notwhatuthink

    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Hi,

      ich spiele Poker seit ca. 2008, und habe zunächst ziemlich planlos mit Homegames und SNGs angefangen. Letzteres war nicht billig... Hier bei ps.de habe ich 2009 erfolgreich mit der SSS gestartet, als das noch überall möglich war, und damals auch mit ein paar anderen Pokerstrategen darüber gebloggt.

      Nachdem ich als Shortstack die ersten 2-3 Limits hinter mir gelassen hatte, und es dann aufgrund der Updates schwieriger wurde SSS zu spielen, bin ich zunächst auf BSS umgestiegen. D.h. erstmal wieder runter auf NL2... Eigentlich lief es auch ganz gut, denke das Limit habe ich geschlagen :f_biggrin:
      ...aber irgendwie hat mir dann die Motivation gefehlt, die Cashgame-Strategy weiter systematisch durchzuziehen. Den Silber-Content hatte ich damals weitestgehend durch (Artikel, Videos), allerdings kam es mir so vor, dass einige Dinge für NL2-5 ein bischen zu advanced sind. Ein Gefühl der Stagnation stellte sich ein. Anstatt einfach weiterzugrinden und aufzusteigen habe ich mich dann lieber mit MTTs beschäftigt. Die fand ich etwas spannender und habe auch wieder ein bißchen gebloggt. Leider sind die Dinger recht zeitintensiv... Als ich Ende letztes Jahr einiges in meinem Leben neu ordnen musste, gab es dann erstmal eine Pokerpause.

      Der Black Friday hat mich nicht so sehr getroffen, da ich zu der Zeit schon fast überall alles ausgecasht hatte. Seit ein paar Wochen spiele ich ab und zu mal eine Micro-SNG Session, wobei sich hier auch zum ersten Mal Erfolge abzeichnen (bisher kam ich mit SNGs eher gar nicht klar), und wenns grad passt mal ein MTT und die größeren Freerolls, die ps.de so anbietet...

      Bisher hat mir der richtige Impuls gefehlt, es mit dem Cashgame wieder zu versuchen, aber nun habe ich wieder etwas mehr Zeit und da kommt dieser Kurs wie bestellt! :f_cool:
      Soll ja doch etwas weniger varianzlastig sein als die ganzen Turniere, und ist von daher zum Bankroll(re-)building wohl besser geeignet. Mich interessiert auch, ob sich inzwischen auf den Micros was verändert hat; meine letzten BSS-Gehversuche sind ja nun auch schon über ein Jahr her...

      Ich finde nach den ganzen vorwiegend schlechten Nachrichten in letzter Zeit ist dieser Kurs mal wieder eine sehr gute Idee von ps.de!!! Bin gespannt auf die Inhalte bzw. wie diese umgesetzt werden und wünsche allen Mitschülern viel Erfolg!
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    • notwhatuthink
      notwhatuthink
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      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      1. - Lies die Artikel:

      :spade: "Die Spielregeln von Texas Hold'em"

      :heart: "Was ist die Bigstackstrategie?"

      :diamond: "7 Tipps, wie du ein erfolgreicher NL-Spieler wirst"

      :club: "EXTRA: Theorie - Aber wie?"

      Neu war für mich nur der Artikel "EXTRA: Theorie - Aber wie?". Trotzdem habe ich auch die 5 Artikelempfehlungen aus den "7 Tipps, wie du ein erfolgreicher NL-Spieler wirst" erneut gelesen und die Tabellen, sowie das SHC ausgedruckt - etwas Wiederholung kann ja nicht schaden.



      2. - Sieh dir Videos an:

      :f_eek: "Lektion 1: Über den Kurs und PokerStrategy.com"



      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

      :s_cool: 2011 NL Anfängerkurs Stundenplan



      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:


      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Auch wenn das vorrangige Ziel vielleicht sein sollte, Geld zu gewinnen, spiele ich Poker bisher eher zum Spaß und wegen der Herausforderung. Damit meine ich nicht unbedingt die Competition zwischen Spielern, sondern z.B. die Herausforderung, ein bestimmtes Limit zu schlagen. Nur wegen des Geldes zu spielen, finde ich auf meinen Stakes eher albern.

      Wenn es gut läuft und ich an mehreren Tischen konzentriert mein A-Game spielen kann, stellt sich im Kopf auch eine angenehme Ruhe und Gelassenheit ein - fast schon meditativ. Sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren, mag für einige Leute anstrengend sein. Ich empfinde es beim Pokern aber als sehr entspannend. Daher spiele ich in gewisser Weise auch zum Relaxen. Wenn es etwas finanziellen Gewinn abwirft, um so besser.

      Natürlich möchte ich an mir arbeiten und mein Spiel verbessern. Hinter seinen Möglichkeiten zurück zu bleiben, macht selten Spaß.

      Warum gerade Poker? Die Mischung aus Skill und Glück (man könnte auch sagen: "Mechanik" und "Seele") ist für meinen Geschmack beim Poker perfekt ausbalanciert. Auch nach Hunderttausenden von Händen kommen immer wieder neue Situationen zustande. Im Gegensatz bspw. zum Schach ist das Spiel von einer mathematischen Berechenbarkeit weit entfernt (oder gibt es inzwischen solide Poker-Bots?), auch wenn die Mathematik eine große Rolle spielt. Aber es bedarf eben nicht nur dieser Skills, sondern auch Erfahrung, Auffassungsgabe, Mindset, Intuition und das Einschätzen der Gegner sind wichtig. Ich persönlich glaube, vom Pokern bereits viel für das Leben gelernt zu haben, sei es in bestimmten Situationen (z.B. Verhandlungen) oder ganz allgemein (z.B. die Einstellung zum resultatorientierten Denken). Teilweise werden schon philosophische Fragestellungen berührt. Eine derartige Vielseitigkeit habe ich bisher sonst nur in einigen, wenigen Spielen gefunden, die aber längst nicht so verbreitet sind wie Poker (v.a. online).



      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Bisher konnte ich bei mir selbst folgende Schwächen entdecken:


      - Tableselection

      Ich mache mir selten Gedanken darüber, wie der Tisch zusammengesetzt ist und passe meinen Stil nicht an. Es ist eher so, dass man sich mehr oder weniger wahllos an die Fullring-Tische setzt, sein Game durchzieht und erst an Gegner adaptet, wenn sie sehr auffällig werden.
      Oft hängt das auch mit den Uhrzeiten zusammen, da ich bei kleineren Anbietern spiele (Stars ungetrackt, die FullTilt-Story darf man hier wohl als bekannt voraussetzen), wo bspw. nachts kaum Traffic ist und man zu bestimmten Zeiten fast nur Regs vorfindet. Anstatt sich dann einfach mit etwas anderem zu beschäftigen, ist bei mir der Drang zum Spielen dann oft zu groß. Das könnte später, auf höheren Limits mit wahrscheinlich sinkender Fischdichte noch problematischer werden. Ich sollte meine Spielzeiten besser planen!


      - Stats

      Zur Zeit spiele ich ohne Stats. Mein Hauptrechner braucht eine neue Festplatte und einige andere Ersatzteile, und mein Notebook wird durch den Elephant zu sehr ausgebremst. So kann ich mich beim Multitabling kaum auf die einzelnen Gegner einstellen, sondern spiele quasi immer gegen unknown. Daran sollte ich wohl schnell etwas ändern, habe aber zur Zeit keine Lust, Geld für ein anderes Programm auszugeben.


      - Bluffs

      Wahrscheinlich contibette ich zuviel. Vor allem gegen zwei Gegner fällt es mir oft schwer, einfach zu check-folden und damit den Pot zu "verschenken". Gegen mehr als zwei Gegner bluffe ich aber fast nie. Mit 2nd Barrel Bluffs tue ich mich schwer - keine Ahnung, ob das ein Leak ist, aber ich habe das Gefühl, zuviel gefloatet zu werden (was - s.o. - mit den Contibets zu tun haben könnte).
      Manchmal spiele ich evtl. zu tight, vor allem mit FDs und OESDs. Hier bin ich mir unsicher, wann man semibluffen sollte und wann eher passives Spiel angebracht ist.


      - WAWB

      Angenommen, ich bekomme im BB ein Freeplay mit Ax offsuit (x=1-9) und treffe TP am Flop. Solche Hände empfindet wohl jeder als eklig zu spielen. Potcontrol zu betreiben, ohne zur Callingstation zu mutieren, bereitet mir Schwierigkeiten. Oft halte ich hier einen Check-Fold für zu weak.


      - Boardtexturen

      Ich kann manchmal die Boardtextur nicht richtig einschätzen - dies v.a. multiway in Verbindung mit den gegnerischen Handranges und auch im Zusammenhang mit Contibets.


      - 3-betting

      Anhand meiner bisher erspielten Stats habe ich gesehen, dass ich wohl zu wenig 3-bette und auf gegnerische 3-bets evtl. zu oft folde. In solchen Spots die Handrange und Equity abzuschätzen, macht mir große Probleme. Ich wähle meist den einfachen Fold und bin daher vielleicht zu tight. Ab und zu neige ich zum Coldcallen, was laut dem BSS Preflop-Artikel in den meisten Situationen ein großer Fehler ist.


      - Sessionanalyse

      Es hängt sicher auch mit der fehlenden Software zusammen (s.o.), aber ich mache generell zu wenig Handreviews. Anfangs habe ich hier nocht recht viele Hände ins Bewertungsforum gestellt und habe mir für diesen Kurs vorgenommen, dass wieder häufiger zu tun. Insgesamt beschäftige ich mich schon viel mit Theorie, nur die eigene Sessionanalyse bleibt oft aussen vor.



      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      - Tight zu spielen, heißt ausgewählte (wenige) Karten zu spielen und dabei die Position zu berücksichtigen. Postflop bedeutet es, nicht an schlechten Händen zu kleben (z.B. Bottom Pair) und auch mittelstarke Hände ggf. folden zu können (z.B. TPTK in gewissen Situationen).

      - Aggressiv heißt, dass wir mit unseren Händen eher setzen oder erhöhen, als zu callen (v.a. preflop). Der Gegner soll unter Druck geraten und so zu Fehlern gezwungen werden. Umgekehrt versucht man, sich selbst nicht in die Defensive drängen zu lassen, d.h. man muss trotz aller Aggression auch folden können. Postflop spielt hierbei die Position eine große Rolle für unsere Entscheidungen.

      Die Kombination (tight-aggressiv, TAG) ist deshalb erfolgreich, weil wir in der Regel mit der besseren Hand um die großen Pötte spielen und durch ausgewählte Aggression die Gegner zu Fehlern verleiten. Marginalen Situationen (d.h. kleinen Gewinnerwartungen mit hoher Varianz) geht man durch frühzeitiges Folden aus dem Weg.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hallo notwhatuthink, willkommen in unserem Einsteiger Kurs.

      Du hast dir aber einige Mühe gemacht bei den Aufgaben, weiter so ;) .

      Am besten du schaust ersteinmal, dass du deinen Rechner wieder ans laufen bekommst. Dann ist ja auch Software kein wirkliches Problem mehr. Bei deinen anderen Problemen wird dir sicher unser Handbewertungsforum am meisten weiterhelfen.

      Die Definition des Tag Styles ist gut. Du musst nur aufpassen, nicht überaggressiv wirst. Du musst auch bei Bets und Raises immer darüber nachdenken, welche Hände deinen Raise callen werden, und welche darauf folden.
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Thx SpeedyBK,

      viel Mühe hat es eigentlich nicht gemacht - ich hatte einen Vormittag Zeit übrig für die Hausaufgabe und war dann selbst etwas erstaunt über den langen Post :D

      Momentan häng ich ein wenig hinterher mit Lektion 2, da ich mitten im Umzug stecke. Werde aber versuchen, das die Tage nachzuholen. Bei den Trainingssessions konnte ich immerhin jeweils live dabei sein, war schon recht hilfreich (gab auch entspr. Feedback).

      Ansonsten hab ich mich noch der "Alteherren-Lerngruppe" angeschlossen :f_biggrin:
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      1. - Lies die Artikel:

      :spade: "Die 8 Spielertypen und wie du an ihr Geld kommst"

      :heart: "Wie spielst du vor dem Flop"

      :diamond: "Mathematik des Pokerns: Odds und Outs"

      :club: "EXTRA: Crushing NL 50"


      2. - Sieh dir Videos an:

      :f_eek: "Lektion 2: Preflop Play and Poker Math Basics"

      :f_eek: "Hasenbratens Crushing NL 50 - Teil 1"


      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

      :s_cool: Zum Coaching-Kalender

      :s_cool: Coaching Podcast - Live Coaching Woche 2


      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Eine erste einfache Regel, die vom SHC abweicht ist, dass wir einen Minraiser wie zwei Limper behandeln. Warum? Das SHC berücksichtigt nicht die Größe von Raises und die damit verbundenen Odds.

      Das SHC sollte zunächst meinen Ruin verhindern bzw. dafür sorgen, dass man nicht -EV spielt. Es sorgt u.a. dafür, dass schwierigere postflop-Entscheidungen (z.B. OOP-Spiel) wenn möglich aus dem Spiel genommen werden.

      Mir fällt das vor allem an den Empfehlungen für die Blinds auf.

      Generell würde ich vom SB aggressiver spielen und PPs sowie SCs open raisen (stealen), v.a. gegen tighte Gegner, aber auch gegen postflop schlechte Fische. Vom Button und CO kann man seine Stealrange ebenfalls gegen die passenden Gegner entsprechend erweitern und z.B. Suited One-Gapper, Offsuited Connectors, Offsuited Ace High und Suited King High Hände raisen. Gegen tighte Gegner funktioniert das meist gut, gegen loose Bigstacks kann das zwar profitabel, aber auch nervenaufreibend sein (höhere Varianz & man muss öfter zum SD gehen).

      Ein anderer Punkt sind niedrige PPs in mid/early Position, wenn alle gefoldet haben. Abweichend vom Standard-SHC raise oder folde ich hier (je nach Position und Tischzusammensetzung), da ein open limp generell ein schwacher Spielzug ist und Isolation Raises möglich macht.

      Über den Iso-Raise gegen Limper (auch eine Abweichung vom SHC, s. "Crushing NL 50"-Artikel) gab es auch in der Lerngruppe schon eine Diskussion: Wie sieht die "korrekte" Spielweise für suited Connectors aus? mit einem sehr schönen Beitrag von Ghostmaster. Ich spiele das auf meinen Limits (BSS NL2-5) lieber passiv und habe damit gute Erfahrungen gemacht - werde aber in Zukunft versuchen, es gegen einen Gegner in mein Spiel einzubauen. Das SHC kann hier ebenfalls nicht perfekt funktionieren, da es genauere Informationen über Anzahl, Position und Spielstil der Limper nicht berücksichtigt.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      - zum Blindsteal und Abweichung vom SHC: Link zur Handbewertung

      - Abweichung vom SHC in Mid Position: Link zur Handbewertung



      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      €quilab meint:

             Equity     Win     Tie
      SB     46.32%  37.92%   8.41% { AKo }
      BB     53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }

      (Position ist hierbei natürlich egal)
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 3:

      Equilab meint das natürlich richtig ;) .


      Frage 2:

      :s_thumbsup:


      Frage 1:

      Deine Antwort ist im großen und ganzen okay, wie du halt schon sagst, ist das größte Manko am SHC, dass es sehr viel verallgemeinert. Und Dinge wie Reads, Stacksizes oder Raisesizes nicht berücksitigt.

      Generell würde ich vom SB aggressiver spielen und PPs sowie SCs open raisen (stealen), v.a. gegen tighte Gegner, aber auch gegen postflop schlechte Fische.


      Gegen Tighte Gegner bin ich da sofort bei dir, aber grade gegen schlechte Gegner muss man da vorsichtig sein. Wichtig ist es beim Stealen Foldequity gegen einen Gegner zu haben. Gegen jemanden, der sich auch mit AceHigh jeden Showdown ansieht, braucht man nicht loose zu stealen.

      Ansonsten Limpen würde ich auch vermeiden. Den damit Spielt man völlig ohne Foldequity, was ich meinen Augen sicher in den meisten Fällen nicht Optimal ist.
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      1. - Lies die Artikel:

      :spade: "Mathematik des Pokerns: Implied Pot Odds"

      :heart: "Wie spielst du nach dem Flop?"

      :diamond: "Poker nach Mustern"

      :club: "EXTRA: Zur professionellen Handbewertung in 4 einfachen Schritten"


      2. - Sieh dir Videos an:

      :f_eek: "Lektion 3: Postflop und Equityanalyse"


      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

      :s_cool: Zum Coaching-Kalender

      :s_cool: Coaching Podcast - Live Coaching Woche 3

      So, meinen Umzug ist einigermaßen über die Bühne gebracht. Jetzt bleibt auch wieder etwas mehr Zeit zum Pokern, aber muss noch eine Woche warten auf schnelles Internet. :( Mit den Live-Coachings hänge ich jetzt 2 Wochen hinterher - nice, dass es die Aufzeichnungen gibt!


      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.

      [x] done :D


      Frage 1: Du hältst K:spade: Q:spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3:diamond: 3:club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J:spade: 5:diamond: 3:spade: ?

      Equity Win Tie
      SB 50.78% 50.40% 0.38% { KsQs }
      BB 49.22% 48.84% 0.38% { 3d3c }


      Board: J:spade: 5:diamond: 3:spade:
      Equity Win Tie
      SB 26.46% 26.46% 0.00% { KsQs }
      BB 73.54% 73.54% 0.00% { 3d3c }

      Meine Equity preflop: 50.78%
      Meine Equity postflop: 26.46%


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with A:club: J:club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2:club: 6:diamond: 3:diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5:club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Ohne die 6:diamond: hätten wir hier mit FD+GS+Overcards einen ziemlichen Monsterdraw :s_o:

      Kann man re-raisen?

      Ich denke nein. Zunächst muss ich von meinen Overcard-Outs mindestens zwei (diamonds) discounten, d.h. es sind höchstens 13 Outs. Zudem isoliere ich mich wahrscheinlich gegen stärkere Made Hands. Evtl. ist selbst TPTK dann nicht mehr gut genug, falls ich es am River noch treffe.

      Also, Call oder Fold?

      Pot Odds sind 91:22, d.h. ~ 4,14:1. Da mir allein für den FD schon 4:1 reicht, calle ich hier.

      Dafür brauche ich Villain nicht unbedingt eine bestimmte Range zu geben (z.B. gegen Unknown).

      Aber ok, sagen wir mal er raist nur Overpairs und besser, dann könnte es vielleicht so aussehen:

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond: 5:club:
      Equity Win Tie
      CO 27.79% 24.90% 2.89% { AcJc }
      BU 72.21% 69.32% 2.89% { 22+, 65s, 53s, 42s+ }

      Die Starthandauswahl für den Coldcall vom BU ist zugegeben etwas merkwürdig...

      Was wäre bspw. wenn der BU preflop nach SHC spielt? Dann hätte er hier natürlich ein PP auf Setvalue gecallt und am Turn mit jedem PP eine Made Hand. Trotzdem ist unsere Equity dann sogar noch etwas besser:

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond: 5:club:
      Equity Win Tie
      CO 28.94% 26.21% 2.73% { AcJc }
      BU 71.06% 68.33% 2.73% { JJ-22 }

      Entsprechend den Pot Odds benötigen wir ~ 19,46% Equity für einen BE Call!

      Wenn Villain ausschließlich Sets so spielen würde (22-33, 55-66), hätten wir tatsächlich nur 19,32% Equity - allerdings mit guten implied Odds, da er dann kaum noch foldet. Eine solche Range nur aus Sets ist aber ziemlich unrealistisch (warum wird am Flop gecheckt?):

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond: 5:club:
      Equity Win Tie
      CO 19.32% 15.91% 3.41% { AcJc }
      BU 80.68% 77.27% 3.41% { 66-55, 33-22 }

      Nimmt man noch 44 mit rein wegen der Straße, wären es schon wieder ausreichende 19,89% Equity:

      Board: 2:club: 6:diamond: 3:diamond: 5:club:
      Equity Win Tie
      CO 19.89% 17.05% 2.84% { AcJc }
      BU 80.11% 77.27% 2.84% { 66-22 }

      ->Solange wir dem BU also auch Straßen, Overpairs oder Twopair-Hände (oder auch Draws) geben, ist der Call in jedem Fall profitabel zu spielen.


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      NL2 QJo CO Steal - 2 Bluff Barrels und Top Pair am River - Valuebet? (Handbewertung)

      Eigentlich fühle ich mich postflop recht sicher - manchmal sind es eher gewisse Preflop-Situationen, die mir Probleme machen. Allerdings sind Valuebets am River nicht gerade meine Spezialität. Ich kann da selten einschätzen, ob sich das bspw. mit TPTK oder Overpairs noch lohnt, wenn man schon zweimal gebarrelt hat.

      Ähnliche Hände wie oben hatte ich heute z.B. mit AA (Overpair, wo am River Flush- und div. Straight-Draws ankamen) und mit AKo (TPTK auf drawy board mit angekommenem FD am River). OOP spiele ich dann meistens Check-Call, damit Villain noch bluffen kann und um den Pot nicht zu groß zu machen. IP, wenn Villain checkt finde ich es schwer, abzuschätzen ob man dann noch eine Valuebet hat oder der Check Behind besser ist.


      Rückfrage 1: :coolface:

      Original von SpeedyBK

      Generell würde ich vom SB aggressiver spielen und PPs sowie SCs open raisen (stealen), v.a. gegen tighte Gegner, aber auch gegen postflop schlechte Fische.


      Gegen Tighte Gegner bin ich da sofort bei dir, aber grade gegen schlechte Gegner muss man da vorsichtig sein. Wichtig ist es beim Stealen Foldequity gegen einen Gegner zu haben. Gegen jemanden, der sich auch mit AceHigh jeden Showdown ansieht, braucht man nicht loose zu stealen.
      OK, aber gegen Gegner, die schlecht sind kann ich doch postflop noch einiges gewinnen. Bei "jemandem, der sich auch mit AceHigh jeden Showdown ansieht", habe ich doch einen super Read und kann diese Information sinnvoll nutzen (z.B. Midpair valuebetten). Gut es ist dann vielleicht kein Steal, aber ist sonst noch etwas falsch gedacht dabei?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Gut, interessant wirds ja erst bei Frage 2 :)

      Was gibst du BU hier, mit dem er genau so spielen kann? Also Call Pre, Check (IP) Flop, Checkraise Turn?
      Siehst du ihn das tatsächlich noch mit Overpairs usw. machen?

      Wirklich Sinn machts nur mit slowplayed Set, 44 oder 55.
      Aber du hast schon richtig erkannt, dass es für den Call reicht, notfalls mit Implieds.

      Aber - jetzt erklär mir mal, wie du in 20 Sekunden eine Range definierst und dir die Equity dazu im Kopf ausrechnest? :s_biggrin:
      Versuchs vielleicht doch nochmal mit Outs zählen (und zwar die, die wirklich welche sind, Overpair ist z.B. gegen ein Set oder Straight wertlos).
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Original von CKWebsolutions
      Gut, interessant wirds ja erst bei Frage 2 :)

      Was gibst du BU hier, mit dem er genau so spielen kann? Also Call Pre, Check (IP) Flop, Checkraise Turn?
      Siehst du ihn das tatsächlich noch mit Overpairs usw. machen?

      Wirklich Sinn machts nur mit slowplayed Set, 44 oder 55.
      Aber du hast schon richtig erkannt, dass es für den Call reicht, notfalls mit Implieds.

      Aber - jetzt erklär mir mal, wie du in 20 Sekunden eine Range definierst und dir die Equity dazu im Kopf ausrechnest? :s_biggrin:
      Versuchs vielleicht doch nochmal mit Outs zählen (und zwar die, die wirklich welche sind, Overpair ist z.B. gegen ein Set oder Straight wertlos).
      Über den Call sind wir uns ja schon mal einig ;)

      Was gebe ich BU hier?

      Ich halte die letzte Range aus meiner Hausaufgabe für sinnvoll (slowplayed Set, oder Straße mit 44, wie du ja auch schreibst).
      Da habe ich knapp ausreichende 19,89% Equity.
      Wie gesagt, nur gegen Sets bin ich auf implieds angewiesen, aber sobald er den move auch mit ner Straße macht ist der Call +EV.

      Wie ich das in 20 Sekunden mache?

      Gar nicht :D Aber sowas gehört doch bei einer späteren Handanalyse bzw. Sessionreview dazu ?(

      Deswegen hab ich auch zunächst die Outs gezählt und geschrieben:

      Original von notwhatuthink
      Pot Odds sind 91:22, d.h. ~ 4,14:1. Da mir allein für den FD schon 4:1 reicht, calle ich hier.
      Das kann ich in 20 Sekunden, solange es nicht zu viele Tische sind - und die Overpairs sind da auch nicht berücksichtigt.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Stimmt, aber die Flush-Outs sind hier nicht 4:1, weil du dir niemals 9 geben kannst. Darauf wollte ich hinaus :)
      Ist aber nur eine Spitzfindigkeit am Rande, die Antwort ist natürlich korrekt.
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Original von CKWebsolutions
      Stimmt, aber die Flush-Outs sind hier nicht 4:1, weil du dir niemals 9 geben kannst. Darauf wollte ich hinaus :)
      Ist aber nur eine Spitzfindigkeit am Rande, die Antwort ist natürlich korrekt.
      Ah ok. Mit einigen trifft Villain wahrsch. Fullhouse, daran hatte ich gar nicht gedacht.
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      1. - Lies die Artikel:

      :spade: "Nach dem Flop - Du hast vor dem Flop erhöht"

      :heart: "Der perfekte Einstieg ins Multitabling"

      :diamond: "Stop-Loss-Limits - Rettungsanker setzen"

      :club: "EXTRA: PokerStrategy.com Elephant"

      [x] installiert - bringt mir aber z.Zt. nicht viel, da ich momentan bei Räumen spiele, mit denen das Tier nicht kompatibel ist.

      Muss dann vielleicht bald mal den Anbieter wechseln. Aber ich glaube nicht, dass ich das HUD auf NL2 unbedingt brauche.

      2. - Sieh dir Videos an:

      :f_eek: "Lektion 4: Multitabling, Software & Stats"

      :f_eek: "Wer ist dein Gegner - NL 5"

      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

      :s_cool: Zum Coaching-Kalender

      :s_cool: Coaching Podcast - Live Coaching Woche 4

      [ ] live dabei

      [x] podcast angesehen - super Coaching wie immer von Paxis :f_thumbsup:


      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      NL2 AK am Button, MP limper coldcallt preflop und minraised CB (Handbewertung)

      Original (Lektion 3) von notwhatuthink
      Eigentlich fühle ich mich postflop recht sicher...
      OK, ihr habt es geschafft!! Ich muss mich korrigieren: Mittlerweile fühle ich mich postflop total verunsichert. Ist ne Menge Stoff mit 'wenn und aber' in den Artikeln. Hinzu kommt, dass Coach, Artikel und Videos sich teilweise in Details und empfohlenen Lines widersprechen. Die Handbewerter sind stellenweise auch wieder anderer Ansicht. Hab aber vieles mitgeschrieben (und hoffentlich verstanden) und werte das für mich als :f_ugly: mal so:
      Artikel < Kurs-Videos < Handbewerter (im Einzelfall) oder Coachmeinung (allgemein)



      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Fands schwierig, bin selbst nicht sicher. Denke aber, dass OP seine QQ am Flop hier in einen Bluff verwandelt und keine Made Hand hat, die man protecten kann:

      NL 4, QQ (Handbewertung)



      Frage 3: Du stehst am Flop mit K :spade: Q :diamond: . Auf dem Board liegt J :spade: , 9 :club: , 8 :heart: und dein Gegner hält 7 :club: 7 :heart: . Welche Equity besitzt du in diesem Spot?


      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      SB     41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      BB     58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }


      Antwort: 41.41%
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, um dich nicht noch weiter zu verunsichern, gibts diesmal keine Meinung, sondern nur:
      Richtig, weitermachen :)
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Original von CKWebsolutions
      OK, um dich nicht noch weiter zu verunsichern, gibts diesmal keine Meinung, sondern nur:
      Richtig, weitermachen :)
      Thx :P

      Ich habe noch eine unbeantwortete Rückfrage aus Lektion 3:

      Original von notwhatuthink

      Original von SpeedyBK

      Generell würde ich vom SB aggressiver spielen und PPs sowie SCs open raisen (stealen), v.a. gegen tighte Gegner, aber auch gegen postflop schlechte Fische.


      Gegen Tighte Gegner bin ich da sofort bei dir, aber grade gegen schlechte Gegner muss man da vorsichtig sein. Wichtig ist es beim Stealen Foldequity gegen einen Gegner zu haben. Gegen jemanden, der sich auch mit AceHigh jeden Showdown ansieht, braucht man nicht loose zu stealen.
      OK, aber gegen Gegner, die schlecht sind kann ich doch postflop noch einiges gewinnen. Bei "jemandem, der sich auch mit AceHigh jeden Showdown ansieht", habe ich doch einen super Read und kann diese Information sinnvoll nutzen (z.B. Midpair valuebetten). Gut es ist dann vielleicht kein Steal, aber ist sonst noch etwas falsch gedacht dabei?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Speedy wollte damit wahrscheinlich sagen, dass du (vor allem mit kleinen PP) bei den Steals gegen schlechte Gegner nicht genug FE aufbauen kannst. Postflop können die was weiß ich was halten, und wenn du da mit Midpair noch Geld investierst und der zwischenzeitlich schon sein 2Pair getroffen hat siehst du ziemlich alt aus und verschleuderst dein Geld.

      Postflop-Skill hilft nämlich nur gegen Leute, die das auch zu würdigen wissen :)
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      OK

      Ich muss mich schon wieder korrigieren:

      Original von notwhatuthink
      ... ist das Spiel von einer mathematischen Berechenbarkeit weit entfernt (oder gibt es inzwischen solide Poker-Bots?)
      Kurz nach Lektion 1 bin ich auf den Thread von unserem Beinahe-MOTM Das Gebüsch gestoßen. Hab das Thema ziemlich interessiert verfolgt und war einigermaßen überrascht, wie weit die teilweise doch schon sind.

      Trotzdem - obwohl ich mich auf den selben Limits bei iPoker bewege wie Das Gebüsch und kurz vor Beginn dieses Kurses dort angefangen habe NL2 bis NL4 zu spielen (div. Skins), habe ich seit dem erwähnten Ban ausser etwas Traffic-Rückgang kaum Änderungen bemerkt bez. der Winrate oder den Games allgemein. Vielleicht sind es einfach insgesamt noch zu wenig Hände, so dass ich diese Feinheiten (wie z.B. spezielle 3bet, 4bet Werte) nicht bemerke. Vielleicht habe ich sowieso noch zuviele allgemeine Leaks?

      Andererseits gibt es da nach wie vor einige Verdächtige... wie ein paar Leute anscheinend immer online sind und innerhalb kürzester Zeit tausende Hände gegen mich spielen (plus ein paar andere Merkwürdigkeiten).
      Also was Paxis sinngemäß sagte "man sieht die Gegner auf den Micros eh nicht lange und bekommt da keine Samplesize" trifft vielleicht auf Stars und Party zu, aber bei den iPoker Skins sieht es für mich etwas anders aus, gerade jetzt mit dem leicht geschrumpften Playerpool, und wenn man gern nachts spielt. Ich versuche aber generell, beim Spielen die Thematik so gut es geht auszublenden - bis man dann vielleicht irgendwann mal gezwungen ist, sich spielerisch damit auseinanderzusetzen, vergeht hoffentlich noch etwas Zeit.

      Jedenfalls will hier auch nicht den Eindruck erwecken, dass mir Bots (wegen meiner unveränderten Winrate) egal wären: Ich finde sie zwar hochinteressant als spieltheoretisches oder IT-Projekt, aber in 'unseren' Games ist das natürlich absoluter Müll und langfristig der Tod!
      Hat man ja schon gesehen was die anrichten können mit dem Spielspaß online - mir fallen hier spontan Backgammon, Schach und Diablo II ein...
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      1. - Lies die Artikel:

      :spade: "Nach dem Flop - Ein Gegner hat vor dem Flop erhöht"

      :heart: "Die Einstellung eines Pokerspielers"

      :diamond: "Wie bleibst du konzentriert?"

      Für mich die hilfreichsten Artikel bis jetzt (der letzte mit Abstrichen). Ich habe alle mir zur Verfügung stehenden Infos aus den Artikeln, Tabellen, Videos, Coachings, Faustregeln und "Expert-HUD" noch einmal für mich persönlich in ein Dokument zusammen gefasst, zwecks besseren Verständnis und damit ich ein paar Dinge leichter nachschlagen kann. Allein die Artikelsammlung ist mittlerweile etwas zu umfangreich, um bei Bedarf schnell etwas nachzuschauen. Daher hat es etwas gedauert seit der letzten Lektion. Man will ja irgendwann auch noch dazu mal ein paar Hände spielen... Ich mag hier eh nicht so durch rushen, lieber etwas langsamer angehen lassen und dafür mehr mitnehmen.


      2. - Sieh dir Videos an:

      :f_eek: "Lektion 5"

      :f_eek: "Crushing NL50 - Teil 2"

      [x] done


      3. - Nimm an Live-Coachings teil:

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      :s_cool: Coaching Podcast - Live Coaching Woche 5

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      4. - Erledige folgende Hausaufgabe:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      77 BB vs nit SB raise (Handbewertung)

      Kleiner Fehler im Titel (es war der BU, nicht der SB), aber passend zum Thema mit Stats und ohne Initiative.


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL 4, AKo (Handbewertung)


      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)


      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6 :diamond: , 7 :diamond:
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3 :diamond: , 3 :heart: , T :diamond: (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) J :diamond:( 3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Ich würde hier raisen, da wir unsere Hand, die momentan wahrscheinlich die beste ist, protecten müssen und keine weitere Karo-Karte sehen wollen. Da wir noch $9.60 übrig haben bei einem $3.20 Pot, setze ich zunächst ca. $4. Allerdings würde ich hier schon den Flop evtl. continuation betten (OOP auf jeden Fall), weil es zwar zwei Gegner sind (grenzwertig), aber der Flop nicht besonders drawlastig oder connected (und zudem paired) ist.


      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)


      Stacks & Stats
      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with J :heart: , J :spade:
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6 :heart: , 9 :spade: , T :club: (2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?[/B]

      OOP Bet-Fold. Der Flop ist ok zum contibetten, eher for Value als for Protection. Wir haben immerhin ein Overpair, ich denke Straight Draws und Toppair (=schlechtere Hände) werden callen. Gegen einen Raise bin ich raus, da stärkere Hände nun wahrscheinlich sind und ich mit der Hand keinen großen Pot spielen möchte. Check-behind for Potcontrol wäre schön, geht aber nur IP.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, um die beiden geposteten Hände kümmern sich ja schon unsere Handbewerter, ich würde daher sagen, wir schauen uns hier die beiden Beispielhände aus der Aufgabenstellung an.

      Wie du schon sagst, bei der Hand aus Frage 3 würde ich auch auf jeden Fall den Flop betten. Die Sache ist einfach, dass wir hier am Turn ohne die Flopbet einfach nicht wissen, wo wir stehen.
      Letztendlich hat man in der Situation as played 2 Sinnvolle Möglichkeiten. Man kann hier entweder for Value Broke gehen, und unsere Hand gegen weitere :diamond: beschützen, oder aber man versucht hier den Pot nicht zu groß werden zu lassen, und callt nur. Damit induced man am River noch Bluffs von schwächeren Händen.

      In der Nächsten Frage kann man imo sehr gut sehen, wie nicht optimales Preflopspiel auf eine Hand auswirkt. Zwar finde ich ist hier der Call Preflop die schlechteste Option, wenn man OOP spielt. Entweder man sieht sich mit den Jacks vorn, dass sollte hier das Geld Preflop in die Mitte wandern, oder aber man sieht sich hinten, dann muss man auch folden können. OOP haben wir einfach Postflop zu große Nachteile. Man muss hier ja auch bedenken, dass man in etwa 60% aller Fälle Overcards im Flop hat.
      Damit ist dieser Flop schon fast ein Traumflop für uns und so steht hier eigentlich ein Fold ausser Frage. Denn damit würden wir unserem Preflopcall jeden Sinn entnehmen.
      Die Frage ist dann halt ob wir hier C/R spielen und Broke gehen, oder ob wir einfach nur callen und versuchen Bluff von schlechteren Händen zu inducen.
      Bet/Fold macht keinen Sinn. Wir sind hier nicht PFR und mit einer Bet bringen wir nur die Hände zum Folden, die nicht getroffen haben, aber contibetten würden.
    • notwhatuthink
      notwhatuthink
      Global
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 905
      Hi SpeedyBK,

      also was die Handbewertungen angeht habe ich bei der zweiten ein wichtiges Detail einfach übersehen und nochmal was im Thread gepostet. Bin sowieso gespannt, was der Handbewerter schreibt.

      Bei Frage 3 scheinen wir ja weitestgehend einer Meinung zu sein, wenn ich das richtig verstehe. Wie hoch würdest du denn raisen bzw. was genau meinst Du mit "broke gehen"? Ich denke mit ca. $4 comitten wir uns so oder so, was dann ja auch reicht um am River broke zu gehen. Oder würdest Du direkt den Turn all-in raisen? Der Check for Bluffinduce gefällt mir weniger, ist dann irgendwie ein Slowplay, und das sollen wir mit (v.a. kleinen) Flushes generell nicht machen.

      Zu Frage 4: Ich verstehe hier den Preflop Call als reinen Call auf Setvalue gemäß SHC auch überhaupt nicht, denn selbst nach Abzug der Pot Odds ist der gegnerische Raise noch zu groß, um hier irgendwelche Mitgehen-Regeln anzuwenden. Gut, der Flop ist dann ziemlich nice für uns, aber laut den Einsteiger-Artikeln spielen wir Toppair und Overpairs bet-fold, auch ohne Initiative. Ich zitiere mal kurz aus dem Artikel:

      "Du hast eine mittelstarke gemachte Hand

      DU HAST KEINE POSITION AUF DEN AGGRESSOR

      Ohne Position auf den Gegner bietet es sich oft an, die Hände selbst anzuspielen. Auch gegen mehrere Gegner ist dies ein gutes und günstiges Mittel, um herauszufinden, wo du stehst. Erhöht jemand, kannst du aufgeben, unabhängig davon wer es ist. Geht jemand mit, kannst du am Turn neu entscheiden, ob du noch einmal anspielst oder aufgibst."

      Also könntest Du das bitte noch mal etwas genauer erklären, warum Bet-fold hier keine Option ist? Ich meine, der Ratschlag im Artikel ist schon recht deutlich formuliert. Was bringt so ein Artikel dann überhaupt, wenn man es in der Praxis eh oft anders macht? Dann kann man doch gleich schreiben: "Es kommt darauf an..." ?(
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Aus welchem Artikel stammt denn der Text und um welche Situation geht es da?

      [I] Edit: Hab ihn schon gefunden.[/i]

      Hier in der Aufgabe musst du bedenken, dass es ein Reraised Pot ist, das ist etwas ganz anderes, als wenn du einfach einen Raise gecallt hast wie in der Situation, auf die sich der Artikel bezieht.

      Also schauen wir uns das nochmal genauer an. Was wäre hier dein Plan für die Hand, wenn du Preflop die 3-Bet callst? Wie schätzt du die Range ein, mit der der Gegner 3-Bettet?