[NL] SylverM00n

    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Hallo zusammen,

      damit's hier nicht so leer bleibt, ein paar Worte zu mir.
      Ich gehe inzwischen schwer auf die vierzig zu und interessiere mich seit etwa zwei Jahren (mehr) für Poker. Leider erlaubt meine Zeit mir oftmals nicht viele Praxiskenntnisse zu sammeln. Insofern habe ich das eine oder andere Buch gelesen und bin immer auf der Suche nach Input - so kam ich dann zu ps.
      Wenn ich gespielt habe, dann meist Cash Game (sh) oder SnG. Zugegeben oft noch mit viel Bauchgefühl (ein suited Ass sieht einfach gut aus ;) ) was - bei der Analyse im Nachhinein - nicht immer die beste Idee (oder eher -EV) war.
      Ziel der Teilnahme hier ist der Versuch, Theorie und Praxis zu kombinieren, in der Hoffnung, die Zeit spielt mit. Und natürlich spielt auch der Wunsch, dem Bauchgefühl einen kopfmäßigen Gegenpart zu präsentieren, eine Rolle.

      In diesem Sinns: See you at the tables und im Coaching ...
  • 25 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi Sylverm00n, willkommen bei unserem Einsteiger Kurs.

      Welche Bücher hast du denn bisher gelesen?
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker? (Bei dieser Frage spielt es keine Rolle, wie konkret deine Antwort ausfällt; allerdings solltest du versuchen, alle Gründe zu erfassen und zu erklären)

      - Zunächst um Abzuschalten und zwar vom "normalen" Alltag. Will aber nicht passiv konsumieren, sondern mich einfach auf etwas außerhalb des Alltagsstresses konzentrieren.
      - Spass sollte die Freizeitgestaltung natürlich auch machen
      - Herausforderung, sich mit anderen zu messen und an sich zu arbeiten, um sich zu verbessern
      - Gewinnen. Letztlich ist Poker ein Spiel um Geld, das mittels Karten gespielt wird (aber kein Kartenspiel, zu dem "halt" Chips gebraucht werden

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker? (Welche Fehler, denen du dir bewusst bist, machst du während des Spiels? Spielst du, obwohl du müde bist? Tiltest du leicht? Willst du zu oft den Showdown sehen? Schreib alle Schwächen auf, die du bei dir bereits bemerkt hast.)

      - Spielen von Händen, die gut aussehen und Trouble garantieren
      - (zu) spätes loslassen von den Händen, die mal gut aussahen
      - zu passives agieren, obwohl die Situation Agression belohnt hätte
      - Vernachlässigung von Odds/Outs
      - Spielen "zu teurer" SnGs bezogen auf die BR

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? (Beschreibe mit eigenen Worten, was tight-aggressiv bedeutet und warum diese Spielweise funktioniert.)

      - Eine begrenzte Auswahl von Stadthänden und diese mit Druck (Bet, Raise, ReRaise) zu spielen
      - Berücksichtigung der Position
      - Ziel: Anzahl schwieriger Entscheidungen zu minimieren, Gegner durch Druck zu Fehlern zu zwingen, eigene Fehler begrenzen (sowohl in der Anzahl, als auch von der riskierten Summe)
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Habe angefangen mit der Pokerschule von J. Meinert, dann Pokeruni und Workout. Zudem Poker mit System von E. Adler und Texas Hold'em Profi von E. Beihofer/V.v.Eichborn. Anschließend die übersetzten Harrington (on HoldEm, on Cash Games und on Online Cash Games), sowie NoLimit Hold'em von Sklansky/Miller und dann Sklanskys Theory of Poker im Original (ist als Feierabendlektüre aber etwas anstrengend, wenn man zuletzt Schulenglisch genossen hat). By the Way: Als Feierabendlektüre ist Gus Hansen mit Hand für Hand (every hand revealed) zu empfehlen.
      Das dürfte es grob gewesen sein. Problem: Lesen ist das Eine, Spielen das andere.
      Der Vorteil beim Buch: Da kannst Du abends auch mal nur ein viertel Stündchen lesen, das macht für ne Session wenig Sinn. Und die Erfahrung aus tausenden gespielten Händen kannst Du halt nicht erlesen. Zumal zuviel Theorie ohne Praxis Dich dann irgendwann erschlägt und mehr verwirrt als hilft.
      Darum hoffe ich, dass ich im Rahmen des Kurses das Learn and Play Gleichgewicht finde ;)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Erstmal schön, dass du unsere erste Aufgabe schon erledigt hast. Und das sieht auch alles ganz gut aus. Um einen großen Teil deiner Schwächen abzustellen, würde ich dir unsere Handbewertungsforen empfehlen, in denen Spots, die dir Schwirigkeiten bereiten eben analysiert werden.

      Ansonsten zu den Büchern würde ich halt sagen, die sind ein guter weg um erstmal einen Zugang zur Pokertheorie zu finden, aber letztendlich, was nützt die Theorie ohne Praxis? Und auch wenn es nicht unbedingt Sinn macht, abend nochmal 15 zu Pokern, so kann man diese Zeit doch super nutzen, um sich nochmal die ein oder andere Hand, die man gespielt hat anzuschauen und diese dann evtl. im Handbewertungsforum zu posten. Und evtl. auch dort noch mit anderen über Hände zu diskutieren. Ich denke das hilft deinem Spiel mehr Bücher zu lesen, zumal sich Poker auch immer weiterentwickelt, aber Bücher nur schlecht auf die Entwicklungen eingehen können.
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Hallo und vielen Dank für das Feedback,

      was das Thema Bücher angeht kann ich - eben aus eigener Erfahrung - sagen, dass es wirklich nur ein Einstieg ist und "viel hilf viel" hier eben nicht gilt.
      Du kriegst das normalerweise auch gar nicht alles verarbeitet und man kann mit den sog. fortgeschrittenen Techniken wenig anfangen, ohne die Standards schon gelebt zu haben. In der Praxis hast Du dann nämlich oft das Problem, das Du nicht weißt, was Du nun tun sollst und man neigt dann dazu, sich zu überschätzen (weil man ja schon so viel 'weiß') und eben nicht mit den Basics anzufangen. Ein nicht immer ein ganz billiger Fehler ...

      Ich selber würde daher inzwischen auch jedem raten, vielleicht zum Einstieg ein gutes Buch zu lesen, das die Essentials enthält, die sich auch nur wenig ändern und daher auch zum Nachschlagen geeignet sind.

      Danach (wenn es das Zeitmanagement erlaubt): Spielen, spielen, spielen und im Anschluss: analysieren, posten, diskutieren!
      Oder eben auch an Coachings o. ä. teilzunehmen um hier aus der praktischen Erfahrung zu lernen.

      Letztlich geht es darum, mit der Zeit seinen eigenen Stil zu finden und der steht ohnehin in keinem Buch. Gerade wenn ich mich im Laufe der Zeit von den "Standards" oder Empfehlungen lösen will, brauche ich dafür die eigenen Erfahrungen vom Tisch.

      Nach entsprechender Praxis halte ich jedoch weitere Lektüre, ob als Buch oder online, für extrem wichtig um am Ball zu bleiben und sich mit weiteren Ideen/Theorien etc. auseinanderzusetzen.

      Darum wiederhole ich mich auch gerne und hoffe, dass meine Zeitfenster sich etwas vergrößern - was aber bei Beruf und Familie, die beide viel Spass machen und in der zeitlichen Priorität oben sind, nicht immer ganz einfach ist.

      In diesem Sinne. Bis die Tage

      Lars
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum? (Würdest du bestimmte Hände anders spielen? Hast du Schwierigkeiten mit bzw. Fragen zur Spielweise einer bestimmten Hand?)

      Wenn ich derzeit spiele, bin ich schon relativ nah am SHC. Einige Ausnahmen erlaube ich mir besonders in LP (CO/BU), da ich hier schon mal offsuit Asse kleiner AT spiele oder K9s,Q9s,J9s. Sofern ich First In komme, raise ich auch diese, da mir die Verbindung aus Position und dem Ass zunächst ausreicht, um einen Angriff auf die Blinds zu starten. Ob und wie ich dann weiterspiele, kommt auf die Reaktion der Gegner an. Große Pötte vermeide ich möglichst, da die Grundidee ja ist, den Pot direkt mitzunehmen und nicht in den Showdown zu kommen. In "looser" Stimmung - also bei einem eher tighten Tisch - open raise ich auch schon mal sämtliche Suited Connectors ab MP, zum Teil um ebenfalls den Pot ggf. zu gewinnen, zum Anderen eignen sich SCs auch m.E. gut als "Zufallsgenerator", wenn es darum geht, nicht nur mit den "Standardhänden" zu raisen und damit (etwas) unlesbarer zu werden. Auch hier gilt aber: Ich vermeide (zu) große Pötte.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat. ( Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)

      NL 2 - 66 Call20 preflop?

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo? (Du kannst dies entweder manuell berechnen oder dazu einen Equity-Calculator wie z.B. das PokerStrategy.com Equilab verwenden.)

      46.32% - AKo
      53.68% - 88+,AJs,KQs,AKo
      (wobei die Chance auf einen geteilten Pot bei 8.41% liegt)
    • SvenBe
      SvenBe
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 19.04.2006 Beiträge: 13.467
      Howdy sylverm00n ,

      hast du dir denn Mittlerweile mal Gedanken gemacht über die 2. Hausaufgabe? Ich denke mal im Coaching & auch in den Threads anderer PokerStrategen gibt es genügend Anregungen!
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab. (Hier kannst du das Equilab kostenlos herunterladen: PokerStrategy.com Equilab.)

      War bereits installiert.

      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53? (Tipp: Das Equilab unterstützt dich bei dieser Aufgabe.)

      Equity preflop: 50,78% (0,38% Tie)
      Equity flop: 26,46% (0,00% Tie)

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? (Denk daran, deine Entscheidung kurz zu erklären; es reicht nicht, einfach nur "Fold" oder "Call" zu posten!)

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with AJ
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 263 (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Wenn ich mal davon ausgehe, dass der Button mein Raise mit einer Range von 99-22,AQs-A2s,KTs+,QTs+,JTs,T9s,98s,87s,76s,65s,54s,AQo-ATo gecallt hat, liegt meine Equity am Turn bei ca. 53% (also in etwa bei einem Coinflip) ich erhalte (fast zu) gute PotOdds, also ist das ein Call.
      Es stellt sich zudem die Frage, mit welchen Karten seine Spielweise Sinn macht.
      Im Grunde schließt sich ein overpair (99-77) aus, da er das am Flop bei zwei Gegnern hätte anspielen sollen. Gleiches gilt m.E. für ein geflopptes Set (also scheiden auch 66,33,22 aus) oder eine Straight, die ja ganz gut versteckt wäre, also könnte er mit Auszahlung rechnen, nach unserer Action preflop (damit scheidet dann auch 54) wieder aus. Unsere Equity würde damit auf ca. 60% steigen und der Call klarer.
      Im ungünstigsten Fall hat er auf dem Turn ein Set 5er gefloppt - da stellt sich aber die Frage, ob er das raisen müsste, oder nicht einfach callen würde, in der Hoffnung auf dem River noch eine Bet von uns zu gewinnen.
      Insgesamt bliebe ich aber beim Call.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)

      NL 2 - AK ohne Treffer am Flop
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi!

      Ein paar Anmerkungen zu den Aufgaben der Lektionen 2 und 3.

      Lektion 2:
      Deine Abweichungen sind gut und sinnvoll. Aus LP kann man ruhig (natürlich immer abhängig von den Gegnern) auch mal etwas looser werden.
      Bei den SC ab MP ist es wichtig, besonders gut auf die Gegner zu achten. 54s macht z.B. nur Sinn, wenn du fast sicher den Pot Preflop mitnehmen kannst. Ansonsten ist das verschwendetes Geld.

      Lektion 3:
      Die Range ist schon etwas unwahrscheinlich. Warum sollte BU hier mit den kleinen SC callen?
      Das gefloppte Set würd ich nicht generell ausschließen. Es gibt vor allem auf den kleinen Limits immer wieder Leute, die slowplayen, egal wie drawlastig das Board ist.
      Der Call ist auf jeden Fall richtig, du wärst aber einfacher darauf gekommen, wenn du mit Odds & Outs sowie Implied Pot Odds (den Übungsinhalten der Lektionen 2 und 3 :) ) gearbeitet hättest.

      Vielleicht findest du bei Gelegenheit noch ein paar Hände, die zu den fehlenden Aufgabenstellungen passen.
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Vielen Dank für die Anmerkungen. Hände folgen noch, da ich derzeit aus zeitlichen Gründen eher weniger zum spielen komme, muss ich mal sehen, ob ich "in der Historie" noch was passendes finde ;) .

      Zu Lektion 2:
      Was die SC betrifft, gebe ich Dir recht und gerade die kleinen sind stark Gegner/Tisch abhängig.

      Zu Lektion 3:
      Die grundsätzliche Entscheidung (Call) hatte ich mehr oder weniger rein auf Basis der Outs und Odds getroffen.
      Ich habe anschließend nur versucht, mir auch noch ein paar Gedanken über die mögliche Range zu machen und muss mir an dieser Stelle auch einen "kleinen Seitenhieb" erlauben: Sicher ist die Range etwas weit, aber gerade auf den kleinen Limits erlebe ich, dass - weil zwei gleichfarbige, verbundene Karten so schön aussehen - diese kleinen SC gespielt werden. Und in der Regel wird damit gecallt (unabhängig ob es vorher keine Action, Limper oder Raiser gab). Und wenn ich die Sets aus den von Dir genannten Gründen, die ich gut nachvollziehen kann (da auch schon erlebt), nicht ausschließen sollte, spricht diese Annahme auch für dieSCs.
      Wobei die Vergabe einer Range hier - auf Grundlage der (nicht) vorhandenen Informationen (sowohl über den BU, als auch über unser Image am Tisch) ohnehin schwierig ist.
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)

      NL 2 - AQo mit Initiative postflop? Oder lieber passiv?

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)

      KK vs. ???

      NL2 schwacher Flush OOP am River

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9,
      8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?



      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      K:spade: Q:diamond:     41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      7:heart: 7:club:     58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Super, wenn du jetzt noch eine Hand postest, kann ich ja auch an die Lektion 4 schon einen Haken machen :s_thumbsup:
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Original von SpeedyBK
      Super, wenn du jetzt noch eine Hand postest, kann ich ja auch an die Lektion 4 schon einen Haken machen :s_thumbsup:
      erledigt, s.o.
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)

      Wäre jetzt nicht ganz ehrlich, da ich aktuell - auf Grund des Lerneffektes im Bezug auf SHC und der Übersichtlichkeit - live ohne Stats spiele und mir diese dann hinterher im Replayer ansehe. Insofern verzichte ich gerade mal auf diesen Post.

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)

      NL2, JJ gegen Smallstack
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6 , 7
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3 , 3 , T (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) J (3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Zunächts mal würde ich mich fragen, wie ich in diese Situation kommen konnte, da ich am Flop offenbar "geschlafen" habe. Eigentlich sehe ich den Grund nicht, warum keine CB gespielt wurde. Zwei passive Gegner, nicht überragend drawlastiges Board - also: Wenn niemand den Pot will, dann wir und falls jemand mitspielen will, haben wir den Flushdraw als Plan B.

      Nun zur Frage: Angesichts der "Nicht-Action" auf dem Flop, kann der SB mit ziemlich viel anspielen und gerade zu ermutigt worden sein, einen Angriff auf den Pot zu starten, nachdem vorher niemand Interesse gezeigt hat und nun noch eine Karte auftaucht, mit der er den Flush repräsentieren kann. Der BB erscheint grundsätzlich passiv und wird vermutlich viel callen.
      Auch wenn wir nicht den Nut-Flush haben würde ich unsere Hand für die Beste halten und Raisen (ggf. sogar AI).

      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with J , J
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6 , 9 , T (2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Ich merke schon, heute ist der Tag des "sowas passiert mir doch eigentlich nicht"... Auch hier frage ich mich erstmal, warum ich preflop nicht ge4bettet habe. Der Button ist eher aggressiv und dürfte hier auch die Position spielen, sein Angriff auf meinen "Steal-Versuch" also Standard. Sollte ich das nicht glauben und ihn auf eine starke Hand setzten, dann will ich die Hand OOP nicht spielen, da der Flop mit zuviele Karten bringen kann, die ich nicht sehen will - Konsequenz: Fold. Andernfalls bleibt eben nur die 4Bet.

      Gut, offenbar habe ich das hier anders gesehen und darf mir nun überlegen, wie ich den Fehler wieder ausbügel, zumal der Flop es ja verhältnismäßig gut mit uns gemeint hat. Zwar kein Set getroffen, aber keine Overcard, keinen Flushdraw und (von 7,8 abgesehen) nur Backdoor-Straight-Draws (auch für uns ;-)). Wir könnten unser Overpair also anspielen, aber angesichts der Aggression des BU und der preflop Action, könnten wir ihm auch "das Schieben überlassen und müssen selber nicht ziehen", d.h. checken mit dem Plan (je nach Höhe der Bet ggf. ebenfalls bis AI) nach Bet zu raisen.

      Und danach natürlich unser preflop-play verbessern :f_cool:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Schöne Analysen!
      Wenn jetzt noch Hände für die Fragen 1 und 2 kommen, ist alles erledigt.
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du dich entweder a) in einer Freeplay- b) Slowplay- oder c) Multiway-Pot-Situation befandest. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)

      NL 2 - K6 im Freeplay mit Hit am River

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Bitte poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)

      nl2 44

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:


      $25 NL Hold'em (10-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($25)
      UTG+1 ($25) rock
      UTG+2 ($25)
      MP1 ($25)
      MP2 ($25) LAG
      MP3 ($25) Maniac
      CO ($25)
      Hero BU ($25)
      SB ($25)
      BB ($25) Calling Station

      Preflop: Hero is BU with Q , J
      5 folds, MP3 raises $1.00, CO calls $1.00, Hero calls $1.00, 1 fold, BB calls $1.00

      Flop: ($4.10) 3 , J , A (4 players)
      BB checks, MP3 checks, CO checks, Hero checks

      Turn: ($4.10) Q (4 players)
      BB bets $2.05, 2 folds, Hero...?

      Wie würdest du agieren und warum?

      Offenbar bleibe ich meiner Linie treu, mich vor dem Flop in schwierige Situationen zu manövrieren. Natürlich kann der Maniac alles mögliche raisen, aber ich habe noch einen unknown CO, der mitgeht - vielleicht wissend, wie breit das Maniac-Spektrum ist - und eine Calling-Station hinter mir. Damit bekomme ich zwar vermutlich reichlich "implied odds", wenn ich den Flop gut treffe, leider ist das nicht so häufig der Fall. Aber gut bei 1:3 (wenn ich den Call des BB bereits einkalkuliere) kann man hier den Call vielleicht vertreten.
      Der Check (behind) am Flop bei Middlepair ist für mich auch o.k., schon um nicht noch jemandem zum Raise einzuladen und meine Hand damit völlig zu entwerten.

      Leider wacht am Turn dann gerade die CallingStation auf - und alle laufen weg. Nicht das, womit man angesichts der "Stats" gerechnet hätte. Im Grunde sehe ich mich hier in einer wa/wb Situation. Den Call preflop wird der BB mit relativ vielen Händen machen, der Flop gibt uns auf Grund der Checks keine weiteren Informationen. Gehe ich beim BB von der Callingrange preflop (22+,A2s+,KTs+,QTs+,JTs,T9s,98s,87s,76s,65s,54s,43s,32s,A2o+,KTo+,QTo+,JTo) aus, liege ich mit meinem TwoPair hier massiv vorne (ca. 70%:30%)

      Allerdings muss dem BB der Turn gefallen haben, sonst würde er (als passiver Spieler) wohl kaum in ein solches Spielerfeld anspielen (auch nicht nach dem durchchecken am Flop). Gehe ich vom schlechtesten Fall aus, hat er Preflop mit KT(s) gecallt und nun seine Straight getroffen und liegt 9:1 vor mir. Mit AQ oder AJ sieht das noch deutlicher aus, obwohl ich AJ ausschließe, da er TwoPair am Flop sicher angespielt hätte, aber auch für das TopPair mit relativ gutem Kicker (AQ) sollte das gelten.

      Andererseits besteht auch die Chance, dass er KQ oder eine andere QX-Kombi hält und - nach den Checks am Flop - nun sein getroffenes Pair anspielt, was mich wieder deutlich im Vorteil sieht.

      Da die KT-Hände etwa 5% seiner Hände der Callingrange ausmachen, ggf. etwas mehr, wenn ich die Callingrange etwas einschränken, würde ich mich hier vermutlich für den Call entscheiden (angesichts der PottOdds muss ich ja nur in einem von vier Fällen gewinnen, um +/- EV zu sein) und nach der Action am River entscheiden, wie ich weiterspiele.
      Spielt der BB erneut (ggf. hoch) an, könnte ich mich für den fold entscheiden, bei einem Check würde ich kostenlos in den SD gehen.

      Den BB zu raisen, in der Hoffnung dass er aufgibt scheidet auf Grund seiner Stats auf - er wird im Zweifel callen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hm, keine einfache Hand. Aber ich würde hier wohl auch nur callen. Wenn eine Callingstation aufwacht und Action macht, muss man das meinst ernst nehmen, vor allem, wenn das gegen 4 Leute ist. Allerdings haben wir mit dem Two Pair ja auch keine schlechte Hand.
      Protecten brauchen wir hier kaum, da eine Callingstation wohl fast nie einen Draw anspielen wird. Wir befinden uns somit in einer way ahead oder way behind Situation, ausserdem haben wir Position, und können diese dann am River spielen, von daher denke ich, ist hier ein Call durchaus okay.

      Wenn du jetzt noch die Hände postest, bist du auch der Erste, der Lektion 6 abgeschlossen hat ;)
    • sylverm00n
      sylverm00n
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2011 Beiträge: 111
      @Speedy: FÜRST :f_biggrin:
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