NL10 - Zeit vs Hände

    • Hesk
      Hesk
      Silber
      Dabei seit: 05.05.2008 Beiträge: 494
      Hallo!

      Einiges zu meiner Person steht auch hier: Alter Thread

      In den letzten 8 Monaten habe ich ca 43.000 Hände NL10 SH auf PokerHeaven gespielt.
      Meine Stats sind ca 20/18, mit ~7% 3-bet, 80% fold to steal, 70% c-bet.
      Meiner Meinung nach normale Werte.

      Öfters schon habe ich gelesen dass auf NL10 eher value-Poker gewinnbringend ist. Dies Versuche ich auch umzusetzen.
      Ich frage mich nur, wie es theoretisch ohne Glück möglich ist.

      Wenn man tight spielt bekommt man auch wenig Action mit guten Händen. Wenn ich also mit JJ+ raise und eine c-bet mache, dann werde ich in 95% der Fälle gecalled wenn der andere etwas besseres gefloped hat.
      Wenn man zb mit AQs im BU raised und es kommt ein K48 F, und der Gegner spielt ch/r oder ch/all-in, was soll man da schon groß machen außer folden?
      Es trifft quasi das Prinzip zu : "Wenn man trifft folden alle, wenn man nicht trifft wird man geraised".
      Wenn hierzu jetzt noch Pech kommt und man von 11 Allins in einer Session(mit der bessern Hand) 10 verliert, dann stell ich mir die Frage, wie man auf den Limit winning Player sein kann?

      Manche würden jetzt antworten, dass 43k Hände keine Samplesize ist, und es sich longterm lohnen wird.
      Nur wenn man so wie ich nur sehr wenig Zeit hat(ca 1-3 Stunden die Woche) und sich dann so ein Debakel über 8 Monate zieht, dann ist das schon sehr frustrierend.

      Ich frage mich nun, hat Poker nicht nur etwas mit richtigen Entscheidungen zu tun, sondern auch mit der Zeit? Kann ein Spieler mit durchschnittlich 5k Hände pro Monat winning Player werden wenn er nicht auf der glücklichen Seite steht?

      Wenn man rechnet dass manche Downswings über 100.000 Hände gehen können, dann sind dass bei 5k Hände pro Monat 1 Jahr und 8 Monate.
      Wenn man 1 Jahr und 8 Monate gute Enscheidungen trifft, und trotzdem am Ende mit Minus da steht, wie kann man dies psychisch wegstecken?
      Selbst nach meinen 8 Monaten mit -20 Stacks auf NL10sh habe ich ein Gefühl der Zeitverschwendung.
      Noch dazu kommt dass bei meinem BRM von 30 Stacks bald alles weg ist.

      Die einzige Hoffnung die mir bleibt:
      Gibt es einen Weg so viel über Poker zu lernen, dass man zb auf NL10sh so viel plus mit non-premium-Hands macht, dass alle bad beats ausgeglichen werden können?
  • 2 Antworten
    • uni05mz
      uni05mz
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 3.303
      43K ist jetzt noch nicht soo das Mördersample, und ich kenne auch PokerHeaven nicht.

      Was ich aber bei einer anderen Plattform sehe ist, daß da jede Menge Fische rumlaufen. Wird also bei PokerHeaven nicht viel anders sein.

      Wenn Du nach 43K im Minus bist, hast Du imo Leaks, an denen Du arbeiten solltest. Natürlich könnte es auch die Varianz böse mit Dir gemeint haben, aber mit nem soliden Gameplan auf NL10 kann ich mir das nicht vorstellen.

      Was ich Dir empfehlen kann ist die Videosereie von cram:

      http://de.pokerstrategy.com/video/9470

      Hast Du die schon gesehen _und_ verstanden?
    • Hesk
      Hesk
      Silber
      Dabei seit: 05.05.2008 Beiträge: 494
      Nein, hab ich mir noch nicht angesehen. Werd ich aber!