Polarisieren der Ranges

    • LifetimeUpswings
      LifetimeUpswings
      Global
      Dabei seit: 12.06.2011 Beiträge: 491
      Hiii,
      folgendes hab vom freund ein artikel bekommen bekomme, bzw ein paar notes und wollt fragen ob diese richtig sind, bzw ob ich damit nichts falsches erlerne,


      Polarisieren der Ranges

      Preflop:
      3bets mit
      -Nuts
      -Semibluffs (Pockets+suited Connectors,suited Broadways)
      Postflop:
      -cbets mit sehr starken Händen + Air
      -check behind mit marginalen Händen, z.b A5 Axx, check behind um gegen eine weitere Range zu spielen, auf eine cbet foldet Villain keine bessere Hand und keine schlechtere Hand würde callen, deshalb behind checken zum inducen/damit Villain noch pockets ect. callt
      -check behind mit super nuts, um slow zu playen, aber nur auf ein superdry board, und nur gegen aggressive gegner oder wenn wir nicht anders Value aus Villain extrahieren können, z.B AA A22, check behind zum inducen/damit wir mit einer weiteren perceived Range spielen können!
      -cbets oop mit einer sehr weiten Range gegen die richtigen gegner
      -check/raise flop mit combodraws und sehr starken Händen
      Turn:
      -2nd barrels= Pot Equity+Foldequity, je nach gegner und board,verbessert sich unsere Hand z.b A7s J46 5 dann können wir 2nd barreln und möglichst so hoch das wir ein shove mit den richtigen odds callen können
      -check/raise Turn, mit combodraws und nuts
      River:
      -River betten wir value+bluffs, falls wir den Turn betten, auf eine River eine blank card kommt/evetl auch scarecard können wir den river bluffbetten,
      bluff bet ps muss zu über 50% der fälle erfolgreich sein für EV+!
  • 8 Antworten
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      jo, macht schon alles sinn... allerdings sollte man sowas nicht einfach in sein spiel übernehmen und sich fragen warum das nun richtig ist.
    • oers
      oers
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 4.785
      das meiste hat hier mmn nicht viel mit polarisieren zu tun
      polarisierte range = betten der topx% range und einer x% range die meist aus händen besteht, die knapp unter den schwächsten händen deiner callingrange liegen(preflop bsw. A4s, 97s postflop bsw. gutter)

      -check behind mit super nuts,

      wenn du die nuts nicht bettest, dann ist deine bettingrange da nicht polarisiert sondern capped

      dann können wir 2nd barreln und möglichst so hoch das wir ein shove mit den richtigen odds callen können

      sich selber committen ist auch nicht immer das gelbe vom ei
      nur den turn potten, weil man sonst auf den push folden müsste, geht von der falschen seite ran

      der call ist, dann zwar plus ev aber ob die potbet plus ev ist, ist nicht gesagt
      bsw. was hier mal irgendwo als beispielt stand, war:
      100bb effektive stacksize 72o auf 99bb openraisen und dann shove call, weil die potodds stimmen
      da ist der call zwar plus ev aber die bet nicht

      -2nd barrels= Pot Equity+Foldequity,

      scarecard am turn spielt noch eine rolle, ob 2nd barrel ok ist oder nicht
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Original von oers
      wenn du die nuts nicht bettest, dann ist deine bettingrange da nicht polarisiert sondern capped

      capped ist ne range dann, wenn sie keine starken hände enthält...
    • LifetimeUpswings
      LifetimeUpswings
      Global
      Dabei seit: 12.06.2011 Beiträge: 491
      capped??
    • oers
      oers
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 4.785
      capped bedeutet für mich nur soviel, dass teile der range fehlen, weil du sie auf grund der rangeanalyse ausschließt
      viele benutzen es aber nur, wenn teile der toprange fehlen
      bsw. hat villain nach bestimmter preflop aktion so gut wie nie aa und kk, dann ist seine range capped

      oop c/c auf superdrawy board, range von einem tag ist dann meistens capped
      da hat er dann oft keine sets, monsterdraws oder so was

      wie gesagt, wenn du die nuts nicht bettest, fehlt deiner bettingrange halt die topx% und dann ist da die range capped
      dass dadurch keine starken hände mehr in deiner bettingrange sind, heißt das mmn nur bedingt
    • glissario
      glissario
      Black
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 2.756
      Original von LifetimeUpswings

      -check/raise Turn, mit combodraws und nuts
      Das wäre imo auch ein Beispiel dafür, dass Deine Auflistung nicht immer was mit polarisieren zu tun hat. Denn hier hast Du entweder Nutz oder viel Equity -> Du merged Deine Range.

      Polarisiert wäre sie, wenn Du nutz + air hast
    • extralong
      extralong
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 522
      Mich würde folgendes Szenario interessieren: Ich raise aus MP, Villain im BB (ein aufmerksamer TAG) called. Flop X X X Villain checkt, welchen Teil seiner Range sollte Hero betten? Wahrscheinlich sollte es relativ schnell -EV sein immer zu betten, da Villain dann vermehrt mit Floats OOP oder Bluff c/r kontern wird. Also muss ich einen Teil meiner Range behind checken. Nur nach welchen Kriterien sollte ich das tun?

      Ein Ansatzpunkt wäre zu gucken ob Villain auf dem jeweiligen Board mit seiner Range mehr Hände getroffen hat die c/c spielen können als welche die c/r spielen würden, pure Bluffs mal außen vor gelassen. Wenn Villain theoretisch nie c/c spielen würde sondern immer nur c/r oder c/f wäre es wohl der sinnvollste Ansatz polarisiert zu betten (Nuts or Nothing). d.h. nur die Hände zu betten die einem c/r Stand halten bzw. die ohne Bauchschmerzen c/f spielen können. Wenn er nie c/r spielt sondern immer nur c/c hieße das die Hände der Equity nach abwärts zu betten.

      Allerdings bin ich mir nicht ganz darüber im klaren welchen Anteil ich bei einer polarisierten Range an Bluffs drinhalben sollte. Also wie das Verhältnis von Händen die auf c/r weiterspielen können zu Bluffs sein sollte. Vielleicht kann man das ganze ja spieltheoretisch angehen. Wenn man eine Frequenz bestimmen könnte bei der Villain uns durch seine c/r Frequenz nicht exploiten könnte hätte man ja mal einen Anfangspunkt. Sicherlich gibt es dann auch eine ideale Frequenz für Villains c/r-Züge und man könnte gucken ob Villain darüber oder darunter liegt und ihn dann dadurch exploiten (Wenn Villain zu viel c/r spielt weniger Bluffs und umgekehrt). Hab nur keine Ahnung wie man das mathematisch berechnen sollte.

      Mit einer nicht-polarisierten Range würde es gegen c/c natürlich noch schwieriger werden. Zwar könnte man schon sagen, dass Valuebets die Bets sind die gegen seine c/c plays 50%+ haben, aber auch unsere "Bluffs" hätten dann ja wahrschein 30-50% Equity, sodass man hier eine wesentliche größere Range betten könnte, wie weit das gehen würde übersteigt meine Mathematikfähigkeiten dann restlos...

      Bei einer nicht-polarisierten Range müsste man dann auch aufpassen, dass man wirklich die Hände mit der größten Equity gegen seine c/c Range bettet, nicht gegen seine Overall Range. Ne Hand wie 22 hat gegen die gesamte Range oft mehr Equity als zwei Overcards, ist aber gegen eine vernünftige c/c Range Toast.

      Wer noch Interesse an dem Thema hat oder was weiß kann ja mal posten oder U2U...
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Depolarisierte Range:



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      Polarisierte Range:



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      In der depolarisierten Range sind von allen 3 Handgruppen mehr oder weniger gleichviele Anteile enthalten.

      Bei einer polarisierten Range spaltest du deine Range auf zwischen schwachen und starken Händen und die Range enthält all die mittelstarken Hände nicht mehr.