Harrington on CG - sein Zufallsgenerator in der Praxis

    • JeJo
      JeJo
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 1.271
      Lese zur Zeit das erste Band von Harrington on CG und frage mich inwiefern es sinnvoll ist, das eigene Spiel nach seinem Prinzip dem Zufall zu überlassen.
      Ich frage mich ob seinem "Zufallsgenerator" nur das Prinzip der Verschleierung zugrunde liegt oder so zu sagen unter Anderem den eigenen Gameflow reguliert und damit auf Dauer bessere Entscheidungen getroffen werden.
      Finde das geht nicht klar aus seinen Worten hervor.

      In meinem Fall sehe ich zum Beispiel keinen Grund darin mein Spiel krass zu variieren, denn:

      1. Ich spiele im Casino 2/2
      2. Die Gegner wechseln ständig
      3. Die Gegner geben meist einen Scheiß drauf, wie ich spiele.
      4. Ich spiele oft nur 3 Stunden

      Unter diesen Umstãnden greifen seine Konzepte nicht, wenn es nicht um den eigenen Gameflow geht, oder habe ich einen Denk- bzw Verständnisfehler?

      Kleines Beispiel:
      KK OOP auf T :heart: 7 :club: 2 :heart: . Er empfiehlt in 70% zu betten und in 30% zu checken.
      Darauf würde ich halt nie gegen einen Fish oder Fishreg kommen da auf die Uhr zu schauen und den Zufallsgenerator anzuschmeißen.
      Gegen einen guten, aufmerksamen Reg würde das schon mehr Sinn machen.
  • 8 Antworten
    • CosMoStarrr
      CosMoStarrr
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2010 Beiträge: 1.040
      harrington spricht da vom turnierpoker, wo es ja durchaus sein kann das man über stunden mit denselben menschen am tisch sitzt...

      sinnvoll oder nicht, ich vermag es nicht zu bewerten
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Er geht in seinen Cashgamebüchern immer von eher kompetenten Gegnern aus. Natürlich ists gegen Fische wichtig die Lines zu exploiten und man kann da ruhig exploitable spielen. Das mit dem Zufallsprinzip ist im Grunde hinfällig, natürlich ist es wichtig gegen kompetente Gegner zu variieren, aber heutzutage ist es halt Gang und Gäbe gegen Ranges zu spielen, wie passen sie zur Boardtextur und je nachdem die Cbet setzen, unabhängig von den Karten. Es gibt ja Gegner von denen man mit TPTK eh nur zwei Streets Value bekommt, da kann man auch mal ne Valuecbet auslassen und man hat genug variiert^^.

      Btw, sind die Bücher auch veraltet, ich würde mir an deiner Stelle neueren Content besorgen, da Harrington (war schon lang her als ichs gelesen habe) das Thema Ranges nicht so gut abgehandelt hat in seinen Büchern. Find die eigentlich nur noch für die Grundkonzepte lesenwert, aber die bekommt man online an jeder Ecke auch gratis.
    • 53pp
      53pp
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2008 Beiträge: 152
      Original von phil1312
      Er geht in seinen Cashgamebüchern immer von eher kompetenten Gegnern aus. Natürlich ists gegen Fische wichtig die Lines zu exploiten und man kann da ruhig exploitable spielen. Das mit dem Zufallsprinzip ist im Grunde hinfällig, natürlich ist es wichtig gegen kompetente Gegner zu variieren, aber heutzutage ist es halt Gang und Gäbe gegen Ranges zu spielen, wie passen sie zur Boardtextur und je nachdem die Cbet setzen, unabhängig von den Karten. Es gibt ja Gegner von denen man mit TPTK eh nur zwei Streets Value bekommt, da kann man auch mal ne Valuecbet auslassen und man hat genug variiert^^.

      Btw, sind die Bücher auch veraltet, ich würde mir an deiner Stelle neueren Content besorgen, da Harrington (war schon lang her als ichs gelesen habe) das Thema Ranges nicht so gut abgehandelt hat in seinen Büchern. Find die eigentlich nur noch für die Grundkonzepte lesenwert, aber die bekommt man online an jeder Ecke auch gratis.
      was würdest du dir stattdessen besorgen bzw weiterempfehlen? einmal hinsichtlich sngs und einmal mit Schwerpunkt cashgame (beides nl holdem)
    • Daewon7
      Daewon7
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2009 Beiträge: 800
      .
    • phil1312
      phil1312
      Global
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 3.346
      Im Cashgamebuch hat er mMn auch sowas ähnliches geschrieben (ist aber schon lange her, als ichs gelesen habe).

      @53pp: Von SnGs habe ich keine Ahnung. Cashgame würde ich Harrington on Onlinecashgames empfehlen (ist das neue Buch von ihm schau mal bei Amazon), dort bekommt man vor allem als Anfänger bzw. Microstakes (ist auch bis in die Smallstakes eingiges drin)-Grinder sehr gute Einblicke und Spielverständnis vermittelt. Was ich für Microstakes-Smallstakes auch empfehlen kann, ist "The Pokerblueprint" gibts inzwischen auch bei Amazon.

      Wenn du Fullring spielst, dann ist "Dynamic Full Ring Poker" dein Buch, spiele zwar selbst SH, aber konnte daraus einiges mitnehmen.
    • JeJo
      JeJo
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2007 Beiträge: 1.271
      Also habe mir sowas Ähnliches wie phil geschrieben hat gedacht. Finde die Bücher im Vergleich zu anderen auch veraltet.
      Ich lese es einfach aus Interesse und betrachte das Geschriebene ganz individuell.

      An alle die meinen der Zufallsgenerator gilt nur für MTT's, möge bitte das erste H on CG Buch lesen. Da wird dieser genau beschrieben und er bezieht sich sehr oft darauf...
    • laghorn711
      laghorn711
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2009 Beiträge: 938
      Die CGs die er spielt sind wahrscheinlich immer mit den gleichen Leuten besetzt und wahrscheinlich min 12 Std. zusammen. Regs halt :coolface:
    • xqz331
      xqz331
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2008 Beiträge: 268
      Ja, also da ich die Bücher grad im Urlaub gelesen hab, kann ich bestätigen dass er auch in den CG Büchern "seinen" Zufallsgenerator zu Rate zieht.

      Wenn er z.B. ein Set auf dem Flop in 50% der Fälle bettet, dann richtet er sich nach dem Sekundenzeiger auf seiner Uhr, d.h. Sekundenzeiger innerhalb der ersten 50% der Minute -> Bet, sonst check.

      Hab mich auch gefragt ob das wirklich so praxisrelevant ist bzw. ob man nicht lieber den Gegner spielen/exploiten sollte.