par fragen wegen preflop. SH

    • givemefive
      givemefive
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2011 Beiträge: 27
      Im Blueprint eBook steht bei preflop folgender Text.

      "Tight up your handrange, when you play against aggressive Villains"

      nach welchen aggressive werten soll ich mich richten.
      Als raiser nach 3bet und als limper nach preflopraise des Gegners?

      Und wie reagiere ich dann, wenn mich die Gegner reraisen?
      Mit JTs zum Beispiel kann ich ja schlecht callen, weil sehr selten die 20er Regeln angewant werden kann. Sie setzen die raisebet ziemlich hoch.
  • 9 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Vpip, Pfr, AF, 3-Bet, Isolationraise sind so die Stichworte. Ich persönlich würde das auch nicht über Stats festmachen wollen, sondern darauf wie der Gegner speziell auf mich reagiert - wenn ich mit 30/25 unterwegs bin und mein Gegner darauf reagiert indem er genau mich öfter 3-bettet, dann muss sich das nicht zwangsläufig in den Stats auffällig niederspiegeln, da er nur mich öfter 3-bettet.

      So Sachen wie die Call20 Regel sind Regeln, die für absolute Anfänger gemacht werden, damit sie eine Faustregel haben. In der Realität geht es viel stärker um Sachen wie Equity, Playability und Position

      => wenn mich jemand oft 3-bettet und ich T9s habe im Button, dann calle ich sehr häufig:

      1. ich erweitere meine 3-Bet Callingrange und demotiviere den Gegner grundsätzlich schonmal etwas mich weiterhin aggressiv zu 3-betten

      2. damit mein Call nicht unprofitabel wird, muss ich allerdings Postflop ausreichend oft den Gegner unter Druck setzen. Ich glaube das passive Spiel in 3-Bet Pots wird im Blueprint teilweise angesprochen - hier solltest du dich aber intensiv selber mal mit beschäftigen (Taschenrechner, die Foldequityformeln aus dem Buch, Equityberechnungen etc. sind hier die Stichwörter). Wichtige Dinge wie Floats, Equitycalls, Bluffshoves werden im Buch ja ausreichend tief beschrieben.


      Das Gegenspiel gegen gute aggressive Spieler ist mit sehr viel Varianz verbunden - ist aber notwendig heutzutage, wenn du nicht spätestens in den Lowstakes (NL100/200) signifikante Teile deiner Winrate einbüßen möchtest.
    • givemefive
      givemefive
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2011 Beiträge: 27
      Vpip, Pfr, AF, 3-Bet, Isolationraise sind so die Stichworte. Ich persönlich würde das auch nicht über Stats festmachen wollen, sondern darauf wie der Gegner speziell auf mich reagiert - wenn ich mit 30/25 unterwegs bin und mein Gegner darauf reagiert indem er genau mich öfter 3-bettet, dann muss sich das nicht zwangsläufig in den Stats auffällig niederspiegeln, da er nur mich öfter 3-bettet.


      Als limper würden dann PRF mehr eine Rolle spielen und als Raiser der 3-bet vom Gegner, right?

      So Sachen wie die Call20 Regel sind Regeln, die für absolute Anfänger gemacht werden, damit sie eine Faustregel haben. In der Realität geht es viel stärker um Sachen wie Equity, Playability und Position


      Das weiß ich schon. Nur 3betten manche sowas von hoch, dass ich mich frage, ob es nicht zu viele BB sind, was ich calle.


      p.s danke für dein Posting. Dich lese ich immer wieder gerne :)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Gegen Spieler die sehr hoch 3-betten werden Calls natürlich etwas unprofitabler, da Postflop sehr wenig Spielraum für Poker bleibt (schlechte Stack to Pot Ratios). In solchen Fällen würde ich mal schauen, ob die 3-Bet Blufffrequenz des Gegners nicht zu hoch ist und sich 4-Betshoves lohnen.

      Dazu lies dir mal folgenden Blogeintrag durch: http://cts687.livejournal.com/14591.html
    • Thunder1214
      Thunder1214
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2010 Beiträge: 921
      sorry, wenn ich kurz vom Thema abweiche: wo gibt es denn dieses Blueprint ebook????

      Danke
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Amazon und bei Dailyvariance.com
    • givemefive
      givemefive
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2011 Beiträge: 27
      Genau so einen Link habe ich gebraucht. Weil es steht nirgendwo ein Guide oder so, auch nicht im Blueprint, wie solche Situationen gehandhabt werden sollen.


      Was mir aber aufgefallen ist. Bei Blueprint wird zwischen passive/aggressive unterschieden. Im kostenlosen eBook für die Poker Community von Ryan Fee hingegen zwischen loose/tight inklusive kleine Stacks.


      Hältst du die Unterscheidung von passive/aggressive besser als loose/tight?

      by the way, ryan fee erwähnt auch nicht, wie man bei einem raise callen sollte.
      Zum Thema Limpen schreibt er vor allem auch nichts
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das Fee Buch ist ziemlich alt und pauschalisiert sehr häufig.

      Die Unterscheidung zwischen passiv und aggressiv ist die sinnvollste, ich glaube im Blueprint wird im Prinzip nur zwischen 3 Gegnertypen auf der Oberfläche unterschiedien

      1. schlechte passive Spieler

      2. schlechte aggressive Spieler

      3. gute (aggressive) Spieler
    • givemefive
      givemefive
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2011 Beiträge: 27
      mit schlecht meinst du wohl loose?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Nein, genauso wie es dort steht. Es gibt soviele Tags, die Postflop sehr aggressiv sind, aber ihre Range ziemlich unbalanciert halten und z.b. viel zu oft oder viel zu selten bluffen.
      Grade solche Spieler, die schlecht balancierte Ranges haben kann man unglaublich leicht exploiten. Die einfachste Gruppe ist natürlich der loose/aggeressive Fisch aka Maniac -> der überspielt bestimmte Teil seiner Range so häufig, dass man nicht viel machen muss. (wenn er zuoft blufft, dann kann man ihn rebluffen mit gewissen Teilen der eigenen Range bzw. sehr lighte Bluffcatchcalldowns machen; wenn er zu dünn valueraist (z.b. mit Midpairs), dann geht man halt mit einer weiteren Valuerange gegen ihn broke)

      Unter soliden Spielern wird im allgemeinen ein Spieler verstanden, der sehr kompliziert zu exploitende Ranges hat, weil ein Leak innerhalb der Rangegewichtung kaum aufzudecken ist.