Jura-Spezis an die Front!!!

    • tobiacdc
      tobiacdc
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 429
      Mahlzeit,

      habe ein kleines Problem: Werde wahrscheinlich zivilrechtlich verklagt auf die Zahlung einer Summe X( Vertragsrecht). Da mein Anwalt und ich mit einem Freispruch rechnen, werde ich ja voraussichtlich die Kosten der Gegenseite nicht zu tragen haben. Wie sieht das denn mit meinen eigenen Anwaltskosten aus? Wenn die Klage abgewiesen werden sollte, wer trägt die dann? Streitwert sind so um die 2000 EUR.... :s_confused:

      Danke!

      tobiacdc
  • 5 Antworten
    • schippo
      schippo
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 284
      Also,

      eigentlich sollte Dein Anwalt Dir das sagen.....

      Aber wenn Du verklagt wirst vor einem Zivilgericht und Du gewinnst, sprich die Klage wird abgewiesen, hast Du einen Anspruch auf Erstattung Deiner Rechtsanwaltskosten gegen die Gegenseite.

      Auf deutsch, Du musst Deinen Anwalt erstmal bezahlen und kannst Dir das Geld dann von der Gegenseite wiederholen.

      Aber Vorsicht: Sollte der Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht stattfinden, gilt das alles nicht. Da trägt jede Seite ihre Kosten selbst, egal wie die Sache ausgeht.

      Und nächstes mal beauftragst Du gleich mich als Anwalt, dann bist Du von Anfang an aufgeklärt.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.287
      auch wenns eher unwahrscheinlich ist, aber wenn OP eine Honorarvereinbarung getroffen hat bekommt er die Kosten doch nur bis zur Höhe nach BRAGO erstattet, oder?
    • tobiacdc
      tobiacdc
      Bronze
      Dabei seit: 12.01.2007 Beiträge: 429
      Original von Rubnik
      auch wenns eher unwahrscheinlich ist, aber wenn OP eine Honorarvereinbarung getroffen hat bekommt er die Kosten doch nur bis zur Höhe nach BRAGO erstattet, oder?
      was zur Hölle ist "BRAGO? Ist das sowas wie die Gebührenordnung bei Ärzten?
    • schippo
      schippo
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 284
      Die BRAGO (Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung) ist bereis seit 2004 außer Kraft. Es gilt jetzt das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz).

      Das Gesetz regelt, wie der Name schon verät, die Vergütung von Rechtsanwälten. Es ist aber auch möglich mit dem Anwalt eine Vereinbarung über die Vergütung zu treffen, die anders aussieht, als eine Vergütung nach dem RVG.

      Ist abweichend vom RVG eine höhere Vergütung vereinbart als gesetzlich festgelegt, kann der OP von der Gegenseite maximal die gesetzlichen Gebühren erstattet verlangen.

      Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass der OP bei einem derartigen Rechtsstreit eine separate Honorarvereinbarung getroffen hat.
    • Makrubi
      Makrubi
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2007 Beiträge: 37
      Original von tobiacdc
      Da mein Anwalt und ich mit einem Freispruch rechnen,....
      *Wortklauberei-Modus on*

      Ein Rechtsanwalt :s_confused: , der im Zivilverfahren mit einem Freispruch rechnet, ist ein fast so großer Fisch, wie sein Mandant :f_o: .

      *Wortklauberei-Modus off*


      Viel Erfolg für das Verfahren.

      Gruß