ständiger Downswing

    • Generat10n88
      Generat10n88
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2011 Beiträge: 105
      Hallo Leute,

      zur Zeit geht es nur Berg ab. Ich habe seit 21 August eine Down phase die mich echt verzweifeln lässt.

      Da ich jetzt erst seit März 2011 richtig angefangen habe zu Pokern bin ich immer noch Anfänger versuche aber durch das fast tägliche Spielen mich zu verbessern.

      Am Anfang lief es eigentlich super habe immer kleine Stacks gewonnen und konnte mich meistens immer im plus halten und nur wenig verlieren. Spiele zur Zeit NL 0,01/0,02 und einen Tisch 0,02/0,04.

      Aber seit dem 14 August geht irgenwie gar nix mehr mein Rekord minus an dem Tag 21 Dollar und zwar mit Händen wie AA, KK, AK.

      Ich verliere sehr viel gegen einen Flush die Gegner callen mit jeder Hand und bleiben meist bis zum River egal wieviel man setzt.

      Beispiel:

      Blinds 0,01/0,02

      Hero: A :diamond: K :heart: Raise auf 8
      Gegner: 4 :club: 7 :club: call 8
      alle anderen folden

      Flop: K :club: 5 :heart: 10 :club: Hero Raise 8
      Turn: 7 :spade: Hero raise 16
      River: 9 :club: Hero Raise All In

      auf dem Flop treffe ich two pair und er einen flush draw.

      Hatte ich vor dem flop noch mehr Raisen müssen oder sollen???

      Hätte ich passiver spielen müssen oder noch aggressiver???

      Ist ein bisschen umständlich die Handhistory bin in der Arbeit anders gehts gerade nicht.

      Ich halte mich immer an die vorgegebene Strategie die ich auf Strategy gelernt habe. Nur ich komme einfach zur Zeit nicht mehr ins plus und wenn ich mal was gewonnen habe dann einige Zeit später verlier ich dann wieder fast alles.

      Was kann ich da gegen tun wahrscheinlich nichts oder???

      Was macht Ihr bei solchen Phasen???

      Brauche Ratschläge bitte, schonmal danke.

      Grüße
  • 17 Antworten
    • e306
      e306
      Black
      Dabei seit: 31.01.2007 Beiträge: 847
      am flop größer betten, am turn größer betten, am river kommen ALLE draws an - da würde ich nicht mehr so aggressiv spielen.

      außerdem hast du am flop kein 2pair
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676

      Am Anfang lief es eigentlich super habe immer kleine Stacks gewonnen und konnte mich meistens immer im plus halten


      Das geht ALLEN hier so. Diejenigen, die direkt verlieren, von denen hört man logischerweise nichts. Wichtig: Dies sagt nichts über deinen Skill aus.

      Aber seit dem 14 August geht irgenwie gar nix mehr mein Rekord minus an dem Tag 21 Dollar und zwar mit Händen wie AA, KK, AK.


      Die Edge beim Pokern ist sehr gering. Wenn man dann an Tagen AA, KK, AK verliert, ist es schwer noch ins Plus zu kommen. Wichtig ist, dass du die Hände richtig spielst. 2 Wochen Downswing ist nichts.

      zur Hand:

      Was willst du mit deinem AI Raise am River erreichen? Du hast nicht 2pair sondern Top-pair. Mit der 9 :club: kommen zwei gefähriche Draws an: Der Flush und der OESD mit QJ. Es werden dich nur bessere Häde callen. Du musst dich fragen, was called den Flop und den Turn?! Warum raised er nicht? Warum foldet er nicht? Ich empfehle dir aber das Handbewertungsforum. Da bekommst du bessere Hilfe.
    • Generat10n88
      Generat10n88
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2011 Beiträge: 105
      alles klar versuche das mal vielleicht klappts ja dann besser.

      und ich weiß ich habe nur ein paar getroffen
    • Duyejo
      Duyejo
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2010 Beiträge: 528
      den river haste overplayed alle draws die kommen können sind da da kannste nich pushen
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ein Anfang wäre es hier denke ich mal über deine eigene Range nachzudenken.

      1. Überleg dir mal welche Hände du hier theoretische alle valuebetten könntest

      2. Wenn du dir deine Valuebettingrange auf einer Leiter vorstellst (und die schwächsten Hände unten sind und die stärksten oben) - wo auf dieser Leite befindet sich auf genau diesem River AK?
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676
      Original von Ghostmaster
      Ein Anfang wäre es hier denke ich mal über deine eigene Range nachzudenken.

      1. Überleg dir mal welche Hände du hier theoretische alle valuebetten könntest

      2. Wenn du dir deine Valuebettingrange auf einer Leiter vorstellst (und die schwächsten Hände unten sind und die stärksten oben) - wo auf dieser Leite befindet sich auf genau diesem River AK?
      Glaubst du es ist besser sich über seine eigene Range Gedanken zu machen? Das denke ich nicht!

      1. Level: Wie stark ist meine Hand
      2. Level: Wie stark ist die Hand/Range des Gegners
      3. Level: Wie stark ist meine Range

      1. Level: Finde ich schwer zu beantworten. Draws haben uns alle einen eingeholt. Gegen MHs sind wir häufig vorne. cc ist negative Freeroll. Im FL wäre das wohl ein bet/call. Hier bet/fold??
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wenn du nicht weisst wo du dich in deiner eigenen Range grade befindest, wie willst du dann eine Entscheidung treffen, wenn du die Range deines Gegners nicht genau kennst?
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676
      Original von Ghostmaster
      Wenn du nicht weisst wo du dich in deiner eigenen Range grade befindest, wie willst du dann eine Entscheidung treffen, wenn du die Range deines Gegners nicht genau kennst?
      ich bewerte meine relative Handstärke undabhängig davon, wie stark meine Range ist. Ist ja auch egal, wenn der Gegner eh nicht drauf achtet, sondern nur seine Hand sich anschaut.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Wovon machst du deine relative Handstärke denn abhängig, wenn du ein starkes Informationsdefizit gegenüber der gegnerischen Range hast?
    • BoneCS
      BoneCS
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2006 Beiträge: 5.454
      Original von Ghostmaster
      Wovon machst du deine relative Handstärke denn abhängig, wenn du ein starkes Informationsdefizit gegenüber der gegnerischen Range hast?
      ich schätz mal vom board
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676
      Ich bin mir nicht sicher, ob wir aneinander vorebi reden. Fakt ist doch, man mss genau 1 Level weiter denken als der Gegner . Auf dem Limit spielen imo die meisten nach der absoluten Handstärke. Sowie der OP hier auch. Dass sein TPTK plötzlich nicht mehr allzu viel wert ist, bemerkt er nicht. Also ist das, der erste Schritt: was ist meine HAnd wert, nicht meine Range. Der zweite Schritt ist, die Range des Gegners einzuschätzen. Die dritte dann die EQ der eigenen Hand gegen die, der Gegner.Mit diesem Wissen schaffe ich es FL bis einschließlich 3/6$ zu schlagen. Zu viel habe ich damit verschwendet, was der Gegner über meine Range denkt. Das tun die guten, gegen die spiele ich aber nicht, sondern ich spiele gegen die Fische. Reicht locker für die Micros. Und wie BoneCS gesagt hat: die relative Handstärke mache ich vom Board abhängig. Perceived Range ist imo was für die MidStakes.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      wenn es einem darum geht genau 1 Level weiter zu denken als der Gegner und wir (zu Recht) davon ausgehen, dass der typische Microstakes Reg auf Level 1 spielt (seine absolute Handstärke), so müssen wir also rausfinden wie stark seine Range ist und dann abschätzen wie gut unsere Hand dagegen aussieht.

      Aber um dies tun zu können müssen wir über seine Range nachdenken und ich glaube nicht, dass es möglich ist sinnvoll über Ranges nachzudenken, wenn man damit nicht bei sich selber anfängt, denn hier kennt man die Range (hoffentlich^^) die man spielt und muss nicht raten und kann eben von dieser bekannten Basis aus starten.

      Sparen kann man sich dabei in der Tat die Überlegung wie gut unsere Range in dem spot aussieht und wie stark unsere Hand innerhalb unserer Range ist. Dies wird erst wichtig, wenn man spieltheoretische Überlegungen in sein Spiel einbezieht, bzw. der Gegner eben selber mind. auf Level 2 ist, also über unsere Hand bzw. Range nachdenkt.

      Von daher würde ich als Kochrezept vorschlagen:
      immer überlegen wie man selber an Stelle von Villain spielen würde, um in der Hand zu bleiben: womit kann man pre, am Flop und am Turn callen und was davon callt oder raist den River? (wobei es hilfreich sein kann die Grenzen hier offen zu halten, also nur weil man selbst mit nem draw eventuell am Turn foldet, weil die odds nicht ganz reichen, foldet Villain vielleicht nicht auch...)
      Damit sollte man relativ schnell dazu kommen, dass AK eben bestenfalls marginal ist in dem spot und sehr viele Hände besser sind am River und nachdem man 2x klein gesetzt hat auf die mit Abstand schlechteste Karte im Deck (im doppelten Sinne: die beste für Villains Range und die schlechteste für unsere Hand) als große Overbet all in zu gehen fatal ist und nur möglich, wenn man gar nicht über Villains Range nachdenkt, sondern nur TPTK = Nuts denkt.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.676
      jo scoop so sehe ich das auch. Bis auf einem Punkt: ich habe immer über die Range des Gegners nachgedacht, weil die für mich existent war und ist in Handbewertungen. Meine Hand kenne ich ja. Darüber, wie sie auf den gegner wirkt, mache ich mir erst mittlerweile Gedanken.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ok, dann hatte ich dich nur missverstanden und wir wollen beide dasselbe. :)

      Hinzufügen kann ich noch, dass es eine Gefahr ist wenn man anfängt über diese Dinge intensiv nachzudenken davon auszugehen, dass der Gegner das auch macht, also eben mind. Level 2 spielt, wenn nicht sogar Level 3... :rolleyes:
      Und man dann eben auf Level 3 oder 4 switched. Weil man dann plötzlich zum Fisch wird, wenn man die spots overthinked.
      Was nützt es, wenn ich seine Range auf 2 Hände genau eingrenzen kann am River und weiß, dass meine Range in dem spot, wenn ich hier shove 5 von 6 Mal ahead ist gegen ihn, wenn ich dann die eine Hand (nen busted FD) auch shove gegen die er vorne ist, wenn er so oder so callt, weil er TPTK hat und sich keine weiteren Gedanken macht?
      "Eigentlich" ist sein play katastrophal und würde er über meine Range nachdenken und sie richtig einschätzen müsste er am River immer folden, aber da er eben all dies nicht macht ist nicht er sondern bin ich der Fisch, wenn ich ne Hand reinstelle gegen die er vorne ist, wenn er eben aufgrund absoluter Handstärke (fast) immer callt...

      Von daher: so wie man gegen unknown auf diesen stakes dringend davon ausgehen sollte, dass 3bets immer for value sind, so sollte man auch gegen solide scheinende Regs davon ausgehen, dass sie dennoch nur auf Level 1 spielen, es sei denn man hat wirklich gute und belastbare Gründe etwas anderes anzunehmen, alles andere wird teuer^^
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Wie bereits von mehreren gepostet, denke ich nicht, dass es auf den Nanostakes notwendig ist sich großartig Gedanken zu machen, wie der Gegner unsere Range einschätzen könnte.

      Bei der Hand reichen folgende Gedankengänge.
      Preflop: starke Hand --> wir raisen (4bb)
      Flop: Toppair Top Kicker = relativ starke aber verwundbare Hand, da Straight- und Flushdraws möglich sind --> wir betten hart for value und protection (= knapp unter Potsize, in diesem Fall wohl 15c anstatt 8c)
      Turn: eine Karte, die wenig ändert; wir sind immer noch gegen die meisten Hände klar vorne --> wir betten nochmals hart for value und protection
      River: eine sehr gefährliche Karte, weil wie bereits gesagt alle Draws angekommen sind; wenn wir hier all-in gehen ist das Geldverbrennen: Der Gegner wird halt in den meisten Fällen nur bessere Hände callen (ev. sogar ausschließlich bessere HÄnde und ein paar schlechtere wie 75 folden) --> mit dem Push verlieren wir das Maximum!


      Natürlich ist das was ghostmaster sagt richtig und (gegen gute Gegner) wichtig. Aber für einen Anfänger auf NL2 ist erstmal grundlegend
      a) einschätzen zu können wie stark seine eigene Hand (relativ zu Board und Actions gesehen) ist (in dem Fall zu sehen, dass der River extrem schlecht für die eigene Hand ist)
      b) gegen die vielen Fische seine starken Hände (solange sie noch stark sind^^) hart valuezubetten (in dem Fall Flop und Turn ordentlich groß zu setzen
    • Mar0
      Mar0
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2005 Beiträge: 1.144
      Auf den Micros callen die echt jeden Scheiss.
      Du kriegst die Leute kaum aus der Hand da kannst echt bis zum River durch 90-100 % PoT-Size betten.
      Der River ist halt echt ätzend wüsste auch nicht was ich da machen würde.
      Blockerbet, Normalbet oder check call ?
      So aus dem Stehgreif würd ich

      Gegen Tag Blocker, gegen LAG check call und gegen Passive Gegner Bet fold.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Natürlich ist das was ghostmaster sagt richtig und (gegen gute Gegner) wichtig. Aber für einen Anfänger auf NL2 ist erstmal grundlegend
      a) einschätzen zu können wie stark seine eigene Hand (relativ zu Board und Actions gesehen) ist (in dem Fall zu sehen, dass der River extrem schlecht für die eigene Hand ist)
      b) gegen die vielen Fische seine starken Hände (solange sie noch stark sind^^) hart valuezubetten (in dem Fall Flop und Turn ordentlich groß zu setzen


      Damit man letztendlich verstehen kann wie ein Exploit gegen bestimmte Gegnertypen funktioniert ist es wichtig, dass man seine eigene Range kennt und weiss man mehr oder weniger korrekt spielt.
      Davon ausgehend wird es wesentlich einfacher zu verstehen wieso man gegen bestimmte Gegnertypen am River betten sollte, gegen bestimmte Gegnertypen folden sollte oder sonstwas macht.

      Man braucht eine Grundlage, um seine Entscheidungen zu erklären und dabei geht nicht darum wie der Gegner unsere Range liest, sondern schlichtweg wie unsere eigene Range in Relation zum Board aussieht. Wenn ich am River nicht weiss mit welcher Range ich ankomm und wie stark AK relativ betrachtet zu meiner eigenen Range ist, wie will ich dann eine Entscheidung treffen, ob ich jetzt checke, bette oder sonstwas tue?

      a) anscheinend ist es nicht so einfach zu sehen wie stark die eigene Hand überhaupt ist. Dies erkennt man aber schnell, wenn man sich mal überlegt, dass man hier am River zig bessere Hände valuebetten kann und sich AK am untersten Ende unseres theoretischen Valuebettingspektrums befindet.

      b) wenn man dies erkennt, dann kann man anfangen darüber nachzudenken, ob der Gegner schlecht genug ist um eine dritte Bet in diesem Spot mit schlechteren Händen zu callen. Es ist letztendlich nicht sinnvoll in meinen Augen sofort einen maximalen Exploitstil zu spielen (dünne Valuebetten), aber letztendlich nicht verstehen wieso das sinnvoll ist - es ist halt eine tolle Gegebenheit, dass die Gegner auf den Micros im Schnitt zu passiv und Showdownlastig sind und dünne Valuebets nicht exploiten. D.h. aber nicht, dass jemand der NL2 spielt nicht verstehen sollte warum er dünn valuebetten sollte.