ab, auf welcher Stufe man sich gerade befindet. Wenn man mehrere Bücher liest, wird es aber auch nicht schaden :)

      Also Kurzfassung: Nicht ergebnisorientiert denken, sondern einfach versuchen, sein bestes Spiel zu bringen und es auch immter weiter zu verbessern! Dann kommen die Resultate von allein. Aber auch nicht enttäuscht sein, wenns nicht direkt klappt.
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      5k Hände breakeven ist auch für einen guten Winningplayer ganz normale Varianz. Einfach weiterspielen, weiter Hände posten, vielleicht so langsam mal das erste Buch lesen und dann geht es auch irgendwann aufwärts.
    • soratami
      soratami
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 459
      Ich spiele auch .25/.50 auf PP und bin seit 20k Händen mehr oder weniger auf der Stelle. Hatte die nötigen 150$ BR (250 wenn man den 100$ Bonus mitrechnet), also hatte ich mir auf .15/.30$ schon ordentlich was erspielt und fühlte mich fit für das nächste Limit. Es ging gleich bergab und dann wieder bergauf.. nach 5k Händen war ich auf 285$ (inkl. 100$) und habe mich auch sicher im Spiel gefühlt. Seitdem stecke ich drin, im DS (oder was auch immer). Es ging innerhalb der nächsten 15k Händen stetig abwärts bis auf 200$.
      Natürlich gabs auch da Sessions, die ich mit kleinem Plus beendet habe, aber dazwischen immer wieder dicke Minussessions. Zwischenzeitlich hatte ich mich von 210 wieder auf 260 hochgespielt und dann wieder runter.

      Nun stehe ich nach dem Tiefpunkt von 200 wieder bei 230$ und war zwischenzeitlich am überlegen ob ich aufgebe. Ich habe alle Artikel drin, poste Hände(werden zu 95% mit gut bewertet) und habe ein Buch gelesen aber habe keinen Erfolg gesehen weil ich so oft so richtig böses Beats kassiert habe. Ich weiß, dass ich noch nicht der super Spieler bin aber ich denke das Limit kann ich locker schlagen und in letzter Zeit geht es auch bergauf und ich kann nach dieser langen Zeit sehr viel besser mit krassen Beats (á la 2outer auf River etc) umgehen. Geduld ist beim Poker nunmal eine der wichtigsten Aspekte.
    • Rubenbauar
      Rubenbauar
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 1.280
      Also ich hab auf dem Limit jetzt fast 30K Hände gespielt. Winrate liegt bei 0,65bb/100. Hatte einen üblen Downswing -190bb in 1700 Händen und einen guten upswing +150bb in 2000 Händen drin. Die letzten 8000 Hände waren jetzt break even.
      Langsam zählt die Ausrede bei mir nicht mehr, ich hab nur pech. Man muss sich ja nur mal überlegen, dass man auf dem Limit pro 100 Hände 0,50$ mehr gewinnen muss um eine höhere winrate von +1bb/100 zu haben. Und diese 0,50$ gehen mal locker bei diversen leaks drauf.
      Setz mich jetzt vermehrt mit Theorie auseinander, um mein Spiel zu verbessern. Man sollte nicht zu schnell aufgeben.
    • Kofi
      Kofi
      Bronze
      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      Also bei mir wars so, ich hab letzten Sommer im August angefangen, bin dann irgendwann auf .5$/1$ gelandet (irgendwann zwischendurch 3 Monate Pause, weil ich kein Internet mehr hatte), aber auf .5$/1$ kamen dann irgendwann drei Wochen, in denen ich jede einzelne Session 30$ Verlust hatte, bis ich wieder bei den 150$ Starguthaben war und gesehen habe, dass ich nach einem halben Jahr Pokern noch nichts gewonnen hatte.

      Ich hatte dann keinen Bock mehr auf Fixed Limit und hab mit sehr guten Ergebnissen Shortstack angefangen und hab mich in den Semesterferien bis auf NL50 hochgespielt. Ingesamt eine Bankroll von 1000$ aufgebaut, aber dort liefs dann auch nicht mehr so doll: Break Even auf 20k und außerdem fing es dann auch an, langweilig zu werden. Da habe ich mir gedacht, ich fange wieder etwas mit Fixed Limit an, hab Artikel gelesen, Coachings gehört, und mich wieder an dier 25c/50c Tische gesetzt.

      Nun der Punkt worauf ich hinausmöchte: Ich merke, dass ich nach der Pause viel, viel besser spiele als je zuvor. Viel reflektierter, ich denke mehr über die Situationen nach, denke mehr (und besser) über die gegnerischen Hände nach, erkenne ihre Ranges besser und tilte weniger. Äußern tut sich das vor allem in tougheren Laydowns und weniger schlechten Calldowns, besserem Handreading und mehr auf-Gegner-Eingehen. Ich denke, auch wenn man es nicht merkt, und vielleicht gar nicht viel konkret dafür tut, man sammelt immer Erfahrung und irgendwann merkt man meistens, dass man einen großen Schritt weitergekommen ist.
    • hasu
      hasu
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 265
      Danke für eure ganzen Anmerkungen, macht einem doch wieder etwas Mut.
      Momentan geht es übrigens wieder ein bisschen aufwärts. :)