Super System

    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Ist hier noch jemand, der das Buch so schlecht findet, wie ich? Ist mir kürzlich beim nochmaligen überfliegen aufgefallen.

      Man merkt Brunson an, dass er zu der Zeit als das Buch geschrieben wurde, noch kein wirklich gutes mathematisches Verständnis des Spiels hatte, so wie es die heutigen, analytischen Onlinespieler entwickelten.
      Außerdem sind sehr viele Dinge einfach viel zu allgemein gehalten, nicht richtig tiefgehend erklärt...

      Dazu kommen noch Dinge die einfach komplett falsch sind. Auch ein Doyle Brunson kann mir nicht einreden, dass er seine Millionen damit gemacht hat, die "Cardrushes" korrekt zu erkennen und dementsprechend zu spielen.

      Wollte nur mal einen Thread dazu eröffnen, weil dieses Buch noch oft als "Die Pokerbibel schlechthin" dargestellt wird, vielleicht bin ich ja zu dumm dazu... :rolleyes:

      Thurisaz
  • 15 Antworten
    • KevinhoStar
      KevinhoStar
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2006 Beiträge: 5.663
      ich hab nur SS2

      habs aber noch nicht angefangen


      steht da der selbe müll drin? das mit dem cardrush beunruhigt mich jetzt etwas son blödsinn brauch ich mir ja nicht antun..
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Afaik ist der NLH-Teil in SS II identisch mit dem aus Teil I. Vor allem dieses Kapitel über die Cardrushes geht mir auf den Sack ("Wenn ich einen Pot gewinne, bin ich immer (!) auch im nächsten dabei, nur um zu sehn ob ich auf einem Cardrush bin"). Oder z.B. dass man beim Bottom Set generell vorsichtig vorgehen sollte, weil es von einem höheren Set dominiert sein könnte. Klar sagt er nicht dass man die kleinen Sets nicht spielen soll, aber dann immer darauf zu achten, dass man in einer Set over Set Situation sein könnte? Hm... Oder auf Seite 518f. werden Spitznamen von Pokerhänden genannt, so z.B. AQ - Doyle Brunson, mit der Fußnote "The A-Q has long been called 'Doyle Brunson' in Texas because I never play this hand."

      Den Rest fand ich jetzt auf die heutige Zeit bezogen auch nicht sonderlich hilfreich. Ist zwar kein kompletter Müll das Buch und zu seiner Zeit sicher das beste was man bekommen konnte, aber heute? Naja...

      Andere Meinungen?

      Thurisaz
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      Ich finde das Buch (Teil 1) eigentlich gar nicht schlecht.
      Man kann schön mal schnell was nachschauen wenn man eine heute nicht mehr so gebräuchliche Poker Variante spielen will.

      Im Gegensatz zu euch finde ich das NL Kapitel von Doyle Brunson sehr interessant. Insbesondere das Cardrush topic ist bemerkenswert. Es geht hierbei ja nicht darum sich einzureden, dass die Wahrscheinlichkeit gute Karten zu bekommen nachdem man einen grossen Pot gewonnen hat plötzlich grösser wird.
      Eine Motivation an der Stelle viele Hände zu spielen ist der Aberglaube der Gegner die an so etwas wie einen Cardrush glauben und gegen uns dann schlechter (passiv) spielen werden.
      Auch gegen gute Spieler existiert eine Motivation an dieser Stelle mehr Karten zu spielen. Diese werden oft denken das wir nur den Tisch überrennen wollen (was ja zutrifft) und uns dann keine gute Hand glauben wenn wir zufällig eine bekommen.
      Ich denke da bekommt man oft ganz gute Gelegenheiten seine Gegner zu tilten bzw. den Tisch zu dominieren was den Equity Nachteil an der Stelle mehr als wett machen sollte.

      Auch von dem AA/KK vs AK topic war ich eigentlich ganz angetan.
      Das Topic darüber wieso small connectors sich sogut spielen fand ich auch recht gelungen.

      Im Gegensatz zu euch empfinde ich gerade die vermeinliche Einfachheit des Buchs als eine seiner stärken. Denn z.B. die Sklansky Bücher finde ich an solchen Stellen oft recht nervig (obwohl ich alle Bücher von Sklansky die ich kenne gut finde), dort habe ich manchmal das Gefühl vor lauter Details den Blick auf das wesentliche zu verlieren.
    • xjimraketex
      xjimraketex
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 698
      Original von Thurisaz
      Ist hier noch jemand, der das Buch so schlecht findet, wie ich? ...

      Thurisaz
      ER HAT JEHOVA GESAGT!!!!

      nein mal ehrlich, hab das nicht komplett durchgelesen aber wenn man bedenkt, dass dieses Buch vor 30 Jahren geschrieben wurde soll es nicht verwundern, dass es mit heutiger Literatur nicht mithalten kann. Dennoch will ich nicht wissen, wieviele Pokerspieler in den 70er, 80ern und evtl noch anfang der 90er ihr spiel ENORM verbessert haben, allein durch die Lektuere dieses Buches.
      Und wenn ein Buch von Anfang an massig Jünger hat, und diesem Buch (erfolgreich) folgen, dann isses eben die Bibel! voellig egal ob das heutzutage noch aktuell ist...

      ist die Bibel heutzutage noch auf der hoehe der Zeit?
      glaubt jeder glaeubige alles was drin steht oder schiebt er "das muss man interpretieren" vor?
      frueher wurde die auch woertlich genommen...
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Ich sage nicht, dass das verwunderlich ist - eben deshalb weise ich ja darauf hin. Wie gesagt, sehr oft handhabt man dieses Buch noch als die Bibel des Pokers, die jeder gelesen haben muss - und das ist imo einfach nicht der Fall!

      @Orca: Brunson sagt sogar, dass "die Wissenschaftler" reden können so viel sie wollen, darüber, dass es keine Cardrushes gibt - er wisse es besser, weil er das Phänomen so oft beobachtet habe.

      Thurisaz
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Ok ich zitiere mal einen Teil aus dem Rush-Kapitel.

      There's only one world-class Poker player that I know of who doesn't believe in rushes. Well, he's wrong...and so are the "scientists". Besides, how many of them can play Poker anyway?

      If you want to take the money off...I mean, make a big score...then you've got to play your rushes. It's that simple.
      Any comments...?

      Thurisaz
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      Ok so genau hatte ich es nicht mehr in Erinnerung - da scheint der Brunson ja ein ziemlicher Fisch zu sein was wissenschaftliche Betrachtungen angeht ^^

      Aber das ändert trotzdem nichts daran das so eine Spielweise auch aus rationalen Gründen effiktiv sein kann und es zumindest nicht uninteressant ist auf diese Weise den Aberglauben des Standardfischs zu exploiten.

      Das Brunson selbts an diesen Unsinn glaubt macht die Spielweise für ihn wohl nur noch stärker da er dadurch seine Moves in einem 'card rush' überzeugender spielen wird als jemand der dem skeptisch gegenüber steht.
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Die Taktik die Brunson daraus entwickelt ist ja, immer im nächsten Pott zu sein, wenn er einmal einen gewonnen hat, um zu sehn ob er auf einem Rush ist - das hat nicht viel mit Exploitation von Fischen die an den Schmu glauben zu tun.

      Thurisaz
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.813
      Naja du musst das mal so betrachten, ein Gegner von Brunson der auch an cardrushes glaubt gibt ihm wahrscheinlich viel mehr credit auf eine gute Hand wenn er die Hand davor gewonnen hat.
      Wenn Brunson dann durchbettet will dieser Spieler nicht vor den anderen Fischen - die auch alle an cardrushes glauben - als Idiot dastehen und kann so leichter aus dem Pot rausgeblufft werden.
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      =)

      Das weiß ich ja alles, aber mir geht es mal hauptsächlich hier darum, zu sagen, was Brunson meinte - und da macht es einen gewaltigen Unterschied, ob er das von einer psychologischen, oder von einer metaphysischen Warte aus betrachtet, weil es seine Glaubwürdigkeit einfach drastisch beeinflusst.

      Man kann da sicherlich ein richtiges Konzept rein interpretieren, aber das ändert daran wie es gemeint war.

      Thurisaz
    • CBFunk
      CBFunk
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 1.934
      Wollt mir jetzt auch mal die "Poker-Bibel" zulegen:

      Meine Frage:
      Reicht es sich SSII zu holen?
      Scheint ja die überarbeitete Version von SSI zu sein (bin mir da aber nicht ganz sicher)

      edit: hat sich erledigt, 2 Posts weiter unten die Antwort gefunden :D
    • doubleJay
      doubleJay
      Black
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 6.232
      Original von CBFunk
      Wollt mir jetzt auch mal die "Poker-Bibel" zulegen:
      Dann kauf dir "Theory of Poker".
    • CBFunk
      CBFunk
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 1.934
      Original von doubblejaay
      Original von CBFunk
      Wollt mir jetzt auch mal die "Poker-Bibel" zulegen:
      Dann kauf dir "Theory of Poker".
      hab ich schon gelesen ;)
    • ulf
      ulf
      Black
      Dabei seit: 26.10.2006 Beiträge: 2.171
      Heute brauch man sich Supersystem eigentlich nicht mehr antun. Allein, dass das die 3 Pünktchen die Sätze immer abschließen.

      Man muss Doyle aber Credit geben, da er als erster Pokerstrategien zu Blatt gebracht hat.
      Hab das mit den Cardrushes auch nen bissel anders in Erinnerung gehabt, aber anscheinend glaubt er dran. Bzw. hat es früher.

      Also bei HSP hab ich nicht gesehn, dass er an Cardrushes glaubt.

      Übrigens finde ich die Einleitung von SSI geil, wo er von früher erzählt und ins business end der shotgun geguckt hat etc. Auf jeden Fall lesenswert. Ebenso seine Wunderheilung etc etc :D
    • vittinator
      vittinator
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 920
      also mir hat der zweite Teil eigentlich ganz gut gefallen - als erstes "Ernsthaftes" Pokerbuch.

      Desweiteren ist es ja kein reines NL Buch - und deswegen bereue ich den kauf auch heute keineswegs!

      des mit den Cardrushes weiß ich garnich mehr, aber wenn des da drin steht - Nuja :P