Paragleiber

    • Paragleiber
      Paragleiber
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2009 Beiträge: 103
      Hallo! :)

      Ich heiße Stefan, bin 22 Jahre alt und komme aus NRW. Ich studiere Informatik an der TU Dortmund.

      Auf Poker aufmerksam geworden bin ich durch die zweite TeamLiquid StarLeague, also vor ungefähr zwei Jahren. Bis dahin wusste ich tatsächlich noch absolut gar nichts über das Spiel. Ich habe wirklich erst hier auf der Seite die Spielregeln gelernt und erfahren was es im Poker überhaupt alles für Möglichkeiten gibt.

      Ich habe dann lange Zeit erstmal nur Fixed Limit Cashgame gespielt, weil ich darauf hier auf der Seite zuerst gestoßen bin und mir dachte das muss wohl das einfachste sein. Ich bin aber leider nie wirklich gut damit klargekommen und habe sogar eher Verlust als Gewinn gemacht, obwohl ich mich mit den Artikeln hier auf der Seite ein wenig beschäftigt habe.

      Irgendwann habe ich dann durch eine Promotion bei Full Tilt SNGs entdeckt und die haben mir sofort sehr viel mehr Spaß gemacht und ich habe auch gesehen, dass No Limit statt Fixed Limit gar nicht unbedingt schwieriger sein muss. Ich hatte mir daher vorgenommen mich nun erstmal auf SNGs zu konzentrieren und zu versuchen diese richtig zu lernen und die untersten Limits zu schlagen. Dabei stehe ich allerdings auch noch ziemlich am Anfang, weil ich einfach noch nicht so lange wirklich aktiv gespielt habe.

      Mit No Limit Cashgame habe ich mich noch so gut wie überhaupt nicht beschäftigt und insbesondere mit der BSS wirklich noch absolut gar nicht, aber da es halt die wohl mit Abstand beliebteste Spielvariante ist möchte ich diesen Kurs nutzen um sie jetzt auch einmal kennenzulernen.

      MfG
  • 3 Antworten
    • Pascal
      Pascal
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 875
      Hi Stefan,

      denke du bist hier bestens aufgehoben um einen guten Einblick ins No Limit Spiel zu bekommen.
      Fixed Limit gespielt zu haben ist aber definitiv nicht verschwendete Zeit sondern sollte dir gut helfen. Einige lines kann man gut übernehmen ob man nun eine Schieberegler für Betsizes hat oder nicht.

      Wünsche dir viel Spass und Erfolg im Anfängerkurs,

      Pascal
    • Paragleiber
      Paragleiber
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2009 Beiträge: 103
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker? (Bei dieser Frage spielt es keine Rolle, wie konkret deine Antwort ausfällt; allerdings solltest du versuchen, alle Gründe zu erfassen und zu erklären)

      Poker ist für mich eine gute Möglichkeit, sich jederzeit mit anderen Menschen messen und sich gegen sie beweisen und sie schlagen zu können. Ich mag den Wettbewerb mit anderen Menschen und war daher vor Poker auch schon eine Zeit lang im Esport aktiv, jedoch ist Poker im Vergleich dazu viel leichter zugänglich und logistisch weniger aufwändig, denn zu jeder Tageszeit stehen hier im Internet zahlreiche Tische und Gegner zur Verfügung.

      Natürlich ist es ebenfalls interessant, dass man beim Poker durch überlegenes und erfolgreiches Spiel nicht bloß Selbstbestätigung, sondern auch beachtliche finanzielle Gewinne erlangen kann und die Aussicht darauf ist sicherlich auch ein Faktor, der mein Interesse daran erhöht, mich mit Poker zu beschäftigen.

      Da ich aber im Moment noch weit davon entfernt bin, um nennenswerte Beträge zu spielen, betrachte ich das Ganze derzeit nur als Hobby und denke bisher nicht groß darüber nach, mal irgendwann vielleicht von Poker zu leben oder ähnliches.

      Ich finde es außerdem gut, dass Poker relativ komplex ist, weil es dadurch viele Möglichkeiten gibt sich zu verbessern und sich einen Vorteil gegenüber dem Durchschnittsspieler zu erarbeiten, so dass trotz des Glücksfaktors Varianz langfristig ein erfolgreiches Spiel möglich sein sollte.

      Dieses ist auch mein Ziel. Also ich möchte schon auf lange Sicht Gewinn machen können und nicht bloß breakeven spielen und mir damit meine Zeit vertreiben. Diese Gewinne brauchen allerdings nicht riesig groß zu sein. Sie sollten lediglich irgendwie erkennbar sein, auch um ein bisschen sowas wie eine Erfolgsbestätigung zu haben.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker? (Welche Fehler, denen du dir bewusst bist, machst du während des Spiels? Spielst du, obwohl du müde bist? Tiltest du leicht? Willst du zu oft den Showdown sehen? Schreib alle Schwächen auf, die du bei dir bereits bemerkt hast.)

      Ich fürchte ich mache noch sehr viele der typischen Anfängerfehler, wie zum Beispiel zu häufig zu callen und ähnliches. Postflop spiele ich generell noch ziemlich planlos. Ich habe wohl einfach noch viel zu wenig Zeit in das Lernen der Theorie investiert. Auch mache ich leider beim Spielen oft noch andere Sachen am Computer nebenbei, was mich eventuell ablenken könnte.

      Ich schätze ich muss lernen, dass ich einfach noch viel ernsthafter und konzentrierter an die Sache rangehen muss, wenn ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden will, denn selbst die untersten Limits schlagen sich nicht durch Talent alleine. Vermutlich ist das etwas neu für mich, weil ich in der Schule und in der Uni nie besonders viel für meinem Erfolg tun musste.

      Es fällt mir auch sehr schwer mein eigenes Können überhaupt richtig einzuschätzen, da man ja an seinen Ergebnissen erst ab einer ziemlich großen Samplesize wirklich etwas ablesen kann. Wenn man aber so wenige Anhaltspunkte hat, um zu erkennen ob man auf dem richtigen Weg ist, dann fehlt leider auch ein wenig die Motivation, um wirklich so aktiv zu spielen, dass man diese aussagekräftige Samplesize in absehbarer Zeit mal erreicht, weil man sich einfach nicht sicher ist, ob es die zu investierende Zeit am Ende auch wert ist.

      Kurz gesagt: Die Tatsache, dass es keine Erfolgsgarantie gibt, selbst wenn man noch so viel Zeit und Aufwand investiert wie man kann, hält mich glaube ich ein wenig davon ab, dies zu tun. Hier muss ich wohl noch irgendwie ein besseres Mindset erlangen.


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? (Beschreibe mit eigenen Worten, was tight-aggressiv bedeutet und warum diese Spielweise funktioniert.)

      Tight zu spielen bedeutet nur mit sehr wenigen Starthänden überhaupt in das Spiel einzusteigen, also nur mit den profitabelsten. In alle anderen Hände wollen wir möglichst gar kein Geld investieren, da sie zwar ab und zu mal gewinnen können, aber man auf Dauer mit ihren Verlust macht. Zudem sind sie postflop auch noch schwerer zu spielen als starke Hände und es gibt keinen Grund sich unnötig in solche Situationen zu bringen.

      Aggressiv zu spielen heißt, dass man die Hände die man spielt häufig raised oder betted und nur selten called. Damit wollen wir unsere starken Hände verteidigen und zum einen Foldequity erzeugen und zum anderen möglichst viel Value aus den Händen herausholen. Besonders vor dem Flop limpen sollte man fast nie, damit der Big Blind nicht umsonst mitspielen kann, denn sonst könnte er mit zwei Karten ein gutes Blatt treffen, mit denen er sonst überhaupt nicht eingestiegen wäre.

      Postflop macht callen auch nur selten Sinn, denn wenn man überzeugt ist die beste Hand zu halten, dann kann man ja auch raisen und ansonsten sollte man oft lieber folden, da halt nur die beste Hand den Pot gewinnt. Callen macht am ehesten Sinn bei guten Draws, also wenn man profitable Odds hat am Turn oder River noch die beste Hand zu bekommen.

      Ein weiteres Merkmal von aggressivem Spiel ist die Continuation Bet, weil wir den Gegnern generell möglichst selten erlauben wollen weitere Karten umsonst zu sehen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hallo Stefan!

      Hier mal - leider etwas verspätet, sorry dafür - ein paar Kommentare zu deinen Antworten:

      1) Deine Einstellung gefällt mir. Wir streben ja alle nach mehr oder weniger großen Gewinnen, aber der wichtigste Punkt ist auf jeden Fall, Spaß an der Sache zu haben. Mit der Absolvierung dieses Kurses hast du ja schon den ersten Schritt in die richtige Richtung gesetzt.

      2) Du hast ein par Dinge genannt, an denen du mit relativ wenig Aufwand arbeiten kannst. Häufiges Callen gehört da auf jeden Fall dazu. Aber auch hier kann ich dir sagen, dass der Kurs dich auf die richtige Bahn bringen wird. Arbeite die einzelnen Lektionen konzentriert durch und du wirst merken, dass dein Spiel sich bald dramatisch verbessern wird. Jeder vermiedene Fehler bringt dir ja im Endeffekt Geld ein.

      3) Gute Definition, da bleibt nichts mehr zum Kritisieren. Weiter so!

      Viel Erfolg bei den weiteren Lektionen!