Wohnung übernommen - Kein Mietvertrag

    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.076
      Hallo!

      Ich hab folgendes Problem:
      Bin vor 3 Jahren in eine WG gezogen und hatte da den Vermieter darüber informiert, dass ich dort jetzt auch wohne. Hauptmieter war ein Mitstudierender von mir (der steht auch im Mietvertrag).
      Nun ist der Hauptmieter letztes Jahr ausgezogen und ich hab dem Vermieter geschrieben, dass ich dort gerne weiter wohnen möchte und mir Mitbewohner suchen würde.
      Daraufhin kam von ihm nen Anruf, dass das okay sei und er vorbeikäme um einen neuen Mitvertrag zu machen.
      Nun, 1 Jahr später, haben wir immernoch keinen Mietvertrag und wollen ausziehen.
      Neulich kam dann der Vermieter und wir haben mit ihm alles Mögliche besprochen.
      Dort meinte er dann, dass für uns der alte Mietvertrag gelte und außerdem auch das Übergabeprotokoll von vor 4 Jahren, in dem die Wohnung als top renoviert beschrieben ist.


      cliffs:
      Wohnung übernommen
      kein Mietvertrag
      Vermieter meint: Mietvertrag und Übergabeprotokoll vom Vorgänger gelten für uns


      Nun ist die Frage:
      Gelten wirklich der alte Mietvertrag und das Übergabeprotokoll unserer Vorgänger?
      Wie sieht es mit Schönheitsreparaturen aus?

      Grüße
  • 17 Antworten
    • pg89
      pg89
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 6.150
      Bin kein anwalt oder so, also das ist jetzt nur meine meinung:

      Der mietvertrag wurde zwischen dem vermieter und deinem ehemaligen mitbewohner geschlossen, du hast damit nicht zu tun und musst den vertrag theoretisch auch garnicht kennen. Dieser vertrag wurde dann ja auch beendet, als dein mitbewohner ausgezogen ist.
      Ich denke es gelten jetzt irgendwelche standards, wie die aussehen und ob das für dich gut oder schlecht ist weiß ich allerdings nicht. Ich denke du wirst nicht um professionelle rechtsberatung von einem anwalt herumkommen.

      Wobei du echt mal hättest nachfragen können was denn mit dem vertrag ist, nachdem der vermieter sich nicht mehr gemeldet hat :D
    • Duyejo
      Duyejo
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2010 Beiträge: 528
      Ja er gilt,Schönheitsreparaturen müssen von euch wie im Mietvertrag angegeben übernommen werden ( schau mal auf die intervalle die angegeben wurden ).In dem Fall würde ich mich beim Vermieter bedanken und bei deinem ehemaligen Mitbewohner rein rechtlich gesehen muss er ebenfalls für die Schönheitsreparaturen aufkommen , wenn ihr aber wirklich nicht im Mietvertrag als Mitmieter stehen solltet dann muss er sogar ganz alleine dafür aufkommen :coolface:
    • derch3f
      derch3f
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.06.2011 Beiträge: 452
      grundsätzlich ist ein mündlicher vertrag ja genauso gültig wie ein schriftlicher
      die haupt frage ist meiner ansicht nach nun: gilt in deinem fall nun der vertrag vom anderen mieter, oder gilt das was das gesetz standardmäßig vorgibt
      diesbezüglich würde ich mir aber professionelle hilfe holen ;)
    • MainEvent89
      MainEvent89
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2011 Beiträge: 413
      Wenn du SCHRIFTLICH nicht irgendwo festgehalten bist, dann kannste einfach Deine Sachen packen und gehen.
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von MainEvent89
      Wenn du SCHRIFTLICH nicht irgendwo festgehalten bist, dann kannste einfach Deine Sachen packen und gehen.
      unsinn...


      pg89 hats im wesentlichen erfasst. der konkrete vertrag gilt siche rnicht für dich, sofern du nicht drinstehst.
      jedoch kann ein vertragsabschluss auch mündlich geschehen. das ist hier wohl passiert. insoweit wäre wohl die anwendung eines standardmietvertrages mit seinen entsprechenden klauseln am naheliegendsten.
    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.076
      Original von Tezet
      Original von MainEvent89
      Wenn du SCHRIFTLICH nicht irgendwo festgehalten bist, dann kannste einfach Deine Sachen packen und gehen.
      unsinn...


      pg89 hats im wesentlichen erfasst. der konkrete vertrag gilt siche rnicht für dich, sofern du nicht drinstehst.
      jedoch kann ein vertragsabschluss auch mündlich geschehen. das ist hier wohl passiert. insoweit wäre wohl die anwendung eines standardmietvertrages mit seinen entsprechenden klauseln am naheliegendsten.
      Also gilt hier dann ein mündlicher Mietvertrag und somit sind die Reglungen des BGB anzuwenden. Richtig?
      Danach wäre ich nicht verpflichtet Schönheitsreparaturen durchzuführen.
      (Schäden durch Absicht/Vorsatz/Fahrlässigkeit mal außen vorgenommen.)

      Es geht mir hier nicht darum, dem Vermieter einen reinzuwürgen, der ist ganz umgänglich. Nur seine Aussage, dass der alte Vetrag und das Übergabeprotokoll für mich gelten, hat mich etwas stutzig gemacht.

      Danke schonmal für die Antworten bisher =)
    • vvolf69
      vvolf69
      Global
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.064
      ihr habt also ein jahr dort gewohnt und habt das alte mietverhältnis weitergeführt ohne ein neues zu begründen? - hört sich für mich nach einem beiderseitigen stillschweigenden einverständnis an womit der alte vertrag tatsächlich noch gültig wäre. ausdrücklich namentlich mußt du nicht in dem ursprünglichen vertrag drinstehen dazu.

      nen anwalt aufsuchen kann nicht schaden wenn du dich streiten willst. du solltest dann halt deinen vormieter mal anhauen das er dir ne kopie des mietvertrages und des übergabeprotokolls gibt.

      wobei ich abernicht verstehe warum. wenn dein vermieter umgänglich ist dann sprecht es halt durch, macht die bude sauber und streicht halt wände mal an nem tag wenn ihr ausgezogen seit. drei eimer farbe sind den aufstand nicht wert.

      edit: will noch anmerken das du auch wenn der vertrag stillschweigend weitergeführt wurde, du natürlich nur für die durch abnutzung in dem einen jahr notwendigen schönheitsreperaturen verantwortlich bist. ob die klausel in dem vertrag formell gültig ist, schönheitsreperaturen sind sehr strittig, kann dir nur ein anwalt nach prüfung des vertrages sagen.
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.728
      Original von TimeHasCome
      Original von Tezet
      Original von MainEvent89
      Wenn du SCHRIFTLICH nicht irgendwo festgehalten bist, dann kannste einfach Deine Sachen packen und gehen.
      unsinn...


      pg89 hats im wesentlichen erfasst. der konkrete vertrag gilt siche rnicht für dich, sofern du nicht drinstehst.
      jedoch kann ein vertragsabschluss auch mündlich geschehen. das ist hier wohl passiert. insoweit wäre wohl die anwendung eines standardmietvertrages mit seinen entsprechenden klauseln am naheliegendsten.
      Also gilt hier dann ein mündlicher Mietvertrag und somit sind die Reglungen des BGB anzuwenden. Richtig?
      Danach wäre ich nicht verpflichtet Schönheitsreparaturen durchzuführen.
      (Schäden durch Absicht/Vorsatz/Fahrlässigkeit mal außen vorgenommen.)

      Es geht mir hier nicht darum, dem Vermieter einen reinzuwürgen, der ist ganz umgänglich. Nur seine Aussage, dass der alte Vetrag und das Übergabeprotokoll für mich gelten, hat mich etwas stutzig gemacht.

      Danke schonmal für die Antworten bisher =)
      Natürlich jetzt nur Halbwissen, aber würde nicht normalerweise der alte Mietvertrag als Vergleich herangezogen werden?
      Ich nehme mal stark an, dass dir ohnehin nur der vorgelegt worden wäre und du ja auch akzeptiert hättest.
    • TimeHasCome
      TimeHasCome
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 1.076
      Original von FiftyBlume
      Original von TimeHasCome
      Original von Tezet
      Original von MainEvent89
      Wenn du SCHRIFTLICH nicht irgendwo festgehalten bist, dann kannste einfach Deine Sachen packen und gehen.
      unsinn...


      pg89 hats im wesentlichen erfasst. der konkrete vertrag gilt siche rnicht für dich, sofern du nicht drinstehst.
      jedoch kann ein vertragsabschluss auch mündlich geschehen. das ist hier wohl passiert. insoweit wäre wohl die anwendung eines standardmietvertrages mit seinen entsprechenden klauseln am naheliegendsten.
      Also gilt hier dann ein mündlicher Mietvertrag und somit sind die Reglungen des BGB anzuwenden. Richtig?
      Danach wäre ich nicht verpflichtet Schönheitsreparaturen durchzuführen.
      (Schäden durch Absicht/Vorsatz/Fahrlässigkeit mal außen vorgenommen.)

      Es geht mir hier nicht darum, dem Vermieter einen reinzuwürgen, der ist ganz umgänglich. Nur seine Aussage, dass der alte Vetrag und das Übergabeprotokoll für mich gelten, hat mich etwas stutzig gemacht.

      Danke schonmal für die Antworten bisher =)
      Natürlich jetzt nur Halbwissen, aber würde nicht normalerweise der alte Mietvertrag als Vergleich herangezogen werden?
      Ich nehme mal stark an, dass dir ohnehin nur der vorgelegt worden wäre und du ja auch akzeptiert hättest.
      Ich bin ja, als ich mich dazu entschieden hab, dort weiter zu wohnen, davon ausgegangen, dass ich einen neuen Mietvertrag bekomme.
      Grundlage war also meiner Meinung nach ein neuer Vertrag und nicht der alte.
      Und der Vermieter muss ja ebenfalls davon ausgegangen sein, weil er ja gesagt hat, dass er vorbeikommt, um einen neuen Vertrag zu machen.
    • vvolf69
      vvolf69
      Global
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.064
      Original von TimeHasCome
      Ich bin ja, als ich mich dazu entschieden hab, dort weiter zu wohnen, davon ausgegangen, dass ich einen neuen Mietvertrag bekomme.
      Grundlage war also meiner Meinung nach ein neuer Vertrag und nicht der alte.
      Und der Vermieter muss ja ebenfalls davon ausgegangen sein, weil er ja gesagt hat, dass er vorbeikommt, um einen neuen Vertrag zu machen.
      also ganz langsam...

      du hast dich ein jahr lang nicht darum gekümmert, genau wie der vermieter. ihr habt in der zeit beide das alte mietverhältnis fortgesetzt. das nennt man stillschweigendes einverständnis. der late mietvertrag hat somit noch bestand.

      das übergabeprotokoll von sonstwann ist uninteressant eigentlich. der vermieter kann dich nur für die zeit in der du der mieter warst zu schönheitsreperaturen heranziehen.

      grundsätzlich ist die abnutzung der mietsache durch die miete abgegolten. weiterhin obliegt es dem vermieter die mietsache, in dem falle die wohnung in einem vermietbaren, heißt bewohnbaren zustand zu halten.

      größere renovierungen und reperaturen kann er von dir daher nicht einfordern.

      es ist möglich durch eine klausel im mietvertrag den mieter an dieser erhaltung des zustandes zu beteiligen. das sind die sogenannten schönheitsreperaturen.

      der begriff der schönheitsreperaturen ist aber sehr eng gefaßt und geht über die erwähnten drei eimer farbe nicht hinaus. heißt du bist maximal verpflichtet die wände zu tapezieren und zu streichen, sowie türen und fenster im innenbereich der wohnung zu streichen. alles andere ist sache des vermieters auch wenn im vertrag was anderes steht. die durchführung dieser renovierung ist im übrigen deine sache, heißt du kannst das selbst machen und der vermieter hat nicht das recht eine firma damit zu beauftragen und dir die rechnung zu schicken.
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.622
      Spontan würde ich sagen, dass du nicht in den alten Mietvertrag eingetreten bist. Du hattest nur eine mündliche Absprache getroffen und wenn ich mich nicht irre, wurde der alte Vertrag mit dem Formerfordernis des § 550 BGB abgeschlossen. Dementsprechend muss auch der Mieterwechsel in Schriftform stattfinden.

      Fragen musst du dich, ob du einen mündlichen Vertrag abgeschlossen hast, der die ursprünglichen Vereinbarungen die auch dein Vormieter getroffen hat, zum Inhalt hat. Dagegen kannst du natürlich anführen, dass du den Inhalt überhaupt nicht kanntest, bzw. nur wusstest, welchen Mietzins du entrichten musst.

      Ist dem so, kann man davon ausgehen, dass die gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 535 I, 538 BGB, greifen und entsprechende "Schönheitsreparaturen" vom Vermieter zu tragen sind.
    • vvolf69
      vvolf69
      Global
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 1.064
      Original von Indy1701e
      Spontan würde ich sagen, dass du nicht in den alten Mietvertrag eingetreten bist. Du hattest nur eine mündliche Absprache getroffen und wenn ich mich nicht irre, wurde der alte Vertrag mit dem Formerfordernis des § 550 BGB abgeschlossen. Dementsprechend muss auch der Mieterwechsel in Schriftform stattfinden.

      Fragen musst du dich, ob du einen mündlichen Vertrag abgeschlossen hast, der die ursprünglichen Vereinbarungen die auch dein Vormieter getroffen hat, zum Inhalt hat. Dagegen kannst du natürlich anführen, dass du den Inhalt überhaupt nicht kanntest, bzw. nur wusstest, welchen Mietzins du entrichten musst.

      Ist dem so, kann man davon ausgehen, dass die gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 535 I, 538 BGB, greifen und entsprechende "Schönheitsreparaturen" vom Vermieter zu tragen sind.
      vorsicht... das war ne wg. op kann vorher schon im alten mietverhältnis drin gewesen sein auch wenn er nicht im mietvertag stand. da würde schon ausreichen wenn die anzahl der personen im mietvertrag aufgeführt ist. auch ein untermietverhältnis würde darauf basieren.

      bei dem mündlichen vertrag wird es schwer daraus ein komplett neues mietverhältnis und einen komplett neuen mietvertrag abzuleiten. zum einen sind änderungen der mietbedingungen nicht dokumentiert zum anderen steht da im streitfall einfach aussage gegen aussage. die von dir angemerkten einreden kann er natürlich machen, nur hat er sich halt ein jahr lang nicht darum gekümmert, was halt einem einverständnis gleich kommt. den teil nehme ich natürlich zurück wenn op mehrfach erfolglos den neuen mietvertrag angemahnt hat und das belegen kann. das wäre dann ein versäumnis des vermieters.
    • Kraterspalter
      Kraterspalter
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 4.825
      Wenn sowas gibt bei euch, einfach in den Mieterverein eintreten und die das regeln lassen.
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von vvolf69
      also ganz langsam...

      du hast dich ein jahr lang nicht darum gekümmert, genau wie der vermieter. ihr habt in der zeit beide das alte mietverhältnis fortgesetzt. das nennt man stillschweigendes einverständnis. der late mietvertrag hat somit noch bestand..
      da wird kein altes mietverhältnis fortgesetzt! die alten mietverhältnisse bestanden zwischen V und Haupt-M und zwischen Haupt-M und Unter-M (Op).
      Man kann nicht Hinz und Kunz in den Verträgen hin und her schieben.

      Und das stillschweigende Einverständnis lautete sicher nicht "ich setze einen Vertrag fort, der mir die Lasten des ehemaligen HM aufbürdet und den ich eventuell nichtmal im Detail kenne".
      Da ist es wohl naheliegender zu sagen, dass sich das stillschweigende Einverständnis darauf bezieht, dass der Mietvertrag nur mündlich gefasst ist. Der ist erstmal ganz spartanisch mit den Hauptpflichten besetzt, die in der Überlassung der Mietsache auf der einen Seite und der Entrichtung der Miete auf der anderen Seite besteht. Alles was drumherum fehlt ist am ehesten durch die gesetzlichen Standards zu ergänzen. Es wird hier ein vollkommen neues Mietverhältnis begründet!

      Anderes ließe sich bestenfalls dann sagen, wenn Op ganz deutlich zeigt, dass er diesen bestimmten alten Mietvertrag in seiner konkreten Form fortführen will.
      Das ist hier aber definitiv nicht der Fall. Vielmehr hieß es von beiden Parteien "es gibt einen neuen Mietvertrag".
    • Dustwalker
      Dustwalker
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 5.608
      Vertag -> ja, auch muendlich wenn du zustimmst.
      Übergabeprotokol -> ist ohne deine Unterschrift als solches erstmal wertlos.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Ich würde sagen anhand von OPs Post kann man einfach nicht genau sagen, was für ein Mietvertrag damals bestand beim Einzug. Wenn wirklich nur der eine Typ als Hauptmieter drinnen steht, dann müssten für die anderen beiden zwei Untermietverträge gelten. Die sind hnfällig geworden mit dem Auszug des Hauptmieters und ist ein neuer Mietvertrag zwischen Vermieter und OP entstanden.

      Da dieser nicht schriftlich festgehalten wurde, gelten die Inhalte des BGB und sonst keine extra Klauseln, einen Art Standard-Mietvertrag, der hier gelten würde, gibt es nicht.
      Im BGB steht ebenfalls, dass der Vermieter für Schönheitsreperaturen, etc. selbst aufkommen muss.
      Die Kündigung sollte trotzdem schriftlich erfolgen.
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.622
      Original von TheKami
      Ich würde sagen anhand von OPs Post kann man einfach nicht genau sagen, was für ein Mietvertrag damals bestand beim Einzug. Wenn wirklich nur der eine Typ als Hauptmieter drinnen steht, dann müssten für die anderen beiden zwei Untermietverträge gelten. Die sind hnfällig geworden mit dem Auszug des Hauptmieters und ist ein neuer Mietvertrag zwischen Vermieter und OP entstanden.

      Da dieser nicht schriftlich festgehalten wurde, gelten die Inhalte des BGB und sonst keine extra Klauseln, einen Art Standard-Mietvertrag, der hier gelten würde, gibt es nicht.
      Im BGB steht ebenfalls, dass der Vermieter für Schönheitsreperaturen, etc. selbst aufkommen muss.
      Die Kündigung sollte trotzdem schriftlich erfolgen.
      Es gibt folgende Arten, bei einem WG Mietverhältnis:
      1. Vermieter schließt mit einem Mieter einen Vertrag und die restlichen Mieter sind Untermieter dieses Mieters
      2. Vermieter schließt mit jedem Mieter einen eigenen Vertrag oder
      3. Vermieter schließt mit den Mietern einen Vertrag (evtl. sind die Mieter dann eine GbR).

      Das Problem an diesem Fall ist, dass man das Gespräch am Telefon entsprechend auslegen muss. Es wird Richter geben, die sehen darin einen völlig neuen Vertrag (so wie ich das auch sehen würde, beachte aber, dass das Formerfordernis sich nur auf die Kündigungsfristen auswirkt), es gibt aber auch Leute, die sehen darin einen Vertrag, auf den die urspr. Vereinbarungen Anwendung finden sollen, in dem Fall würden auch die Zusatzklauseln greifen.

      Letztendlich bleibt hier nichts anderes übrig, als der Gang zum Anwalt und auch dieser muss mit seiner Meinung nicht ins Schwarze treffen. Persönlich würde ich die Sache erst mit dem Vermieter klären, wenn sich der quer stellt, kann man immer noch an rechtliche Schritte denken.

      Edit: bzgl. Übergabeprotokoll: Es kommt drauf an. Wird es von beiden Parteien unterschrieben und lässt es dir der Vermieter zukommen, entfaltet es auch Wirkung nach außen. Unterschreibt es nur der Vermieter, dann steht es für die Ansicht des Vermieters, sollten z.B. keine Mängel festgehalten sein, kann sich der Vermieter auch darauf berufen, sollte der Vermieter nachträglich Mängel geltend machen.
      Ist aber auch die Unterschrift der Mieters auf dem Dokument, kann der Vermieter auch sagen, dass der Mieter dem Inhalt zugestimmt hat. Dies sollte hier aber nicht der Fall sein, da du nicht unterschrieben hast.